Migration
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Pia Klemp Sea Watch Kapitänin

Pia Klemp im Einsatz. Bild: sea watch

Dieser Kapitänin droht Gefängnis – sie rettete Flüchtenden das Leben

Max Biederbeck / watson.de



Pia Klemp ist überzeugt, dass die italienische Justiz es ernst meint. Noch im Januar gebe es eine Anhörung, sagt die 35-Jährige zu watson. Dann werde entschieden, ob Ermittler Klemps beschlagnahmtes Smartphone auslesen dürfen. Andere Daten aus ihrer Arbeit als Seenotretterin hätten Beamte längst durchforstet.

Noch im ersten Halbjahr 2019 wird die Staatsanwaltschaft in Italien wohl Anklage gegen sie erheben. Wahrscheinlich ist dem so, weil dem Verfahren jahrelange Ermittlungen vorausgegangen sind.

Der Vorwurf gegen Klemp und 9 weitere Seenotretter lautet: «Beihilfe zur illegalen Einwanderung.»

Aktivistinnen wie Klemp, die Flüchtende auf dem Mittelmeer vor dem Ertrinken retten, befürchten seit langem solche Prozesse durch die italienische Regierung. Klemp sagt: «Italien will unsere Arbeit Stück für Stück mit Hilfe von Schikane verhindern.»

Italiens Kampf gegen die Seenotretter

Während in Deutschland vor allem Flüchtlingshelfer und Migrationsanwälte seit Jahren heftige politische und rechtliche Kämpfe ausfechten müssen – das neue Unwort des Jahres lautet etwa «Anti-Abschiebe-Industrie» – geht es in Italien und Malta um etwas anderes.

Die Regierungen dort wollen die Flüchtenden erst gar nicht in Europa ankommen lassen. Innenminister und Rechtspopulist Matteo Salvini hat die Abschottung des Mittelmeers zu einem seiner politischen Hauptanliegen erklärt. Das bekommen jetzt auch die Retter selbst zu spüren.

Rettungsschiffe mit Namen wie Aquarius, Seefuchs, Open Arms, Iuventa, Sea-Watch und Sea-Eye sind allesamt bereits aus dem Mittelmeer verschwunden, obwohl dort noch immer Menschen ertrinken.

Der italienische Staat bereitete deren Crews Probleme, wo er nur konnte: Mal warf er ihnen die falsche Registrierung der Boote vor, mal ging es um die falsche Landesflagge am Bug. Im Fall des «Ärzte Ohne Grenzen»-Schiffs Aquarius klingt der Vorwurf fast absurd: Die Crew habe über Jahre hinweg ihren Müll illegal auf italienischen Häfen entsorgt.

Die Rettungsschiffe werden auf diese Weise am Auslaufen oder am Andocken gehindert. Anfang des Jahres etwa ging ein Krimi um die Sea-Watch 3 zu Ende. Sie durfte erst nach Tagen auf See in Malta anlegen, nachdem Medien über dutzende erkrankte Flüchtende an Bord berichtet hatten.

Solche Schlagzeilen zwangen Malta und Italien in der Vergangenheit immer wieder dazu, klein beizugeben.

Der Fall Italien gegen Klemp

Pia Klemp erfährt über die Zeitung von den Ermittlungen gegen sie. Beamte hatten die Informationen offenbar an italienische Medien durchgestochen. Es ist Sommer 2018, gerade ist Klemp selbst Kapitänin der Sea-Watch 3 und steckt mit ihrem Schiff seit Monaten im Hafen von Malta fest.

Der Zeitungsbericht spricht damals über ihre Arbeit als Aktivistin für die Organisation «Jugend rettet» auf der Iuventa. Das Schiff wurde bereits lange zuvor von den Behörden wegen angeblicher Schlepperei beschlagnahmt.

Über die Zeitung erfährt Klemp auch, dass die Iuventa über ein Jahr lang verwanzt worden war, dass ganze vier Ermittlungsbehörden offenbar die Crew-Telefone abgehört hatten. Des Weiteren wird klar, dass Undercover-Beamte sich in andere Hilfs-Organisationen eingeschleust hatten, um Aufklärungsarbeit gegen Klemp zu leisten.

Einer dieser Beamten lieferte etwa ein angebliches Beweis-Foto ab: Es soll zeigen, wie die Iuventa ein Schlepperboot zurück nach Libyen geschafft hat, damit es die Schleuser erneut verwenden können.

Ein Forensik-Team der Goldsmith University in London kann diesen Vorwurf allerdings widerlegen:

abspielen

Video: YouTube/Forensic Architecture

Damals kann Klemp das alles noch nicht einordnen. Sie und ihre Crew entscheiden, erst einmal abzuwarten. «Es war nicht klar, ob die Behörden uns nur einschüchtern wollten, oder ob es ihnen ernst ist», erinnert sich Klemp.

Im Herbst folgt dann aber die offizielle Mitteilung über Ermittlungen gegen sie. Gerade hat ihre Mission auf der Sea-Watch 3 geendet. Ihr Anwalt rät ihr, das Schiff schnell zu verlassen und erst einmal nach Deutschland zu fahren. «Es wäre sonst sehr wahrscheinlich gewesen, dass ich in Untersuchungshaft komme», sagt Klemp.

Insgesamt wird gegen 20 Crewmitglieder unterschiedlicher Schiffe ermittelt. Andere Prozesse laufen schon, etwa gegen den Kapitän des Dresdner Seenotschiffs Lifeline. Für ihn sammelten Jan Böhmermann und andere Prominente knapp 200'000 Euro.

«Der italienische Staat will andere Aktivisten mit dem Prozess auch abschrecken», sagt Klemp. Sie selbst hat angefangen, Spenden für ihren Prozess zu sammeln.

Es geht ihr darum, den Öffentlichkeitsspiess umzudrehen, sagt sie. «Wir müssen darüber reden, was passiert, während unsere Schiffe aus dem Verkehr gezogen werden: Menschen sterben.»

«Die Totenzählung für 2018 hat soeben begonnen»

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

230
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
230Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Quecksalber 17.01.2019 17:29
    Highlight Highlight Das ist dann mal ein Test ob in Italien die Gewaltenteilung von Regierung=Exekutive und Justiz funktioniert.
  • Hausmeister krause 17.01.2019 16:27
    Highlight Highlight Ja, frau klemp, kemp, kremp oder wie auch immer ihr sie im artikel nennt sollte mal in deutschland mit den hilfsbedürftigen sylvester feiern gehen... sie ist mitverantwortlich für die sogwirkung welche durch die vor der küste patroullierenden hilfsbooten entstanden ist und hat dadurch eben nicht nur leben gerettet sondern dazu beigetragen dass sich viele menschen in untauglichen booten auf die hohe see wagten, einige davon haben es leider nicht geschafft.
  • hein-tirol 17.01.2019 16:05
    Highlight Highlight Diese Leute nicht ins Gefängnis stecken, sondern sie finanziell und in voller Höhe dafür zahlen lassen, was die "Geretteten" an Kosten verursacht haben.
  • Eh Doch 17.01.2019 15:36
    Highlight Highlight Alle die hier wieder aus Frust motzen über die Notrettungen von Flüchtlingen.
    Dachtet ihr das wäre alles gewesen?
    Wartet ab bis die Klimakatastrophe Fahrt aufnimmt, dann dürft ihr gerne jammern und täubele. Sofern ihr nicht selber migrieren müsst. Wer weiss..
  • grünergutmensch 17.01.2019 15:32
    Highlight Highlight Und übrigens, um auf den Artikel und die Person einzugehen, ich habe allergrössten Respekt vor Personen welche sich selbstlos einsetzen und das Risikon eingehen, andere Menschen zu helfen auf hoher See, Danke Sea-Watch und allen NGO Freiwilligen in den Flüchtlingslagern auf der ganzen Welt!
  • Cpt. Jeppesen 17.01.2019 14:46
    Highlight Highlight In einem anderen Artikel hat WATSON erwähnt, dass die Nutzerzahlen der Kommentare von 3000 auf 42000 angewachsen ist. Beim Durchlesen der Kommentare habe ich den Eindruck, dass 39000 Kommentatoren aus dem 20min Forum dazugekommen sind.
    Ein paar wenige Kämpfer für die Menschlichkeit im Forum, der Rest versteckt sich hinter billiger Polemik und Populismus. Fakten? Sch*ss egal!
    Von wegen Christliche Kultur, alle haben Angst dass Ihnen was weggenommen werden könnte, dabei ist hier mit das reichste Land der Welt. Mauern, Stacheldrähte und Zäune in den Köpfen und Herzen.
    Es ist kalt in der Schweiz.
    • Eh Doch 17.01.2019 15:21
      Highlight Highlight WORD!
    • grünergutmensch 17.01.2019 15:24
      Highlight Highlight Ein Dickes Herz von mir
    • P. Silie 17.01.2019 15:36
      Highlight Highlight Man könnte Ihre Aussage fast so deuten, als dass Ihnen Schulterklopfer-Kommentare und ganz viele Herzchen lieber wären als eine interessante Diskussion mit verschiedenen Meinungen. Übrigens widersprechen Sie sich selbst - quote: "Ein paar wenige Kämpfer für die Menschlichkeit im Forum, der Rest versteckt sich hinter billiger Polemik und Populismus. Fakten? Sch*ss egal!" Menschlichkeit hat mit Fakten herzlich wenig zu tun -> es ist Gefühl basierend. Genauso wie das Christentum (Bibel) wenig mit Fakten zu tun hat.. Es sei denn Sie glauben u.a. an die unbefleckte Empfängnis. https://de.wikipedia.org/wiki/Menschlichkeit
    Weitere Antworten anzeigen
  • grünergutmensch 17.01.2019 14:33
    Highlight Highlight Ich bin ehrlich extrem entsetzt ob der Stimmung hier in der Kommentarspalte, ich hoffe nicht dies ist repräsentativ für die Stimmung in der CH ?! Der Mehrheit hier ist es scheissegal ob Menschen ertrinken, und die selbstlosen Helden, welche die Menschen so gut es geht zu retten versuchen, kriminalisiert ihr..Ein Armutszeugnis für die Gesellschaft, auf die Schwachen eintreten und gleichzeitig die steuerhinterziehenden Geldsäcke und Wirtschaftsverbrecher hofieren. Schämt euch
    • grünergutmensch 17.01.2019 15:40
      Highlight Highlight Seid froh um euer warmes Zuhause, es ist nicht selbstverständlich
      Play Icon
    • Cédric Wermutstropfen 17.01.2019 17:02
      Highlight Highlight @grünezecke: Egal ist es mir nicht, wenn Menschen sterben. Manchmal gebeut die Ratio aber auch genau das, was das Herz verneinen will und dann muss man harte Entscheidungen für die langfristige Zukunft treffen. Das Ganze ist ein Fass ohne Boden. Die Bevölkerung in Afrika wächst zu stark, wenn es so weiter geht mit den Flüchtlingen, dann werden wir selbet zu Afrika. Diese Helferkomplexe sind kurzfristig und naiv. Langsam solltest auch du deinen Heiligenschein (Betonung auf Schein) auf dem Altar der Vernunft opfern. Deine Nachkommen werden es Dir danken.
    • Lightning makes you Impotent (LMYI) 18.01.2019 07:35
      Highlight Highlight Man kann nicht halb Afrika in Europa aufnehmen... die meisten sind keine Kriegs- sondern Wirtschaftsflüchtlinge. Verständlich. Aber die Probleme werden nicht in Europa sondern vor Ort gelöst... Menschen die immer mehr Migranten aufnehmen wollen und sich gegen Abschiebungen wehren sind mit dafür Verantwortlich, dass Gesellschaften breit nach Rechts rutschen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bene86 17.01.2019 13:36
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass diese Schlepperin mit der vollen Härte der Gesetze eines Rechtstaats bestraft wird.
  • Spooky 17.01.2019 13:28
    Highlight Highlight "Dann werde entschieden, ob Ermittler Klemps beschlagnahmtes Smartphone auslesen dürfen."

    Frau Klemp muss keine Angst haben.
    Sie war ja nicht in Kontakt mit den Schleppern.
  • Lucas29 17.01.2019 12:48
    Highlight Highlight Gut so! Genau wie die Rechten solle auch die Linken für ihre Misstaten bestraft werden...
    • grünergutmensch 17.01.2019 13:14
      Highlight Highlight 2019, Menschen retten ist nun also eine Misstat. Aha
  • Mofax 17.01.2019 11:41
    Highlight Highlight Wenn's um die geliebten Immigranten geht, dann ist der Rechtsstaat offenbar plötzlich nicht mehr so wichtig. Da wird einfach gegen die Justiz angeschrieben, bevor die erst ihre Arbeit gemacht hat.
  • whatthepuck 17.01.2019 10:10
    Highlight Highlight Man hat klar entschlossen, die eigenen Grenzen zu sichern, aber noch nicht entschlossen , wie man die Situation auf dem Meer bzw. an der Grenze lösen will. Der Italienische Staat handelt wohl im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung, wenn er gegen diese Migrantenströme vorgeht. Man muss dann aber auch entscheiden, wie man mit den Abgewiesenen umgeht.

    Das müssen sich diese Kapitäne bewusst sein, wenn sie den Migranten helfen; dass sie gegen Staatsinteressen verstossen. Ganz nüchtern. Ob diese Staatsinteressen moralisch i.O. sind, muss die Italienische Bevölkerung wissen.
    • Anam.Cara 17.01.2019 22:11
      Highlight Highlight Ein verantwortungsvoller Staat sollte bei drastischen Massnahmen eine Alternative anbieten können.
      Setzt sich Italien ebenso vehement für die Verbesserung der Situation in den Herkunftsländern ein? Oder wenigstens für eine menschenwürdige Unterbringung an der Nordküste Afrikas?
  • Gubbe 17.01.2019 09:40
    Highlight Highlight Es gibt immer 2 Betrachtungsweisen, von hier aus. Die Eine, oh so viele arme, verfolgte Afrikaner, lasst sie rein. Die Andere, oh so viele männliche Wirtschaftsparasiten, versperrt ihnen den Weg. Ich denke, dass es Verfolgte gibt. Ich sehe aber auch die Männer, die Meisten sind 15-35 Jahre alt. Da tue ich mich schwer zu glauben, dass die wirklich leiblich gefährdet sind. Sie erscheinen uns arm, ja, sie haben nicht unseren Lebensstandard. Aber in vielen Länder sind Baumgeästhütten normal.
    • grünergutmensch 17.01.2019 13:16
      Highlight Highlight Du, welcher Menschen als Parasiten beschimpfst , bist einfach ein Rassist. Punkt.
    • Gwdion 17.01.2019 21:56
      Highlight Highlight Was an ihrem Alter oder Geschlecht lässt Dich darauf schliessen, dass sie nicht wirklich leiblich gefährdet seien? Ausserdem, die Flucht ist sauteuer, da legt oft die ganze Verwandtschaft ihre Ersparnisse zusammen und schickt die Person, die die besten Chancen hat, die lebensgefährliche Odyssee zu überstehen, in der Hoffnung, dass sie die Familie vielleicht später nachholen oder anderweitig unterstützen kann. Logischerweise entscheidet man sich da nicht für die zwölfjährige Tochter oder den greisen Grossvater.
    • Gubbe 17.01.2019 22:59
      Highlight Highlight grünezecke
      Lesen und verstehen, ist nicht das gleiche. Strich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lörrlee 17.01.2019 09:24
    Highlight Highlight Führt dies nicht einfach zu einem Boom für die Schlepperbanden, wenn mehr Aktivisten aktiv Die Flüchtenden auf den Booten retten gehen?
    • Astrogator 17.01.2019 09:35
      Highlight Highlight Den Schleppern ist es egal ob die Kundschaft ersäuft oder nicht, die kassieren im Voraus.

      Und selbst wenn, man muss charakterlich schon unterste Schublade sein, die wo SVP draufsteht, wenn man Menschen einfach ertrinken lässt - das ist KEINE Lösung.
    • geissenpetrov 17.01.2019 09:48
      Highlight Highlight Alle Studien, die es bisher gab zu dem Thema, konnten keinen solchen Zusammenhang feststellen.
    • dä dingsbums 17.01.2019 10:30
      Highlight Highlight Lieber Menschen ertrinken lassen, damit die Schlepper kein Geld verdienen?

      Ob die Menschen ertrinken ist den Schleppern wohl egal, kassiert haben sie schon.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dorfne 17.01.2019 09:18
    Highlight Highlight Die Retter widersetzen sich staatlichen Anordnungen, überfahren widerrechtlich die libyschen Hoheitsgewässer, pochen aber auf das Seenotrecht. Jedes Land hat das Recht seine Grenzen zu schützen vor der unbegrenzten Armutsmigration. Mir fällt auf, dass die Retter immer die Staaten angreifen, aber nie das organisierte Verbrechtertum der Schlepper. Warum nicht? Weil sie mit denen zusammenarbeiten über Satellitenlefon. Es ist die Schuld der Retter, dass die Schlepper die Migranten in seeuntüchtige Gummiboote stecken, weil sie ja stets die Rettungsboote anvisieren können.
    • reaper54 17.01.2019 09:27
      Highlight Highlight Italien ist nicht nur für sich zuständig, sondern an der Schengenaussengrenze für jedes Schengenland!
      Italien verteidigt an seiner Aussengemze auch die Schweiz, das müssen wir unterstützen!
    • grünergutmensch 17.01.2019 09:27
      Highlight Highlight Aluthut Alarm.
      Und übrigens gibt es keine unbegrenzte armutsmigration.
      und nochmals übrigens, informier dich doch bitte wer im gegensatz zu europa die meisten flüchtlinge aufnimmt.
    • LVeecy 17.01.2019 09:34
      Highlight Highlight Stimmt! Die Schlepper die alten Menschenfreunde! Gäbe es nämlich die Retter nicht, würden die Schlepper für die Flüchtlinge eine Luxusyacht chartern...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 17.01.2019 09:09
    Highlight Highlight Auf welche Werte berufen wir uns in Europa eigentlich und brüsten uns mit ihnen? Ah, ja, christliche Nächstenliebe und Humanismus. Das sind doch die Werte, die wir für so schützenswert halten. Aber man kann nichts schützen, was man nicht hat und lebt. Frage; was unterscheidet uns dann vom Rest der Welt?....ach ja, Reichtum...
    Dann sollten wir aber mal ehrlich sein und nicht von zu schützenden Werten und Kultur sprechen. Wir wollen nur unseren Reichtum schützen und nichts davon abgeben. Wer will schon eine friedliche Welt, wenn er fucking reich ist?!
    • grünergutmensch 17.01.2019 09:18
      Highlight Highlight Sehr gutes statement und so wahr, danke
    • P. Silie 17.01.2019 09:33
      Highlight Highlight @ Menel: Naja immerhin betrug die Entwicklungshilfe der EU im Jahre 2015 über 58 mia EUR. Von 'nichts davon abgeben' kann überhaupt keine Rede sein. Was uns unterscheidet vom Rest der Welt? Das Einhalten von Menschenrechten zum Beispiel: Gleichberechtigung von Mann und Frau, Rechte für LGBTQi+(sorry falls ich da noch ein Kürzel vergass), Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit (teilweise bereits eingeschränkt), Pressefreiheit etc. etc. Da kommen viele Leute neu zu uns, die grundsätzlich gegen diese ganzen Menschenrechte sind. Ich urteile nicht, denn die sind nicht schlechter als wir, nur anders. http://ej2015.engagement-global.de/aktuelle-mitteilung/items/eu-bleibt-groesster-geber-von-entwicklungshilfe.html
    • andrew1 17.01.2019 09:55
      Highlight Highlight Etwas undifferenziert die aussage. 1. Sind nur die wenigsten reich in der schweiz und viele haben mühe damit die miete und kk zu bezahlen. 2. War die schweiz noch in den 50er jahren mausarm. Viele heute wissen wohl nicht wie hart das leben damals war und wie es ist nichts zu haben. Keine ahv, keine alv, keine sozialen einrichtungen dafür viele verdingkinder. Die schweiz hat auch einiges mitgemacht. Deswegen muss auch darauf geachtet werden die löhne zu erhälten und nicht den eu-nachbaren anzugleichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • andrew1 17.01.2019 09:02
    Highlight Highlight Das problem ist halt wenn man die flüchtlinge 5 km vor der afrikanischen küste abfängt und meherer hundert km nach italien befördert. Wenn man sie wieder an den ursprungspunkt zurückschippert sagt niemand etwas und sie sind auch aus der seenot gerettet. Aber dann wollen sie wohl nicht mehr aus der seenot "gerettet" werden.
  • #Technium# 17.01.2019 08:58
    Highlight Highlight Das Grundproblem ist doch nicht dieser Prozess, sondern die Tatsache, dass Europa die illegale Einwanderung aus Afrika nicht unter Kontrolle bekommt und keine effizienten Lösungen in Sicht sind. Natürlich ist es auch illusorisch zu glauben, dass man die Probleme Afrikas löst, indem man immer wie mehr Menschen in Europa aufnimmt. Längerfristig kann dies weder im Sinne einer nachhaltigen Flüchtlingspolitik noch einer sinnvollen Ursachenbewältigung sein.
  • Matrixx 17.01.2019 08:57
    Highlight Highlight Ein Menschenleben ist mehr wert als alles andere.
    Grossartige Arbeit. Die Zeit und das Geld, das eingesetzt wird, um dies zu verhindern, bestätigt das sogar.
    Mach weiter so, deine Arbeit ist wichtig!
    • dorfne 17.01.2019 09:25
      Highlight Highlight Stimmt. Drum sollte man die Leute davon abhalten in die Boote zu steigen. Wenn es die Retter zwei, drei km vor der Libyschen Küste nicht gäbe würden die Schlepper die Leute nicht in seeuntüchtige Gummiboote stecken und ihnen baldige Rettung versprechen.
    • Astrogator 17.01.2019 09:40
      Highlight Highlight @mogad: "Drum sollte man die Leute davon abhalten in die Boote zu steigen."
      Könnte man, aber die SVP und ihre Wähler sind ja der Meinung, dass Entwicklungshilfe unnötig ist.
      Ersaufen lassen ist billiger und Leute wie Mogad finden das toll.
    • Kleine Hexe 17.01.2019 09:54
      Highlight Highlight Die Leute wollen weg, weil sie keine Perspektive haben. Aufs Meer gehen sie sowieso, die Frage ist nur, ob sie mit grösster Wahrscheinlichkeit ertrinken oder ob Rettungsschiffe sie vorher aufnehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Weiterdenker 17.01.2019 08:55
    Highlight Highlight Schwierige Situation. Auch wenn ich natürlich die Rettung jedes Menschenlebens befürworte, so sind diese Seenotsrettungen immer auch eine indirekte Unterstützung von Schleppern. Man müsste die geretteten Flüchtlinge konsequent zurück nach Afrika bringen, um dem ein Ende zu setzen. Dies scheint vielleicht grausam zu sein, jedoch kann es auch nicht die Lösung für Fluchtwillige sein, ihr Leben auf dem Meer zu riskieren, um nach Europa zu kommen. Die erste Welt müsste viel mehr dafür sorgen, dass die Fluchtgründe in Afrika eliminiert werden. Dies wäre die einzige nachhaltige Lösung.
    • dorfne 17.01.2019 09:31
      Highlight Highlight Die Bekämpfung der Fluchtursachen ist eine Illusion, weil der herrschende globale Neoliberalismus immer neue Fluchtursachen schafft. Wer Nachrichten hört und Zeitungen liest stellt das fest. Man sieht es ja auch an der Halbherzigkeit, mit der der Klimawandel bekämpft wird. Wobei Halbherzigkeit ja noch eine Übertreibung ist.
    • Weiterdenker 17.01.2019 09:52
      Highlight Highlight Trotzdem kann und darf die illegale Einwanderung nach Europa nicht die Lösung der Probleme sein. Einerseits schafft es einen riesenhaufen Probleme, andererseits ist es gefährlich und verboten und es nützt schlussendlich den Wenigsten. Auch wenn die Fluchtursachen zu bekämpfen sehr schwierig ist, es ist die einzige nachhaltige und richtige Lösung.
    • Kleine Hexe 17.01.2019 09:55
      Highlight Highlight Also willst du die Leute in ein Land zurückbringen, wo sie dann als Sklaven verkauft und/oder misshandelt werden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Repplyfire 17.01.2019 08:53
    Highlight Highlight Da kann ich Italien verstehen. Italien hatte viel Geduld mit der Flüchtlingskriese und viele Menschen aufgenommen. Wenn man diese Schlepperorganisationen einfach machen lässt bessert sich da nichts. Die Flüchtlinge wissen ob der Hilfe bescheid und nehmen ein geringeres Risiko eher in Kauf. In der Folge kommen die Banden in Nordafrika einfacher zu mehr Kundschaft und Geld womit sie wiederum neue "Flüchtlingsquellen" aquirieren können etc.
    • geissenpetrov 17.01.2019 09:51
      Highlight Highlight Das ist eine Verschwörungstheorie.
  • Gegu 17.01.2019 08:46
    Highlight Highlight Ein Armutszeugnis unserer westlichen Gesellschaft! Sehr tragisch.
  • Daniel Caduff 17.01.2019 08:39
  • Avalon 17.01.2019 08:31
    Highlight Highlight Ein humanitäres Drama! Danke fuer den Artikel.
  • legalizeit 17.01.2019 08:31
    Highlight Highlight ich liebe die Menschheit und unser System!
  • Angelo C. 17.01.2019 08:29
    Highlight Highlight Wenn man den vollen Umfang der offenbar berechtigten Vorwürfe so liest, dann hat sich diese Dame - wie andere sog.„Retter“ bekanntlich ebenso - der Gehilfenschaft gegenüber den Schleppern schuldig gemacht, was im Zusammenspiel mit den angebotenen Taxidiensten klar ein deliktisches Verhalten darstellt.

    Wird gewiss aufschlussreich sein, diese Handydaten nun auszuwerten - man scheint jedenfalls bereits zu wissen, was dadurch beweiskräftig dargelegt werden könnte....
  • why_so_serious 17.01.2019 08:15
    Highlight Highlight Wir bestrafen Menschen dafür, dass sie andere Menschen vor dem Tod retten. Einen amerikanischen Präsidenten, der den Befehl zum Töten gibt, schenken wir jedoch den Friedensnobelpreis.
    Ja...doch... sehr weit haben wir es gebracht.
    • DerMeiner 17.01.2019 08:27
      Highlight Highlight Und warum machen wir das? Genau, weil wenn jeder einfach machen würde, was er für richtig hält, könnten wir das Gesetz auch gleich über Bord werfen. Es geht hier nicht um den Zweck, sondern das Mittel. Etwas Gutes durch etwas Schlechtes zu machen, ist im Endeffekt noch immer nicht gut.
    • Ranfield 17.01.2019 09:03
      Highlight Highlight So sind die Menschen: Nur noch Gier, Geld und Macht!
      Regierungen dürfen auch Journalisten, ohne Konsequenzen, kaltblütig töten.
      Auch dürfen Sie homosexuelle Verfolgen und foltern! Diese Welt ist verrückt und traurig!!
      Kriegstreiber werden wie du sagst sogar noch Ausgezeichnet!! :(
  • Samuel Deubelbeiss 17.01.2019 08:15
    Highlight Highlight Die Herren, die die vor Gericht zerren sollten selber angezeigt werden, wegen Beihilfe zu Mord.
  • Triple A 17.01.2019 08:09
    Highlight Highlight Heute feiern wir die altruistischen Fluchthelfer des 2. Weltkrieges und in 80 Jahren feiern wir jene von heute. Aber damals wie heute hatten jene, die erwischt wurden Pech.
    • paco95 17.01.2019 08:28
      Highlight Highlight Nur mit dem unterschied dass jenen Leuten wirklich Tod und Verfolgung drohte, jedoch diese Leute welche von diesen heutigen „Helden“ gerettet werden zu 90% Migranten sind und keine Flüchtlinge. Die über die Mittelmeerroute auf jedenfall.
    • P. Silie 17.01.2019 08:34
      Highlight Highlight Aehm... Sie setzen die Flucht vor dem Holocaust, dem industriell organisierten Töten von Frauen, Kindern und Männern, Romas, Homosexuellen und Systemfeinden mit dem Wunsch nach einem finanziell besseren Leben in einem westlichen Land mit tollem Sozialsystem also gleich? Falls dem so ist gratuliere ich Ihnen zu dieser wirklich tollen Weltanschauung.
    • Menel 17.01.2019 09:01
      Highlight Highlight Genau das denke ich mir auch immer wieder. Ein Menschenleben ist ein Menschenleben; es ist immer gleich viel wert, darauf basiert unsere ganze westliche Kultur. Alle berufen sich darauf, aber nur wenige leben es.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AquaeHelveticae 17.01.2019 08:07
    Highlight Highlight "... wie die Iuventa ein Schlepperboot zurück nach Libyen geschafft hat, damit es die Schleuser erneut verwenden können"
    Und genau dort liegt das Problem. Vielleicht sollte sie sich mal darüber informieren um was für "Organisationen" es sich bei diesen Schlepperbanden handelt. Die Libysche Küstenwache wird nicht umsonst darin unterstützt, unter anderem auch durch Europa, genau diese Banden zu bekämpfen.
    • Kleine Hexe 17.01.2019 09:57
      Highlight Highlight Schau dir das Video an, die Iuventa hat vermutlich gar nichts gemacht ausser der italienischen Regierung nicht in den Kram zu passen...
  • derEchteElch 17.01.2019 08:05
    Highlight Highlight So ist es nunmal. Illegale Migration und Schlepperei sind nun mal verboten und wird verfolgt. Flüchtlinge aus oder knapp vor Lybischen Gewässern abzugolen und nach Europa zu bringen ist Schlepperei!

    Ich hoffe, diese Personen werden zu langen Haftstrafen verurteilt, so dass die Seenotrettung wieder das wird, was sie urspründlich auch war:
    Seenotrettung! Und keine Migrationshilfe für Wirtschaftsflüchtlinge!

    Und jetzt blitzt mich! Gogogo
    • dorfne 17.01.2019 09:54
      Highlight Highlight Kadafi, der ehem. libysche Diktator sagte einst sinngem. Wenn ich die Migranten nicht mehr von Euch fernhalte, wird Europa bevölkerungsmässig zu Afrika. Kadafi war ein Verbrecher. Unabhängig davon: sieht so aus, als würde seine Voraussage sich bewahrheiten. Das Problem ist, Europa kann diesen Menschen keine Perspektive bieten. Chaos und Kriminalität werden die Folge sein.
  • irgendwie so: 17.01.2019 08:00
    Highlight Highlight Erinnert mich irgendwie an "Akte Grüninger" - ging ja damals auch um 'illegale Einwanderung' vs 'Leben retten'.

    Damals wie heute werden die Lebensretter nicht gefeiert sondern juristisch verfolgt - man wird sie dafür in 50 Jahren "rehabilitieren", - irgendwie so.....
  • wasps 17.01.2019 07:53
    Highlight Highlight Menschenleben retten und ins Gefängnis wandern. Willkommen im Jahr 2019.
    • Astrogator 17.01.2019 09:42
      Highlight Highlight Es gab Zeiten da wurde man dafür hingerichtet, das sind die Werte die die SVP und ihre Wähler zurückwollen, die gute alte Zeit.
  • walsi 17.01.2019 07:51
    Highlight Highlight Der Vorwurf, dass sie ein Boot zu den Schleppern zurück gebracht hat, ist schon happig, sollte sich das bewahrheiten hat sie ein ernstes Problem. Ihre Karriere als Kapitän dürfte beendet sein. Deutschland kann sie dann auch nicht mehr verlassen.
    • Roterriese #DefendEurope 17.01.2019 08:11
      Highlight Highlight *Kapitänin
    • Snowy 17.01.2019 08:13
      Highlight Highlight Absolut.

      Solche Kapitäne ziehen die wirklichen Seenotretter in den Dreck.

      Wer direkt mit Schleppern kommuniziert, mit diesen einen Übergabeort/Zeitpunkt in Küstennähe abmacht, oder diesen gar ein Boot "zurückbringt", der ist kein Seenotretter, sondern ein Schlepper.

      Falls sich die Vorwürfe bewahrheiten sollten, soll sie auch als Schlepperin verurteilt werden.
    • AlienTechnologie 17.01.2019 08:26
      Highlight Highlight @wasli & @snowy
      "Ein Forensik-Team der Goldsmith University in London kann diesen Vorwurf allerdings widerlegen"
      Bitte den ganzen Bericht lesen! Das ganze war eine Schmutzkampagne der Ermittler.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerMeiner 17.01.2019 07:51
    Highlight Highlight Selbstjustiz ist auch in solchen Fällen nicht zu tolerieren... Egal wie gutherzig der Ansatz s in mag, über dem Gesetz steht auch sie nicht. Genau wie wir alle.
    • wasps 17.01.2019 11:15
      Highlight Highlight Selbstjustiz? Welche Justiz verbietet es, Leben zu retten? Dem sage ich Zivilcourage.
    • DerMeiner 17.01.2019 23:19
      Highlight Highlight Wenn ich einen Mörder umbringe, wäre das also auch gerechtfertigt? Immerhin rette ich potentiellen Opfern das Leben. Mag sein, ist und bleibt aber Selbstjustiz.

      Der Zweck heiligt nicht die Mittel.
  • Roterriese #DefendEurope 17.01.2019 07:50
    Highlight Highlight Flüchtlinge ist auch 2019 immer noch kein Synonym für Migranten..
    • grünergutmensch 17.01.2019 09:46
      Highlight Highlight Auch migranten flüchten vor Armut, Korruption und Perspektivlosigkeit, daher sind es eben Flüchtlinge.
    • Roterriese #DefendEurope 17.01.2019 10:47
      Highlight Highlight Falsch grünezecke, was ein Flüchtling ist, wird in der Genfer Konvention abschliessend geregelt. Armut, Korruption und Perspektivlosigkeit sind dabei keine anerkannten Gründe.
    • grünergutmensch 18.01.2019 09:31
      Highlight Highlight In meinen AUgen schon, ob anerkannt oder nicht, es sind Gründe OK?
  • P. Silie 17.01.2019 07:37
    Highlight Highlight Was ist eigentlich die Regel? Müsste die Seenotrettung die aufgenommenen Migrant*innen nicht beim nächsten Hafen ausladen um sofort die nötige medizinische Hilfe durch das z.b. Rote Kreuz garantieren zu können? Das aussuchen eines Hafens in wirtschaftlich weiterentwickelten Gebieten dürfte dann wohl als Transportauftrag angesehen werden?
    • xlt 17.01.2019 09:36
      Highlight Highlight Sie dürfen nur sichere Häfen ansteuern, und das ist in Libyen nicht gegeben. Ein Transportauftrag würde auch eine Bezahlung beinhalten, und diese liegt nicht vor.
    • dorfne 17.01.2019 09:57
      Highlight Highlight Das Refoulment-Verbot. Kein Geretteter darf in ein Land gebracht werden, in dem die Menschenrechte nicht eingehalten werden, auch wenn sich dort, wie in Libyien, die Uno um die Migranten kümmert.
    • Kleine Hexe 17.01.2019 09:58
      Highlight Highlight Die aufgenommenen Menschen dürfen nicht in Länder gebracht werden, wo Menschenrechte nicht respektiert werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cédric Wermutstropfen 17.01.2019 07:36
    Highlight Highlight Danke an Italien. Diesen naiven (wohl unabsichtlichen) Schleppergehilfen muss das Handwerk gelegt werden. Durch ihr Streben nach Selbstverwirklichung auf dem Mittelmeer sind gerade diese Aktivisten ein Teil des Problems geworden. Sie spielen den Schleppern in die Hände und machen so alles wohl noch schlimmer. Ich hoffe auf langjährige Haftstrafen.
    • grünergutmensch 17.01.2019 09:48
      Highlight Highlight Solche Typen wie du sind das Problem, im gemachten Nestchen sitzen, und kaum will jemand auch was vom Kuchen, laut rumbrüllen und auf Wutbürger und Bösmensch machen.
    • dorfne 17.01.2019 09:59
      Highlight Highlight Diese Rettungsschiffe sind nicht auszurotten! Beim Einlaufen in den rettenden Hafen sofort konfiszieren und verschrotten.
    • Kleine Hexe 17.01.2019 10:00
      Highlight Highlight Langjährige Haftstrafen für was? Die Seenotrettung ist nicht verboten und sonst haben sie sich nichts zuschulden kommen lassen.
      Man kann nicht (oder sollte zumindest nicht können) Leute ins Gefängnis stecken nur weil man andere Ansichten und Überzeugungen hat.
  • Denk nach 17.01.2019 07:35
    Highlight Highlight Wenn die italienische Polizei nur immer so motiviert wäre...
    • Eh Doch 17.01.2019 09:03
      Highlight Highlight genau zB gegen die Mafia
  • TheWall_31 17.01.2019 07:34
    Highlight Highlight Der Vorwurf gegen Klemp und 9 weitere Seenotretter lautet: «Beihilfe zur illegalen Einwanderung.»

    Stimmt ja auch.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 17.01.2019 07:34
    Highlight Highlight Wie sieht denn das ganze mit der Seenotrettung aus?
  • reaper54 17.01.2019 07:29
    Highlight Highlight Das macht Italien zu 100% richtig, Italien muss seine Schengen Aussengrenze schützen und ist an diesem Abschnitt dafür Verantwortlich dass NIEMAND illegal in die Schengenzone gelangt. Unsere Aufgabe ist es übrigens die Italiener zu Unterstützen, Hetzjournalismus gegen korrekte Arbeit zu betreiben ist einfach nur peinlich. Frau Klemp hat das Gesetz wissentlich und willentlich gebrochen nun soll sie gefälligst dafür geradestehen.
    • TheWall_31 17.01.2019 09:56
      Highlight Highlight Völlig richtig. Aber das wird Blitze hageln. :)
    • Fruchtzwerg 17.01.2019 12:07
      Highlight Highlight @Reaper: Wow, wie locker du unterlassene Hilfeleistung (mit Todesfolge) gutheisst.
      Weiss du, der gute Dölf hat sich anno 1939-45 auch an geltende Gesetze gehalten. Das heisst aber noch lange nicht, dass sie aus heutiger Sicht oder moralisch richtig waren.
      Sklavenhandel war laut damaligem Recht mehrere tausend Jahre lang auch ok.
      Im Scharia-Rechtssystem sind selbst heute noch manche Dinge erlaubt über die man im Westen den Kopf schüttelt. Und obwohl sie dort erlaubt sind, macht es sie noch lange nicht richtiger...
    • Daniel Caduff 17.01.2019 16:49
      Highlight Highlight Seit wann ist das Stellen eines Asylgesuchs eine Form der illegalen Einwanderung?

      Vielleicht sollten Sie sich einfach zuerst mal mit den Basics bekannt machen....
    Weitere Antworten anzeigen
  • gnagi 17.01.2019 07:26
    Highlight Highlight Es ist höchste Zeit, Italien anzuklagen wegen unterlassener Hilfeleistung und fahrlässiger Tötung
    • Fruchtzwerg 17.01.2019 09:13
      Highlight Highlight @gnagi: Bin hin- und her gerissen. Eigentlich wäre der anzuklagende die EU, die Italien (und die Spanier und Griechen) ja auch einfach eiskalt im Regen stehen lässt.
      Andererseits verstehe ich, dass die Italiener die Schnauze voll haben und sich alleine gelassen fühlen. Am Schluss sterben aber aufgrund bewusst unterlassener Hilfeleistung halt aber immer noch täglich Menschen.
    • TheWall_31 17.01.2019 09:58
      Highlight Highlight Es kann nicht unterlassene Hilfeleistung sein, wenn sich jemand willentlich in Lebensgefahr begibt.
    • Fruchtzwerg 17.01.2019 12:00
      Highlight Highlight @TheWall_31 interessante Logik. Du würdest also z.B. jedem Hochrisiko-Sportler (Bungee-Jumper, Fallschirmspringer, Downhill-MTB, Skispringer usw.) bei einem Unfall auch gleich die Erste Hilfe verweigern, weil er/sie es darauf angelegt hat? Oder einfach nur, wenn es sich um einen Schwarz-Afrikaner handelt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 17.01.2019 07:25
    Highlight Highlight Wer einmal vor der Flüchtlingskrise auf Lampedusa war und heute hin geht ist einfach nur schockiert. Viele Einheimische sind aufs Festland gezogen, weil sie die herumlungernden Menschen, die mal wunderschönen Gassen voll mit Kot nd Urin nicht mehr aushielten. Echt tragisch. Wer kann da Italien’s sehr späte (hatten jamehr als Geduld) Reaktion nicht verstehen? Stelkt euch das einfach in eurer Strasse vor!
    • grünergutmensch 17.01.2019 09:06
      Highlight Highlight wir mit unseren luxusproblemchen können uns ja nicht mal vorstellen wenn wir nach draussen müssten aufs klo und diese mit anderen teilen, oder kein fliessendes wasser haben, etc. also bitte, uns geht es zu gut, der wohlstand hat uns gefühlskalt gemacht und unsäglich arrogant.
    • Cédric Wermutstropfen 17.01.2019 14:52
      Highlight Highlight @Zecke: Wohl genau anders herum. Der Wohlstand erschafft Gutmenschen, welche nicht mehr wissen (da selbst nie erlebt), dass das Leben ein Kampf ist. Der heilige Samariter fügt sich und seinen Nachkommen komptetitive Nachteile zu, wenn nicht auch alle anderen heilige Samariter sind.
  • WID 17.01.2019 07:23
    Highlight Highlight Die Beweggründe sind edel. Warum aber bringt sie die Flüchlinge nicht nach Sfax, Tunis, Bizerta, Djerba oder Algier? Die Menschen wären gerettet, die wüsten Diskussionen in Europa unterbunden und die Migranten wären in einem kultuerellen Umfald das ihnen mehr entspricht.
    • Menel 17.01.2019 09:03
      Highlight Highlight Wer, denken sie, nimmt die meisten Flüchtlinge auf?
    • grünergutmensch 17.01.2019 09:04
      Highlight Highlight Zurück in sElend? Nein sie flüchten davon, checkt ihr das nicht? sie flüchten in ein besseres leben. in der hoffnung sie finden es und sie können ihre familien nachholen. diese menschen sind verzweifelt, sie möchten nur ein lebenswertes leben. es steht uns nicht an darüber zu urteilen, denn kein mensch ist illegal.
    • aglio e olio 17.01.2019 09:12
      Highlight Highlight Warum sollte man dort bereit sein die Menschen aufzunehmen, wenn wir es hier nicht sind?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Impius 17.01.2019 07:20
    Highlight Highlight Was für ein Aufwand um Menschen zu bestrafen die anderen Menschen das Leben retten. Nur um weitere Menschen zu hindern dasselbe zu tun und damit die anderen Menschen sterben zu lassen. In was für einer Welt leben wir eigentlich?
  • Piwi 17.01.2019 07:16
    Highlight Highlight Die Kapintänin, der Kapitäner, really?
    *facepalm*
    • alessandro 17.01.2019 07:30
      Highlight Highlight Toll, was dir zu so einem Artikel einfällt!
    • ingmarbergman 17.01.2019 07:59
      Highlight Highlight Wie sollte es sonst heissen?
      Die Kapitän?

      Sorry wenn du es verpasst hast, aber wir sind mittlerweile im 21. Jh.
    • Triple A 17.01.2019 08:02
      Highlight Highlight Kapitänin? - Ja, so steht‘s im Duden.😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roman Loosli 17.01.2019 07:15
    Highlight Highlight Italien. Unser Nachbarland. Heimat der ndrangetta und der comorra. Das land wo abfallberge sich zürmen und giftmüll zu broccolifeldern wird. Das land welches mit Hitler kolabiert hat. Balla Italia geht nun gegen Flüchtlingshelfer vor. Obwohl die Mafia gemäss diversen Berichte auch die Finger im Spiel hat ... schade. Ich würde mir das Land auch mal etwas genauer ansehen aber irgendwie zieht es mich nicht dort hin im Moment...
    • Läggerli 17.01.2019 09:41
      Highlight Highlight Netter Tiefschlag: 60 millionen Menschen mal pauschal als Verbrecher, Faschisten und Dreckspatzen verurteilen. Vor allem, da wir Schweizer in dem Fall weder Nazigold noch weitere Handlungen "unserer" Grosseltern erwähnen sollten.
    • Olmabrotwurst vs. Schüblig 17.01.2019 09:46
      Highlight Highlight Herr Loosli sie haben in einem Kommentar die Mafia und Hitler erwähnt... ähm verstehen sich mich nicht falsch aber wars nicht die Mafia die erlaubte den Amis auf Sizilien zu landen. Das Italienische Volk wehrt sich vermehrt gegen die Mafia, also was ist sonst noch alles Falsch? Der Faschismus? Der ist so alt wie das Schweizer Bünzlitum die Welt exestiert nicht erst ab 1945...
  • AllknowingP 17.01.2019 07:08
    Highlight Highlight Die Welt spinnt!
    • Eh Doch 17.01.2019 09:07
      Highlight Highlight Und wir spinnen mit
    • Spooky 17.01.2019 12:56
      Highlight Highlight @AllknowingP
      Wenn die Welt spinnt. 🤔
      Du gehörst zur Welt. 🖐
      Also spinnst du auch. 🙀

Flucht, Haft und Flachlegen: Die Seenot-Kapitänin und der Tanz mit den Toten

Immer wieder hören wir Berichte, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken. Mit der Abschottung der EU-Staaten wurde es zu einem der gefährlichsten Grenzübergänge. In Pia Klemps Roman «Lass uns mit den Toten tanzen» erzählt eine Aktivistin und Kapitänin, wie sie mit ihrer Crew in See sticht, um Bootsflüchtlinge zu retten.

Auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung versuchen tausende Menschen, sich über das Mittelmeer in Europa in Sicherheit zu bringen. In diesem Europa gehe es aber nicht darum, Leben …

Artikel lesen
Link zum Artikel