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Erstmals seit 2 Jahren haben sich Nord- und Südkorea wieder zu Gesprächen getroffen. Bild: EPA/KOREA POOL

Durchbruch bei Korea-Gipfel: Kim schickt Sportler-Delegation an die Winterspiele

09.01.18, 04:10 09.01.18, 13:49


Tauwetter in Korea: Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, schickt Nordkorea definitiv eine Delegation von Sportlern und Fans an die kommenden Winterspiele im südkoreanischen Pyeongchang. Damit nicht genug: Zur allgemeinen Unterhaltung entsendet Kim darüber hinaus ein Taekwondo-Showteam.

Südkorea schlägt gar vor, dass die Athleten Nord- und Südkoreas bei der Eröffnungszeremonie gemeinsam einmarschieren sollten und schlug weitere gemeinsame Aktivitäten während der Spiele vor.

Dies teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit. Die verfeindeten Nachbarstaaten hatten in der vergangenen Woche beschlossen, ihren ersten offiziellen Dialog in der demilitarisierten Zone zwischen beiden Ländern seit mehr als zwei Jahren zu führen.

Ein zentrales Thema bei dem Treffen ist die mögliche Teilnahme Nordkoreas an den Olympischen Winterspielen im kommenden Monat in Südkorea. Seoul wollte sich auch um eine Wiederaufnahme der Familienzusammenführungen bemühen. Südkoreas fünfköpfige Delegation wurde von Vereinigungsminister Cho Myung Gyon angeführt. Die Delegation aus Pjöngjang sollte dessen Beauftragter für die innerkoreanischen Angelegenheiten, Ri Son Gwon, leiten.

Passanten verfolgten in Südkorea den Auftakt der Gespräche am TV. Bild: AP/AP

Alte Leitung freigeschaltet

Die Wiederannäherung folgt auf die Neujahrsansprache von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Darin drohte Kim zwar erneut mit Atomwaffen, erwog aber gleichzeitig eine Entsendung nordkoreanischer Athleten zu den Olympischen Winterspielen in Südkorea. Seoul antwortete mit einem Gesprächsangebot. Seither wurde bereits ein knapp zwei Jahre abgeschalteter Kommunikationskanal zwischen beiden Seiten wieder freigeschaltet.

Die südkoreanische Delegation unterwegs zum Treffpunkt.  Bild: EPA/EPA

Der Konflikt auf der seit 1953 geteilten Halbinsel hatte sich in den vergangenen Monaten zugespitzt. Nordkoreas Machthaber Kim versetzte die internationale Gemeinschaft mit Raketentests und dem bislang gewaltigsten Atomtest in Aufregung. Er verstiess damit gegen Resolutionen der Vereinten Nationen. Zudem lieferte sich Kim einen verbalen Schlagabtausch mit US-Präsident Donald Trump, was vor dem Hintergrund der nordkoreanischen Raketen- und Atomwaffentests international die Sorge vor einem Atomkrieg auslöste.

Auch die Aufnahme von Militärgesprächen wurde vereinbart. In einer gemeinsamen Mitteilung erklärten die Staaten nach dem ersten Treffen seit 2015, sie wollten die «aktuellen militärischen Spannungen entschärfen».(sda/afp/dpa)

Reiseziel: Nordkorea. Eine Fahrt ins Ungewisse

Video: srf

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Paul_Partisan 09.01.2018 09:28
    Highlight Ich finde es lächerlich, dass NK monatelang die Kriegsrassel schwingen kann und dann plötzlich an der Olympiade beim verfeindeten Nachbarn teilnehmen will. Sport ist ein wichtiger bestandteil der inländischen Propaganda. Konsequenterweise sollten man NK - und allen anderen Staaten die konstant Menschenrechte missachten - die Teilnahme an den Olympischen Spielen und anderen internationalen Sportanlässen verweigern.
    2 4 Melden
  • Luca Brasi 09.01.2018 08:53
    Highlight Die neue Regierung in Seoul scheint in dieser Beziehung einen wesentlich besseren Job zu machen als die alte konservative Regierung unter Präsidentin Park.
    2 0 Melden
  • c-bra 09.01.2018 08:22
    Highlight Also wenn Nord- und Südkorea an der Eröffnungszeremonie gemeinsam einmarschieren, dann glaube ich definitiv an den Olympia-Spirit :-) Das wäre eine wunderbare Geschichte
    17 0 Melden
  • Kaspar Floigen 09.01.2018 07:12
    Highlight Wer sagt's denn. Mal eine gute Nachricht :-)
    28 2 Melden
  • Scaros_2 09.01.2018 07:06
    Highlight Vermutlich so:

    NK: "Unser Anführer bringt uns um wenn wir keine Lösung finden."
    SK: "Ja ok"

    32 7 Melden
    • Raembe 09.01.2018 10:04
      Highlight Sk: Bringt mal ein anderes Argument😂😂
      2 0 Melden
  • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 09.01.2018 07:04
    Highlight Bravo Trump! 👏
    7 50 Melden
    • Raembe 09.01.2018 10:04
      Highlight Wieso jetzt genau?
      4 0 Melden
    • das Phlama™ 09.01.2018 10:15
      Highlight Wie bitte? Das psychisch kranke Eichhörnchen hat hier garnichts beigetragen.
      NK & SK's Gespräche haben sicher nichts mit den Atomdrohungen von der senilen Orange zu tun. Wennschon hat er mit seiner stabilen Intelligenz das ganze nur verschlimmert.
      Sowas kann einzig und allein der Olympia-Geist fertigbringen. :)
      3 0 Melden
  • Radiochopf 09.01.2018 06:08
    Highlight Und jetzt alle die diese Gespräche kritisiert haben, was ist nun daran schlecht? Das sind doch endlich mal gute Zeichen und ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung...
    36 2 Melden
    • kleiner_Schurke 09.01.2018 07:59
      Highlight Dem Diktator mit dem dicken Finger am roten Kopf würde ich sagen, solange ihr 10'000ende Menschen in Lagern "umerzieht" und foltert, könnt ihr bleiben wo ihr seit. Da braucht man nicht neben einander ins Stadion zu laufen. Denn das würde ja heissen, wir fraternisieren mit Ländern die Menschen in Konzentrationslager stecken. Das ist, einmal mehr, ein billiger PR Trick von Kim. Nach den Spielen kommt dann er obligatorische Rückzieher mit grossem Getöse und weiteren Atomdrohungen. Haben wir alles schon gehabt.
      2 2 Melden

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