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Ein Polizist steht vor einem Absperrband vor einer Wohnung, am Samstag, 22. April 2017, in Unterseen. Zwei Maenner und eine Frau sind im bernischen Unterseen am fruehen Samstagmorgen Opfer eines mutmasslichen Gewaltdelikts geworden. Dies teilte die Kantonspolizei Bern mit. Gemaess bisherigen Erkenntnissen kannten sich die Personen. Zum jetzigen Zeitpunkt stehe ein Gewaltdelikt im Vordergrund, heisst es in der Mitteilung.

Ein Polizist am Tatort am Samstag, 22. April 2017. Bild: KEYSTONE

Familiendrama in Unterseen BE: Drei Menschen getötet

Bei einem mutmasslichen Gewaltdelikt sind am frühen Samstagmorgen ein Ehepaar und ein naher Verwandter der Frau getötet worden. Hinweise auf eine Beteiligung Dritter liegen der Polizei nicht vor.



Die Tat geschah in einem dreistöckigen Mehrfamilienhaus an der Beatenbergstrasse in einem ruhigen Wohnquartier in Unterseen, einem 5000-Seelen-Dorf zwischen Thuner- und Brienzersee. Um 05.15 Uhr war die Polizei nach eigenen Angaben alarmiert worden. Kurz darauf fand sie in der Wohnung zwei schwerverletzte Männer und eine schwerverletzte Frau auf.

Die Frau und einer der Männer – laut der Kantonspolizei Bern ein Ehepaar – erlagen ihren Verletzungen trotz Reanimationsversuchen noch vor Ort. Der zweite Mann – ein naher Verwandter der Frau – griff die Polizisten trotz seiner schweren Verletzungen an. Er konnte jedoch festgehalten und mit einem Helikopter der Rega ins Spital gebracht werden. Dort verstarb er kurze Zeit später ebenfalls.

«Es liegen konkrete Hinweise zu den Identitäten der Verstorbenen vor, die formelle Identifikation steht indes noch aus», schreibt die Polizei in einer Mitteilung vom Nachmittag. Zum jetzigen Zeitpunkt müsse von einem Gewaltdelikt ausgegangen werden, Hinweise auf eine Beteiligung Dritter lägen aktuell keine vor.

Ein Absperrband der Polizei vor einer Wohnung, am Samstag, 22. April 2017, in Unterseen. Zwei Maenner und eine Frau sind im bernischen Unterseen am fruehen Samstagmorgen Opfer eines mutmasslichen Gewaltdelikts geworden. Dies teilte die Kantonspolizei Bern mit. Gemaess bisherigen Erkenntnissen kannten sich die Personen. Zum jetzigen Zeitpunkt stehe ein Gewaltdelikt im Vordergrund, heisst es in der Mitteilung.

Die Polizei hat einen Sichtschutz installiert, um Blicke auf den Tatort zu verhindern. Bild: KEYSTONE

Gartensitzplatz mit Planen verdeckt

Die Strafverfolgungsbehörden haben unter Leitung der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland sowie unter Beizug verschiedener Spezialdienste umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Diese sind noch in Gang. Das Haus wurde grossräumig abgesperrt, wie ein Fotograf der Agentur Keystone am frühen Nachmittag berichtete. Es befänden sich nur wenige Schaulustige vor Ort, die Lage sei ruhig.

Die Polizei hat einen Sichtschutz installiert, um Blicke auf den Tatort zu verhindern. Der Vorfall habe wohl in der Parterrewohnung stattgefunden. Die Sicht auf den Gartensitzplatz ist mit Planen verdeckt.

Zur Betreuung von mehreren Personen vor Ort wurde laut der Polizei das Careteam des Kantons Bern aufgeboten. Zudem standen mehrere Rettungsteams mit Ambulanzen sowie die Rega im Einsatz.

Update folgt ... (wst/viw/sda)

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 22.04.2017 13:24
    Highlight Highlight Von wegen Städte und Kriminalität. Im Hinterland geht es brachial zu und her.

    Schon Glauser schrieb in seinen Krimis in den 30er Jahren, ein Verbrechen auf dem Land sei für einen Fahnder etwas vom schwierigsten, da die Leute versteckt und misstrauisch seien.

    • Lichtblau 22.04.2017 17:36
      Highlight Highlight Zum Glauser: Versteckt oder eher verstockt?

      Und "es seien nur wenige Schaulustige vor Ort". Gibt es wirklich Leute, die sich da hinstellen und glotzen? Ich dachte immer, der Satz "Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen" komme nur in Krimis vor.
    • Teslaner 22.04.2017 18:49
      Highlight Highlight Unterseen ist eine Stadt...
    • pamayer 22.04.2017 22:19
      Highlight Highlight Zu Glauser: verstockt.
      Sch*** Autokorrektur.
      Unterseen sei eine Stadt inkl dem Ammann-Hofer Platz... Danke und sorry für's reintrampeln. Sind meine trumpschen Anteile.

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