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Diese Zahlen zeigen, wie viel in Syrien schief läuft

Das Leiden der Kinder in Syrien hat 2016 ein nie dagewesenes Ausmass erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef.
13.03.2017, 08:03

Das Leiden der Kinder in Syrien hat 2016 ein nie dagewesenes Ausmass erreicht. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef. «Das Ausmass des Leidens ist beispiellos», sagte Geert Cappelaere, UNICEF-Direktor in der Region. Jedes der Kinder sei fürs Leben gezeichnet. Das habe «furchtbare Folgen für ihre künftige Gesundheit und ihr Wohlergehen.» Die Unicef-Zahlen sind erschütternd:

Mindestens 652 Kinder wurden im Jahr 2016 in Syrien getötet – das sind 20% mehr als 2015. 

Eine verletzte Frau mit zwei verletzten Kindern im Spital von Barzeh. 
Eine verletzte Frau mit zwei verletzten Kindern im Spital von Barzeh. Bild: SARIEH ABU ZAID/EPA/KEYSTONE

255 Kinder wurden in der Schule oder im Umfeld der Schule getötet.

Bild: MOHAMMED BADRA/EPA/KEYSTONE

1,75 Millionen Kinder in Syrien können derzeit nicht zur Schule gehen.

Syrische Kinder in einem Klassenzimmer in Aleppo im Januar 2017.
Syrische Kinder in einem Klassenzimmer in Aleppo im Januar 2017.Bild: ALI HASHISHO/REUTERS

Mehr als 850 Kinder wurden als Kämpfer rekrutiert, das sind mehr als doppelt so viele wie 2015.

Ein syrischer Knabe spielt mit einem Spielzeuggewehr.
Ein syrischer Knabe spielt mit einem Spielzeuggewehr.Bild: Vadim Ghirda/AP/KEYSTONE

Es gab 2016 mindestens 338 Angriffe auf Spitäler und medizinisches Personal.

Ein verletztes Mädchen in einem Spital in Douma, Syrien.
Ein verletztes Mädchen in einem Spital in Douma, Syrien.Bild: MOHAMMED BADRA/EPA/KEYSTONE

Zwei Drittel der Menschen in Syrien haben keinen regelmässigen Zugang zu fliessendem Wasser, 8,3 Millionen Menschen müssen dringend mit sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen versorgt werden.

Ein syrischer Knabe trägt in Damaskus eine Flasche mit sauberem Wasser nach Hause.
Ein syrischer Knabe trägt in Damaskus eine Flasche mit sauberem Wasser nach Hause.Bild: YOUSSEF BADAWI/EPA/KEYSTONE

Im Überlebenskampf müssten Kinder in mehr als zwei Dritteln der Familien mitarbeiten, um den Familienunterhalt zu sichern. Manchmal sähen Eltern sich gezwungen, ihre Kinder noch im Kindesalter zu verheiraten.

Womöglich lägen die Zahlen noch höher. Viele Regionen seien nicht zugänglich und verlässliche Informationen nicht zu bekommen. Viele Kinder seien auch an Krankheiten gestorben, die ohne den Bürgerkrieg hätten behandelt werden können.

Nach Angaben von UNICEF sind inzwischen sechs Millionen Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen, Millionen wurden mit ihren Familien vertrieben. 2,3 Millionen syrische Kinder lebten in Flüchtlingslagern in der Türkei, im Libanon, in Jordanien, Ägypten und im Irak. (meg/sda/dpa)

Syrien: Der vergessene Krieg

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Syrien: Der vergessene Krieg
quelle: x03126 / yazan homsy
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