Gesellschaft & Politik
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Gesundheitskommission will keine Zuckersteuer



Die Gesundheitskommission des Nationalrats will keine Zuckersteuer einführen. Sie lehnt eine Standesinitiative des Kantons Neuenburg mit dieser Forderung ab.

Wie gesund oder ungesund ist dein Essen? Alles relativ.

Angesichts der verschiedenen freiwilligen Bestrebungen, den Zuckergehalt von Lebensmitteln zu reduzieren, sieht die Kommission keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf, wie es in einer Mitteilung der Parlamentsdienste vom Freitag heisst. Die Industrie passe laufend Rezepturen an, um den Anteil an zugesetztem Zucker zu verkleinern.

Eine Minderheit der Kommission verweist auf die Erfahrungen im Ausland: Abgaben auf gezuckerte Erzeugnisse seien ein gutes Instrument, um mit Zuckerkonsum im Zusammenhang stehende Krankheiten wirksam zu bekämpfen, argumentiert sie. Der Entscheid fiel mit 16 zu 7 Stimmen.

Die Initiative verlangt eine Steuer auf Zucker, der bei der Herstellung zugesetzt wird. Die Einnahmen sollen für die Prävention der durch Zucker- und Süssstoffkonsum bedingten Erkrankungen verwendet werden. Der Ständerat hat die Initiative klar abgelehnt. (sda)

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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bebby 17.02.2019 06:35
    Highlight Highlight Was mir an dieser Initiative nicht gefällt: Steuern für Prävention. Damit werden letztlich nur Stellen geschaffen. Besser wäre eine steuerneutrale Lenkungsabgabe. Dafür ein deutlicher Aufschlag von 100% oder mehr, der dann pro Kopf wieder zurück an die Bevölkerung geht.
  • Na_Ja 17.02.2019 04:43
    Highlight Highlight Ich gehe davon aus, dass die meisten eine Zutatenliste lesen können. Wer es nicht macht, den kümmert es wahrscheinlich auch nicht. Kaum jemand wird vom "versteckten" Zucker krank oder schwerer. Es wird allgemein zu viel hochkalorische Nahrung gegessen.
  • Tom Scherrer (1) 16.02.2019 22:35
    Highlight Highlight Ich vermute mal:

    Die SVP mit ihren Bauern will die Subventionen nicht verlieren und die FDP will die Unternehmen vor Steuern schützen.

    Uns so kommts, dass die Gesundheit der Wähler doch eher unwichtig geworden ist.

    Selbstregulierung der Industrie - wäre es nicht traurig, müsste ich darüber lachen 😂 Als ob die Industrie als oberstes Ziel die Gesundheit der Konsumenten hätte.

    Wird Zeit, die grünen nd die linken zu wählen, die FDP und die svp ist in Sachen Konsumentenschutz extrem unglaubwürdig.




  • BossAC 16.02.2019 22:19
    Highlight Highlight Hab mir mal die Mühe gemacht:
    Mitglieder „Gesundheits“kommission im Nationalrat:
    Informationsgruppe Erfrischungsgetränke (Coca-Cola)
    - Hess Lorenz (BDP)
    - Sebastian Frehner(SVP)
    - Jürg Stahl (SVP)
    - Bruno Pezzatti (FDP)
    Föderation der Schweizerischen Nahrungsmittelindustrie
    - Isabelle Moret (FDP) (20000.-/Jahr)
  • BossAC 16.02.2019 21:40
    Highlight Highlight @Watson
    Wäre interessant, wenn ihr bei solchen Artikel jeweils ein bisschen Hintergrundrecherchen zu den Mitgliedern solcher Kommissionen machen könntet, dann wird schnell auch klar wie solche Ergebnisse zustande kommen: Bsp: Lorenz Hess BDP, Mitglied & Präsident der Informationsgruppe Erfrischungsgetränke (Lobbygruppe von Coca-Cola), usw. Klar muss die Wirtschaft mit in die Politik eingebunden werden, aber dies ist einfach nur traurig & unwürdig :(
  • Pasch 16.02.2019 13:37
    Highlight Highlight "Gesundheitskommission des Nationalrats" 😂😂😂😂 ach herrlich, bitte umbenennen so verwirrt es nur und manch einer glaubt noch die tun was für die Gesundheit!
  • nach gang 16.02.2019 10:28
    Highlight Highlight Gesundheitskosten sparen wollen und denn Krankmacher Nummer 1 subventionieren will nicht so recht zueinander passen.
    Ein erster Schritt wäre die landwirtschaftliche Zuckerproduktion und die Zuckerverarbeitung nicht mehr zu subventionieren.
    Die Förderung der rohstoffintensive und bodenverschleissende Zuckerproduktion läuft Bestrebungen zuwieder die CO2 Emissionen zu senken.
    • Töfflifahrer 16.02.2019 10:32
      Highlight Highlight Ja, nur die Zuckerindustrie hat eine mächtige Lobby hinter sich und wird wohl auch bei Parteispenden nicht untätig sein.
      Da ist wohl einigen Volksvertretern das Hemd näher als die Jacke.
    • Jol Bear 16.02.2019 19:36
      Highlight Highlight Zuckerproduktion nicht mehr subventionieren? Dann wird der Bedarf einfach im Ausland produziert und hierher gekarrt. Ausserdem emittiert die Zuckerproduktion etwa gleich viel/wenig CO2 wie die Gemüseproduktion.
    • Fandall 16.02.2019 19:41
      Highlight Highlight Das fände ich auch besser als neue Steuern
    Weitere Antworten anzeigen
  • Waldorf 16.02.2019 10:27
    Highlight Highlight Würde mich jetzt wunder nehmen wer in dieser von Lobby versäuchter Kommission sitzt. Die anderen KK Prämienzahler wohl auch.
  • sowhat 16.02.2019 10:00
    Highlight Highlight Wieder eine Gelegenheit verpasst am richtigen Ort anzusetzen. Die Industrie geht immer nur soweit, wie es sein muss, damit die Kunden noch kaufen. Sie hat kein Interesse an der Gesundheit ihrer Kunden, sondern viel mehr die Produkte den Kunden schmackhaft zu machen.
    • patnuk 16.02.2019 10:29
      Highlight Highlight « Die grosse Zuckerlüge » auf Replay bei ARTE, wenn nicht mit Gesetz vielleicht mit Bildung.
    • ujay 16.02.2019 11:40
      Highlight Highlight @sowhat. Wenn eine Zuckersteuer kommt, wird einfach künstlich gesüsst mit Xylit, Sorbit, Maltit etc. Nicht wirklich gesünder. Wer das Gefühl hat, Süsses sei schädlich, soll weniger zu sich nehmen und nicht die Schuld auf andere abwälzen.
    • dmark 16.02.2019 19:38
      Highlight Highlight Auf dem meisten Produkten ist Zucker separat aufgeführt. Wer also meint darauf verzichten zu müssen, kann dies machen.
      So, what...?
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