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Ein 84-jähriger Autofahrer rast in Menschenmenge vor Strassencafé in Bad Säckingen.<br data-editable="remove">
Ein 84-jähriger Autofahrer rast in Menschenmenge vor Strassencafé in Bad Säckingen.
bild: philipp ammann/tele m1

Jetzt ist klar, warum der 84-Jährige in Bad Säckingen in eine Menschenmenge fuhr und zwei Personen tötete

Mitte Mai fuhr ein 84-Jähriger in Bad Säckingen in ein Strassencafé, es gab Tote und Verletzte. Jetzt hat die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen – und es ist klar, warum es zu diesem tragischen Zwischenfall kam.
08.08.2016, 10:4208.08.2016, 11:03

Todesfahrer vor Gericht?

Anfangs Mai rast ein Rentner in Bad Säckingen in ein Strassencafé. Jetzt ist klar: Er hatte das Brems- mit dem Gaspedal verwechselt. Wie geht es mit ihm weiter? Video: © TeleM1

Die Polizei hat die Ermittlungen gegen den Todesfahrer von Bad Säckingen abgeschlossen. Das meldet Tele M1.

Mitte Mai war ein 84-Jähriger in der Fussgängerzone in eine Gruppe von Menschen vor einem Strassencafé gefahren. Zwei Personen – darunter eine im Aargau lebende Deutsche – starben, rund 20 Personen wurden verletzt.

Beim Unfall kamen eine 63-jährige Deutsche und ein Mann ums Leben.<br data-editable="remove">
Beim Unfall kamen eine 63-jährige Deutsche und ein Mann ums Leben.
bild: philipp ammann/tele m1

Christos Ntritsos, der in Bad Säckingen gegenüber des Cafés eine Eisdiele betreibt, sagt: «Das Ereignis, die Panik kann ich nicht so einfach vergessen.»

Die deutsche Polizei bestätigt auf Anfrage von Tele M1, dass der Rentner das Bremspedal mit dem Gaspedal verwechselt hat. Der Unfallfahrer sei seit dem Unfall so stark traumatisiert, dass er in Behandlung sei.

Ist der Rentner deshalb gar nicht verhandlungsfähig?

Der Aargauer Rechtsanwalt Andé Kuhn sagt dazu: «Die Untersuchungen können in so einem Falle nicht weitergeführt werden. Man kann sie pausieren oder gar sistieren.»

Bei dauerhafter Verhandlungsunfähigkeit könne sein, dass ein Strafverfahren sogar eingestellt werden müsste. Das würde bedeuten, dass der Todesfahrer statt mit möglicherweise Gefängnis ungeschoren davon kommen könnte.

Schock in Bad Säckingen

Nick Buzina steht der Schrecken immer noch ins Gesicht geschrieben. Der Angestellte des Cafés erzählt, wie er den Unfall hautnah miterlebte. Video: © TeleM1

In Bad Säckingen könnten Besucher eines Strassencafés damit aber leben: «Ich weiss nicht, ob man den Fahrer noch gross bestrafen muss. Den Führerausweis hat er los, das reicht im Prinzip», sagt Ruth Irniger aus Oberrohrdorf. Und Günther Frei aus Bad Säckingen sagt: «Der ist bestraft genug.»

Jetzt auf

Der Fall geht nun an die deutsche Staatsanwaltschaft. Diese entscheidet, ob es zu einer Gerichtsverhandlung kommt. (jk)

Vorsicht Iglufahrer – Polizei warnt vor faulen Autofahrern

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quelle: kapo solothurn
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Polizistenmord von Kusel: Hauptangeklagter weist Vorwürfe unter Tränen von sich
In der Verhandlung um zwei erschossene Polizisten hat der Hauptangeklagte überraschend das Wort ergriffen – und präsentierte unter Tränen seine Version der Tatnacht. Gegen einen weiteren Angeklagten erhebt er Vorwürfe.

Teils unter Tränen hat der Hauptangeklagte den Mordvorwurf im Prozess um zwei erschossene Polizisten zurückgewiesen. In seiner ersten persönlich abgegebenen Erklärung vor dem Landgericht Kaiserslautern sagte der 39 Jahre alte Mann am Dienstag, er habe bei einer nächtlichen Fahrzeugkontrolle Ende Januar bei Kusel (Pfalz) zwar mit einem Gewehr drei Schüsse auf einen Polizisten abgegeben – dieser habe aber zuerst geschossen.

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