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Das Team Canada muss dieses Jahr ohne Stars auskommen.
Das Team Canada muss dieses Jahr ohne Stars auskommen.
Bild: AP

Auf diese 5 Spieler muss die Schweiz gegen Kanada besonders aufpassen

Heute startet die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft der Männer mit dem Spiel gegen Kanada ins olympische Turnier. Dem sonst übermächtigen Gegner fehlt ohne die NHL-Stars jeglicher Glanz. Dennoch haben die Kanadier gefährliche Spieler dabei.
15.02.2018, 09:28

Ben Scrivens statt Carey Price. Chris Lee statt P.K. Subban. Maxim Lapierre und Andrew Ebbett statt Connor McDavid und Sidney Crosby. Kanadas Eishockeymannschaft an den Olympischen Spielen in Pyeongchang fehlt jeglicher Glamour. Es ist zwar dennoch auch dieses Jahr einiges an NHL-Erfahrung mit dabei. Doch die Spieler kommen aus der AHL oder der KHL.

Crosby und Co. als Olympiasieger – ein Bild vergangener Tage.
Crosby und Co. als Olympiasieger – ein Bild vergangener Tage.
Bild: AP

Da drängt sich die Frage auf, wer denn eigentlich der Star ist in diesem kanadischen Team. Schwierig zu beantworten.

Das Potenzial, um auch auf diesem Niveau zu überzeugen, haben sicherlich einige. Auch die Spieler, die in der Schweiz engagiert sind wie Mason Raymond, Maxim Noreau und Andrew Ebbett (alle SC Bern) oder Linden Vey von den ZSC Lions darf man da dazu zählen.

Doch diese Spieler kennen wir schon ziemlich gut. Deshalb stellen wir euch fünf kanadische Athleten vor, die zu den Stars des Turniers werden können.

Chris Lee

Der Verteidiger ist mit 37 Jahren der älteste Spieler in Kanadas Mannschaft. Letztes Jahr vertrat er sein Land bereits an der Weltmeisterschaft und steuerte in sieben Spielen zwei Assists bei. Der Veteran kann aber auch deutlich produktiver sein: 2017 wurde er in der KHL als Verteidiger mit den meisten Skorerpunkten ausgezeichnet (14 Tore, 51 Assists in 60 Spielen).

Chris Lee im Duell mit Damien Brunner an der Weltmeisterschaft 2017.,
Chris Lee im Duell mit Damien Brunner an der Weltmeisterschaft 2017.,
Bild: EPA/EPA

Lee wurde nie gedraftet, sondern arbeitete sich via ECHL (die dritthöchste Liga in Nordamerika) in die AHL hoch, bevor er dann nach Europa wechselte. Seit fünf Jahren spielt er bei Metallurg Magnitogorsk.

Marc-André Gragnani

Gragnani ist ein Spieler, der schon mal auf Schweizer Eis gespielt hat. In der Saison 2015/15 war der 30-Jährige beim SC Bern engagiert. Dort hat er auch seine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt, 37 Punkte (8 Tore) erzielte er in 49 Spielen. Seine grösste Stärke liegt im Powerplay. Dort kann er die Scheiben von der blauen Linie aus verteilen.

Marc-André Gragnani steht für Gefahr von der blauen Linie.
Marc-André Gragnani steht für Gefahr von der blauen Linie.
Bild: KEYSTONE

Der Offensiv-Verteidiger durfte Kanada schon an einer U18- und einer A-Weltmeisterschaft vertreten. Zudem hat er 85 NHL-Spiele auf dem Buckel (4 Tore, 21 Assists). Den grössten Teil seiner Karriere verbrachte er in der AHL, ehe er nach Europa wechselte. In dieser Saison durfte er als Spieler von Dinamo Minsk am All-Star-Game in der KHL teilnehmen.

Wojtek Wolski

Klingt polnisch und ist es auch. Wojtek Wolski ist polnisch-kanadischer Doppelbürger. Der 31-jährige Flügel wuchs allerdings in Kanada auf, wo er auch die Juniorenstufen durchlief. 2004 wurde er in der ersten Runde von den Colorado Avalanche gedraftet. Von 2006 bis 2011 spielte er durchgehend in der NHL (für Colorado, Phoenix und die New York Rangers). 

Wolski (unten) kämpft in einem Testspiel der kanadischen Nationalmannschaft.
Wolski (unten) kämpft in einem Testspiel der kanadischen Nationalmannschaft.
Bild: AP/AP

Nach seiner NHL-Karriere folgte der Wechsel in die KHL, wo er sich sofort durchsetzte. Im Oktober 2016 folge ein Rückschlag. Wolski brach sich das Genick – er stürzte nach einem Zweikampf mit seinem Gegenspieler unglücklich in die Bande. «Ich dachte, ich würde gelähmt bleiben», sagt der Stürmer auf diesen Moment zurückblickend. Doch diese Saison stand er bereits wieder auf dem Eis, er sammelte für Kunlun Red Star und Metallurg Magnitogorsk beinahe einen Punkt pro Spiel.

Nichts für schwache Nerven: Wolskis Sturz in die Bande.

Gilbert Brulé

Seine Stärke ist das physische Spiel. Der schnelle Stürmer mag es, seinen Gegnern unter die Haut zu gehen, obwohl er mit 178 Zentimetern Körpergrösse eher klein gewachsen ist. Genau diese Spielweise hat ihm aber immer wieder Verletzungen eingebracht und ihn dadurch auch in seiner Karriere zurückgeworfen. 

Gilbert Brulé im Duell mit Jonas Hiller.
Gilbert Brulé im Duell mit Jonas Hiller.
Bild: KEYSTONE

Brulé wurde 2005 im Draft von den Columbus Blue Jackets an sechster Stelle gezogen. In Ohio konnte der Kanadier sich aber nicht wunschgemäss durchsetzen. Es folgten Stationen in Edmonton und Phoenix, ehe er 2012 bei den ZSC Lions landete. Bei den Zürchern wurde der Vertrag nach 14 Spielen wieder aufgelöst. Seither spielte er bei fünf verschiedenen Klubs in der KHL. 

Brandon Kozun

Brandon Kozun gewann mit Kanada die Silbermedaille bei den U20-Weltmeisterschaften 2010. Damals schoss er in sechs Spielen drei Tore und gab vier Assists. Dennoch wurde er im Draft erst in der sechsten Runde gezogen. In der NHL kam der Flügel nur zu 20 Einsätzen für die Toronto Maple Leafs. 2016 wechselte er in die KHL, wo er nun deutlich besser zurecht kommt als in Nordamerika. In den letzten drei Jahren nahm er stets am KHL-All-Star-Game teil.

Brandon Kozun in einem Testspiel gegen Lettland.
Brandon Kozun in einem Testspiel gegen Lettland.
Bild: AP/AP

Kozun ist ein Spieler, der über eine sehr gute Stocktechnik verfügt. Er ist ein Spielmachertyp, der lieber den Pass sucht, als selbst zu schiessen. Der 27-Jährige sucht immer den Weg in die Offensive. Mit 173 Zentimetern Körpergrösse ist er allerdings auch eher klein gewachsen. Physische Zweikämpfe sind nicht seine Stärke.

Die besten Bilder von Olympia 2018

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