Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wie Y. S. als Erdogan-Spitzel verdächtigt wurde und das sein Leben zerstörte

Für Y. S. ist nichts so, wie es einmal war.  Bild: chris iseli

Y. S. soll als Polizeiassistent für Erdogan spioniert haben. Der Vorwurf erwies sich als haltlos. Doch für Y. S. war nichts mehr wie zuvor. Erstmals erzählt er seine Geschichte.

Annika Bangerter / Nordwestschweiz



Vor einem Jahr fand sich Y. S., Sicherheitsassistent bei der Basler Polizei, plötzlich auf der anderen Seite. Es war ein Donnerstag im April. Der türkischstämmige Basler sass in einem internen Weiterbildungskurs, als ihm der Kursleiter vor der Mittagspause ein Zeichen gab. Es sehe nicht gut für ihn aus. Kurz darauf musste Y. S. seine Schlüssel und seinen Dienstausweis aushändigen. Er war per sofort von der Arbeit suspendiert, Kollegen verhafteten ihn.

Zu diesem Zeitpunkt sorgte sein Fall bereits seit Tagen landesweit für Schlagzeilen. Der Auslöser war ein Bericht in der «Basler Zeitung» (BaZ). Darin wurde Y. S. als «Erdogan-Spitzel» verdächtigt. Er soll die Daten einer türkischstämmigen Person im Polizeisystem abgefragt und sie an eine Lobby-Organisation weitergegeben haben, die dem umstrittenen Präsidenten Erdogan nahe steht. Ein Verdacht, der sich nicht bestätigte. Dies gab die Basler Staatsanwaltschaft Monate später, im Juli, bekannt.

Da war es bereits zu spät: In der öffentlichen Wahrnehmung gab es in Basel einen Spitzel. Politiker von links bis rechts hatten Vorstösse eingereicht. Und die Behörden mussten sich zumindest die Frage gefallen lassen, wie sie mit ihrem Vorpreschen die öffentliche Meinung zementierten. So richteten sie noch während den laufenden Untersuchungen eine E-Mail-Adresse ein. Über diese konnten sich potenzielle Spitzelopfer melden. Diese Anlaufstelle diente vielen als Beweis für die Existenz eines Spions.

Y. S. hatte bislang geschwiegen. Der Mann hinter den Initialen vermied jeglichen Kontakt zu den Medien. Exklusiv spricht er mit der «Nordwestschweiz» darüber, wie die falsche Spitzel-Geschichte sein Leben veränderte.

Y. S., Spitzel, Basel, Türkei, Erdogan

Bild: chris iseli

Wir treffen Y. S. bei seinem Anwalt. Er ist angespannt, schwankt zwischen Skepsis und Vorsicht. Ein Mann Ende der 30er. Schwarzer Pullover, Jeans. Ein Aktenordner vor sich, gefüllt mit Zeitungsartikeln, Dokumenten. Er sieht älter und verbrauchter aus, als auf den Fotos, die er vor knapp eineinhalb Jahren auf den sozialen Netzwerken postete. Das Gesicht aufgequollen, der Blick flackernd. Er beginnt zu erzählen:

Vor einem Jahr hat sich mein Leben in wenigen Tagen komplett verändert. Beruflich wie privat. Meine Familie, meine Partnerin und die engsten Freunde stehen zwar nach wie vor hinter mir. Das restliche Umfeld hat sich aber abgewandt. Auch Menschen, die mich seit Jahrzehnten kennen. Treffe ich zufällig einen alten Bekannten, spüre ich das Misstrauen schon bei der Begrüssung.

Heute noch?
Ja, dass die Staatsanwaltschaft mich vom Vorwurf der Spionage freigesprochen hat, spielt keine Rolle. Der Spion bleibt an mir haften, ich bin abgestempelt. Bis heute meide ich deshalb Örtlichkeiten, an denen sich viele Menschen aufhalten. Ich will nicht, dass sich jemand durch meine Anwesenheit provoziert fühlt oder gar das Gefühl hat, sich beweisen zu müssen. Im Sinne von: «Jetzt zeigen wir es dem Spion.» Eine solche Situation eskaliert schnell.

Wurden Sie bedroht?
Indirekt. Es wurde mir «geraten», den Kanton oder gar das Land zu verlassen. Solche Nachrichten kamen nicht auf persönlichem Weg zu mir. Sondern Freunde von mir wurden beauftragt, sie mir zu übermitteln.

«Seit einem Jahr leide ich an Schlafstörungen. Einige Bilder gehen mir nicht mehr aus dem Kopf.»

Y. S.

Haben Sie darüber nachgedacht, Basel zu verlassen?
Nur als Gedankenspiel. Manchmal denke ich, ein Wegzug wäre das Beste. Aber es käme mir vor, als würde ich aufgeben, den Kopf in den Sand stecken. Ich bin in Basel geboren und aufgewachsen. Ich bin hier verwurzelt. Zudem würden sich meine gesundheitlichen Probleme dadurch wohl kaum lösen. Seit einem Jahr leide ich an Schlafstörungen. Einige Bilder gehen mir nicht mehr aus dem Kopf. Etwa das meines Vaters. Auch ihn belastet die Geschichte stark. Kurz nachdem er davon erfahren hatte, platzte ein Blutgefäss und riss seine Lippen auf. Ein Arzt sagte ihm, das sei stressbedingt. Ich habe meinen Vater noch nie in solch einer Verfassung gesehen. Ich wusste nicht, wie damit umgehen.

Y. S., Spitzel, Basel, Türkei, Erdogan

Bild: chris iseli

Haben Sie sich psychologische Hilfe geholt?
Ja, aber ich musste lange suchen. Wenn ich Psychotherapeuten anrief, fragten sie mich, was mein Thema sei. Erklärte ich ihnen, ich sei Y. S. und würde der Spionage verdächtigt, hiess es jeweils: Terminlich sehe es schwierig aus. Eine Sitzung sei frühestens in einigen Monaten möglich.

Der Fall von Y. S. ist komplex. Medien, Politik und Behörden wiegelten sich nach dem ersten Zeitungsartikel gegenseitig auf. Die Empörungswelle erfasste sie gleichermassen. Falschmeldungen wurden verbreitet: Y. S. in die Nähe der Terrorgruppe IS gerückt, des Velodiebstahls und der Hehlerei beschuldigt. Dennoch wäre es zu einfach, die Geschichte mit medialer Sensationsgier und amtlicher Überforderung zu erklären. Denn die Figur Y. S. als vermeintlicher Erdogan-Spitzel passte perfekt in die damals aufgeladene Stimmung.

Ab Sommer 2016 riss der gescheiterte Putschversuch in der Türkei auch in die hiesige Diaspora tiefe Gräben. Erdogan-Unterstützer, Kurden, Gülen-Anhänger: Die Lager standen sich in der Schweiz unversöhnlich gegenüber. In sozialen Netzwerken wurde beschimpft, beleidigt, gehetzt. Anfang 2017 gab es Hinweise, dass im Umfeld der hiesigen türkischen Gemeinden Spionage verübt worden sei. Das verunsicherte Erdogan-Kritiker tief. Ihre Ängste nahmen zu, als türkische Behörden mindestens drei Basler Kurden in Istanbul festnahmen. Sie berichteten, dass ihnen ihre Kritik an Erdogan auf Facebook zum Verhängnis wurde.

epa06067054 (FILE) - People on a tank run over cars on a road in Istanbul, Turkey, 16 July 2016 (reissued 05 July 2017). 15 July 2017 marks the first anniversary of a failed coup attempt in Turkey. Turkish military factions on 15 July 2016 attempted a coup d'etat, for which Turkish President Recep Tayyip Erdogan was quick to blame US-based Turkish cleric Fetullah Gulen and his movement to allegedly have masterminded the attempt. Some 50,000 workers were dismissed, some 8,000 people arrested, and scores of news outlets shut down by the government in the aftermath of the failed coup. Turkey has remained under a state of emergency since, and a constitutional referendum was held and won with a narrow majority to convert the country's parliamentary system into an executive presidency.  EPA/TOLGA BOZOGLU *** Local Caption *** 52890136

16. Juli 2016 in Istanbul: Putschversuch gegen Präsident Erdogan. Bild: EPA/EPA

Auch Y. S. war auf den sozialen Netzwerken aktiv. Er gab sich dort als begeisterter Anhänger Erdogans zu erkennen. Zu begeistert, befand der Schweizer Nachrichtendienst – und meldete dies den zuständigen kantonalen Behörden. Sie stuften seine Äusserungen als «unvereinbar» mit seinem Job als Sicherheitsassistent ein. Auch die Polizei als Arbeitgeber wurde informiert.Nach seiner kurzzeitigen Festnahme drang diese Vorgeschichte tröpfchenweise an die Öffentlichkeit – und nährte die Spitzel-These. Dabei gingen aber zwei Fakten unter: Vor dem «BaZ»-Artikel hatten die Behörden monatelang keine Handhabe für personalrechtliche Konsequenzen gesehen. Und nachdem der Spionage-Vorwurf medial lanciert war, nahm sich die Bundesanwaltschaft des Falles nicht an. Hätte es konkrete Hinweise gegeben, wäre dies ihre Pflicht gewesen.

Wie sicher sich Y. S. seiner Sache war, zeigte sich an seiner ersten Reaktion:

Es war ein Samstagmorgen, ich war soeben mit meiner Freundin aus den Ferien zurückgekehrt. Ein Freund rief mich an und sagte: «Du bist in der Zeitung. Es ist schlimm.» Ich fuhr sofort zum Polizeiposten in Riehen, zu meinem Arbeitsplatz. Da liegen immer die aktuellen Zeitungen. Als ich den Artikel las, war ich schockiert – und rief meinen Chef an.

Die Geschichte drehte monatelang weiter. Haben Sie die Berichterstattung verfolgt?
Am Anfang, doch dann bekam ich Angst. IS, Velo-Hehlerei – was würde als Nächstes kommen? Solche Anschuldigungen waren stets aufs Neue ein Schock für mich. Sie trafen mich unvorbereitet – auch wenn die Inhalte teils absurd und widersprüchlich waren. Ein Journalist hat mich beispielsweise im ersten Artikel als Clubgänger beschrieben, der gerne Drinks in die Kamera hält. Kurz darauf rückte er mit einem vermeintlichen IS-Glaubensbekenntnis heraus. Das war lächerlich. Welcher IS-Anhänger würde in Clubs Cocktails trinken?

«Ein Freund rief mich an und sagte: ‹Du bist in der Zeitung. Es ist schlimm.›»

In den sozialen Medien haben Sie vorgängig auch ausgeteilt. Etwa als Sie dazu aufriefen, Gülen-Anhänger zu melden.
Das wurde aus dem Kontext gerissen. Ich habe das nicht wörtlich gemeint. Das Gülen-Netzwerk ist in der Türkei als Terrorgruppe eingestuft. Sie waren massgeblich am Putsch beteiligt, bei dem Menschen starben. Ich bin der Meinung, dass Verantwortliche für ihr Handeln geradestehen müssen. In der Türkei wie in der Schweiz.

Y. S., Spitzel, Basel, Türkei, Erdogan

Bild: chris iseli

Sie sehen kein Problem in Ihren Einträgen?
Nein, ich habe nichts Verbotenes gemacht. Es ist doch nicht illegal, wenn ich mich als türkischer Staatsbürger öffentlich zu Erdogan bekenne. Könnte ich in der Schweiz abstimmen, würde ich dasselbe tun und jene Partei offen unterstützen, die mir politisch am nächsten ist. Wo liegt das Problem?

Der Fall Y. S. ist bis heute nicht abgeschlossen. Bei den Untersuchungen wurden seine Logins angeschaut. 3000 Personenabfragen. 162 davon soll Y. S. ohne dienstlichen Auftrag gemacht haben. Das wirft ihm die Basler Staatsanwaltschaft vor. Für den mutmasslichen Amtsmissbrauch beantragt sie eine Busse von 1800 Franken. Dazu die Verfahrenskosten von über 11 000 Franken. Y. S. weist den Vorwurf vollständig von sich. Weil er sich gegen die Strafe wehrt, kommt sein Fall nächste Woche vor Gericht. Y. S. hofft, wieder zur Polizei zurückkehren zu können. Zurück auf die richtige Seite. 

Das könnte dich auch interessieren:

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Knatsch im Bundesrat? Das zähe Ringen um die Schlüsseldepartemente

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt die Viren-Drohnen

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

10
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Follower 17.04.2018 15:35
    Highlight Highlight Ohne relevante Beweise und ohne Straftat begangen zu haben, wird eine Person „zum Abschuss“ (durch die Medien) freigegeben und verliert seinen Job. Es könnte also jeden von uns treffen, wenn wir zufällig nicht gerade der Mainstream-Meinung entsprechen?
  • Pasch 17.04.2018 10:40
    Highlight Highlight "Das Gülen-Netzwerk ist in der Türkei als Terrorgruppe eingestuft."

    Mit diesem Satz buxiert sich der Herr selbst ins Abseits, eine gewisse Motivation ist unverkennbar. Sich jetzt als Täter in die Opferrolle zu begeben, funktioniert auch nur in der CH.
    Ihm müsste es lebenslang untersagt bleiben sich auch nur einer Personendatenbank zu nähern, geschweige denn einen polizeilichen Dienst nachzugehen.
    • zialo 17.04.2018 21:34
      Highlight Highlight Hatte das auch geschrieben, wurde leider zensuriert. Gut das sie auf den Punkt hinweisen.
  • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 17.04.2018 10:39
    Highlight Highlight Der Arme. Wenn er sich in der Schweiz so unwohl fühlt, soll er doch zurück zu seinem geliebten Diktator. Sorry, mein Mitleid hält sich in Grenzen.
  • Triumvir 17.04.2018 10:34
    Highlight Highlight Anhänger eines Diktators sollen bitte in das entsprechende gelobte Land ausreisen. Der Job eines Hilfspolizisten ist mit solch einer Einstellung ganz klar unvereinbar!
  • Ehringer 17.04.2018 10:25
    Highlight Highlight Wer einen Despoten wie Erdogan unterstützt, hat in meiner Schweiz nichts bei der Polizei verloren, sorry Y.S.

    Das ist natürlich dennoch IN KEINSTER WEISE eine Entschuldigung für unbegründete Anschuldigungen und Verleumdung. In meiner Schweiz hat auch so etwas keinen Platz.

    *Zum Glück hat sich meine Schweiz ja für einen ausgebauten Überwachungsstaat entschieden. Somit passiert das sicher niiiiiiiiie mehr* *Ironie off*
  • meine senf 17.04.2018 10:16
    Highlight Highlight Hoffe mal, dass der von der Polizei nicht an Kurden-Demos eingesetzt wird ...

    Ausserdem erkennt er nicht, dass er selber gleichzeitig Fan und Opfer von Erdogan ist. Das Perfide an Spitzel-Systemen ist ja nicht nur die Spitzelei als solches, sondern auch die eventuell falschen Verdächtigungen und das allgemeine Misstrauen, die dadurch aufkommen.
  • WeischDoch 17.04.2018 09:46
    Highlight Highlight Bitte nicht. Wollen wir wirklich solche anti-demokraten (Erdogan-Freund) als Polizisten sehen? Die Ansichten solcher Menschen passen einfach nicht in unsere Schweiz. Wir sind demokratisch und menschlich weil wir daran glauben und nicht weil es unserer Partei gerade passt!
  • Repplyfire 17.04.2018 09:31
    Highlight Highlight Irgendwie Karma, dass diese Person, welche mittels Socialmedia zur Denunzation Andersedenkender aufruft und aus einem sicheren Drittland Erdogan wählt, selber der Medienhetzte und Vorverurteilung Kritik übt.
  • Ridcully 17.04.2018 08:35
    Highlight Highlight Ja, der Fall ist sicher komplex und darf nicht im Schwarz/Weiss-Raster gesehen werden.
    Nur entbehrt es nicht einer gewissen Ironier, dass sich ein Anhänger eines Diktators den Vorzüger einer liberalen Gesellschaft erfreut. Und er sollte sich mal ausmahlen, was Ihm unter Erdogan in der Türkei passiert wäre, wenner dort einer falschen Beschuldigung der Siponage ausgesetzt wäre...

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

Artikel lesen
Link to Article