Schweiz
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Um unerkannt zu bleiben, mussten P-26-Mitglieder auch im Bunker eine Maske tragen. rts

Mit der Sturmhaube in die Mensa – so ging es bei der Geheimarmee «P-26» zu und her

Frühere P-26-Mitglieder wagen sich in einem neuen Film an die Öffentlichkeit. Der hat es in sich. 

20.12.17, 05:32 03.01.18, 11:12

antonio fumagalli / Aargauer Zeitung



«Geheimarmee», «Spiontruppe», ja gar «Staat im Staat» – die landläufigen Bezeichnungen für die P-26 sind vielfältig. 1990 wurde die klandestine Widerstandsorganisation enttarnt und löste damit einen Skandal aus, der die Schweiz noch jahrelang beschäftigen sollte (siehe Infotext unten). Was viele der rund 400 P-26-Mitglieder als ungerecht empfanden: Sie fühlten sich und ihre Mission öffentlich diskreditiert, konnten sich aber nicht dagegen wehren – denn bis 2009 unterlagen sie der Schweigepflicht. Einige wagten sich seither an die Öffentlichkeit, viele andere nahmen ihr Geheimnis mit ins Grab.

«Das ist für mich der schwierigste Tag, seit ich P-26-Mitglied bin. Denn ich breche ein Versprechen.»

Bevor es zu spät ist, lässt das Westschweizer Fernsehen RTS in einem Dokumentarfilm nun mehrere ehemalige P-26-Mitglieder zu Wort kommen, unter anderem die frühere Nummer 2. «Germain», so sein Tarnname, bleibt in dem Film jedoch anonym – aus Rücksicht auf Personen, die er damals teilweise direkt ab Arbeitsplatz rekrutiert hat und die weiterhin unerkannt bleiben wollen.

Alles gut, wenn Pfeife im Mund

Mit neuen Fakten wartet der handwerklich sauber gemachte Film nicht auf. Aber er gibt einen detaillierten Einblick in den Geheimtruppen-Alltag, der gut auch einem Agententhriller entlehnt sein könnte. So erzählt «Durisch», wie sich zwei Mitglieder an einem öffentlichen Ort zu begrüssen hatten: Als Erkennungsmerkmal diente eine Zeitung in der rechten Hand. War die Luft rein, hatte die Kontaktperson eine Pfeife im Mund – bei Gefahr hielt sie diese in der Hand. Dann folgte die zuvor vereinbarte Prüffrage: «Sind Sie Herr Meier von der Verzinkerei Zug?»

Arbeitsraum in einer unterirdischen Bunkeranlage der Geheimarmee P-26 bei Gstaad im Berner Oberland, aufgenommen am 7. Dezember 1990 anlaesslich einer Pressefuehrung zur Information ueber die geheime Widerstandsorganisation. Der Stuetzpunkt diente der Geheimorganisation als Waffenlager und Ausbildungsanlage. (KEYSTONE/Str)

Ein Arbeitsraum von P26 bei Gstaad. Bild: KEYSTONE

Erst wenn das Gegenüber mit «Nein, Herr Meier ist krank – ich vertrete ihn» geantwortet hatte, durften sich die P-26-Mitglieder, die sich zuvor noch nie begegnet waren, vertrauen.

Die geheime Truppe

Das «Projekt 26» – kurz: P-26 – war eine ab 1979 aufgebaute geheime Kaderorganisation, die im Fall einer feindlichen Besetzung der Schweiz Widerstand aufbauen und leisten sollte. Sie verfügte dafür auch über Waffenmaterial. Über ihre jeweilige Zelle hinaus kannten sich die Mitglieder der P-26 nicht. Ihr Chef, der Basler Jurist und Oberst im Generalstab Efrem «Rico» Cattelan, war nur einem kleinen Kreis von Personen bekannt. Nicht einmal der Gesamtbundesrat war im Bild – was Zweifel an der Rechtmässigkeit der Organisation nährte. Finanziert wurde die von Armee und Verwaltung unabhängige P-26 aus Kreditrubriken des damaligen Militärdepartements. Als die geheime Kaderorganisation aufflog – und kurz später aufgelöst wurde –, hatte sie rund 400 Mitglieder. (FUM/SDA)

Nach dem Begrüssungsritual steuerten die Milizsoldaten – ihr «normales» Leben hielten sie bewusst unspektakulär – den «Schweizerhof» an, eine Bunkeranlage bei Gstaad. Sie erhielten dort ein karges Einzelzimmer und allerlei Ausbildungen – unter anderem im Umgang mit Feuerwaffen. Wer aus dem Zimmer trat, musste sich vermummen. Essen holte man sich in der Sturmhaube, um nicht erkannt zu werden. Die Regionalchefs hätten im Ernstfall zudem Zugang zu speziellem Material, das grösstenteils in Zentrallagern gebunkert war, gekriegt: ein Dechiffriergerät, Landeskarten, Operationsbesteck. Und, für Handel und Bestechung, Goldplättchen.

ZUM TOD VOM CHEF DER EHEMALIGEN WIDERSTANDSORGANISATION P-26, EFREM CATTELAN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG - frem Cattelan, alias

Der verstorbene Chef von P26, Efram «Rico» Cattelan. Bild: KEYSTONE

Die Namen blieben geheim

Eindrücklich sind auch die Schilderungen von Kadermitglied «Germain», der bis anhin nicht öffentlich über sein langjähriges Doppelleben sprach. Er erzählt, wie er kurz nach der Enttarnung der Geheimtruppe vom damaligen Militärvorsteher Kaspar Villiger ins Bundeshaus zitiert wurde – mit der Aufforderung, die vollständige Mitgliederliste mitzubringen. Er tat es, allerdings nur widerwillig. «Das ist für mich der schwierigste Tag, seit ich P-26-Mitglied bin. Denn ich breche damit ein Versprechen», sagte er Villiger. Dieser antwortete: «Für mich ist es der schwerste Tag, seit ich Bundesrat bin.» Kurz darauf musste er den Medien Auskunft geben, die Namen der P-26- Leute hielt er aber unter Verschluss. Es sind Zeitzeugen-Schilderungen wie diese, die den Dokumentarfilm wertvoll machen. Man spürt, wie die Protagonisten keine Sekunde an der Richtigkeit ihrer Mission zweifelten – so inpraktikabel sie aus heutiger Optik auch erscheint. Und er ist ein Beweis dafür, wie sehr sich die Welt und ihre Dogmen innerhalb von nur einer Generation verändern.

«Il était une fois l’armée secrète suisse» läuft am Donnerstagabend, 20.10 Uhr auf RTS Un.

Verschwörungstheorien haben Hochkonjunktur

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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61
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61Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Balikc 20.12.2017 13:12
    Highlight P 26 inspirierte sogar die Pioniere des Mundart-Hiphops:
    5 3 Melden
  • Bucky 20.12.2017 09:42
    Highlight "... so inpraktikabel sie aus heutiger Optik auch erscheint." Taktisch war das Konzept ausgefeilt. Rechtlich allerdings hätte der Einsatz der P26 Staatsterrorismus entsprochen: der Einsatz kriegerischer Mittel NACH DER FORMELLEN KAPITULATION einer militärisch besetzten Schweiz hätte rechtlich gesehen nichts anderes als Terrorismus gegen die Siegermacht darstellen können, wäre klar illegal gewesen. Man kann die P26 schon als "inpraktikabel" bezeichnen: rechtlich wäre ihr Einsatz ein Desaster gewesen. Taktisch hingegen war sie wohl trotzdem vom Feinsten.
    15 21 Melden
    • Roterriese 20.12.2017 12:08
      Highlight In solchen Notstandsituationen (Besetzung) sollte man nicht mehr am Recht festhalten, oder finden Sie, dass die Partisanen in Italien, Frankreich und Deutschland Kriminelle sind?
      20 4 Melden
    • derEchteElch 20.12.2017 13:10
      Highlight Rechtlich ist deren Arbeitsweise völlig egal, wenn es darum geht, unsere Schweiz zu befreien.

      Sie gehören genau zu jenen die der EU in den Arsch kriechen würden, auch wenn diese uns aufs gröbste ausnehmen würde.
      20 21 Melden
    • kularing 20.12.2017 15:01
      Highlight Bucky
      Währe also wärend des Krieges, unser Land von den Nazis besetzt worden, währen sie eine gewesen, der, aus rechtlichen Gründen natürlich, sofort mit der feindlichen Besatzungsmacht kooperiert hätte.
      Solche waren ja besonders beliebt.
      19 5 Melden
    • Liselote Meier 20.12.2017 15:35
      Highlight @roterriese; Was Kriminell ist und was nicht wird alleine über das Recht definiert, und was Recht ist bestimmt die jeweils herrschende Macht. Recht ist nicht gleich Gerecht. Ist keine Frage von Empfindungen.

      Der Widerstand in Deutschland war kriminell weil er gegen das NS-Recht handelte, die Résistance gegen das Recht im Vichy-Staat, die Resistenza teilweise (Kapitulation 43 Italien/"Repubblica di Salò").

      11 4 Melden
    • Bucky 20.12.2017 18:56
      Highlight @alle: Auch Krieg ist kein rechtsfreier Raum, siehe kürzlicher Abschluss der letzten Verhandlungen am UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag. Dort wurden Verantwortlichkeiten für Kriegsverbrechen im Jugoslawienkrieg geklärt und Verantwortliche verurteilt.

      Auch eine hypothetische militärische Besetzung der Schweiz wäre kein rechtsfreier Raum. Zum Beispiel die Genfer Konventionen gelten und anderes Völkerrecht.

      Auch im Krieg gelten Gesetze. So wäre eine durch Regierungsbevollmächtigte erklärte Kapitulation verbindlich und darauf erfolgende weitere Kriegshandlungen ohne rechtliche Basis.
      4 8 Melden
    • Bucky 20.12.2017 23:36
      Highlight 5 Blitze zu 0 Herzen sagen alles. Ok, es gäbe einen Kniff: Rechtsirrtum. P26-Leute müssten der irrigen Meinung sein, es bestehe ein Referendumsrecht gegen eine Kapitulation der Regierung. Auf dieser Basis könnten sie knapp geltend machen, sie wären davon ausgegangen, die Kapitulation erwachse erst in Rechtskraft, wenn das Referendum dagegen in der dazu nötigen Abstimmung abgelehnt würde. Solange dürften sie Widerstand leisten. Eigentlich eine hoch interessante Frage, wer in der Schweiz autorisiert wäre, verbindlich die Kapitulation zu erklären, nicht wahr?
      4 3 Melden
    • Roterriese 21.12.2017 09:50
      Highlight @Bucky natürlich wäre es formell rechtswidrig. Aber ich denke, bei so einem Staatsnotstand würde sich niemand mehr darum scheren ob die Aktionen "illegal" sind oder nicht.
      8 3 Melden
    • Liselote Meier 21.12.2017 10:43
      Highlight @Bucky; Bei einer bedingungslosen Kapitulation, agieren solche Widerstandsgruppen autonom. Auf sich selber gestellt niemand gehorsam Schuldig. Bei Erfolg erwächst aus dieser Gruppe ein neuer Staat, hat mit der Regierung die Kapituliert hat, nichts mehr zu tun.

      Ist auch rechtlich abgesichert gelten als Partisanen, dürfen seit den 70er nicht mehr Standrechtlich erschossen werden.

      Werdens aber erwischt gibt es vor einem Zivilgericht ein Verfahren wo man die Todesstrafe kassieren kann bei Sabotage z.b untetsteht nicht dem Kriegsrecht sondern Zivil Recht. Heute sagt man Terroristen.



      7 0 Melden
    • kularing 21.12.2017 13:19
      Highlight Bucky
      Der Widerstand von Fidel Castro in Cuba war auch rechtsiwiderig? Der Widerstand der Partisanen in Belgrad gegen Hitler auch rechswiderig? Der Wiederstand der Irakischen Kurden gegen den IS, rechtswiderig?

      Bucky vieleicht solltest du nochmals über die Bücher.
      3 2 Melden
    • Augur81 21.12.2017 13:46
      Highlight Widerstand wäre auch nach einer Kapitulation völkerrechtlich in Ordnung gewesen. Grundlagen dazu bilden einerseits die Genfer Abkommen von 1949 aber noch mehr die entsprechenden Zusatzprotokolle, welche die Schweiz 1981 ratifiziert hatte. Voraussetzung ist allerdings, dass die Widerstandsorganisation nicht Teil der Armee ist. Wichtig ist, dass P-26 für den politischen Widerstand vorgesehen war und nicht für den militärischen (=Kleinkrieg). Letzterer wäre nach einer Kapitulation verboten gewesen.
      3 0 Melden
    • Bucky 21.12.2017 15:44
      Highlight @Liselotte: ist standrechtliches Exekutieren nicht schon länger als erst seit den 70er verboten, und zwar grundsätzlich und durch höheres Recht?
      0 2 Melden
    • Bucky 21.12.2017 15:48
      Highlight @roterriese: Natürlich gibt es immer einen gewissen Anteil Primitivlinge in einer Population. Natürlich wird es bei einem "Staatsnotstand" Leute geben, auch Uniformträger, die sich nicht mehr darum scheren werden, ob ihre Aktionen illegal sind. Dafür ist die Militärpolizei da.
      Interessant ist die Frage, ob die Militärpolizei auch für von der P26 begangene Straftaten zuständig und ob Militärrecht anwendbar gewesen wäre, mindestens bis zu einer Kapitulation. So oder so wären nach einer Kapitulation Handlungen der P26-Funktionäre nicht mehr durch Armeeführung und Kriegsrecht gedeckt gewesen.
      1 2 Melden
    • Liselote Meier 21.12.2017 18:38
      Highlight Bis dahin gab es eine klare trennline zwischen Kombatanen und Partisanen,
      da Kombatanten (Paramiltätrs, Polizei usw.) unformiert sind, sprich klar ersichtlich sind. In den 60er durftes zivile die Sabotage verüben Standrechtlich auf der Stelle erschiessen. War auch legal was die Wehrmacht mit Partisanen gemacht hat, Strafaktionen gegen Dörfer die Unterschlupf gewährten natürlich nicht.

      Und klar nein wer im Falle einer Okkupation sich einer Partisanen Gruppe anschliesst hat Eierstöcke oder Eier! Das hat nichts mit Primitivlingen zu tun, verächtlicher ist da der Oppotinist ohne Prinzpien.





      3 0 Melden
    • Bucky 21.12.2017 18:50
      Highlight @Augur81: "Wichtig ist, dass P-26 für den politischen Widerstand vorgesehen war und nicht für den militärischen (=Kleinkrieg)."

      Sehr gut, das heisst die Waffe der P26 war Propaganda und dergleichen. Auch ein Referendum zu organisieren gegen eine allfällige Kapitulationserklärung der Regierung hätte vollumfänglich dem Profil der P26 entsprochen. 😊

      Nur Chiffriergeräte, Sprengstoff, Waffenhandhabung und entsprechende Ausbildung sind ja nicht wirklich politisch. Oder doch? Na ja, ein Referendum unter instabilen Bedingungen durchführen, würde diese Mittel tatsächlich erfordern... 😂
      0 1 Melden
    • Bucky 21.12.2017 19:00
      Highlight @kuloring: Das Naziregime war kriminell. Verhältnismässig gewaltsamer Widerstand war schon rein naturrechtlich legal. Aufgrund der gewaltbereitschaft der Nazis und ihrer technischen Mittel wäre zudem jedes Mittel zur Beseitigung dieses Problems verhältnismässig gewesen, auch ein Nuklearwaffeneinsatz.

      In Kuba herrschten ähnliche Umstände wie jene von den Nazis geschaffenen: ein primordialer (Sozial-)Darwinismus, der ausbeutete, was er ausbeuten konnte. Beim IS dasselbe. Aber gerade das unterscheidet die Zivilisation davon: Gesetze und dass alles gesetzlich ordentlich geregelt ist, auch Krieg.
      1 2 Melden
    • derEchteElch 21.12.2017 19:03
      Highlight Sie wollens einfach nicht kapieren Bucky.

      Noch etwas zu Ihnen, sie Gesetzespocher; In einem Krieg interessiert sich niemand für Recht. Recht hat der, der Gewinnt. Der Gegner ist für alles Schuld. Es ist niemand mehr da, der etwas verurteilt, ausser besserwisserische Drittstaaten.
      2 1 Melden
    • Bucky 21.12.2017 19:13
      Highlight Darf ich noch einen bitterbösen rauslassen? Aus Sicht der Psychiatrie müssten P26-Funktionäre wohl typische QUERULANTEN sein. 😂😂😂😂😂
      1 3 Melden
    • Bucky 21.12.2017 21:09
      Highlight "In einem Krieg interessiert sich niemand für Recht. Recht hat der, der Gewinnt. Der Gegner ist für alles Schuld. Es ist niemand mehr da, der etwas verurteilt, ausser besserwisserische Drittstaaten." Wer sowas rauslässt, ist für Militärdienst ganz einfach UT.
      1 1 Melden
    • Augur81 21.12.2017 22:45
      Highlight @Bucky: Die schweizerische Sicherheitspolitik von 1973 sah vor, dass die Armee den Kampf führt. Abgesprengte Truppenteile und Einheiten hinter der Front wären zum Kleinkrieg à la Partisanenkampf übergegangen. Im Falle einer Besetzung (= keine Kampfhandlugngen mehr) hätte der Bundesrat (im Exil oder im Réduit) P26 aktiviert. In dieser Phase wäre es primär darum gegangen, den Bundesrat über die Situation in den besetzten Gebieten zu orientieren und mittels Propaganda den (passiven) Widerstandswillen der Bevölkerung zu stärken.
      2 0 Melden
    • Augur81 21.12.2017 22:49
      Highlight Erst wenn sich eine Wiederbefreiung abgezeichnet hätte, wäre Sabotage etc. zum Einsatz gekommen. Politischer Widerstand hätte bei gleichzeitiger Existenz einer Exilregierung im Übrigen völkerrechtlich verhindert, dass das besetzte Territorium hätte annektiert werden können.
      Man (=allgemeine Erwartung auch des Bunderates) ging im Übrigen davon aus, dass der Bundesrat nicht kapituliert hätte.
      1 0 Melden
    • derEchteElch 21.12.2017 23:20
      Highlight @Bucky;
      Falsch, realist und es ist meine Aufgabe, alle Eventualitäten und Varianten durchzudenken. Ich bezweifle dass Sie überhaupt eine Ahnung haben, was ich mache.
      1 0 Melden
    • Bucky 21.12.2017 23:36
      Highlight Von Kapitulation reden natürlich auch nur Defätisten. Schon klar. 😉
      1 1 Melden
    • Roterriese 22.12.2017 07:44
      Highlight @bucky Leute wie sie nennt man Kollaberateur https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kollaboration
      1 0 Melden
    • Bucky 22.12.2017 17:09
      Highlight @Elch "meine Aufgabe, alle Eventualitäten und Varianten durchzudenken. Ich bezweifle dass Sie überhaupt eine Ahnung haben, was ich mache." Angesichts der emotionalen Reaktion sicher nichts, bei dem dir deine Gefühle in den Weg kommen könnten. Also sicher mal nicht Fluglotse, Zugführer, Kapitän und dergleichen. Bürogummi würde ich mal tippen.

      @roterriese "@bucky Leute wie sie nennt man Kollaberateur" Ah ja? Bei dir scheint der Bauch, nicht der Kopf zu denken. Oder wie genau kommst du auf "Kollaborateur"? Logisches Denken ist nicht jedermanns Sache (aber Kleider machen trotzdem Leute 😂).
      0 2 Melden
  • just sayin' 20.12.2017 08:28
    Highlight inpraktikabel? ich glaube nicht.
    ich gehe davon aus, dass die meisten länder solche geheimen commandos haben.

    dass sich die welt und ihre dogmen innerhalb einer generation stark verändert hat, stimmt aber. leider nicht zum guten.
    27 4 Melden
  • Laut_bis_10 20.12.2017 08:00
    Highlight Zeitung? Pfeife? Zinkerei Zug? Altmodischer könnte die Tarnung heute wohl nicht sein.

    Heute müsste der Agent Tindern, bei Gefahr nach rechts wischen und sein Gegenüber mit den Worten: "I bims der Agent vong Geheimhaltung her" begrüssen 😂
    238 29 Melden
    • Augur81 22.12.2017 18:03
      Highlight Es geht ja im Film auch um früher.
      1 0 Melden
  • Linus Luchs 20.12.2017 07:32
    Highlight „Ein Beweis dafür, wie sehr sich die Welt und ihre Dogmen innerhalb von nur einer Generation verändern.“ Was hat sich verändert?

    Als 1989/1990 die „Staatsschutzfichen“ aufflogen (Fichenskandal) und die P-26 enttarnt wurde, war die Bevölkerung entsetzt. Man war wütend darüber, wie der Staat heimlich schnüffelt, Informationen sammelt und eine geheime Armee unterhält.

    Heute stimmt eine Mehrheit für eine geheimdienstliche Überwachung, von welcher die damaligen Schnüffler nur träumen konnten. Diese Mehrheit hat kein Bewusstsein mehr dafür, wie gefährlich eine geheime staatliche Machtausübung ist.
    264 46 Melden
    • kularing 20.12.2017 08:14
      Highlight Na ja, aus ihrem Kommentar spricht jetzt aber schon etwas der Verfolgungswahn.
      11 33 Melden
    • Ohniznachtisbett 20.12.2017 08:40
      Highlight Danke danke danke. Noch besser ists in der ex-DDR. Die gleichen Leute die damals STASI raus riefen sind heute für mehr Schnüffelstaat wegen den ach so bösen Terroristen...
      28 5 Melden
    • Hierundjetzt 20.12.2017 10:23
      Highlight Komplett Falsch. Bis in die 90gern wurden bei 400‘000-500‘000 Menschen ohne Rechtsgrundlage und auf Verdacht hin Karteikarten angelegt. Meist Menschen die nie (!) was unrechtes getan hatten.

      Da reichte es schon wenn ein Lehrer dass falsche Buch in der Bibliothek auslieh oder jemand im falschen Land Ferien buchte.

      Danach wurden aktiv Karrieren zerstört. Menschen sozial isoliert und vom Staat her aktiv alles unternommen, diese Existenzen zu zerstören

      Heute muss der Bundesrat, sein Stv und das Bundesverwaltungsgericht ok für 1 Überwachung geben.
      19 13 Melden
    • Spi 20.12.2017 11:31
      Highlight Du vermischst hier ein paar Fakten! Die Fichen waren ein Skandal, weil komplett über den auch nur halbwegs gesunden Menschenverstand hinaus Daten gesammelt wurden. Dass P26 nicht so geheim war, wie dies immer wieder von der Presse dargestellt wird, kann man anderen Kommentaren entnehmen.
      Dein Anspielung auf das neue Nachrichtendienstgesetz ist auch ziemlich unlauter. Erstens hat sich die Technologie radikal verändert und zweitens auch die politische Grosswetterlage (Fall der Mauer 89/90 vs. akute Terrorbedrohung).
      Man sollte das nicht alles in einen Topf werfen.
      24 10 Melden
    • Leon1 20.12.2017 12:45
      Highlight "Akute Terrorgefahr" ist nüchtern betrachtet im historischen Vergleich jetzt auch nicht wirklich richtig...

      Und die politsche Grosswetterlage ist so ruhig wie kaum je! Wir haben Probleme, aber die sind weit von der Anspannung des Kalten Kriegs und der ständigen (und realistischen!) Gefahr eines Atomkriegs weg.
      10 6 Melden
    • Spi 20.12.2017 16:55
      Highlight Ruhig? Hallo?
      Aktuell werden weltweit einige heisse und nicht kalte Kriege geführt (Syrien ist nicht weit weg) und dass der IS aktuell seine Anschläge mitten in der westlichen Welt verübt, sollte inzwischen auch bei Leon1 angekommen sein.
      Wir hatten bislang das grosse Glück, von einem Terroranschlag verschont zu bleiben. Das mag reines Glück sein, auf unserer Neutralität oder allenfalls auch auf gut funktionierenden Nachrichtendienste beruhen.
      1 4 Melden
  • derEchteElch 20.12.2017 07:11
    Highlight Wieder eine Geschichte voller falschen Fakten; die P-26 war weder geheim, noch illegal. Sie wurde einfach von allen vergessen, weil sie sehr gut arbeitete.

    Ich zitiere;
    „1973 und 1981 hatte das Parlament von den Vorbereitungen des Projekts 26 zustimmend Kenntnis genommen und dabei die Rechtmässigkeit der Organisation bestätigt. Sie war als Teil der Gesamtverteidigung verfassungskonform.“

    171 25 Melden
    • Hierundjetzt 20.12.2017 10:24
      Highlight Die 400-500‘000 Karteikarten waren aber NIE Gegenstand des Auftrages.

      Ebensowenig die P27.
      12 22 Melden
    • Snowy 20.12.2017 11:29
      Highlight Danke für diese Richtigstellung.
      5 3 Melden
    • derEchteElch 20.12.2017 13:07
      Highlight @Hierundjetzt;
      Die Fichen wurden aber von der Polizei und den bekannten Bundesbehörden (Fedpol, DAP etc.) angelegt.

      Die P27 war faktisch ein Auslandsgeheimdienst wie die CIA und hatte auch seine rechtlichen Grundlagen.

      Hat ihr Kommentar sonst noch eine Daseinsberechtigung oder Kritik zu bieten, welche direkt mit der P26 zu tun hat?

      Nein? Verbreiten Sie bitte keine Fakenews auf Basis von Unwissen.
      17 4 Melden
    • SemperFi 20.12.2017 13:37
      Highlight @Hierundjetzt: Die 500000 Karteikarten haben auch nichts mit der P26 zu tun. Sie verwechseln das sicher mit der Fixhenaffäre.

      Und sowohl für P26 als auch für P27 bestand ein Auftrag des Bundesrates. Aber das sind natürlich nur Details...
      15 1 Melden
    • Hierundjetzt 22.12.2017 01:01
      Highlight SemperFi: Stimmt natürlich

      EE: der Auslandsgeheimdienst hiess immer noch SND. „Nix P27 war fast so wie“

      P27 war eine Reine Dienststelle, nicht mal eine Sektion oder gar eine Hauptabteilung.

      Deren Mitglieder waren Milizarmeeangehörige. Tags durch Buchhalter und am abend wurde das „Vaterland“ verteidigt.

      Bis das 10vor10 kam. Danach gings aber hurtig ins Bett
      2 0 Melden
    • thymar 22.12.2017 09:44
      Highlight Zu einem Zitat gehört ein Quellennachweis, sonst müsste es lauten "ich plagiere", denn dann nennt man es ein Plagiat und die Person die plagiert einen Plagöri. Hier, bitteschön: https://de.m.wikipedia.org/wiki/P-26 ;D
      0 0 Melden
  • RacKu 20.12.2017 06:20
    Highlight Hat Ganser diese Geschichte erfunden? 😂✌️
    15 190 Melden
    • pat86 20.12.2017 07:32
      Highlight welche geschichte soll er erfunden haben?
      62 5 Melden

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