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Das ist das Pressefoto des Jahres (die Sieger der anderen Kategorien sind auch sehenswert)

12.04.18, 23:44 13.04.18, 14:24

Das Bild eines in Brand geratenen maskierten Demonstranten in Venezuela des AFP-Fotografen Ronaldo Schemidt ist zum Welt-Pressefoto des Jahres gekürt worden. Schemidt hatte das Foto vergangenes Jahr während der Proteste in Caracas aufgenommen.

Das World Press Photo zeigt einen rennenden Demonstranten mit einer Gasmaske, der vom Kopf bis zum Saum seines T-Shirts grell leuchtende Flammen hinter sich herzieht.

Bild: Ronaldo Schemidt / Afp

Der Demonstrant, ein 28-Jähriger namens Victor Salazar, war am 3. Mai 2017 in Flammen aufgegangen, als er mit anderen Demonstranten versucht hatte, ein Polizei-Motorrad zu zerstören und dessen Tank explodierte. «Ich fühlte die Explosion hinter mir und ich spürte die Hitze und in diesem Moment habe ich mich umgedreht und schon fotografiert, ohne zu sehen, was vor sich ging», sagte Schemidt. Salazar überlebte den Vorfall mit Verbrennungen ersten und zweiten Grades.

Die Jury-Vorsitzende Magdalena Herrera lobte während der Preisverleihung in Amsterdam, Schemidts Foto habe «eine unmittelbare Energie und Dynamik» und sei «sehr gut aufgebaut». Der 46-jährige Schemidt ist selbst Venezolaner, verliess das Land aber bereits vor 18 Jahren und lebt in Mexiko. Er wisse aber genau, «was Venezuela derzeit durchmacht», erklärte Schemidt.

AFP-Fotograf Ronaldo Schemidt posiert mit seinem World Press Photo Award in Amsterdam. Bild: EPA/ANP

In dem sozialistisch regierten Land herrscht eine schwere Wirtschaftskrise. Kritiker machen Staatschef Nicolás Maduro dafür verantwortlich, dem sie überdies die Unterdrückung der Opposition vorwerfen. 

Und die Gewinner der einzelne Katorien sind …

Contemporary Issues – Singles: Jesco Denzel 

Ein Boot mit Touristen in Lagos.  Bild: EPA/WORLD PRESS PHOTO

Environment: Neil Aldrige

Ein betäubtes Nashorn mit verbundenen Augen wartet nach einer langen Reise aus Südafrika auf seine Auswilderung in Botswana. Bild: EPA/WORLD PRESS PHOTO

General News: Patrick Brown

Rohingya-Flüchtlinge, die bei der Überfahrt nach Bangladesch am 28. September 2017 den Tod fanden. Bild: 2018 WORLD PRESS PHOTO CONTEST A

Long-Term Projects: Carla Kogelman

Fotografin Carla Kogelmann hatte Hannah und Sonja, zwei Schwestern aus dem österreichischen Waldviertel, über Jahre begleitet. Bild: EPA/WORLD PRESS PHOTO

Nature: Corey Arnold

Ein Weisskopf-Seeadler schlemmt am 14. Februar 2017 Fleischreste in den Mülltonnen eines Supermarktes in Dutch Harbor, Alaska, USA. Bild: EPA/WORLD PRESS PHOTO

People: Magnus Wennman

Das Bild zeigt zwei Schwestern in Schweden, die mit einem «Resignation Syndrome» im Koma liegen. Bild: EPA/WORLD PRESS PHOTO

Sports: Oliver Scarff

Ja, das ist Sport: Das Bild zeigt das Shrovetide-Fussballspiel (Royal Shrovetide Football), ein Volksfussballspiel in Ashbourne, Grossbritannien. Es findet mindestens seit dem 12. Jahrhundert statt.  Bild: EPA/WORLD PRESS PHOTO

Und hier findest du sämtliche nominierten Fotos:

(mlu/sda/afp)

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Brikne, 20.7.2017
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17
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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pana 13.04.2018 18:58
    Highlight Mir hat dieses hier gut gefallen (leider nicht nominiert).
    3 0 Melden
    • Pana 13.04.2018 20:09
      Highlight Sieht man in hoher Auflösung nur in der App, nicht am PC. Kann man da nicht mal was machen? Ist doch komisch ;)
      1 0 Melden
  • Sageits 13.04.2018 08:45
    Highlight Die Geschichte hinter dem Foto „Resignation Syndrome“:
    Da fallen Kinder in einen komaähnlichen Zustand, nachdem ihre Familien einen negativen Asylbescheid erhalten haben und zurück in in ihr Heimatland müssen. Das kommt fast ausschliesslich in Schweden vor.
    Ich habe zuvor noch nie davon gehört, musste es googeln...
    45 0 Melden
  • lilie 13.04.2018 08:13
    Highlight Das Bild ist tatsächlich sehr eindrücklich.

    Allerdings kann ich fast nicht glauben, dass es unbearbeitet ist.

    So viele Flammen und nur gerade Verbrennungen ersten und zweiten Grades?

    Erscheint mir unglaubwürdig.
    8 32 Melden
    • rauchzeichen 13.04.2018 13:13
      Highlight unbearbeitet? kein digitales foto ist unbearbeitet. erst durch die kamera selbst (minimale korrekturen) und danach vom fotografen.
      10 1 Melden
    • lilie 13.04.2018 20:16
      Highlight @rauchzeichen: Das meinte ich natürlich. Ich bin der Meinung, dass die Flammen mit Photoshop vermehrt oder teilweise künstlich eingefügt wurden. Das sieht doch aus wie in einem Actionfilm.
      2 3 Melden
    • lilie 13.04.2018 21:46
      Highlight *Das meinte ich natürlich NICHT. 🙈
      2 0 Melden
  • Nelson Muntz 13.04.2018 07:57
    Highlight Ein Abbild der Gesellschaft von heute. Foto schiessen statt helfen. Immerhin wars kein Selfie....
    20 73 Melden
    • who cares? 13.04.2018 09:31
      Highlight Uhm Bilder machen ist ihr Job? Durch das Bild werden wir wenigstens auf die Situation aufmerksam.
      24 8 Melden
    • Barracuda 13.04.2018 11:07
      Highlight @who cares?
      Was für eine schwachsinnige Begründung für diese unterlassene Hilfeleistung.
      10 26 Melden
  • Adumdum 13.04.2018 07:32
    Highlight Gut zu wissen dass der Mann überlebt hat, aber ich finde es trotzdem geschmacklos solche Fotos auszuzeichnen.

    Aus Wikipedia: „2. Grad: Blasenbildung mit rot-weißem Grund, starke Schmerzen, Epidermis und Dermis betroffen, vollständige Heilung (2a) oder mit Narbenbildung (2b, bei tiefer Dermisbeteiligung)“.

    Bekommt der Fotografierte etwas von dem Preis ab? Wurde er überhaupt gefragt vor der Veröffentlichung? Oder gibts bei Presse keine Persönlichkeitsrechte?

    Bei Facebook macht jeder zumindest selbstbestimmt mit...
    23 39 Melden
  • Valentin Möller 13.04.2018 07:28
    Highlight Warum werden fast nur traurige Bilder nominiert und gewinner? Finde ich sehr schade, zumal in den schweizer Medien hauptsächlich „schöne“ Bilder gezeigt wird.
    45 8 Melden
    • lilie 13.04.2018 08:49
      Highlight Eine gute Frage. Und die positiven Bilder zeigen fast durchwegs Tiere. Als ob man als Mensch nicht glücklich sein könnte auf dieser Welt...
      13 3 Melden
    • Barracuda 13.04.2018 09:31
      Highlight Irgendwie krank, immer gewinnen solche Aufnahmen, wo grad wer drauf geht oder der extrem leiden muss. Natürlich regt es ein wenig zum Nachdenken an. Aber die Vorstellung wie dieses Foto entstanden ist... Da rennt jemand brennend durch die Straßen und dem Fotografen kann kommt nichts Besseres in den Sinn als ein Föteli von der Szenerie zu schießen! Pervers.
      16 3 Melden
    • pippapo 13.04.2018 11:41
      Highlight Das Prinzip ist alt...
      4 1 Melden
    • Max Cherry 13.04.2018 11:55
      Highlight Pervers ist, dass ihr auf eurem faulen Hintern in der Schweiz sitzt und so über die Fotographen herzieht, welche ihr Leben riskieren um Missstände aufzuzeigen. Nur weil ihr es in eurer rosaroten Blüemliwelt nicht mehr ertragt, das Leid zu sehen, welches rund herum abgeht.
      Was macht ihr gegen diese Probleme?
      Habt ihr schon mal einen brennenden Venezuelaner gelöscht?
      Wisst ihr, was nach dem, im Affekt geschossenen(!), Bild passiert ist?
      18 4 Melden
    • Arabra 13.04.2018 12:57
      Highlight Ich finde es sehr gut, dass soldhe Fotos geschossen werden. Etwas behämert sowas auszuzeichnen. Dennoch verschliessen noch viel zu viele Menschen die Augen vor der Realität und wollen die Augen nicht öffnen, da es ein schlechtes Gefühl hinterlässt oder es schlicht nucht wahr haben wollen, in ihrer heilen Welt....
      4 0 Melden

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