International

«Keine Geheimnisse, keine Lügen» – Hunderte bei «#MeToo»-Protestmarsch in Hollywood

13.11.17, 05:40 13.11.17, 05:57

In Hollywood haben Hunderte Menschen gegen sexuelle Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz protestiert.

Zahlreiche Teilnehmer, die sich als Opfer sexueller Übergriffe bezeichneten, liefen am Sonntag (Ortszeit) mit «#MeToo»-T-Shirts und Postern über den Hollywood Boulevard und am Dolby Theatre vorbei, wo seit 2002 die Oscar-Trophäen verliehen werden.

Hunderte Menschen nahmen an dem Protestmarsch teil. Bild: AP/AP

Seit Oktober werden Hollywood-Grössen wie Produzent Harvey Weinstein, Schauspieler Kevin Spacey, Regisseur Brett Ratner und Komiker Louis C.K. mit Vorwürfen sexueller Übergriffe von Dutzenden Männern und Frauen konfrontiert.

«Ihr seid alle mutig», sagte die TV-Journalistin Lauren Sivan nach Angaben der «Los Angeles Times» als Sprecherin bei der Kundgebung. Sivan zählt zu den Frauen, die Weinstein Belästigung vorgeworfen haben. Mit dem Sprechchor «keine Geheimnisse mehr, keine Lügen, kein erkauftes Schweigen» führte sie den Protestmarsch an.

Unter den vielen Demonstranten war auch die Schauspielerin Frances Fisher und die afroamerikanische Aktivistin Tarana Burke, deren «#MeToo»-Slogan («Ich auch») von der US-Schauspielerin Alyssa Milano aufgegriffen und verbreitet worden war. Sexuelle Übergriffe würden überall vorkommen, aber Hollywood habe nun Tür und Tor geöffnet, sagte Burke.

Diese Aktion sei der Anfang einer Bewegung, die weit über Hollywood hinausgehen werde. Unter dem «Ich auch»-Stichwort haben sich weltweit Betroffene zu Wort gemeldet. (sda/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Sisiphos 13.11.2017 20:17
    Highlight Menschen sind sexuelle Wesen. Die sexuelle Ausbeutung und der Missbrauch von Frauen ist entsetzlich. Es ist auch richtig, dieses Thema zu enttabuisieren. Aber es beleuchtet nur eine Seite der Wahrheit, nämlich die männlichen Täter. Das größere Tabuthema ist der Missbrauch von Jungen und männlichen Heranwachsenden durch erwachsene Frauen. Ich musste da einige Erfahrungen machen - durchs Mami, die Cousine, die Nachbarin, später die Kollegin, die mir zwischen die Beine griff. Als Mann traut man sich kaum darüber zu reden, geschweige denn zu klagen. Aber es gibt sexuelle Übergriffe durch Frauen...
    0 0 Melden
  • Abbaio 13.11.2017 09:18
    Highlight Diese Bewegung, die jetzt seit 5 Wochen weltweit in den Schlagzeilen ist, sollte auch ein Signal sein an jene Länder, in denen Frauen die Leibeigenen der Männer sind und dabei nonstop körperlich und psychisch missbraucht und misshandelt werden. Hört! Das wird nicht mehr lange "geduldet".
    9 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 13.11.2017 09:06
    Highlight Gähnnnnnnn. Sorry, aber das hat einen sehr schalen Beigeschmack.
    11 12 Melden

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