Frankreich

«Meine Muschi, mein Copyright!»: Pariser Gericht spricht Mona-Lisa-Exhibitionistin frei

19.10.17, 05:56

Nach einem Nackt-Auftritt vor der berühmten Mona Lisa im Pariser Louvre ist die Performance-Künstlerin Déborah de Robertis freigesprochen worden. Ein Gericht befand, es habe sich um einen «militanten und künstlerischen Akt» gehandelt, nicht um Exhibitionismus.

Es seien keine Genitalien zu sehen gewesen, sondern nur Schamhaare, argumentierten die Richter in Paris am Mittwoch. Sie schlossen sich damit der Argumentation der Verteidigung an.

Allerdings wurde die Künstlerin zu 35 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt, weil sie einen Museumswärter in den Arm gebissen hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Monate Haft auf Bewährung gefordert.

Schamhaare gezeigt

Die Luxemburgerin hatte am 24. September zur Überraschung der Museumsbesucher ihre Vagina vor dem berühmten Frauenbildnis Leonardo Da Vincis entblösst. Dazu rief sie: «Mona Lisa, meine Muschi, mein Copyright». Die Künstlerin wurde daraufhin festgenommen und sass zwei Tage in Untersuchungshaft.

De Robertis sagte der Nachrichtenagentur AFP, ihr Ziel sei es mitnichten gewesen, ihre Genitalien zu zeigen. Vielmehr habe sie mit ihrer Darbietung auf ein berühmtes Foto der österreichischen Performance-Künstlerin Valie Export angespielt, die in den 70ern für ihre sexuelle Freizügigkeit bekannt war. «Ich hinterfrage die Rolle von Künstlerinnen in der Kunstgeschichte», betonte De Robertis.

De Robertis stand wegen ähnlicher Aktionen in Pariser Museen schon mehrfach vor Gericht. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

«Neuer Hitler im Nahen Osten»: Saudischer Kronprinz bin Salman schlägt harsche Töne an

Aargauer Lehrer wegen Sadomaso-Sexspiels mit 13-Jähriger verurteilt

Peinlicher Design-Fail: Apples 109-Franken-Hülle für das iPhone X verdeckt das Mikrofon

Das sind die zehn Reichsten der Schweiz – erstmals dabei: die Blochers

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
9
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Namenloses Elend 19.10.2017 10:00
    Highlight Bleibt zu hoffen, dass sie nie mit Milo Moire in Kontakt tritt. Sonst gibts eine 1a Eier plopende Silikonbusen Show gepaart mit einer Schamhaar Performance die ihres gleichen sucht. Um Himmels willen Marta bring die Kinder ins Haus, die Blüttler machenn wieder Kunst! 😂😂
    10 0 Melden
    • pedrinho 19.10.2017 13:47
      Highlight - kein problem, solange sie nicht beissen
      sonst, ganz einfach ignorieren, die hoeren von
      selbst wieder damit auf
      0 0 Melden
  • Lindaa 19.10.2017 09:01
    Highlight Manchmal schäme ich mich für meine Artgenossinen. Männer: Sorry gäu!
    16 4 Melden
  • Ohmann94 19.10.2017 08:03
    Highlight WOW! Also kann jetzt jeder einfach irgendwo die Hose runterlassen und sagen es sei Kunst? Die haben wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank! Ich will echt nicht prüde sein, aber so etwas kann man einfach nicht machen...

    Und der Biss in den Arm? Wär ich der Wachmann hätte ich den Spiess umgedreht und daraus noch ein Hate-Crime Fall gemacht ;) Angriff auf seine Person weil er sich einer bestimmten Gruppe zuordnet, plus natürlich direkt noch die gute alte Seximus-Debatte *~* (So... ich gibs ja zu. Da bin ich wohl gaaaanz wenig abgedriftet :P)
    17 11 Melden
    • Tikvaw 19.10.2017 09:03
      Highlight Ja, du kannst tatsächlich überall deine Hosen runterlassen und behaupten es sei Kunst.
      Aber genauso wie diese Frau, wirst du in 99% der Fälle ziemlich schnell vom Sicherheitsdienst /Polizei abgeführt.

      Beim zweiten Teil: Genauso wie ein Gericht auch, müsstest du erstmal anhand von Tatsachen beweisen was ihr Motiv war.
      Hat sie bei der Verhaftung geschrien: "Ihr faschistischen Polizisten-Nazis", "Freie Kunst für Alle", "grab my pussy, that makes me hot" oder "Ihr Sex besessenen Männer (seit alle gleich)"?

      Mein Urteil? Der genderfluide Ohmann94 betreibt wieder mal nur Polemik...
      7 9 Melden
    • Ohmann94 19.10.2017 10:01
      Highlight Was?! Ich doch nicht.. Ich bin ein absolutes Unschuldslamm! (Meine Güte! Das wär mal ein interessantes Gender! Hallo, ich bin Ohmann94 und ich identifiziere mich als Unschuldslamm) Spass beiseite... Natürlich muss ich dir zustimmen und du hast dafür auch mein Herz erhalten, aber ich bin halt mittlerweile so genervt von diesem ständigen Gender und Feminismusquatsch (der nicht per se Quatsch ist!), da von den heutigen Führungspersonen jener Bewegungen einfach nur noch unnötige Vorschläge kommen und nicht konstruktives, dass ich mich schon bei so einem Artikel nerve. Eigentlich traurig sowas.
      5 1 Melden
    • Tikvaw 19.10.2017 11:35
      Highlight Das ist aber kein Problem des Feminismus sondern liegt daran, dass heute leider allgemein immer häufiger mit Extremismus Politik betrieben wird.
      Ohne Extremismus geht man ja in der Informationsflut unter. Man muss das Hintergrundrauschen übertönen, damit die Parolen überhaupt gehört werden.
      Wer hätte jemals von dieser Frau und ihrem "Anliegen" gehört, hätte sie nicht so eine Show abgezogen?
      1 1 Melden
  • JoeyOnewood 19.10.2017 07:34
    Highlight Die äusserlich sichtbaren Geschlechtsteile einer Frau nennt man Vulva, nicht Vagina... so das wärs von meiner Seite mit dem Sexualunterricht.
    32 1 Melden
    • UNO1 19.10.2017 08:37
      Highlight
      6 0 Melden

Obdachloser trinkt und isst für über 500 Franken im Luxushotel – und haut dann ab

Zuerst trank er eine Flasche Dom-Pérignon-Champagner, verspeiste ein teures Rib-Eye-Steak und gönnte sich ein Shrimps-Cocktail. Der 52-jährige Michael P. wurde auf der englischen Kanal-Insel Jersey zuletzt gesehen, als er mit zwei Flaschen Wein auf sein Zimmer zusteuerte. 

Später stellte sich aber heraus, dass der Obdachlose das Luxushotel Old Court House in St.Aubin verlassen hatte, ohne die Rechnung zu begleichen. 

Beim Bschiss stellte sich der Mann zuerst ziemlich clever an. In der …

Artikel lesen