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«Neger fallen über weisse Frauen her»: Parallelen zur Fake-News-Epidemie von 1942 

13.03.17, 16:14 14.03.17, 06:46

Als die USA 1942 in den Zweiten Weltkrieg eintraten, kursierten in den Südstaaten wilde Gerüchte sexuellen und gewalttätigen Inhalts. Viele Weisse sahen damals, wie sich unheimliche Vorgänge vor ihren Augen abspielten:

Nichts davon stimmte, doch viele glaubten es trotzdem. Selbst einige Zeitungen berichteten darüber, als ob es wahr wäre. So viel Anklang fand das Gerücht über die Präsidentengattin, dass sich das Weisse Haus genötigt sah, das FBI mit einer Untersuchung zu beauftragen. Die Bundespolizei unter ihrem notorisch paranoiden und Schwarzen-hassenden J. Edgar Hoover fand keinerlei Belege. Trotzdem hielten sich die Gerüchte weiter.

Wenn der Status Quo bröckelt

Gerüchte hiess das damals. Heute würde man sagen, die Südstaaten seien «Fake News» auf den Leim gegangen. Obwohl die Ereignisse ein Dreiviertel-Jahrhundert zurückliegen, finden sich tatsächlich aufschlussreiche Parallelen zur heutigen Situation.

Die Sozialpsychologen Gordon Allport and Leo Postman schrieben 1947, die wildesten Gerüchte würden dann spriessen, wenn die Öffentlichkeit ein epochales Ereignis erwartet. Auf die landwirtschaftlich geprägten, von Weissen beherrschten Südstaaten im Jahr 1942, wo der Kriegseintritt vieles durcheinander brachte, traf das zweifellos zu.

Millionen schwarzer Männer wurden in den Militärdienst eingezogen (dieselben, die angeblich zurückblieben und nun die weissen Frauen für sich hatten) oder fanden in den gut bezahlten staatlichen Rüstungsbetrieben Arbeit.

Schwarze Piloten der US-Luftwaffe in Italien (März 1945). bild: library of congress

Mit den Männern (schwarz und weiss) in Kasernen oder auf den Schlachtfeldern Europas und Asien-Pazifiks erwuchsen auch Frauen nie zuvor dagewesene Berufschancen.

Schwarze Frauen in einem US-Rüstungsbetrieb während des Zweiten Weltkriegs. bild: library of congress

Mit der ökonomischen Unabhängigkeit wurden die Rufe nach Gleichberechtigung lauter. Schwarze Armeeangehörige verlangten, in Restaurants bedient zu werden. Kurzum: Die alte Ordnung geriet ins Wanken, die Leute spürten es – und wurden empfänglich für Gerüchte.

Der muslimische Kenianer und seine Kinderschmugglerin

Parallelen zur Aktualität drängen sich auf. 2008 schaffte erstmals ein Schwarzer die Wahl zum US-Präsidenten. Er ist christlichen Glaubens, doch einer von drei Amerikanern glaubt, Obama sei Muslim. Unter den Republikanern ist es fast die Hälfte. Und unter Trump-Anhängern zwei Drittel.

Derselbe Trump beförderte eine Theorie, wonach sein Vorgänger nicht in den USA, sondern in Kenia geboren wurde. Auch dieses nachweislich falsche Gerücht hält sich in einschlägigen Kreisen bis heute hartnäckig.

Fake bleibt Fake: Diese manipulierten Bilder machen im Netz immer wieder die Runde

2015 schickte sich Hillary Clinton an, als erste Frau Präsidentin zu werden. Plötzlich hiess es, sie betreibe aus dem Keller einer Pizzeria in Washington Kinderhandel. Fast die Hälfte der Trump-Anhänger glaubte, «Pizzagate» sei echt. Einer von ihnen ist der Sohn des inzwischen zurückgetretenen Nationalen Sicherheitsberater Mike Flynn. Ein anderer schritt zur Tat und schoss in dem Restaurant um sich. Zum Glück wurde niemand verletzt.

Damals wie heute ist es ein spezielles Segment der Gesellschaft, das offenbar besonders empfänglich für Fake News ist. US-Historiker Joshua Zeitz bringt es auf den Punkt:

«In beiden Zeitepochen dien(t)en diese Gerüchte vielen weissen Amerikanern – vor allem weissen Männern, die ihre ökonomische und politische Vormachtstellung bröckeln sahen – als Protest gegen eine Welt, in der Frauen und Nicht-Weisse mehr Rechte einforderten.»

Joshua Zeitz politico magazine

Zeitz stellt die Frage, ob die Institutionen in den USA stark genug ausgeprägt sind, um dem Ansturm der Fake News zu widerstehen. Für jene, die das Problem nicht wahrhaben wollen, sollte Pizzagate seiner Meinung nach ein Weckruf sein.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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68
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68Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mietzekatze 14.03.2017 08:22
    Highlight Wenn ich die Kommentare hier so lese, verstehe ich wieso die NZZ die Kommentarspalte geschlossen hat... Und ich wäre dafür, dass Watson sie für Ex-NZZ Kommentatoren sperrt...
    10 3 Melden
    • Hoppla! 14.03.2017 11:55
      Highlight Keine Ahnung ob dies NZZ'ler sind. Aber auf jeden Fall ist die Argumentationskette teilweise vogelwild. Mutig..
      5 2 Melden
  • blaubar 13.03.2017 23:15
    Highlight Ich persönlich werde immer skeptisch, wenn pauschalisiert wird.
    7 2 Melden
  • sowhat 13.03.2017 21:01
    Highlight Also jetzt hab ich die Kommentare bis unten durchgelesen und muss sagen, der letze Werbefeldzug von Watson war wohl erfolgreich. Da tummeln sich neuerdings Leute, die Sichtweisen vetreten, dass mir Angst und Bange wird. Bis vor Kurzem, waren es noch ein paar überschaubare Hater. Aber mittlerweile drängen die mit den etwas schwächeren Grammatikkenntnissen die intelligenten Texter weg.
    (ich hätte übrigens früher nicht gedacht, dass es da eine so deutliche Korrelation gibt, das ist eine relativ neue Erkenntnis für mich. Ich hoffe noch, sie widerlegt sich im weiteren Verlauf).
    57 12 Melden
    • JaneSoda 13.03.2017 21:43
      Highlight Ich pflichte dir bei, erlebe das auch so!
      30 7 Melden
  • Nicolas Flammel 13.03.2017 19:32
    Highlight "2015 schickte sich Hillary Clinton an, als erste Frau Präsidentin zu werden. Plötzlich hiess es, sie betreibe aus dem Keller einer Pizzeria in Washington Kinderhandel."

    Das stimmt nicht. Niemand behauptete, dass Clinton persönlich Kinderhandel betreibt. Es ging vor allem um ihren Kampagnenmanager John Podesta und seine höchst verdächtigen Bemerkungen in den veröffentlichten E-Mails bzgl. Pizzas und Hotdogs.
    Pizzagate ist auch nicht "debunked". Es wurde in den Medien einfach lächerlich gemacht von Leuten wie Kian, die keine Ahnung haben.



    31 32 Melden
  • Genital Motors 13.03.2017 17:41
    Highlight Wann traten den USA in den Krieg ein... ? 1942..? 8. Dezember 1941..?
    12 4 Melden
  • Ohniznachtisbett 13.03.2017 16:57
    Highlight Früher verbreitete sich das Gerücht, die SP wolle den Kapitalismus abschaffen und eine Planwirtschaft einführen.... Ach das steht ja noch heute im Parteiprogramm
    32 87 Melden
  • Fabio74 13.03.2017 16:39
    Highlight In der CH warens die Italiener die über die Frauen herfielen..angeblich
    86 10 Melden
    • Luca Brasi 13.03.2017 18:26
      Highlight Dafür sind die Italiener heute die Vorzeigemigranten. :D
      51 5 Melden
  • John Smith (2) 13.03.2017 16:28
    Highlight Schweizer Version: 3 von 10 Schweizern glauben, die SVP vertrete ihre Interessen.
    142 23 Melden
    • TheMan 13.03.2017 16:39
      Highlight Also würde die SP, Schweizer Interesse vertreten. Die SP Vertritt EU Interessen. Die SP wäre gerne in der EU. Die Schweiz ist der SP egal.
      45 148 Melden
    • Selbstdenker97 13.03.2017 17:13
      Highlight TheMan

      Die SP vertritt die Interessen der SP Wähler.

      Die SVP gibt vor die Interessen der SVP Wähler und der ganzen Schweiz zu vetreten, vertritt aber nur die Interessen der Wirtschaft oder wenn es sich lohnt, die eigenen nötigenfalls gegen die Wirtschaft.

      Nur so zum Sagen von SP war vor ihrem Beitrag nicht die Rede.
      94 15 Melden
    • Hand-Solo 13.03.2017 17:20
      Highlight War ja klar...
      12 6 Melden
    • TheMan 13.03.2017 17:34
      Highlight Selbstdenker97, die SVP möchte, das die Schweizer Arbeitskräfte genug Arbeit haben. Sie wollen das die Schweiz nicht Überbevölkert wird und die Schweizerinnen und Schweizer nicht Fremde im Eigenen Land wird. Die SP hat ein Parteiprogramm, das nicht dem, des Volks entspricht. Besonders sieht die SP, die Wähler oder die Arbeiter als Dumm an.
      18 106 Melden
    • Silent_Revolution 13.03.2017 17:40
      Highlight Wenn es nicht einmal mehr Lowend braucht um bei x beliebigen Artikeln Parteibashing zu betreiben, ja dann hat die Pro7 Werbung gefruchtet.

      Glückwunsch!
      33 8 Melden
    • Selbstdenker97 13.03.2017 17:57
      Highlight The Man

      Die SVP sieht ihre Wähler als dumm an. Das Sie der SVP dieses Märchen glauben beweisst es ja.

      Immer erzählen euch gehe es wegen den Ausländern schlecht aber selber in der Wirtschaft fett abkassieren(auf Kosten von wem?).
      Das ist doch sehr sehr scheinheilig.

      Würden nicht so viele Menschen leiden, was wiederum mit dem Wirtschaftssystem(das die SVP ja tatkräftig unterstützt) zu tun hat, müssten wir auch keine Angst vor Überbevölkerung haben. Denn die Resourcen würden dann diesen Menschen zugute kommen die dort Leben und sie müssten nicht zu uns kommen.
      54 11 Melden
    • Selbstdenker97 13.03.2017 17:59
      Highlight Ein Deutscher Rapper hat mal gesagt:

      "Es bleiben immer die gleichen Freier denn ihr einen lutschen müsst. Egal ob Merkel nun ein Minirock oder Kopftuch trägt."
      12 7 Melden
    • TheMan 13.03.2017 18:18
      Highlight Selbstdenker. Die SP möchte das die Bevölkerung nicht mehr Wählen soll. (EU-System) und wäre die SVP eine Wirtschaftspartei, hätte sie nicht die MEI gemacht. Da die SP Wirtschaftspartei ist, hat sie die MEI abgeschwächt für die Wirtschaft und die EU. Die SP schaut, das die Chefs nach wie vor mehr Verdienen können. Sonst hätte sie die MEI so umgesetzt, wie es das Volk wollte.
      10 53 Melden
    • TheMan 13.03.2017 18:22
      Highlight Noch ein kleiner Tipp Selbstdenker97. Die SP möchte in die EU aufgrund der Wirtschaft. Den in der EU kostet der Arbeitsnehmer nichts. In der EU bekommen Politiker Geld, für Nichts Tun. Und in der EU kann man das Volk verarschen. Genau das, was die SP will.
      9 47 Melden
    • pun 13.03.2017 18:55
      Highlight [korrigiert] Schweizer Version: 2 von 10 SchweizerInnen dürfen nicht abstimmen, 4 von 10 gehen nicht und 1 von 10 glaubt, die SVP vertrete seine/ihre Interssen. ;-)
      29 4 Melden
    • Makatitom 13.03.2017 18:59
      Highlight Blocher, ein Schweizer Büetzer und ein Flüchtling sitzen an einem Tisch. Auf dem Tisch hat es 12 Kekse. Blocher krallt sich 11 davon und sagt zum Schweizer Büetzer: Pass auf, der Flüchtling klauzt dir deinen Keks.
      63 9 Melden
    • TheMan 13.03.2017 19:12
      Highlight banda69, die Sozialwerke waren früher nur für Schweizer und Schweizerinnen gedacht. Heute Profitiert jeder. Was uns Kösten in Milliarden bringt. Welche wir Einsparen könnten, wäre sie nur fürs Schweizer Volk. Und die 2 Sachen haben wir nicht dank der SP. Nein dank dem Volk. Die SP kennt nur eins. Geld ausgeben, welches Ihnen nicht gehört und was nicht vorhanden ist. Und das für Sachen die nur den Linken Hilft.
      7 50 Melden
    • Selbstdenker97 13.03.2017 19:34
      Highlight The Man

      Lesen sie selber was sie schreiben? Wenn die SP wirklich Wirtschafstreu wäre würde sie wohl kaum eine 1/12 Initiative machen. Wer hat denn zu ungunsten des kleinen Mannes dagegen gekämpft?
      Die MEI ist eine ausnahme weder der SP noch der SVP ging es um die Wirtschaft. Die SVP wollte sich mit dieser Initiative ganz einfach profilieren. Die SP ist dafür eingestanden wofür sie schon lange einsteht nämlich eine offene Geselschaft und offene Grenzen.

      Ich möchte auch nicht in die EU aber die SP ist trotz allem schlechten die Partei die am ehesten hält was sie verspricht.
      37 6 Melden
    • Selbstdenker97 13.03.2017 19:38
      Highlight Und woher wissen sie eigentlich das die SP die direkte Demokratie abschaffen möchte? Haben sie das irgendwo gelesen oder ist das auch so ein Märchen das man sich am SVP Stammtisch erzählt?

      Ich kann Ihnen sagen die SVP weiss nicht was gut für den kleinenMann ist dies ist auch nicht witer verwunderlich denn wenige grössen der SVP waren oder sind einfache Menschen.
      Was aber noch viel schlimmer ist, der kleine Mann weiss anscheinend selbst nicht was gut für Ihn ist...
      31 5 Melden
    • Pedro Salami 13.03.2017 19:38
      Highlight @TheMan
      “die SVP möchte, das die Schweizer Arbeitskräfte genug Arbeit haben.“

      Warum werben dann die einen SVP-Exponenten für Jobs in ihren Unternehmen (wohlgemerkt in der Schweiz) in unseren Nachbar-Staaten?
      36 2 Melden
    • Selbstdenker97 13.03.2017 19:43
      Highlight http://www.infosperber.ch/Artikel/Politik/Rassismus-Israel-BDS-SVP-Imark

      Auch so ein SVP Ding
      10 2 Melden
    • Pedro Salami 13.03.2017 19:49
      Highlight @TheMan Lies mal letzer Abschnitt:
      m.20min.ch/schweiz/dossier/zuwanderung/story/14492517
      6 1 Melden
    • TheMan 13.03.2017 19:55
      Highlight Selbstdenker97 die EU ist ja eine Krasse Demokratische Konstruktion. Die SP möchte in die EU. Das wurde dem Volk kein Stimmrecht bringen, weniger Jobs und für die Elite bzw Teppichettage mehr Lohn. Wirtschaftspartei SP. Die SVP möchte sich lieber Abschotten. Die Freiheit von Fremden Vögten Wahren. Die SP sich lieber Fremden Vögten Unterwerfen.
      2 29 Melden
    • TheMan 13.03.2017 21:45
      Highlight banda wer möchte in die EU, weiljIhnen das Volk egal ist? Die SP. Was würde das für die Arbeitsplätze bedeuten? Mehr Schweizer Arbeitslose. Was wäre mit der AHV? Die könntst du gleich vergessen. Da die EU Altersvorsoge so gering ist. Wie siehts mit der Miete usw aus? Der Lohn würde Sinken, die Mieten bleiben Gleich und die Lebenserhaltungskosten auch. Die Krankenkasse? Nicht mehr Obligatorisch, bei Krankheitsfall kann das Armut heissen. Aber das sagen die Verlogene SP nicht. Gerechtigkeit kennt die SP nicht, sonst hätte Sie ja zur MEI gesagt.
      3 28 Melden
    • Matrixx 14.03.2017 06:32
      Highlight @TheMan
      Sie SVP vertritt die Interessen der Arbeitgeber.
      Die SP jene der Arbeitnehmer. Was man auch anhand der Initiativen der jeweiligen Partei sieht.
      11 2 Melden
    • TheMan 14.03.2017 10:22
      Highlight Matrix guter Witz. Demfall hat die SP Neit zur EU gesagt, Ja zur MEI, Nein zu der Bilateralen und und der der PFZ. Den das war alles Sachen für die Arbeitsgeber un. Gegen die Arbeitsnehmer. Aber wart die SP ist Pro EU. Die SP sagt Ja zur EU, Nein zur MEI, Ja zu den Bilateralen und Ja zur PFZ. Also eine Wirtschaftspartei die SP. Sie hilft den Arbeitsgeber mehr, als den Arbteistnehmer. Aber SP Wähler wollen das nicht Sehen.
      3 6 Melden
    • pun 14.03.2017 11:02
      Highlight TheMan: so ein Stuss. Die SP steht für persönliche Freiheit, deshalb ist sie für die PFZ. Die SP steht auch für starke Löhne, deshalb ist sie für starke und auch wirklich kontrollierte flankierende Massnahmen. Dass es diese überhaupt gibt, ist der SP und den Gewerkschaften zu verdanken. Leider wurden die dann von einer SVP-FDP-CVP-wirtschaftsfreundlichen Allianz verwässert und praktisch keine griffigen Kontrollinstanzen installiert. Wenn du dich selbst verarschen willst, ok, hier funktioniert das weniger.
      3 4 Melden
    • TheMan 14.03.2017 11:25
      Highlight @pun Starke Flankierende Massnahmen? Echt jetzt? Diese Massnahmen haben bis Jetzt nichts gebracht. Da sie alle Wohlwollend für die EU ausgerichtet sind. Das sind reine Alibiübung. Sonst hätte die SP die Beste Flankierende Massnahme, die MEI, mit Ja beantwortet. Die SP ist gar nict interessiert an den Flankierenden Massnahmen. Sie hat Interesse, was die EU möchte. Man konnte früher genau so gut Reisen ohne PFZ wie mit der PFZ. Nur der Unterschied, mit der PFZ können Leute aus der EU hier Arbeiten und die Löhne drücken. Also nichts mit den Starken Löhne durch die SP.
      3 4 Melden
    • Hand-Solo 14.03.2017 11:57
      Highlight Die SP mag für vieles stehen, aber definitiv NICHT für Freiheit. Sonnst befrag die Parteileitung mal zu den Stichworten: "Individualverkehr" "Zersiedelung" "Umverteilung"
      Mit sehr wenigen Ausnahmen geht es IMMER um Regulierung und Einschränkung der Individuellen Freiheit zugunsten des Kollektivs. Freiheit ist anders.
      Und nein dieses Statement ist sicher nicht pro SVP gemeint. Aber in Sachen Wählerschaft verarschen haben es beide Flügel, sowohl ganz Links wie ganz Rechts ganz Faustdick hinter den Ohren!
      4 2 Melden
    • Silent_Revolution 14.03.2017 12:11
      Highlight pun

      Die einstimmige Befürwortung von Netzsperren sind dann wohl dem Bereich "persönliche Freiheit" zuzuordnen.
      3 0 Melden
    • pun 14.03.2017 12:22
      Highlight @TheMan, gut, dann diskutierst du eben nicht mit Eingehen auf Argumente, aber dann kann ichs mir echt sparen.

      @Hand: Ich glaube, wir haben eine unterschiedliche Vorstellungen von "Freiheit". Mir geht es um persönliche Entfaltungsmöglichkeit und um die Möglichkeit für alle in Würde und frei von Abhängigkeiten zu leben. Was du meinst ist die Freiheit des Rechts des Stärkeren.
      0 4 Melden
    • Hand-Solo 14.03.2017 14:32
      Highlight @pun: Nein das meine ich eben nicht. Die SP bemüht sich, meine Entfaltungsmöglichkeit einzuschränken, zugunsten des Kollektivs (Fachjargon: "Für Alle").
      Ich träume z.B: von einem Häuschen am Waldrand.
      Die Landschaftsinitiative, welche von der SP offiziell unterstützt wird, will dies durch Beschränkung der Baulandreserven verhindern. Mit dem Resultat, dass Bauland selten und teuer wird. Mit dem Resultat, dass es sich je länger je häufiger nur noch die Gut-betuchten leisten können. Dies hat weder mit Freiheit noch mit Würde und schon gar nichts mit Umverteilung zu tun: Ergo: Betrug am Wähler...
      4 0 Melden
    • Makatitom 14.03.2017 14:41
      Highlight Stop feeding the Herrliberg-Trolls, please!
      3 5 Melden

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