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Mindestens 235 Menschen wurden bei dem Anschlag getötet. Bild: EPA/EPA

Anschlag auf Moschee: Opferzahl steigt auf 305 + Ägyptische Luftwaffe fliegt Angriffe

Nach dem Anschlag auf eine Moschee auf der Sinai-Insel hat die ägyptische Luftwaffe reagiert: Sie flog nach Armeeangaben Angriffe auf «Terroristen»-Verstecke mit Waffen und Munition. Die Zahl der Todesopfer stieg derweil auf 305.

25.11.17, 05:40 25.11.17, 12:04

Das Militär sei vor Ort und werde nicht eher ruhen, bis alle eliminiert seien, die an dem Anschlag auf die Moschee beteiligt gewesen seien, zitiert die staatliche Zeitung «Al-Ahram» ägyptische Sicherheitskreise. Am Freitagabend hatte Ägyptens Staatspräsident Abdel Fattah al-Sisi in einer Fernsehansprache eine «harte Antwort» angekündigt.

Bereits in der Nacht zum Samstag flogen ägyptische Kampfjets Angriffe gegen vermutete Verstecke der Terroristen auf der Sinai-Halbinsel. Dabei seien mehrere Terroristen «eliminiert» worden, wie die Online-Zeitung «Al Ahram» unter Berufung auf Militärsprecher berichtete.

Mehrere Angreifer hatten am Freitag mit Sprengsätzen und Schusswaffen eine Sufi-Moschee im Norden der Sinai-Halbinsel angegriffen. Mindestens 235 Menschen starben laut einer ersten Erklärung des zuständigen Staatsanwalts bei dem Angriff, 109 weitere seien verletzt worden. Inzwischen ist die Zahl der Todesopfer jedoch auf 305 gestiegen. Darunter seien 27 Kinder, hiess es am Samstag im Staatsfernsehen unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Explosionen und Gewehrfeuer

Der Imam der Al-Radwah-Moschee im Distrikt Bir el-Abed sagte der Nachrichtenseite «Al-Masry al-youm», dass es Explosionen gegeben habe, als er die Kanzel zur Freitagspredigt hinaufgehen wollte. Anschliessend sei Panik ausgebrochen, Gläubige hätten teilweise versucht, die Moschee durch die Fenster zu verlassen, sagte Imam Mohammed Razik. Die Angreifer eröffneten schliesslich das Feuer auf die Flüchtenden.

International wurde die Tat von Staats- und Regierungschefs scharf verurteilt. Um Mitternacht schaltete die Stadt Paris die Lichter des Eiffelturms in Solidarität mit den Opfern aus.

Der Vorsitzende des UNO-Sicherheitsrates, der Italiener Sebastiano Cardi, erklärte: «Die Mitglieder des Sicherheitsrates sind sich einig, dass Terrorismus in all seiner Form die gravierendste Gefahr für internationalen Frieden und Sicherheit ist.» Alle Täter, Organisatoren und Unterstützer müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Auf der Sinai-Halbinsel kommt es immer wieder zu terroristischen Angriffen eines Ablegers der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Vor allem Sicherheitskräfte sind im Visier der Islamisten. Militär und Polizei gehen in der Region massiv gegen mutmassliche Terroristen vor. Bei Razzien kam es zuletzt häufiger zu tödlichen Schusswechseln. Die Region im Norden der Halbinsel ist zu grossen Teilen militärisches Sperrgebiet. (viw/sda/afp)

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5
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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Iltis 25.11.2017 09:47
    Highlight Warum wurden diese «Terroristen»-Verstecke erst jetzt bekannt? Ist sich das Militär sicher? Warum sind die Fotos aus solchen Gebieten immer von so unglaublich schlechter Qualität?
    24 5 Melden
    • sheshe 25.11.2017 15:23
      Highlight Vielleicht weil sich die lokale Bevölkerung mit 200 USD Monatseinkommen kein iPhone X leisten kann?
      7 2 Melden
    • Sille 25.11.2017 19:16
      Highlight Ich fass es nicht... 305 Tote und Sie fragen nach der Qualität der Fotos in einem Land in dem die Menschen täglich ums überleben kämpfen...
      Der IS ist hinterlistig und keiner kennt die Gesichter, diese Monster könnten sich in Ihrem Umfeld bewegen uns Sie würden es nicht merken.
      6 0 Melden
    • Saraina 25.11.2017 20:58
      Highlight Die Frage ist schon angemessen, ob die Richtigen bombardiert wurden. Bis jetzt gibt es keine Anzeichen dafür, dass es Kairo ernst ist mit dem Kampf gegen den IS - oder wem auch immer in dem Gebiet.
      1 0 Melden

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