International

23 Bilder aus Griechenland, die zeigen, dass Europas Flüchtlingspolitik gescheitert ist

23.02.16, 15:20 23.02.16, 15:35

Bild: GEORGI LICOVSKI/EPA/KEYSTONE

Griechenland kann bald nicht mehr alle Flüchtlinge unterbringen. «Wenn die Grenze [zu Mazedonien] für Afghanen nicht bald wieder geöffnet wird, dann wird binnen acht Tagen die Aufnahmefähigkeit Griechenlands erschöpft sein», sagte Gemma Gillie, Sprecherin der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen, am Grenzübergang zu Mazedonien bei Idomeni-Gevgelija der Nachrichtenagentur DPA.

Bild: NAKE BATEV/EPA/KEYSTONE

Bei einer Krisensitzung im Athener Verteidigungsministerium wurde am Dienstag über die Möglichkeit beraten, in alten Kasernen weitere Aufnahmelager für Migranten zu eröffnen. Das erfuhr die DPA aus Regierungskreisen.

Bild: NAKE BATEV/EPA/KEYSTONE

Mazedonien hatte am Montag seine Grenze zu Griechenland für alle Migranten abgeriegelt, nachdem es zu Ausschreitungen abgewiesener Afghanen gekommen war. 

Bild: NAKE BATEV/EPA/KEYSTONE

Afghanen stürmten auf griechischer Seite die Eisenbahntrasse. Die griechische Polizei beendete die Blockade am Dienstag und brachte mehr als 900 Afghanen ins Landesinnere.

Bild: MARKO DJURICA/REUTERS

Die Grenze bei Idomeni blieb jedoch geschlossen. Athen bemühe sich in Zusammenarbeit mit der niederländischen EU-Ratspräsidentschaft um die Wiederöffnung der Grenze zumindest für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, hiess es aus Regierungskreisen in Athen.

Bild: ALEXANDROS AVRAMIDIS/REUTERS

In den ersten 20 Februartagen sind in Griechenland trotz schlechtem Wetter mehr als 30'000 Flüchtlinge angekommen. 

Bild: OGNEN TEOFILVOVSKI/REUTERS

Genau 33'767 Menschen seien auf Booten angekommen, seit Jahresbeginn hätten 94'269 Menschen von der Türkei übergesetzt, teilte das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Montag mit.

Bild: GEORGI LICOVSKI/EPA/KEYSTONE

Zum Vergleich: Im Juni 2015, als der grosse Flüchtlingszustrom begann und Europa Alarm schlug, hatten statt 33'767 31'318 Migranten aus der Türkei zu den griechischen Ostägäis-Inseln übergesetzt.

Bild: GEORGI LICOVSKI/EPA/KEYSTONE

Wie die griechische Küstenwache am Montag mitteilte, wurden in den vergangenen 72 Stunden mehr als 1600 Menschen aus den Fluten vor den Inseln der Ostägäis gerettet.

Bild: Giannis Papanikos/AP/KEYSTONE

Mehr als 5000 Menschen warteten am Montag auf der griechischen Seite der griechisch-mazedonischen Grenze, ohne zu wissen, wann und ob sie weiterkommen. Dies hatte am Vorabend der für die Migration zuständige Vizeminister Ioannis Mouzalas im griechischen Fernsehen bestätigt.

Bild: ALEXANDROS AVRAMIDIS/REUTERS

Mazedoniens Handeln sei «nicht im Einklang mit den Vereinbarungen des jüngsten Gipfels der EU», sagte Mouzalas.

Bild: NAKE BATEV/EPA/KEYSTONE

Die Europäische Union hatte vergangenen Donnerstag beschlossen, dass bis zum neuen Migrationsgipfel Anfang März die Grenzen für Flüchtlinge aus dem Irak, aus Syrien und Afghanistan auf der Balkanroute offen bleiben.

Bild: NAKE BATEV/EPA/KEYSTONE

Die mazedonische Seite lässt nach griechischen Informationen Afghanen nicht weiterreisen, weil Serbien seine Grenze für Afghanen seit Sonntag geschlossen halte.

Bild: GEORGI LICOVSKI/EPA/KEYSTONE

Seit November hatte Mazedonien nur Afghanen, Syrer und Iraker einreisen lassen. Das Land liegt auf der Balkanroute zwischen Griechenland und Serbien, von wo aus die meisten Flüchtlinge weiter nach Österreich, Deutschland und Skandinavien reisen wollen.

Bild: Giannis Papanikos/AP/KEYSTONE

Nun stecken die Afghanen in Griechenland fest.

Bild: Boris Grdanoski/AP/KEYSTONE

Unter ihnen sind viele Familien und Kinder.

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Bild: Giannis Papanikos/AP/KEYSTONE

Bild: Boris Grdanoski/AP/KEYSTONE

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(sda/phi)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ruffy 23.02.2016 22:58
    Highlight Es ist traurig, aber für die Afghanen gibt es in Europa keine Zukunft. Diese Menschen kommen wegen den leeren Versprechungen der Schlepper, denen wird z. T. erzählt in Europa liegt das Geld auf der Strasse, über Paris versprühen Helikopter Parfüm usw. Es ist auch bezeichnend dass die Welle der Afghanen zum jetzigen Zeitpunkt kommt und nicht während des Afghanistan Krieges wo es doch wesentlich erwarteter gewesen wäre.

    Nichts desto trotz ist die Situation an Europas Grenzen eine Menschliche Katastrophe, es braucht dringend eine Einheitliche Flüchtlingspolitik und vor allem Organisation.
    6 0 Melden
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 23.02.2016 21:57
    Highlight Unglaublich was unsere Willkommenskultur diesen Menschen angetan hat. Illusionen und Hoffnungen geweckt, welche nie erfüllt werden können. Jetzt endlich bequemen sich auch die lieben Willkommensstatisten endlich reinen Wein einzuschenken und die Flüchtlinge nicht weiter zu betrügen.
    Ich wünschte mir, das wäre schon viel früher gemacht worden. Dann müssten all die Flüchtlinge nicht derart leiden.
    18 10 Melden
    • Zuagroasta 23.02.2016 23:04
      Highlight Pst, die Willkommenskultur hat da mit wenig zu tun.
      Es ist die perfide Politik aus Waffenexporten, wirtschaftlich anderen Ländern das Wasser abgraben und zu guter Letzt, die nicht gezahlten Hilfen für das UNHCR.
      Die Zahlen von 2015 gibt es noch nicht, aber 2014 hätte das UNHCR $5.3 Milliarden gebraucht, um alle Flüchtlinge ausreichend zu versorgen. Sie haben etwas über $3 Mia bekommen.
      PS: habe die perverse Asylpolitik vergessen, die für die Schlepper ein absoluter Glücksfall ist.

      *rant over*
      9 10 Melden
  • Amboss 23.02.2016 21:17
    Highlight Ja es schon unglaublich wie Europa im Jahr 2016 aussieht: Stacheldraht und Zäune, Zäune, Zäune, Abschottung, Panik, Regierungen auf Konfrontation.
    Keine Menschlichkeit, kein Zusammenhalt, nichts

    Das, womit sich Europa immer gebrüstet hat, ging das Klo runter
    22 8 Melden
  • Stöckli 23.02.2016 20:08
    Highlight Mir kommen gleich die Tränen
    11 8 Melden
  • Gelöschter Benutzer 23.02.2016 17:52
    Highlight Ich wiederhole mich zwar aber dass ist das Ergenis der Waffenexporte und Kriege für mehr Demokratie oder kampf gegen den Terrorismus, oder wie es unsere Politiker auch immer nennen wollen. Leider sind unsere Medien und Politiker nicht bereit einmal über die wahren Ursachen der Flüchtlingsströme zu reden. Ich bin mir sicher der nächste Krieg wird auch kommen und unsere Politiker, werden uns erzählen warum wir diesen zu führen haben.
    34 10 Melden
  • JessesNei 23.02.2016 16:23
    Highlight Die Bilder zeigen vor allem, dass die syrische Regierung versagt hat
    16 27 Melden
    • Lami23 23.02.2016 17:47
      Highlight Ein bisschen komplizierter als das ist es schon. Europa und die USA sind absolut mitschuldig an dieser Situation.
      30 9 Melden
    • felixJongleur 23.02.2016 23:00
      Highlight Lami: Saudi Arabien etc. etc.?
      2 2 Melden
    • JessesNei 24.02.2016 12:20
      Highlight @Lami23 Ich will nur betonen, dass nicht die Flüchtlingspolitik gescheitert ist, sondern vordergründig ein ganzes Land, vielleicht sogar eine ganze Region. Das zeigen mir auf jeden Fall diese Bilder.
      0 0 Melden

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