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epa06413645 Supporters of banned Islamic charity Jamat ud Dawa shout anti-US slogans during a protest against the Pakistani govt. decision to ban the organization for collecting donations, in Karachi, Pakistan, 02 January 2018. The Pakistan government on 02 January, summoned the United States Ambassador in Islamabad to express its serious concerns over a tweet by the US president accusing Pakistan of lies and deceit and harboring terrorists. Relations between Pakistan and the US took a turn for the worse after Trump in August accused Pakistan of providing safe haven to terrorist groups. Pakistan, which denies these accusations, later suspended official visits between the two countries.  EPA/REHAN KHAN

Ein Anti-Trump-Plakat in Pakistan spricht Bände.  Bild: EPA/EPA

«Nichts als Lügen und Betrug»: Trump will Palästina und Pakistan den Geldhahn zudrehen

03.01.18, 00:21

Die USA haben Palästina mit der Einstellung von Finanzhilfen gedroht. US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Tweet am Dienstag, die USA würden Zahlungen zurückbehalten, weil die Palästinenser nicht länger bereit seien, über Frieden zu sprechen. Ebenso will er Gelder an Pakistan streich. 

Trump erklärte, Washington würde den Palästinensern «Hunderte Millionen von Dollar pro Jahr» zahlen und dafür keine Wertschätzung erhalten. Diese wollten nicht einmal mehr über einen längst überfälligen Friedensvertrag mit Israel verhandeln, fügte er an. 

Drohungen auch an Pakistan

Die USA erhöhen auch den Druck auf Pakistan, um das Land zu einem härteren Vorgehen gegen Terroristen zu bewegen. 225 Millionen Dollar an Hilfsgeldern sollen vorerst nicht fliessen.

Die pakistanische Regierung bestellte nach den jüngsten Anschuldigungen von US-Präsident Donald Trump den Botschafter der Vereinigten Staaten ein.

Trump hatte Pakistan in seiner ersten Twitter-Botschaft des neuen Jahres ins Visier genommen: Er warf dem Land vor, «Terroristen» Zuflucht zu gewähren und drohte mit einer Einstellung der US-Hilfen.

«Die Vereinigten Staaten haben Pakistan törichterweise mehr als 33 Milliarden Dollar an Hilfen im Laufe der vergangenen 15 Jahre gegeben», schrieb der Präsident. Pakistan habe den USA seinerseits «nichts als Lügen und Betrug» geboten und sie für dumm gehalten, kritisierte Trump weiter.

«Sie gewähren den Terroristen Zuflucht, die wir in Afghanistan jagen. Das ist vorbei!», drohte er.

«Pakistan hat seit Jahren ein doppeltes Spiel betrieben.»

Nikki Haley

U.S. Ambassador to the U.N. Nikki Haley during a press briefing at Joint Base Anacostia-Bolling, Thursday, Dec. 14, 2017, in Washington. Haley says

Nikki Haley, UN-Botschafterin der USA. Bild: AP/FR170079 AP

Uno-Botschafterin Nikki Haley erklärte am Dienstag, die USA hielten 255 Millionen Dollar an Hilfsgeldern zurück, weil Pakistan nicht vollständig mit Amerika bei der Terrorismusbekämpfung kooperiere. «Pakistan hat seit Jahren ein doppeltes Spiel betrieben.»

Zwar arbeite es mit den USA gelegentlich zusammen. Aber es gewähre den Terroristen, die US-Soldaten in Afghanistan angriffen, auch Unterschlupf. «Dieses Spiel ist für diese Regierung inakzeptabel.»

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31
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31Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gregor Hast 04.01.2018 09:21
    Highlight Wäre schon lange Zeit gewesen - das Geld kann auch fürs eigene Land bestens eingesetzt werden. Allerdings werden sich viele Stimmen erheben, wenn Trump wirklich einen solchen Schritt in Angriff nehmen wird.
    3 1 Melden
  • Royeti 03.01.2018 13:40
    Highlight Richtig so!
    Oder kann mir jemand aufzeigen, weshalb die Amerikanischen Steuerzahler den Palästinenser und Pakistanis oder sonst irgendjemandem Geld zahlen sollten??
    Für was genau?!?

    By the way, genauso nervt mich die Kohäsionsmilliarde oder die Bundesgelder für die Terroristen in Gaza!
    6 5 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 03.01.2018 16:47
      Highlight Stimmt, aber warum sollten sie es für Israel oder sonst irgend einen Staat tun?
      4 3 Melden
    • Saraina 03.01.2018 16:55
      Highlight Sonst irgendjemandem ist gut! Ich bin sicher, die Palästinenser würden freudig verzichten, wenn die USA ihre grosszügigen Spenden an Israel unterliessen.
      6 1 Melden
    • Royeti 03.01.2018 19:22
      Highlight @Sebastian: Die Zahlungen an Israel sind sich lohnende Investitionen in Innovation (High Tech, Medizin, Forschung) und der ROI ist definitiv interessanter als Zahlungrn an andere Staaten.

      Weiters ist die Loyalität Israels dadurch gesichert - was ja gerade bei den anderen (Pakistan und Palästina) nicht so ist.
      4 4 Melden
    • Royeti 03.01.2018 19:25
      Highlight @Saraina:
      Belege für so eine Annahme?
      Die Paläste der Palästinensischen Führung spricht eine andere Sprache.
      Oder wie erklärst du, dass Arafat, Haniyeh, Abu Mazen, Sheich Yassin, etc. Milliarden auf den Konten haben, während das Volk Anscheins hungert? (anscheinend, da Gaza eine der höchsten Fettleibigkeitsraten weltweit hat...)
      4 2 Melden
    • Saraina 03.01.2018 23:25
      Highlight Fettleibigkeit hat sehr wohl etwas mit Armut zu tun. Weissmehl und weisser Zucker sind nämlich deutlich billiger als Proteine, Gemüse und Früchte. Es sind meist nicht die Reichen, die fettleibig sind.

      Abgesehen davon: du hast mich missverstanden. Ohne die massiven Finanzspritzen aus den USA gäbe es Israel in dieser Form gar nicht. Damit wären die meisten Palästinenser zufrieden. Die Führung der Hamas würde allerdings ihre Existenzberechtigung verlieren. Aber wäre das so schlecht?
      2 2 Melden
    • Gregor Hast 04.01.2018 09:23
      Highlight Eigentlich sollte die USA gar keinem Land mehr Geld spenden. Wie gesagt, das Geld kann wirklich für das eigene Land eingesetzt werden.
      3 0 Melden
    • Royeti 04.01.2018 10:55
      Highlight Wieso gäbe es Israel in dieser Form gar nicht?
      Militärisch hatte Israel den Unabhängugkskrieg, den 6 Tageskrieg und den Yom Kippur für sich entschieden - und wurde dabei weder von den USA, den Franzosen, den Engländer oder Russe unterstützt.

      Dies ist mit ein Grund, weshalb Israel auch als Self Made Nation Nr. 1 genannt wird.

      Immerhin zeigt du hier dein wahres Gesicht: Die meisten Palästinenser wären zufrieden gäbe es Israel gar nicht. Ich die Siedlungen in der Westbank sind das Problem, sondern Jerusalem, Haifa, TEL Aviv und Akko.
      3 2 Melden
    • gianny1 05.01.2018 13:42
      Highlight Muss denn ein zukünftiger Paslästinensischer Staat judenfrei sein wie in Gaza? Was soll denn mit den 20 % Moslems in Israel passieren? Ich denke, die hätten keine Freude, würden sie von Tel aviv nach Gaza umgesiedelt!
      2 1 Melden
  • Rabbi Jussuf 03.01.2018 10:55
    Highlight Wäre schön, wenn die EU auch einsehen würde, dass ihre Milliarden für die Palästinische Autonomiebehörde nichts bringt und endlich die Zahlungen einstellen würde. Sie kann ja doch nicht kontrollieren, wo das Geld genau hin fliesst - oder sie will es gar nicht.
    Friedensprozesse sehen anders aus. Es wird Zeit, dass man endlich aus der Sackgasse der letzten 50 Jahre hinauskommt.
    5 10 Melden
    • Snowy 03.01.2018 13:39
      Highlight Und wie schlägst Du vor, dass wir da rauskommen?

      - Mehr Siedlungen bauen?
      - Die Hauptstadt von Tel Aviv nach Jerusalem versetzen?

      OK, Scherz beiseite... ernst gemeinte Frage: Wie würdest Du den Friedensprozess voranbringen?
      6 2 Melden
    • Royeti 03.01.2018 14:46
      Highlight Tel Aviv Haupstadt? Habe ich was verpasst?

      Anyway, Gebietstausch inkl. Umsiedlung ist die Lösung.

      Alle Juden aus Gaza und 70% der Siedler in der Westbank raus und in Israel ansiedeln. (Inkl. Gallill und Golan)

      Alle Arabische Moslems aus Israel raus und nach Palästina umsiedeln.

      Dann die Grenze nochmals sauber ziehen und jede Grenzverletzung oder kleinsten kriegerischen Akt umgehend und gnadenlos vergelten.

      Als Alternative könnte ich mir auch ein Föderalistisches „Kantons-System“ wie in der Schweiz vorstellen...
      2 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 03.01.2018 15:45
      Highlight Wenn ich eine Lösung hätte, hätten die andere schon längst auch entdeckt.
      Jerusalem ist schon längst Hauptstadt von Israel.
      Das Westjordanland wird de facto von Israel verwaltet - sonst sähe es dort noch schlimmer aus als es schon ist.

      Eine Zweistaatenlösung sehe ich nicht, schon aus rein praktischen Gründen: Die Grenzen sind für einen pal. Staat unmöglich.
      Politisch ist von Seiten der Palästinenser nie eine Lösung möglich gewesen, hauptsächlich aus ideologischen Gründen und seit die Hamas mitmischt, gibt es auch intern keine Möglichkeiten mehr.
      2 5 Melden
    • Rabbi Jussuf 03.01.2018 15:52
      Highlight Das viele Geld, das bis jetzt nach Palästina fliesst, erhält nur den Status quo, stützt die antiisraelischen Kräfte. Damit wird es unmöglich einen Frieden geben können. Wenn der Geldfluss gestoppt wird, könnte es sein, dass sich die Machtverhältnisse in P. endlich ändern und vielleicht könnte es dann zu einer Lösung kommen.
      Ich sehe eine Lösung in der Richtung, dass die Palästina Teil Israels wird. Wie genau, das wissen die Götter.
      1 3 Melden
    • Snowy 03.01.2018 17:59
      Highlight Danke Royeti für Deinen Input.

      Kritik: Die konservativ-nationalistischen Israelis welche aktuell gerade an der Macht sind, haben gerade Aufwind mit Trump. Niemand wird Ihnen in den nächsten Jahren neue Siedlungen streitig machen und schon bald wird Jerusalem de facto Moslemfrei sein.

      Warum sollten sie also auf einen solchen Plan eingehen? Sie können ja auch einfach weiter Land (illegal) aneignen - und niemand wird etwas dagegen tun können (und wollen).
      3 3 Melden
    • Royeti 03.01.2018 19:29
      Highlight Das sehe ich nicht so, denn gerade die Opposition in Israel ist nicht klein. Sie ist leider noch etwas verspritztet, aber hat rund 40% der Bevölkerung hinter sich.
      Würden nun die Israelischen Araber vermehrt die Israelische Linke wählen, dann würde die Regierung den Kurs wechseln..

      P.s. Bisher ist Gaza „Judenfrei“ - ein Moslemfreies Jerusalem ist eine Illusion und wäre in einem Jpdusch-Demokratischen Israel undenkbar. (genau so wenig wie Tel Aviv Jaffo nicht Moslemfrei ist...!)
      Aber das verstehen leider nicht alle...
      2 1 Melden
    • Gregor Hast 04.01.2018 09:26
      Highlight Persönlich habe ich Jerusalem auch immer als die Hauptstadt Israels gesehen. Genau wie ich Betlehem als die Hauptstadt Palästinas sehen würde...
      1 2 Melden
  • N. Y. P. 03.01.2018 09:23
    Highlight Trump erklärte, Washington würde den Palästinensern «Hunderte Millionen von Dollar pro Jahr» zahlen und dafür keine Wertschätzung erhalten.

    Da staunst Du, Donald.

    Vor ein paar Stunden der Schwanzvergleich, wer den grösseren Atom - Button hat. Und jetzt also willst Du hunderte Millionen Dollar für die Palästinenser zurückbehalten.

    Der Donald ist wirklich einzigartig. Er bringt es fertig, immer das Falsche zu tun. Oder zu sagen. Immer. In 365 Tagen hat er nur Schlechtes bewirkt.

    Wer befreit uns endlich von diesem Idioten ?
    14 9 Melden
    • Gregor Hast 04.01.2018 09:28
      Highlight Vielleicht ist es Ihnen entgangen- doch Präsident Trump will gegen Menschenhandel vorgehen.
      2 2 Melden
    • N. Y. P. 04.01.2018 11:07
      Highlight Tatsächlich ?

      Gregor, Du darfst mich duzen.
      0 0 Melden
    • Gregor Hast 04.01.2018 20:25
      Highlight Ja, die Executive Order wurde am 20. Dezember 2017 vom Präsidenten unterschrieben. Geh einmal auf die Seite der US- Regierung:

      www.whitehouse.gov und dann noch auf diese Seite
      https://home.treasury.gov/
      1 0 Melden
    • N. Y. P. 04.01.2018 23:10
      Highlight Danke für die Links. Sehr spannend.
      0 0 Melden
  • Snowy 03.01.2018 08:32
    Highlight Morning-Headlines:
    "Trump stellt Hilfe für Palästinenser ein, weil diese nicht über Frieden diskutieren wollen".

    "USA bestellt nach den Demonstrationen im Iran den Sicherheitsrat ein." (und wird da noch schärfere Sanktionen gegen den Iran fordern).

    Natürlich ist beides in der jetzigen Lage total kontraproduktiv und wird einzig und allein den Hardlinern auf beiden Seiten Auftrieb geben (gerade jetzt müsste die USA dem moderaten Präsidenten Ruhani den Rücken stärken) - aber da man nun weiss, dass Trump einen Krieg gegen den Iran anstrebt, machen seinen Handlungen "Sinn".

    Zum kotzen.
    12 10 Melden
    • Gregor Hast 04.01.2018 09:28
      Highlight Nicht Trump strebt einen Krieg mit dem Iran an- sondern die Kriegshetzer, die ihn in diese missliche Lage geführt haben.
      1 0 Melden
  • redeye70 03.01.2018 08:09
    Highlight Für einmal muss ich ihm Recht geben. Pakistan spielt seit Jahrzehnten ein Doppelspiel. Der Geheimdienst Pakistans unterstützte seit jeher die Taliban. Osama bin Laden fand Unterschlupf in einer Garnisonsstadt, nahe an einer Offiziersakademie der pak. Armee. Das geht nicht ohne Unterstützung einheimischer Kräfte mit viel Einfluss und Geld. Leider hatte kein Präsident vorher den Mumm, dies öffentlich anzusprechen.
    11 4 Melden
  • Asmodeus 03.01.2018 07:37
    Highlight Zuerst Friedensverhandlungen aktiv sabotieren und danach einer der beteiligten Parteien vorwerfen sie würden eh keinen Frieden wollen.

    Klassisch amerikanisch.
    13 11 Melden
  • Darkside 03.01.2018 01:36
    Highlight Tja die haben dem orangenen Clown dann wohl zu wenig Waffen abgekauft.
    9 7 Melden
  • Stop Zensur 03.01.2018 01:02
    Highlight Alle wollen immer das die USA andere Länder weniger beinflusst. Donald Trump macht nun genau das. Diese News sollte folglich hier eigentlich nur mit Lob und Dank begegnet werden.
    8 7 Melden
  • stamm 03.01.2018 00:54
    Highlight Yeah! Wenn dem so ist, gibt es nichts anderes....
    2 4 Melden
  • Spooky 03.01.2018 00:24
    Highlight Und wieso sollte Trump die Gelder nicht streichen?
    Die landen ja sowieso nur bei der superreichen pakistanischen Elite.
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