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In vielen Städten der Schweiz kommen die Nachtschwärmer sicher mit einem Nachtbus nach Hause. Bild: stadt zürich

Kommentar

Liebe Nachtschwärmer, reisst euch mal zusammen!

Das ZVV-Nachtnetz-Angebot ist ein Segen. Damit kommen alle Partygänger aus der «Agglo» (wie ich) nach Hause. Aber was sich bei den Billett-Kontrollen abspielt, ist einfach nur lächerlich.



Es ist 4 Uhr Morgens und im Club Hive in Zürich wurde es einfach zu heiss. Also trete ich den Heimweg an. Zu meinem Glück fährt sogar schon in 11 Minuten ein Bus von der Hardbrücke nach Oerlikon, praktisch vor meine Haustüre. Auch mein Kumpel aus Seebach kommt mit einem Bus nach Hause. 

Als ich aber an der Haltestelle ankomme, finde ich mich in einer Ausnahemsituation wieder. Zehn Kontrolleure müssen sich Beschimpfungen aus allen Ecken anhören. In den Bussen wird gepöbelt, an der Haltestelle geflucht.

«Du Loser hast es wohl nicht zum Polizisten gebracht!», wird ein Sicherheitsmann von einer jungen Frau angefaucht, die offensichtlich keinen Nachtzuschlag gelöst hatte. «Ich scheiss auf deinen Nachtzuschlag, du Penner!», so ein weiterer Fahrgast zum Kontrolleur. Diese nehmen es aber gelassen und weisen die beiden zur Bustür. Sobald der Bus fährt, ist alles wieder friedlich.

Die ganze Aufregung scheint sich um den Nachtzuschlag zu drehen. In Zürich muss zur Benutzung des Nachtnetzes zusätzlich zum regulären Billett noch ein Zuschlag von fünf Franken gelöst werden. Dieser kann am Automaten oder ganz einfach per SMS gekauft werden. 

Es ist nicht das erste Mal, dass ich mich in einer solchen Situation wiederfinde. Vor einigen Wochen spielte sich das selbe an einer anderen Haltestelle ab, an der ich auf meinen Nachtbus wartete. Während eine Gruppe älterer Herren im hinteren Teil des Busses fluchen, noch nie etwas von einem Zuschlag gehört zu haben, wirft eine junge Frau weiter vorne ihr Billett auf den Boden: «Da hast du dein verdammtes Ticket!»

Das wirklich erstaunliche dabei ist, dass die Kontrolleure von den unterschiedlichsten Leuten angepöbelt werden. Die Spannweite geht wie beschrieben von alten Männern bis hin zu jungen Studentinnen. 

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Für nur fünf Franken mehr: Das Zürcher Nachtnetz am Wochenende.  bild: zvv

Nervt ihr Nachtschwärmer euch wirklich so an den fünf Franken Nachtzuschlag, die ihr zahlen müsst? Für die 15-Franken-Drinks in den Clubs seid ihr euch ja offensichtlich auch nicht zu schade, oder beleidigt ihr da auch den Barkeeper? Fragt doch mal die Taxifahrer, ob sie euch für den selben Preis nach Wallisellen bringen.

Denn der Nachtzuschlag ist tatsächlich ein Schnäppchen. Für nur zusätzliche fünf Franken kann man im Bus bis nach Bassersdorf fahren. Oder noch weiter. Fast alle Dörfer im Umfeld von Zürich sind im Nachtnetz abgedeckt. 

Darum an die Nachtkontrolleure der ZVV: Ich entschuldige mich im Namen aller Nachtschwärmer. An die Nachtzuschlag-Verweigerer: Reisst euch mal zusammen! Oder bleibt das nächste Mal bis um fünf Uhr im Club, dann könnt ihr mit den regulären Verkehrsmitteln nach Hause fahren.

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