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epa04133304 Israeli soldiers on their Merkava tanks deployed next to the Syrian border near the Druze border village of Majdal Shams in the Golan Heights, 20 March 2014. The Israeli army reports the increase of its ground and air operations particularly in Hermon Mt. Israeli Air forces launched an air raid against Syrian army positions after Four Israeli soldiers were wounded when an explosion detonated near their jeep as they were patrolling Israel's border with Syria.  EPA/ATEF SAFADI

Ein israelischer Panzer auf den Golanhöhen an der Grenze zu Syrien. Bild: EPA/EPA

Vergesst Russland und USA: In Syrien droht ein Krieg zwischen Iran und Israel

Die Kontroverse um den mutmasslichen Giftgasangriff in der Stadt Duma lenkt ab vom wirklichen Gefahrenherd in Syrien: Die Erzfeinde Iran und Israel befinden sich auf Kollisionskurs. Eine bewaffnete Konfrontation scheint unausweichlich.

18.04.18, 16:44 19.04.18, 07:07


Im syrischen Pulverfass genügt ein Funke für eine Explosion. Und manchmal noch weniger. In der Nacht auf Dienstag kam es zu einem Einsatz der syrischen Flugabwehr. Staatliche Medien berichteten über einen Angriff israelischer Kampfjets auf verschiedene Ziele. In Russland und Israel wurde die Meldung ebenfalls verbreitet. Später stellte sich heraus: Es war falscher Alarm.

Mehr als sieben Jahre dauert der Bürgerkrieg in Syrien, doch nie war die Nervosität so gross wie heute. Dazu trägt der mutmassliche Giftgaseinsatz in der Stadt Duma bei, der einen Militärschlag der USA, Grossbritanniens und Frankreichs zur Folge hatte. Weniger beachtet, aber weitaus brenzliger ist eine andere Konfrontation zweier Staaten, die in Syrien aktiv sind.

Israel gegen Iran

«Steuern Iran und Israel auf ihren ersten direkten Krieg zu?», fragt der «New York Times»-Kolumnist Thomas Friedman. In den letzten Wochen habe erstmals überhaupt ein direkter Schlagabtausch in Syrien begonnen. Im Februar schoss Israel eine iranische Drohne über seinem Staatsgebiet ab. Am 9. April folgte ein israelischer Luftangriff auf einen iranischen Stützpunkt in Syrien.

Worum geht es?

In einem Punkt sind sich Jerusalem und Teheran einig: Beide wollen, dass das Assad-Regime an der Macht bleibt. Zwar gibt es den ungelösten Konflikt um die Golanhöhen, die Israel im Sechstagekrieg 1967 von Syrien erobert hat. Dennoch hat man sich mit der Diktatur von Vater Hafis und Sohn Baschar Assad arrangiert. Sie ist für Israel «der Teufel, den wir kennen».

Für Iran ist Syrien der wichtigste Verbündete in der arabischen Welt. Ohne die Militärhilfe der Revolutionsgarden sowie der libanesischen Hisbollah und anderen schiitischen Milizen aus Irak oder Afghanistan hätte Assad den Bürgerkrieg wohl verloren. Israel verfolgt diese Aktivitäten mit Sorge, es fürchtet eine dauerhafte Militärpräsenz des Erzfeinds an seiner Grenze.

Sie bedeute eine «Bedrohung für Israels Sicherheit», sagte Gilad Erdan, der Minister für innere Sicherheit, am Sonntag im Armeeradio. «Wir werden dem Iran nicht erlauben, sich in Syrien festzusetzen», ergänzte Bildungsminister Naftali Bennett. Israel gestehe sich «volle Handlungsfreiheit» zu, sagte der Ultranationalist, der wie Erdan dem Sicherheitskabinett angehört.

Was bedeutet das?

epa06538960 A handout photo made available by the Munich Security Conference (MSC) on 18 February 2018 shows the Prime Minister of the State of Israel, Benjamin Netanyahu, showing a piece of an allegedly Iranian drone shot down over Israel, as he addresses the participants of the MSC, in Munich, Germany, 18 February 2018. In their annual meeting, politicians and various experts and guests from around the world discuss global security issues from 16 to 18 February.  EPA/PREISS / HANDOUT MANDATORY CREDIT: MSC / PREISS HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu präsentiert ein Teil der abgeschossenen iranischen Drohne. Bild: EPA/MSC

Israel hat in den letzten Jahren wiederholt Ziele in Syrien angegriffen. Meist ging es dabei um Nachschublieferungen für die Hisbollah, die sich an der libanesischen Grenze zu Israel festgesetzt hat. Am 10. Februar jedoch schoss ein Helikopter eine Drohne der Revolutionsgarden ab, die in den israelischen Luftraum eingedrungen war. Letzte Woche enthüllte die Armee, dass die Drohne nicht auf einer Aufklärungsmission gewesen sei, sondern Sprengstoff transportiert habe.

Ein Armeesprecher sagte, die Drohne habe «einen Sabotageakt auf israelischem Gebiet» verüben sollen. Am 9. April, als die Weltöffentlichkeit durch den mutmasslichen Einsatz von Chemiewaffen absorbiert war, griffen israelische Kampfjets den Luftwaffenstützpunkt T4 in der syrischen Provinz Homs an. Mehrere Iraner starben, darunter angeblich der Kommandeur der Drohnen-Einheit.

«Es war das erste Mal, dass wir aktive iranische Ziele – Einrichtungen und Menschen – angegriffen haben», sagte eine hohe Quelle im israelischen Militär der «New York Times». Offiziell gibt es dafür keine Bestätigung. Indirekt droht Israel aber im Fall eines Gegenschlags mit einem Grossangriff auf Irans militärische Infrastruktur in Syrien. Am Dienstag liess die Regierung Karten verteilen, auf denen fünf Stützpunkte verzeichnet sind. Die Botschaft war klar: Wir wissen, wo ihr seid!

Wie könnte eine Eskalation aussehen?

Iran will gemäss der «New York Times» in Syrien mehrere Luftwaffenbasen errichten, ebenso eine Fabrik für Raketen, die dank GPS-Steuerung Ziele in Israel sehr genau treffen könnte. Sicherheitskreise in Israel betonen, man werde keinesfalls den gleichen Fehler machen wie im Libanon, wo die Hisbollah ein gewaltiges Arsenal mit angeblich 130'000 Raketen aufgebaut hat.

epa05481080 Children wave Hezbollah flags and hold replica toy guns as they listen to the speech of Hezbollah leader Hassan Nasrallah via a giant screen during the 'Victory Festival' to mark the 10th anniversary of the end of the 2006 July War between Hezbollah and Israel, in Bent Jbeil, southern Lebanon near the Israeli border, 13 August 2016. According to reports, during his address, Nasrallah spoke about the situation in Syria, Yemen, Lebanon and warned Israel against any further attempts to infiltrate Lebanon. Israel launched 33 days of airstrikes and very limited ground incursions in 2006 after Hezbollah killed eight members of the Israeli armed forces and captured two others.  EPA/STR

Hisbollah-Anhänger feiern den zehnten Jahrestag des Kriegs gegen Israel. Bild: EPA/EPA

In letzter Zeit wurde laut über einen «Stellvertreterkrieg» im Libanon gegen die Hisbollah nachgedacht. 2006 versuchte Israel in einem 33-Tage-Krieg schon einmal, die Schiitenmiliz militärisch zu bezwingen. Weil man sich weitgehend auf Luftangriffe beschränkte, wurde die Hisbollah kaum geschwächt, dafür ein grosser Teil der libanesischen Infrastruktur zerstört.

In Israel ist man sich bewusst, dass die Hisbollah nur mit einem massiven und verlustreichen Einsatz von Bodentruppen nachhaltig besiegt werden kann. Vielleicht zögert man deshalb. Eine andere Möglichkeit wäre ein direkter Luftschlag Israels auf Ziele im Iran. Die entsprechenden Pläne sind vorhanden, sie wurden für Angriffe auf mutmassliche iranische Atomanlagen entwickelt.

Was sind Irans Motive?

Die schiitischen Iraner wollen ihren Einfluss in den sunnitisch dominierten arabischen Ländern ausweiten. Sie engagieren sich militärisch nicht nur in Syrien und Libanon, sondern auch im Irak und Jemen, was in Israel und Saudi-Arabien für Alarmstimmung sorgt. Zu den treibenden Kräften gehört Qassem Soleimani, der berüchtigte Kommandant der Quds-Einheit der Revolutionsgarden, der für Auslandseinsätze zuständig ist. Er war wiederholt in Syrien anwesend.

FILE - In this Sept. 18, 2016 file photo released by an official website of the office of the Iranian supreme leader, Revolutionary Guard Gen. Qassem Soleimani, center, attends a meeting with Supreme Leader Ayatollah Ali Khamenei and Revolutionary Guard commanders in Tehran, Iran. Iran's Revolutionary Guard is warning Islamic State militants that missile attacks launched into eastern Syria the previous day can be repeated if the extremists take action against Iran's security. (Office of the Iranian Supreme Leader via AP)

Qassem Soleimani kommandiert die Auslandeinsätze der Revolutionsgarden. Bild: AP/Office of the Iranian Supreme Leader

Soleimani gehört zu den Hardlinern, die sich einen Machtkampf mit den gemässigten Kräften um Präsident Hassan Ruhani liefern. Im iranischen Volk sind die Militäreinsätze im Ausland unpopulär, sie verschlingen jene Milliarden, die man sich durch die Aufhebung der Sanktionen erhofft hatte. Darunter leidet auch die Wirtschaft, was sich zuletzt in einem Kurszerfall der Währung äusserte.

Was machen Putin und Trump?

Wladimir Putin will Baschar Assad an der Macht halten. In diesem Punkt ist er sich mit Iran und Israel einig. Ansonsten gibt es mehr Gemeinsamkeiten zwischen Moskau und Jerusalem. Mit Iran verbindet die Russen ein Zweckbündnis, das schnell in Rivalität um Einfluss in Syrien umschlagen könnte. Die Sanktionen gegen Iran wegen des Atomprogramms hat Russland stets unterstützt.

Unklar ist, was von den USA zu erwarten ist. Präsident Donald Trump scheint wild entschlossen zu sein, seine Soldaten aus dem syrischen Hexenkessel zurückziehen, obwohl der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu ihn davon abhalten will. Hinter den Kulissen zeigte man sich in Israel enttäuscht über das beschränkte Ausmass des Raketenangriffs auf Syrien.

Trump gefährdet Iran-Atomdeal

Video: srf

Am Mittwochabend beginnen in Israel die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Staatsgründung. Die Kriegsgefahr trübt die Stimmung. «Wir befinden uns leider auf Kollisionskurs in Syrien», sagte Itamar Rabinovich, der frühere Botschafter in Washington, dem Magazin «The New Yorker».

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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37
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37Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Billy the Kid 19.04.2018 12:49
    Highlight Das schmutzige "Geheimins" ist: Israel hat die Hamas überhaupt erst erstarken lassen, sodass sich die Fraktionen in Palästina und anderswo gegenseitig mürbe machen. Auch die Schiiten und die Sunniten sollen sich ruhig gegenseitig zerfleischen (der Irakkrieg öffnete die Büchse der Pandora) - das ist durchaus im Interesse der israelischen Führung. Teile und herrsche heisst die uralte Strategie.
    Und was die USA anbelangt: AIPAC (israelische Lobbygruppe) ist die zweitstärkste Lobbygruppe in Washington. Wenn die Iran angreifen wollen - wird das auch gemacht.
    13 8 Melden
  • DerSimu 19.04.2018 10:04
    Highlight Den Titel finde ich irgendwie fragwürdig:

    "Vergesst einfach mal, dass sich zwei Supermächte mit einem nuklearen Arsenal provozieren. Ist ja nicht so, dass wir einem weiteren Weltkrieg so nah sind, wie noch nie".
    7 5 Melden
  • domimi 18.04.2018 23:35
    Highlight Worum geht es?
    Um das töten von Menschen
    Was bedeutet das?
    Menschen sterben
    Wie könnte eine Eskalation aussehen?
    Noch mehr Menschen werden getötet
    Was sind Irans Motive?
    Menschen sollen sterben
    Was machen Putin und Trump?
    Menschen töten
    14 19 Melden
  • Skeptischer Optimist 18.04.2018 22:26
    Highlight Blunschi denkt zu kurz, wenn er meint, dass Israel Assad an der Macht halten möchte. Netanyahu hat sich nur ein weiteres mal verkalkuliert. Er hat vor 15 Jahren auch gemeint, dass es Israel zum Vorteil gereiche, wenn die Amerikaner Saddam stürzen. In beiden Konflikten konnte der Iran seinen Einfluss verstärken. Auch der Einfall in den Libanon hat Israel in der Summe geschwächt. Der Wille zur Schwächung der Hisbollah war da, aber die Mittel - trotz grosser Brutalität - nicht ausreichend. Die kriegerischen Töne, die Netanyahu in der NYT verbreitet sind vor allem ein Ausdruck der Hilflosigkeit.
    27 16 Melden
    • Saraina 19.04.2018 07:21
      Highlight Ein hochgerüsteter Irak unter entschlossener und kriegserprobter Führung war für Israel eindeutig das grössere Problem als ein zerrütteter Irak mit vergrössertem iranischen Einfluss. Zumal der Iran boykottiert wurde, und nicht im Westen auf die grosse Einkaufstour gehen konnte, wie zur Zeit Saudi Arabien. Der grössere Einfluss der Schiiten im Irak, welcher von den USA abgesegnet wurde, hat dazu geführt, dass ein heilloser Bürgerkrieg dem Land den Rest gibt.
      Assad wiederum ist nur aus Schwäche ruhig gegenüber Israel. Zu seinen besten Zeiten war das Regime keineswegs Israel freundlich.
      6 2 Melden
    • Skeptischer Optimist 19.04.2018 12:19
      Highlight Es gab zu Saddams Zeiten keinen "hochgerüsteten Irak unter unter entschlossener und kriegserprobter Führung". Dies war ein Propagandakonstrukt. Wäre der Irak so gefährlich gewesen wir dargestellt, hätten ihn die Amerikaner nicht so dreist angegriffen. Natürlich ist Assad nicht "Israel freundlich". Kein Staatsführer im mittleren Osten, ob Diktator oder nicht, ist dies oder wird es werden so lange Israel bleibt wie es ist. Fakt ist auch, dass mit jedem verbockten "Regime Change" der Einfluss des Irans gestiegen ist. Was Israel nicht gefallen dürfte und wohl nicht beabsichtigt hat.
      3 3 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 18.04.2018 21:02
    Highlight Israel benutzt radikale Sunniten um arabische Länder zu schwächen damit sie keine Gegner mehr haben der ihnen gefährlich ist. Die NATO unter US Führung ist dazu ein Werkzeug. Alle Interventionen in arabischen Länder vom Westen aus dienten Israel. Schaut euch mal AIPAC an, oder das man den Holocaust dazu benutzt um Israelkritik zu verdammen. Der Iran ist immerhin ein Land das sich dagegen Auflehnt.
    43 65 Melden
  • Doradal 18.04.2018 21:02
    Highlight 2/2 Alle beteiligten Regierungen und Medien haben ihre Interessen, die sie verfolgen. Es ging nie darum sich an jemandem zu rächen der Kinder oder Frauen vergast oder umbringt. Das tönt halt nobel. Das Problem an dieser naiven Weltsicht ist, dass alle Beteiligten grausame Mörder sind, die keine Skrupel haben. Warum sollten wir besser sein als die anderen?
    29 5 Melden
  • Doradal 18.04.2018 21:01
    Highlight 1/2 Gehört zwar nicht direkt dazu, ist aber trotzdem spannend im Zusammenhang mit der Situation in Syrien:

    https://www.independent.co.uk/voices/syria-chemical-attack-gas-douma-robert-fisk-ghouta-damascus-a8307726.html

    Robert Fisk ist ein anerkannter Kriegsjournalist und schreibt als Nah-Ost Korrespondent für den "Independent". Ich kann euch nur empfehlen den Artikel zu lesen. Und niemandem mehr etwas zu glauben, weder der östlichen noch unserer westlichen Propaganda.
    24 2 Melden
  • ~°kvinne°~ 18.04.2018 19:44
    Highlight Ich gestehe ich habe nicht den vollen Durchblick. Wirklich nicht. Nur meine Frage:
    Weshalb kriegen die Länder in einem fremden Land?
    Und ich dachte ebenfalls Assad sei der grosse grosse Feind...? Und jetzt ist er plötzlich hoppla...nicht mehr das grösste Problem? 🤔 zum Glück bin ich keine Politikerin, ich könnte mir all die Lügen echt nicht merken.
    38 10 Melden
    • Saraina 18.04.2018 22:11
      Highlight Fragst du dich das auch bei den USA, Grossbritannien und Frankreich? Die kriegen nur in fremden Ländern...
      27 18 Melden
  • Watson=Propagandahuren 18.04.2018 19:19
    Highlight Nur eines der beiden Länder kennt so etwas menschenverachtendes wie die "Samson Option"...
    20 20 Melden
  • zeromaster80 18.04.2018 18:49
    Highlight Danke Watson, für die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt von Israel. ;-)
    56 68 Melden
  • blaubar 18.04.2018 18:43
    Highlight Ihr wisst schon nicht, was Ihr wollt. Ich dachte es ist ein Bürgerkrieg zwischen unbescholtenen Bürgern und dem blutrünstigen Assad.
    53 27 Melden
  • Watcher 18.04.2018 18:36
    Highlight Mutmasslich, wahrscheinlich.... unter diesen Umständen (ohne Beweise).

    Die amerikanische Regierung hat - nachweislich - in vielen fremden Ländern Millionen von Zivilisten getötet, dies regelmässig in den letzten Jahrzenten. Diese aregierung müsste man stürzen.

    Liebe USA, wenn du schon so geil auf Krieg bist, dann führ in doch in deinem Land, das spart Sprit, hilft der Umwelt und du gehst keinem anderen damit auf den Sack.
    90 81 Melden
    • _kokolorix 18.04.2018 21:49
      Highlight Donald Trump arbeitet daran, eine Neuauflage des Bürgerkriegs rückt in greifbare Nähe. Gäbe es keine Atomwaffen, könnte man sich zurücklehnen und dem bunten Treiben zusehen.
      Aber wenn man so schaut wie hemmungslos in Syrien mit Giftgasen hantiert wird, kann einem schon ein wenig flau werden. Immerhin sind dort 5-6 Atommächte beteiligt und viel weiter als Tschernobil ist das auch wieder nicht
      11 12 Melden
  • Phrosch 18.04.2018 18:12
    Highlight Ein weiteres Motiv Irans dürfte das Ziel sein, Israel letztlich zu vernichten. Das ist auch ein Ziel der Hamas und der Hisbollah. Kein Wunder wehrt sich Israel dagegen.
    171 91 Melden
    • maga84 18.04.2018 20:04
      Highlight Und was will Israel? Sicher nur das beste für die iranische Republik...
      Ich empfehle dir diesen Artikel, wenn auch etwas älter.
      30 29 Melden
    • maga84 18.04.2018 20:48
      Highlight http://www.sueddeutsche.de/kultur/umstrittenes-zitat-von-ahmadinedschad-der-iranische-schluesselsatz-1.287333
      24 8 Melden
    • Uli404 18.04.2018 21:49
      Highlight Das ist nun wirklich nichts anderes als eine primitive Verschwörungstheorie.
      Ich frage mich sogar wieso Watson sowas überhaupt freischaltet.
      16 18 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • iggy pop 18.04.2018 18:00
    Highlight Soso..., hat also "die Armee enthüllt..."
    Bei der Aussage sollten Zweifel angebracht werden.
    34 7 Melden
  • mylo 18.04.2018 17:51
    Highlight Nicht gut!
    17 1 Melden
  • happybeast 18.04.2018 17:40
    Highlight Es scheint, als ob die Iraner versuchen seit dem Abschuss ihrer Drohne im israelischen Luftraum, die Reizbarkeit der Israelis zu testen. Meiner Einschätzung nach, geht es darum weniger um die direkte Konfrontation vorerst, sondern zu schauen, wie gut sie ihre erstellten Militärplätze und Waffenfabriken vor den Israelis schützen können.
    27 7 Melden
  • Snowy 18.04.2018 17:24
    Highlight Ach Israel, man muss Dich einfach gern haben!
    22 37 Melden
    • Snowy 18.04.2018 19:29
      Highlight Bei Israel verhält es sich bei mir wie mit Saudi Arabien: Ich bin bei fast allen Themen gegenteiliger Meinung wie die politische Führung.
      31 14 Melden
  • Posersalami 18.04.2018 17:11
    Highlight Dieser Artikel enthält so viele Gerüchte und Halbwahrheiten das es einem schlecht wird!

    Alleine die Darstellung des Krieges 2006 entbehrt jeglicher Grundlage. Es gab eine Bodenoffensive gegen Libanon, die erfolgreich abgewehrt wurde.
    http://www.zeit.de/online/2006/31/israel-suedlibanon-010806

    Mit dem Narrativ der stehts siegreichen isrealischen Armee vertragen sick solche Fakten freilich nicht.
    31 32 Melden
    • mr-marple 18.04.2018 21:48
      Highlight Vielleicht bist du ja derjenige der mit Gerüchten und Halbwahrheiten um sich wirft.

      "Es gab eine Bodenoffensive gegen Libanon, die erfolgreich abgewehrt wurde."

      Nope, wenn du dich nur ein bisschen imformiert hättest, wüsstest du dass der Krieg durch ein Waffenstillstandabkommen, ausgehandelt von der UN, beendet worden ist.
      14 4 Melden
    • Skeptischer Optimist 18.04.2018 22:33
      Highlight @mr-marple: Die Bodenoffensive verlief harzig und verlustreich. Die Amerikaner haben den israelischen Luftangriffen irgendwann den Stecker ziehen müssen. Netanyahu hat darauf verlangt, dass die UNO die Hisbollah entwaffnen soll, die Mitglieder hatten aber kein Interesse.
      9 3 Melden
    • mr-marple 18.04.2018 22:55
      Highlight @Skeptischer Optimist
      "Die Bodenoffensive verlief harzig und verlustreich."

      Das bestreitet auch niemand.

      "Netanyahu hat darauf verlangt..."

      Nope, Olmert war zu dieser Zeit Premier.

      "die Mitglieder hatten aber kein Interesse."

      Bitte keine Unwarheiten verbreiten. Die UN Resolution 1701 wurde einstimmig angenommen!
      8 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pitsch K. Matter 18.04.2018 17:06
    Highlight Der grösste Widerspruch in Syrien ist, dass es in Syrien nur eine nachhaltige Lösung gibt: Assad muss wieder in seine Macht gefestigt werden. Nur so kann man den Iran und Israel zufrieden stimmen. Die Türkei wird auch damit leben können, solange die Kurden keine Macht bekommen und Russland auch, solange sie ihre Militärstützpunkte behalten können. Was die USA dazu meinen ist eigentlich irrelevant.
    138 31 Melden
    • Ueli der Knecht 18.04.2018 19:35
      Highlight Fabio: Weder Israel noch die Iran sind an stabilen Verhältnissen in Syrien interessiert. Beide Länder verbindet ihr strategisches Interesse, möglichst nur von schwachen, destabilisierten Nachbarn umgeben zu sein, die am besten mit sich selbst beschäftigt sind.

      Ein stabiles und starkes Syrien würde den Israelis die Golanhöhren wieder wegnehmen. Denn völkerrechtlich gehören sie zu Syrien. Aber die Israelis möchten sie lieber behalten. Auch die illegalen Siedlungen im Westjordanland existieren nur genau solange, wie keine starken Nachbarn das Völkerrecht durchsetzen können.
      36 17 Melden
    • Tugium 18.04.2018 22:53
      Highlight Macht absolut Sinn was du schreibst. Nur ist es so, dass kein einziges Land in der Region fähig ist Israel militärisch etwas zu entreissen. Die israelische Armee ist weitaus die stärkste in der Region.

      11 2 Melden
    • Ueli der Knecht 18.04.2018 23:29
      Highlight Tugium: Es könnte auch darauf hinauslaufen, dass Israel die Nachbarn bitten wird, das gestohlene Land zurückzunehmen. Es ist alles nur eine Frage des Preises.

      Der Preis, den Israel für Sicherheit zahlt, ist sehr teuer. Mit steigender Tendenz. Gleichzeitig lässt die internationale Rückendeckung nach. Es ist absehbar, dass das nicht ewig so weiter gehen kann. Insofern befindet sich Israel in einer Zwickmühle. Die Gegner müssen nichts entreissen. Sie können einfach nur Däumchen drehen, und abwarten. Denn die Zeit arbeitet für sie; und gegen Israel.
      8 1 Melden
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