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Novartis-Chefjurist wirft wegen Trump-Connection das Handtuch



Bei Novartis kommt es nach der Zusammenarbeit mit einem Anwalt von US-Präsident Donald Trump zu personellen Konsequenzen. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, wird Chefjurist und Geschäftsleitungsmitglied Felix Ehrat per 1. Juni 2018 von seinem Amt zurücktreten.

«Dieser Vertrag, obwohl juristisch nicht zu beanstanden, war ein Irrtum.»

Felix Ehrat

Dieser Schritt erfolge im Zusammenhang mit Diskussionen über die frühere Vereinbarung von Novartis mit Michael Cohen von der Beratungsfirma Essential Consultants, heisst es. Cohen ist Anwalt von US-Präsident Donald Trump.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass Novartis mit der Firma des US-Anwalts zusammengearbeitet hatte. Mittlerweile sei der einjährige Vertrag mit dem Unternehmen ausgelaufen, hatte der Konzern bestätigt.

Felix R. Ehrat, Group General Counsel of Novartis, attends a panel session of the Open Forum on the sideline of the 44th Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Friday, January 24, 2014. The overarching theme of the Meeting, which will take place from 22 to 25 January, is

Felix Ehrat geht. Bild: KEYSTONE

Ehrat war seit 2011 Group General Counsel und Mitglied der Geschäftsleitung von Novartis. Zu seinem Rücktritt erklärt Ehrat laut Mitteilung: «Dieser Vertrag, obwohl juristisch nicht zu beanstanden, war ein Irrtum». Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung von Novartis zollten Ehrat für seinen Rücktrittsentscheid «grossen Respekt», heisst es weiter.

Als Nachfolgerin wurde bereits Shannon Thyme Klinger berufen. Sie bekleidet derzeit noch das Amt einer Chief Ethics, Risk and Compliance Officer. Ihr wiederum folgt Natacha Theytaz, derzeit Global Head Internal Audit. Sie wird per 1. Juni neu die Ethics, Risk and Compliance Organisation ad interim leiten.

Darüber hinaus kündigt Novartis an, dass Robert Weltevreden, bisheriger Leiter Business Services bei Syngenta, zum Leiter Novartis Business Services (NBS) ernannt wird. Er wird an den Novartis-CEO Vas Narasimhan berichten und der Geschäftsleitung von Novartis angehören. Auch er wird seine Tätigkeit am 1. Juni 2018 aufnehmen. (whr/sda/awp)

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Video: srf

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • RatioRegat 16.05.2018 10:42
    Highlight Highlight «Dieser Vertrag, obwohl juristisch nicht zu beanstanden, war ein Irrtum.»

    Ähm... Vom Chefjurist eines Grosskonzerns sollte man eigentlich erwarten dürfen, dass er das Wort 'Irrtum' richtig verwenden kann.
  • Makatitom 16.05.2018 10:27
    Highlight Highlight "Wirft das Hadtuch", "tritt zurück" etc., das sind alles falsche Aussagen. Er stiehlt sich feige aus der jahrzehntelang überbezahlten Verantwortung und lässt sich dafür noch mit einem goldenen Fallschirm und einer unanständig hohen pension "belohnen".
  • Spiessvogel 16.05.2018 10:22
    Highlight Highlight Der Geldfluss von Novartis Richtung Trump-Lager ist ein beispielhafter Fingerzeig, wie Grosskonzerne das urdemokratische Prinzip „ein Bürger = eine Stimme“ aushebeln. Mit dem grossen Geld werden narzisstisch geprägte Politiker zu Vorreitern der Wirtschaft geadelt. Das Operationsfeld ist dann offen, dass alle Gesetze der Nachhaltigkeit und ethische Gedanken in den Hintergrund verdrängt werden können. Die taugen höchstens noch für die Sonntagspredigt. Was die Menschen wirklich bewegt, kann ausgeblendet werden. Das Geld regiert. Man hat sich den Hebel an der Macht gesichert.
  • Dr Barista 16.05.2018 09:52
    Highlight Highlight So ist es richtig. Hohe Position, sehr guter Lohn, viel Verantwortung. Andere Manager und Grosslohnbezieher sollten sich davon eine Scheibe abschneiden. Nicht versuchen die Schuld auf ander abzuschieben und die eigene Haut und seine Kohle auf biegen und brechen retten zu wollen! Bravo!
  • Makatitom 16.05.2018 09:47
    Highlight Highlight Tritt zurück? Stiehlt sich feige aus der jahrzehntelang überbezahlten Verantwortung und lässt sich dafür noch mit einem goldenen Fallschirm und einer unanständig hohen Pension belohnen
  • walsi 16.05.2018 09:26
    Highlight Highlight Ein Bauernopfer.
  • Triumvir 16.05.2018 09:22
    Highlight Highlight Der gute Mann hat wohl kaum freiwillig seinen sehr gut bezahlten Job aufgegeben haben...Sein Chef dürfte ihm vielmehr seinen vorzeitigen Rücktritt nahe gelegt haben, was auch durchaus nachvollziehbar ist, zumal der Imageschaden für Novartis gewaltig sein dürfte...
  • roger.schmid 16.05.2018 08:55
    Highlight Highlight Apropos Trump Connection: es wurde nun bekannt, dass China 500 Millionen Dollar in ein Trump-Projekt mit Golfplatz investiert - daher wollte Trump wohl auf einmal die chinesischen Arbeitsplätze retten: https://www.huffingtonpost.com/entry/trump-china-zte_us_5af9f701e4b0200bcab7fa66

    Wieso wird darüber nicht berichtet?
  • Gubbe 16.05.2018 08:53
    Highlight Highlight Es wird Herrn Ehrat hoch angerechnet... Das dachte ich mir beim lesen. Seine Nachfolgerinnen sind ganz sicher Personen mit Schweizer Hintergrund.
  • Der Rückbauer 16.05.2018 08:48
    Highlight Highlight "Respekt", sagte der Igel, und stieg vom Kaktus.
    Die schmierigen Geschäftspraktiken der Pharmaindustrie stehen den korrupten Geschäften der Grossbanken um nichts nach.
  • lilie 16.05.2018 08:01
    Highlight Highlight Vielleicht bin ich ja naiv, aber irgendwie kommt mir das schräg rein, dass ein Chefjurist, der zugegebenermassen einen recht fragwürdigen Vertrag aufgesetzt hat, den er nun aber als Fehler erkannt hat und der sowieso abgelaufen ist - dass dieser Mann jetzt zurücktritt, während die Typen um Trump, die massiv viel mehr Dreck am Stecken haben, ohne das geringste Schamgefühl einfach weitermachen...
    • Alterssturheit 16.05.2018 11:34
      Highlight Highlight @lilie: what the f*** is Schamgefühl ???

      (da ich an einer Eliteuni studiert habe, schon damals ein internationales Netzwerk aufbauen konnte, die Connections aus der Familie auch noch geholfen haben, ich bisher nur in gut bezahlten höheren Positionen bei verschiedenen Globalplayer gearbeitet habe, kenn ich das Wort eben nicht).

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Der renommierte Entwicklungsökonom Jeffrey Sachs hat die Folgen der US-Sanktionspolitik gegen Venezuela untersucht. Er spricht von 40’000 Toten, darunter viele Kinder. Weitere 300’000 Leben sind in Gefahr.

Vorbemerkung: Dieser Artikel ist keine Rechtfertigung der Politik von Nicolas Maduro. Er fasst lediglich die Ergebnisse einer Studie zusammen, die ein anderes Bild von der aktuellen Situation in Venezuela zeigt.

Venezuela gilt als Symbol einer verfehlten sozialistischen Politik. Präsident Donald Trump und politische Kettenhunde bei Fox News werden nicht müde, den Demokraten vorzuwerfen, ihre Politik würde die USA im Nu in ein «zweites Venezuela» mit Hunger, Armut und Hyperinflation verwandeln.

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