Gesellschaft & Politik
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Adrian Amstutz, Nationalrat SVP-BE, erhaelt Applaus bei der Delegiertenversammlung der SVP Bern, am Montag, 14. Januar 2019, in Belp. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Adrian Amstutz kann neu zur Wiederwahl antreten – sofern er das will.  Bild: KEYSTONE

Gibt SVP-Nationalrat Amstutz den Rücktritt vom Rücktritt – oder geht er doch in Pension?



Die SVP hat am Montagabend die Amtszeitbeschränkung gelockert, damit Berner SVP-Nationalrat Adrian Amstutz zur Wiederwahl antreten kann – wenn er denn will.

Amstutz selber bat die SVP-Delegierten, ihm ein paar Tage Bedenkzeit zu geben. Er habe sich nun auf seine Pensionierung vorbereitet und die neue Ausgangslage bei der Partei stelle diese Pläne gehörig auf den Kopf.

ZU DEN EIDGENOESSISCHEN WAHLEN VOM 18. OKTOBER 2015 STELLEN WIR IHNEN ZU DEN RUECKTRITTEN VON NATIONAL- UND STAENDERAETEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - WEITERE BILDER FINDEN SIE AUF UNSERER WEBSEITE

Hansruedi Wandfluh Bild: KEYSTONE

Alt Nationalrat Hansruedi Wandfluh warb für die Anpassung der Statuten, um Amstutz den Weg zu ebnen. Bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst werde der Kanton Bern einen Nationalratssitz weniger haben.

Wenn die SVP ihren neunten Sitz verteidigen wolle, brauche sie eine Kandidatur mit grossem Stimmenpotenzial. Amstutz sei ein politisches Ausnahmetalent und habe dieses grosse Potenzial, betonte Wandfluh.

Er beantragte, dass in Einzelfällen die Partei mit einer Zweidrittelsmehrheit die Aufhebung der Amtszeitbeschränkung erwirken könne.

Die Delegierten diskutierten den Vorschlag kontrovers: Man habe die Amtszeitbeschränkung seinerzeit eingeführt, um keine Sesselkleber zu haben und den Jungen die Möglichkeit zum Aufrücken zu geben, sagte ein Delegierter.

Ein anderer gab zu bedenken, dass man seit langem wisse, dass Adrian Amstutz aufhöre. Die Partei habe es nicht geschafft, eine Alternative aufzubauen. «Wenn wir es jetzt nicht konnten, dann werden wir es auch in vier Jahren nicht können», schloss der Delegierte.

Parteipraesident und Nationalrat Albert Roesti (BE) spricht an einer Medienkonferenz ueber das Parteiprogramm der SVP fuer die Legislatur 2019-2023, am Donnerstag, 10. Januar 2019, im Medienzentrum Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Albert Rösti Bild: KEYSTONE

Albert Rösti, Präsident der SVP Schweiz, warb für eine Statutenänderung. Amstutz sei ein Zugpferd und kein Sesselkleber. Der Sigriswiler habe immer gesagt, er höre auf. Falls er darauf zurückkomme, wäre dies einzig und allein ein Dienst an seiner Partei.

Amstutz trat während der Debatte in den Ausstand und verliess den Saal. Als er nach dem Entscheid zurückkehrte, empfingen ihnen die Delegierten mit einer Standing Ovation.

Für Amstutz hält die SVP nun eine Linie auf der Nationalratsliste frei. Eine zweite noch freie Linie besetzte sie am Montag mit Nadja Günthor, der Frau des ehemaligen Schweizer Kugelstössers.

Die SVP-Führung:

Parteipräsident für den Ständerat

In den Ständeratswahlkampf steigt die Berner SVP mit Kantonalpräsident und Nationalrat Werner Salzmann. Die Delegierten nominierten ihn per Akklamation. Ziel der SVP ist, dass der Kanton Bern wieder mit einer ungeteilten bürgerlichen Standesstimme im «Stöckli» vertreten sei, führte Wandfluh aus.

Werner Salzmann, SVP-BE, spricht waehrend der Debatte um die Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands (Uebernahme der Richtlinie zur Aenderung der EU-Waffenrichtlinie), waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 30. Mai 2018 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Werner Salzmann Bild: KEYSTONE

Damit ist die Ausgangslage für die Ständeratswahlen geklärt. Wenn alle Parteien die von der Parteileitung vorgeschlagenen Personen nominieren, was nur noch Formsache ist, dann tritt Hans Stöckli (SP) zur Wiederwahl an.

BDP-Ständerat Werner Luginbühl gab vergangene Woche seinen Verzicht auf eine Wiederwahl bekannt. Die BDP geht mit Regierungsrätin Beatrice Simon ins Rennen.

Für die FDP dürfte Nationalrätin Christa Markwalder auf den Schild gehoben werden, für die Grünen Regula Rytz, für die GLP Nationalrätin Kathrin Bertschy. Für die EVP steht Marianne Streiff-Feller zur Verfügung. (sda)

Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

25 Bilder zeigen unsere Classe politique beim Schaffen in Bern:

Abonniere unseren Newsletter

18
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • RETO1 15.01.2019 19:32
    Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass die SVP die Watson-Leser fragen muss was sie tun und lassen darf
    Weiterhin viel Spass beim einfallslosen SVP-Bashing
  • Paul_Partisan 15.01.2019 09:41
    Highlight Highlight Total unverständlich?! Mit Nils Fiechter und Adrian Spahr verfügt die SVP BE doch über exzellenten Nachwuchs :'D
  • Fabio74 15.01.2019 07:16
    Highlight Highlight So passt man auch in Diktaturen die Regeln und Gesetze an
  • banda69 15.01.2019 06:31
    Highlight Highlight Die SVP hat keinen Nachwuchs.
    So einfach ist das.

    Wer will sich schon für eine Partei exponieren, die das Volk eins ums andere über den Tisch zieht.
  • Astrogator 15.01.2019 06:19
    Highlight Highlight Das ist "Classe Politique" wie aus dem Bilderbuch. Der Begriff, einst vom Führer selbst geprägt um die politische Elite zu diffamieren fällt nun voll auf die SVP zurück. Eigene Regeln aushebeln um alte und verbrauchte Männer an der Macht zu erhalten und in der Partei eine Erbmonarchie installieren in der gewählt wird wer den Segen des Politbüros hat.
    Wehe ein Kandidat kandidiert ohne Segen des grossen Führers, dann schliesst man schön mal eine ganze Sektion aus.

    Liest sich wie Geschichten über kommunistische Regime der Vergangenheit. Voll schweizerisch diese SVP, momoll...

  • wasps 15.01.2019 06:19
    Highlight Highlight Sesselkleber. So schlimm steht es um den SVP Nachwuchs im Kanton Bern. Oder schaut da einer für seine Vorteile? So viel von wegen Dienst am Volk...
  • äti 15.01.2019 01:57
    Highlight Highlight Die Partei ist als einzige Wohnsitzunabhängig. Da könnte doch Martullo oder Köppel antreten, schlimmstensfalls mit Doppelmandat. Gäbe erst noch mehr Kohle in die Kasse. :)
  • redneon 15.01.2019 01:35
    Highlight Highlight Es ist so zum Lachen! Alle andern sind Sesselklebrer! Aber der Amstutz sei ein Zugpfert! Ich Lach mir einen Schranz.. Nein im Ernst... Armselig was Rösti von sich giebt! Der müsste sich mal selber hören. Der Herr Amstutz sollte Rückgrad beweisen wie er es von allen anderen vortert die nicht seiner Meinung sind. Und Zurücktreten. Aber Eben es Filzt in der SVP ganz besonnders :)
  • es isch wies isch (Love & Peace Edition) 15.01.2019 00:41
    Highlight Highlight Drei mal Drei macht Vier, widde widde wid, und drei macht Neune,
    ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt.

    Schnell mal ein bisschen mauscheln, damit's passt.
    Die SVP-Welt ist wirklich einfach gestrickt.
  • Lowend 15.01.2019 00:24
    Highlight Highlight Die Kaste der SVP Elite besteht fast nur noch aus rechten Berufspolitikern, Juristen, Studierten und Millionären, die von einem Multimilliardär befehligt werden und die dem einfachen Bürgern vorspielen, sie sprächen in seinem Namen und verträten seine Interessen.

    Viel unglaubwürdiger geht es echt nicht mehr!
  • Sauäschnörrli 15.01.2019 00:05
    Highlight Highlight So kann man seinen Nachwuchs auch absägen. Du gehst jahrelang Plakate kleben, stehst dir in der Fussgängerzone die Beine in den Bauch und opferst deine Freizeit in Kommisionen und Räten, in all den kleinen Gemeinden von denen die meisten noch nie was gehört haben. Nur zum irgendwann erkennen, dass du stehts von jemanden übergangen wirst, der einfach einen besseren Draht zur Parteispitze hat. Die eine sitzt nach 3 Jahren im Präsidium, der andere ist auf der Ständeratsliste und für einen wollen sie sogar die Statuten aufweichen, nur damit er nicht abdanken muss.
    • Cédric Wermutstropfen 15.01.2019 00:25
      Highlight Highlight Das ist das Berufsrisiko eines Politikers.
    • Ueli Blocher 15.01.2019 00:29
      Highlight Highlight Musst aber die SVP Verstehen. Die zweite Garde und die JSVP ist halt einfach nicht Wählbar! Bei der SVP gibt es ja bald keinen gemässigten mehr. Die wurden alle schon Rasiert. Sogar Toni B. musste einsehen, das die neuen "Stars" ihm überall vorgezogen werden. Das aber beide vermutlich Abgewählt werden. Lassen wir mal im raum. Was bei der SP von der Juso kommt, ist Diplomatisch Formuliert, gewöhnungsbedürftig. Aber gegen das was von der JSVP kommt, ja gerade zu gemässigt und Brilliant!
      Wurde mal gefragt ob ich nicht zur JSVP gehen möchte. Ich Nein, bin zu Faul um mit dem Arm zu Grüssen!
    • Lucas29 15.01.2019 07:09
      Highlight Highlight Herr Amstutz ist eine bekannte Persönlichkeit und ein guter Redner, natürlich möchte die SVP so jemanden behalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinArnold 14.01.2019 23:39
    Highlight Highlight Ist das nicht die Partei, die den Anderen immer „Wundfahnen“ vorwirft. Zum Vorteil der Partri und der Person verdreht sich sogar eine SVP! Wie lächerlich ist denn das?
    • Ueli Blocher 14.01.2019 23:55
      Highlight Highlight Es ist die Partei die den anderen Class Politik und Sesselkleben Vorwirft und die meisten von denen sind in beiden Weltklasse! Den Linken Vorwerfen nur am Kassieren von Staatgeld interessiert zu Sein und dazu noch Berufspolitiker! Pfui Teufel!
      Amstutz war neben NR auch noch Gemeinde Präsident! Sicher Gratis und da bleibt einem Viel Zeit für Arbeit? LOL
      Müller NR und Bestbezahlter Gemeinde Präsi der Schweiz, Rohrschach. Jeder Zürcher Zahlt jeder Bürger ca. 0.50 Fr. im Jahr für Mauch, In Rohrschach ca. 30.00!
      Glarner, Gemeinde Präsi und NR.
      Nur so auf die Schnelle 3 Heuchler!
  • Clife 14.01.2019 23:37
    Highlight Highlight Herr Rösti, wenn Amstutz bleiben soll, dann treten bitte Sie und Ihre altertümliche Denkweise zurück. Ein „erfolgreicher“ Politiker soll am Ende einer Amtszeit als Berater dastehen um anschliessend Platz für neue Generationen zu schaffen (auch wenn die neue Generation SVP noch schlimmer als die jetzige ist)

Gratis-Kita: SP-Wermuth will Familien helfen – mit einem umstrittenen Vorschlag

Der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth will die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern. Deshalb verlangt er in einem Vorstoss, dass der Zugang zu Kindertagesstätten vereinfacht wird.

Der Aargauer SP-Nationalrat Cédric Wermuth will, dass Bund und Kantone die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern und gemeinsam für ein Angebot an familienexterner Betreuung sorgen, das dem tatsächlichen Bedarf entspricht. Die Idee sei, dass tiefe und mittlere Einkommen keine direkten Beiträge mehr bezahlen, so Wermuth.

In seiner parlamentarischen Initiative verlangt er, dass sich Bund, Kantone und Arbeitgeber angemessen an den Kosten beteiligen. «Das Gesetz müsste den …

Artikel lesen
Link zum Artikel