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Fotograf belästigt Influencerin: Als sie ihn blossstellt, droht Instagram ihr mit Löschung



Auf Instagram zeigt sich die Influencerin Sunnaya gerne von ihrer schönen Seite: Rund 23'000 Menschen haben die Fotos des Models, das in Los Angeles lebt, abonniert. Diese Follower müssen regelmässig mit neuen hübschen Bildern versorgt werden – da kommt das Angebot eines bekannten Fotografen gerade richtig.

Fotograf forderte Nacktfotos von Influencerin

Als sich Sunnaya bei Hyde, der bereits Kim Kardashian und Ariana Grande fotografiert hat, meldete, reagierte der schnell – und wollte Nacktfotos von Sunnaya haben. Das berichtet das Model gegenüber Mashable.com.

Screenshots des Chat-Verlaufs teilte Sunnaya auf Twitter und Instagram – wo ihre Beiträge für Aufsehen sorgten.

In den Screenshots ist zu sehen, dass Hyde sie mit einem kostenloses Nacktfoto-Shooting zu erpressen versucht. Sein «Angebot»: Ein Fotoshooting mit Kleidung würde Sunnaya 2000 Dollar kosten – würde sie sich ihm hingegen nackt zeigen, wäre das Treffen kostenlos.

Zudem wollte Hyde offenbar schon vor dem Foto-Shooting Nacktfotos des Models bekommen – er müsse schliesslich wissen, ob «sie es wert sei». In dem Chat-Verlauf ist zu sehen, dass Sunnaya dem Nacktfoto-Shooting schliesslich zustimmt, sich jedoch weigert, dem Starfotografen Hyde Nacktbilder vorab zu schicken.

Als Sunnaya Screenshots des Dialogs auf Social Media teilt, reagiert Hyde wütend: «Lutsch einen grossen Schwanz!» Der Vorfall brachte auf Instagram jedoch nicht Hyde in Probleme – sondern das belästigte Model.

Influencerin belästigt – Instagram begeht einen «Fehler»

Instagram löschte die Screenshots, da diese gegen die «Community Guidelines» verstossen würde. Und die Seitenbetreiber gingen weiter: Wenig später erhielt Sunnaya eine Nachricht, wonach ihrem ganzen Account die Löschung drohe. Der Grund: die angebliche dargestellte «Nacktheit oder sexuelle Aktivität» in den Beiträgen.

Gegenüber Mashable meint Sunnaya: «Es war sehr entmutigend für mich, als meine Beiträge entfernt wurden.» Und weiter: «Der erste Beitrag in meinem Feed hatte 40'000 Menschen erreicht und wurde von vielen geteilt.» Seitdem hätten sich bei ihr zahlreiche Frauen gemeldet, die ähnliche Erfahrungen mit Marcus Hyde gemacht hätten.

In einer Stellungnahme erklärte Instagram später, dass man einen Fehler gemacht habe. Sunnayas ursprünglicher Beitrag wurde wieder online gestellt. Auch Ariana Grande, die ebenfalls einmal von Hyde fotografiert wurde, äusserte sich. Zwar nannte sie den Fotografen nicht beim Namen, sagte aber: «Lasst euch nicht von Fotografen fotografieren, die euch Unbehagen bereiten oder euch das Gefühl geben, dass du deine Kleider ausziehen müsst, wenn ihr es nicht wollt.»

Arianas Rat: «Sucht euch einen anderen.» Hyde selbst hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäussert. Er hat seinen Account gelöscht. Und ein neues Profil erstellt.

(pb)

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34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • HeforShe 24.07.2019 14:15
    Highlight Highlight Im Prinzip hat er ein TFP angeboten für Nacktaufnahmen. Bei einem TFP finden sich zwei, um ihre Vorstellungen projektartig zu realisieren. Im Gegensatz zum zahlenden Kunden kann der Fotograf seine Vision vorgeben.
    Als Tierfotografin sind meine TFP auch sehr spezifisch - wenn ich einen Schimmel am Strand bei Sonnenaufgang suche, interessiere mich Friesen nicht, so schön sie sind.

    Das Problem hier ist, dass er vorgängig Nacktaufnahmen verlangt hat. Bikini hätte komplett ausgereicht, denn sonst ist es pornografisch ausgerichtet. Und DAS hat einen üblen Beigeschmack und was von Wichsvorlage.
  • Alterssturheit 24.07.2019 13:42
    Highlight Highlight Im Fotogeschäft um die Ecke sagte mir die Angestellte, dass ich mich für die neuen Passfotos ausziehen muss.
    War erst etwas verunsichert und der grösste Teil meiner WhatsApp Gruppe empfahl mir auch, es nicht zu tun. Habs dann gelassen und bin zum Automaten.....
  • Markus97 24.07.2019 12:53
    Highlight Highlight An alle die sagen das das ein ganz normales Angebot war: Wo ist dann das Problem dieses zu veröffentlichen?
    • Me, my shelf and I 24.07.2019 18:56
      Highlight Highlight Ups, wollte nicht downvoten.
  • Walter Sahli 24.07.2019 09:11
    Highlight Highlight Ich find's gut, hat sie den Chatverlauf veröffentlicht. Der Fotograf kann ja sicher zu seinen Geschäftspraktiken stehen und zukünftige Models sind so darüber informiert.
  • Da Fü 24.07.2019 08:54
    Highlight Highlight Ich muss gestehen, ich verstehe die Reaktion von Instagram. Der Typ hat nichts rechtswidriges getan, sie hingegen schon. Klar,moralisch ist der Typ ein Schwein, doch soziale Medien tun sich ja meistens eher schwer mit Moral.
  • do u know Xonco The Muffin Man -The Muffin Man 24.07.2019 08:28
    Highlight Highlight Vielliecht sehe ich das als einziger so;
    Es ist auf keinen Fall die feine Art.
    Erpresst hat er Sie nicht. Sie hatte die Möglichkeit auch mit Geld das Shooting zu kriegen. Er hat NICHT Sie angeschrieben, sondern SIE hat an seiner Türe geklopft.

    Und ich lege meine Hand dafür ins Feuer, das es genügende Frauen gibt die das Angebot mit dem Gratis Shooting gerne und dankend angenommen haben.

    Was lernen wir daraus? Er ist ein Lustmolch. Mehr nicht.
    Da ist mir aber so ein Lustmolch dennoch lieber als Vergewaltiger, Pädophile uvm. http://
    • Luzifer Morgenstern 24.07.2019 10:35
      Highlight Highlight Wenn ich richtig verstehe, ist es für dich in Ordnung, dass der Fotograf gesagt hat, wenn sie seine Wichsvorlage wird, kriegt sie Rabatt.

      Wäre das für dich auch in Ordnung, wenn ich dir im Coop/Migros/Aldi Rabatt biete, wenn du meine Wichsvorlage wirst? - Du kommst da ja auch selbst hin, ohne dass man dich darum bittet.
    • RicoH 24.07.2019 11:16
      Highlight Highlight Dass du Nacktbilder als Wichsvorlage bezeichnest, sagt wohl mehr über dich als den Fotografen aus.
    • Luzifer Morgenstern 24.07.2019 12:51
      Highlight Highlight Dass ich unprofessionelles Verhalten So vulgär bezeichne, wie es ist, sagt wohl auch einiges über mich aus, das mir an mir gefällt.

      Das Machtgefüge zwischen den Geschlechtern wird hier augenfällig illustriert.

      Und wenn du das nicht lesen willst, wird es davon auch nicht besser.

      Die Bilder würden nicht einmal dann schlechter, wenn ein guter Fotograf mit dem Profi-Equipment und der Hardware der Kundin arbeiten würde, aber der Datenschutz der Kundin wäre garantiert.

      Darum: Rabatt für eine Wichsvorlage.
  • Bruno Wüthrich 24.07.2019 08:27
    Highlight Highlight Hier etwas von Erpressung zu schreiben, ist nicht einfach nur übertrieben, sondern totaler Unsinn. Da hat wohl der Schreiber keine Ahnung, was Erpressung wirklich ist.

    Die Frau wurde weder belästigt, noch erpresst, noch sexuell genötigt oder gar vergewaltigt. Ihr wurde lediglich ein unmoralisches Angebot unterbreitet, das sie ja zum Teil sogar bereit gewesen wäre, anzunehmen. Lediglich die Voraus-Nacktbilder wollte sie nicht versenden.

    Da wurde wieder einmal versucht, einer Möchtegern-Beeinflusserin (pardon, Influencerin) auf die Beine zu helfen oder die Sexismus-Debatte anzuheizen.
    • DerTaran 24.07.2019 09:00
      Highlight Highlight Ich finde es nicht mal unmoralisch, Nacktfotos gehören heutzutage zum Repertoire von Fotografen und Modellen. Ich kann sogar nachvollziehen, dass er das kostenlos anbietet, schließlich kann er die Fotos besser ausstellen und verkaufen, der letzte Satz geht aber gar nicht.
    • züristone 25.07.2019 15:19
      Highlight Highlight Natürlich, er hat theoretisch nichts unrechtes gemacht. Aber er wollte, dass sie ihm Nacktfotos vorab schickt und hätte dafür nicht mal garantiert, dass es dann auch ein Fotoshoot gibt (falls sie es nicht Wert wäre)... Das finde ich mehr als unmoralisch. Wenn ich mir vorstelle wieviele (vielleicht minderjährige) Frauen ihm eventuell nach der Kontaktaufnahme Nacktfotos geschickt haben finde ich es schon sehr bedenklich. Natürlich haben sie das dann selbst zu verantworten, aber gewisse Leute sind leichtgläubig und die sollte man schützen.
  • Caryssia Mal'Ganis 24.07.2019 08:25
    Highlight Highlight Woho... Die gute Dame hat die Situation ja ziemlich schnell eskalieren lassen. Und natürlich wird direkt mal Vergewaltiger gerufen..
    • Vergugt 24.07.2019 10:57
      Highlight Highlight Deiner Meinung nach ist also Sie die Böse in dieser Geschichte? Flotte Einstellung. Empfehle ggf. Neujustierung des moralischen Kompasses.
    • Caryssia Mal'Ganis 24.07.2019 13:10
      Highlight Highlight Meiner Meinung nach sind beide "die Bösen" (wenn wir schon von Gut gegen Böse reden). Er für das offenkundig unmoralisch/sexistische Angebot, sie für das übertriebene eskalieren und weil sie ihn einen Vergewaltiger genannt hat und somit die Anfrage des Fotografen mit dem Akt der Vergewaltigung gleichgestellt.
    • RicoH 24.07.2019 14:26
      Highlight Highlight Ich finde schon, dass sie die Böse in dieser Geschichte ist.

      Sie hat ihn wegen den zu erwartenden zusätzlichen Klicks auflaufen lassen. Sie hatte die Wahl, nein zu sagen, er aber nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • RicoH 24.07.2019 07:50
    Highlight Highlight Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.
    Das Angebot des Fotografen war eindeutig:

    angezogen = kostet
    nackt = gratis

    Sie hätte nur "nein danke" antworten können. Statt dessen "akzeptiert" sie und stellt sich dann als vermeintliches Opfer dar.

    Tja, für ein paar zusätzliche Klicks geht man offenbar über Leichen...
    • Frances Ryder 24.07.2019 08:57
      Highlight Highlight Grossfirmen und Vorstandmitglieder sind ja auch fast das gleiche wie Models gell?
    • RicoH 24.07.2019 10:24
      Highlight Highlight Oh mann, da schwingt jemand gleich die grosse moralische Keule...

      Nacktbilder sind für Fotografen nichts aussergewöhnliches. Wenn er diese gratis schiessen will, ist das sein Ding – kann er vermutlich besser verkaufen.

      Und ja, ich sehe in diesem Fall auch nichts verwerfliches darin, dass er vorab via Nacktbilder prüfen will, ob sich das für ihn auszahlen wird oder kann.
    • RicoH 24.07.2019 13:38
      Highlight Highlight Okay, stimmt. Soweit habe ich nicht gedacht.

      Trotz allem hätte in dem Fall ein einfaches "nein Danke" genügt.

      Ich finde die Motivation einen solchen Fall "aufzudecken", damit man mehr Klicks generiert, schon sehr verwerflich. Sie hatte wenigstens die Wahl, er nicht.
  • Dodogama 24.07.2019 07:24
    Highlight Highlight Ziemlich unschön von Hyde, vorallem seine kindische Abtwort am Schluss. Der Dame ist jedoch nicht geholfen, wenn sie ihn auf Twitter einen Vergewaltiger nennt.
  • Finöggeli 24.07.2019 06:56
    Highlight Highlight Man lerne, Instagram kann auch gelöschte Posts wiederherstellen
  • Coconut 24.07.2019 06:56
    Highlight Highlight In der Zwischenzeit haben sich zahlreiche weitere Personen mit ähnlichen Vorwürfen gemeldet, auch zu anderen Fotografen.
    • do u know Xonco The Muffin Man -The Muffin Man 24.07.2019 08:30
      Highlight Highlight Branchenüblich würde ich sagen, weswegen man jetzt an dem Typen ein Exempel statuieren muss bleibt mir schleierhaft.
    • Nada Ville 24.07.2019 08:46
      Highlight Highlight Gratis ist eben nicht immer gratis. Wie oben jemand gut geschrieben hat es ist ein unmoralisches Angebot ohne Zweifel und solange dies an Erwachsene gerichtet ist geht das ja in Ordnung. Kann jeder Nein sagen dann gibts halt auch keine "gratis" Fotos. Und ich denke nur darum ging es der Dame sie wollte halt gratis Fotos von nem "Profi" jeder normaldenkende Mensch weiss da bereits Bescheid. Übrigens den spannenden Teil der Konversation hat Sie weggelassen warum?
  • Sebultikon 24.07.2019 05:41
    Highlight Highlight Am Chatverlauf zeigt sich wohl das ein Professioneller nicht immer profesionell handelt. Dennoch:
    Unmoralisches Angebot =/= Erpressung.
    • westwing 24.07.2019 07:27
      Highlight Highlight Wenn Du Töchter hättest würdest Du es nicht so salopp formulieren.
      Ich kann mir schon sehr bildlich vorstellen, wie solche "unmoralischen Angebote" bei zB Weinstein ausgesehen und oft auch geendet haben...
    • Sebultikon 24.07.2019 07:47
      Highlight Highlight Da haben sie vermutlich recht, in diesem Falle wäre ich dann aber auch emotional befangen, was keine gute Grundlage für die Bewertung solcher Umstände ist ;-)
    • do u know Xonco The Muffin Man -The Muffin Man 24.07.2019 09:47
      Highlight Highlight westwing,

      Ich habe zumindest eine Tochter, zählt das?

      Wenn deine Tochter so psychisch Krank ist, wie die Dame um die es hier geht, trägt ein Elternteil denke ich eine Mitschuld.

      - Unmoralisches Angebot, auf Grund einer Unmoralischen Anfrage & Erwartungshaltung.

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