Zürich
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Verjährt – Missbrauchsverfahren gegen Star-Pädagogen Jegge soll eingestellt werden



Er wurde als «Lehrer der Nation» gefeiert. Doch im April 2017 bekam das öffentliche Bild von Jürg Jegge erhebliche Schrammen: In einem Buch erhebt Markus Zangger schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Lehrer. Der heute 73-jährige Jegge soll ihn als Zwölfjährigen zum ersten Mal missbraucht haben. Gegen die sexuellen Handlungen habe er sich erst Jahre später wehren können, schreibt Zangger.

ARCHIV - ZUR VEROEFFENTLICHUNG IM ANGEBLICHEN MISSBRAUCHSFALL UM JUERG JEGGE STELLEN WIR IHNEN DIESES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - Juerg Jegge, Paedagoge, stellt sein Buch

Keine Verfahren gegen Jürg Jegge.  Bild: KEYSTONE

Jegge gab gegenüber «TeleZüri» zu: «Es hat Kontakte – auch sexuelle – gegeben. Ich habe sie aber anders in Erinnerung als Buchautor Markus Zangger.» Er habe keinem Jugendlichen Schaden zufügen wollen. Auf die Frage nach der Anzahl der Jugendlichen, mit denen Jürg Jegge auch Körperkontakt gehabt hatte, antwortete der Pädagoge: «Unter zehn».

Die Staatsanwaltschaft Zürich hat nach den Enthüllungen wegen sexueller Handlungen mit Kindern gegen Jegge ermittelt. Doch die Untersuchungen werden wohl eingestellt, wie Recherchen des SRF zeigen.   

Die Polizei hat über ein Dutzend Männer befragt. Darunter vor allem ehemalige Lehrlinge der «Stiftung Märtplatz», einer geschützte Ausbildungsstätte, die Jürg Jegge von 1985 bis 2011 geleitet hatte. Die ehemaligen Lehrlinge haben alle betont, der Pädagoge habe sich ihnen nicht sexuell genähert. Drei sagten jedoch aus, Jegge habe mit ihnen im Doppelbett übernachtet. 

«DOK» berichtet weiter von zwei Missbrauchsopfern, die sich geweigert hätten, bei der Polizei auszusagen. Sie wollten die Geschichte ruhen lassen, sie hätten bereits genug gelitten.

Somit sagten als Opfer lediglich Buchautor Zangger und zwei weitere Personen aus. Bei den dreien sei laut SRF der Missbrauch aber verjährt. Die Staatsanwaltschaft Zürich werde deshalb die Untersuchung in den nächsten Wochen einstellen – sollten keine neuen Beweisanträge gestellt oder nicht gegen die beabsichtigte Einstellungsverfügung rekurriert werden. (mlu)

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