Tier
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Bad News für den Wolf: In der Schweiz soll er nur noch «geschützt» sein



ZUM ENTSCHEID DES STAENDERATS, DEN SCHUTZ DES WOLFS NICHT AUFZUHEBEN, STELLEN WIR IHNEN AM MITTWOCH 9. MAERZ 2016 FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Ein Wolf, mutmasslich

Bild: KEYSTONE

Der Wolf soll in der Schweiz nicht mehr «streng geschützt» sondern nur noch «geschützt» sein. Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat bei der Berner Konvention einen Antrag auf die Rückstufung des Raubtiers eingereicht.

Der ständige Ausschuss der Konvention wird den Antrag an seiner jährlichen Sitzung im November beraten, wie das Bafu am Donnerstag mitteilte. Das Bundesamt leistet mit dem Antrag einem Auftrag der Umweltkommission des Ständerats Folge.

Würde der Antrag gutgeheissen, bliebe der Wolf zwar geschützt. Die Vertragsstaaten hätten aber beim Umgang mit ihm einen grösseren Spielraum. Sie würden indes verpflichtet bleiben, Schutz- und Interventionsmassnahmen gesetzlich zu regeln und mit nationalen Programmen den Wolfsbestand zu kontrollieren.

Mit der Rückstufung des Wolfs würde auch der Umgang mit dem Tier in Europa harmonisiert. Statt einem häufigeren Einsatz von Ausnahmeklauseln wäre ein konsistentes Wolfs-Management möglich. In der Schweiz könnte der Wolf mit der Herabstufung seines Schutzstatus gleich behandelt werden wie etwa der Steinbock.

Der Ständige Ausschuss der Berner Konvention hatte einen gleichlautenden Antrag der Schweiz bereits 2006 abgelehnt. Mit dem zweiten Anlauf will das Bafu dem inzwischen in Europa gestiegenen Wolfsbestand Rechnung tragen.

Das derzeit in der parlamentarischen Beratung steckende Jagdgesetz, das die Bestandsregulierung beim Wolf erleichtern soll, ist vom Antrag nicht tangiert. Die aktuelle Revision ist innerhalb der geltenden Bestimmungen der Berner Konvention möglich.

In die Schweiz wanderten 1995 die ersten Wölfe ein. Vor sieben Jahren bildete sich in Graubünden das erste Rudel. Heute gibt es drei bis vier Rudel und etwa 50 Wölfe in der Schweiz. (sda)

Wölfe sind hier willkommen

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Video: srf

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nik G. 17.08.2018 07:43
    Highlight Highlight Stimmt 5 Tiere sind so viel, nun muss man schauen dass es nicht zuviel werden. Die Walliser wird es freuen. Endlich sind ihre illegalen Abschüsse nur noch halb illegal
    1 7 Melden
  • dding (@ sahra) 16.08.2018 21:07
    Highlight Highlight Die Walliser haben sich durchgesetzt.
    Aus meiner Sicht sollte es heißen: Ihr wollt den Wolf abknallen? Gut, dann bekommt ihr von der Restschweiz auch keine Subventionen mehr.
    5 6 Melden
  • Borki 16.08.2018 19:01
    Highlight Highlight Es sollte endlich einmal eine Volksabstimmung über das Thema Wölfe geben. Schlussendlich geht es um die Frage "Einfache Schafhaltung und maximale Jagdstrecke ODER Biodiversität und gesunde Schutzwälder". Und ich traue dem Stimmvolk eine kompetentere Antwort zu als dem von der Bauern- und Jagdlobby beeinflussten Parlament.
    Und das sage ich als Jäger...
    5 5 Melden
  • Snegurotschka 16.08.2018 17:32
    Highlight Highlight 1981 hat die CH die Berner Konvention ratifiziert. Damals gab es keine Wölfe bei uns. Die Verpflichtung abzugeben, die Tiere streng zu schützen, war somit einfach. Wir hätten damals auch den Tyranosaurus Rex absolut schützen können. Im Gegensatz zu ihm kamen die Wölfe wieder zurück. Nun will man deren Schutz lockern. Welche Scheinheiligkeit!
    7 5 Melden
  • hänes 16.08.2018 16:58
    Highlight Highlight Good News
    6 8 Melden
    • dding (@ sahra) 18.08.2018 09:26
      Highlight Highlight Uh...ein Walliser.
      1 1 Melden
  • Albert J. Katzenellenbogen 16.08.2018 15:03
    Highlight Highlight Natürlich, bei diesen HORDEN von Wölfen, die es in der Schweiz schon gibt (50😒), ist dieser Schritt natürlich total nahe liegend.
    User Image
    43 18 Melden
    • ReziprokparasitischerSymbiont 17.08.2018 00:23
      Highlight Highlight Wenn man die Investitionen für den Herdenschutz, das Monitoring und die Schadensvergütung zusammenzählt, dann kostet so ein Wolf jährlich 66'000 Franken.
      Ein Tier, welches dem Steuerzahler so viel Wert ist, muss natürlich angemessen geschützt werden...
      3 4 Melden
    • dding (@ sahra) 17.08.2018 16:57
      Highlight Highlight @Reziprokparasit

      Wenn man zusammenzählt, was so eine Schafsherde den Steursahler Jährlich kostet, dann kommen Sie auf eine noch viel höheren Betrag. http://b
      1 3 Melden
    • Albert J. Katzenellenbogen 17.08.2018 20:12
      Highlight Highlight ReziprokparasitischerSymbiont:
      Behaupten Jäger und Schafzüchter.
      1 1 Melden

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