Schweiz
Zürich

Mutter von Bierduscher bedauert Attacke auf Mario Fehr

Mutter von Bier-Duscher bedauert Attacke auf Mario Fehr

Die Mutter des Bier-Duschers von Sicherheitsvorsteher Mario Fehr ist die Thurgauer SP-Regierungsrätin Cornelia Komposch. 
22.04.2018, 09:0822.04.2018, 09:31

Der Vorfall ereignete sich vor bald einem Jahr: Am 13. Mai 2017 leerte ein Fan des FC Winterthurs nach einem Match sein Bier über den Kopf des SP-Regierungsrates Mario Fehr. Dieser war als Zuschauer am Match anwesend. Dies offenbar nicht zur Freude einiger Fans der linken Winterthurer-Kurve. 

Die Bier-Dusche hatte ein Nachspiel. Fehr setzte die Kantonspolizei Zürich auf den Fall an und liess ermitteln, um wen es sich bei dem Täter handelte. Das Onlinemagazin «Republik» machte diese Sonderermittlung in einem Artikel öffentlich. Im Artikel wird zudem beschrieben, wie Fehr in der Vergangenheit immer wieder Druck auf politische Gegner und Journalisten ausgeübt hat, nachdem sie Kritik an seiner Person äusserten.

Nun erhält die Angelegenheit nochmals eine andere Dimension. Wie der «SonntagsBlick» berichtet, handelt es sich bei dem Bier-Duscher um den Sohn der Thurgauer Regierungsrätin Cornelia Komposch. Wie Fehr politisiert auch Komposch für die SP und ist wie ihr Kollege im Thurgau für den Sicherheitsbereich zuständig.

Thurgauer Regierungsrätin Cornelia Komposch.  
Thurgauer Regierungsrätin Cornelia Komposch. bild: zvg

Auf Anfrage des «SonntagsBlick» stellt Cornelia Komposch zur Angelegenheit klar: «Ich bedaure, was mein Sohn getan hat. Das ist inakzeptabel.» Ihr Sohn sei allerdings erwachsen und für sein Tun selber verantwortlich. (sar)

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11 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Der Pinguin
22.04.2018 11:10registriert September 2016
Der junge Herr Komposch war wohl nicht eiverstanden, mit den Konzessionen, die Fehr im bezug auf seine sozialdemokratischen Gene tagtäglich eingeht.

Dieser Meinung kann man sein, eine Bierdusche ist jedoch sicher nicht angebracht.

Dass Fehr dann aber seinen Korps einsetzt, um nach einem „Bierduscher“ zu fanden, ist ein absoluter Skandal und grenzt für mich an Amtsmissbrauch.

Jeder wäre sauer, wenn ihm jemand ein Bier über den Bier kippt, aber nicht jeder hat eine eigene Kantonspolizei.
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