Schweiz
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Mega-Pumpspeicherkraftwerk Limmern wird zu Touristenattraktion

02.11.17, 23:11 03.11.17, 07:51


Die Axpo macht das neue Mega-Pumpspeicherkraftwerk Limmern zuhinterst im Glarnerland zur touristischen Attraktion. Ab Anfang nächsten Jahres können Maschinen und Kavernen besichtigt werden.

Das Pumpspeicherwerk, das zwei Milliarden Franken kostete, soll Anfang 2018 nach rund sieben Jahren Bauzeit in Betrieb gehen. Die touristischen Touren durch die Maschinen- und Kavernenzentrale sollen von Anfang an angeboten werden. Die Basistour für einen Deckungsbeitrag von 20 Franken dauert zweieinhalb Stunden, wie der Stromkonzern Axpo am Donnerstag bekannt gab.

Eine weitere Informationstour, welche vertiefte Einblicke in die Welt der Kraftwerk-Technik verschafft, ist für 25 Franken zu haben und dauert drei Stunden. Kinder und Jugendliche zahlen die Hälfte. Angesprochen werden grundsätzlich interessierte Privatpersonen, aber auch Fachgruppen, Berufsschulen und Studenten.

Besondere Kraftwerke

Die Axpo öffnet das gigantische Kraftwerk für Touristen aufgrund des grossen Interesses, das sich schon während der Bauzeit am Infozenter in Linthal manifestierte. Pumpspeicherwerke sind eine besondere Art von Kraftwerken. Es sind sozusagen in den Alpen gelegene Batterien, die angezapft werden, wenn kurzfristig Strom benötigt wird.

Im Falle des Glarner Werks, das mit 1054 Metern die längste Staumauer der Schweiz aufweist, wird Wasser aus dem Limmernsee in den 600 Meter höher gelegenen Muttsee gepumpt. Dieses Wasser wird bei Bedarf abgelassen und verstromt. Geld verdienen die Betreiber aus der Differenz zwischen den Kosten für das Hochpumpen und dem Erlös des produzierten Stroms.

Das Geschäftsmodell ist wegen der tiefen Strompreise unter Druck geraten. Die Axpo verweist jedoch darauf, dass der Investitionshorizont bei Pumpspeicher mit 80 Jahren sehr langfristig sei. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Daniel Caduff 03.11.2017 09:48
    Highlight Das ist heute auch schon im Grimselkraftwerk möglich. Sehr zu empfehlen!

    http://www.grimselwelt.ch/besuch-im-kraftwerk
    6 0 Melden
  • Martin Häfliger 03.11.2017 07:47
    Highlight Das System der Pumpspeicherkraftwerke ist wirklich genial und äusserst simpel. Man nehme billigen Atom-Strom (alternativ auch den richtig schmutzigen aus deutschen Kohlekraftwerken), und pumpe so das Wasser hoch. Danach lässt man es einfach wieder runtersausen und zapzarap, schon hat man hochpreisigen Ökostrom ;-)
    10 23 Melden
    • 7immi 03.11.2017 08:43
      Highlight @häfliger
      man kauft strom wenns zuviel hat (tiefer preis) und verkauft ihn wenns zuwenig hat (zuwenig strom). derzeit ist es atom- aber auch wind- und solarstrom. in zukunft (planungshorizont von 50+ jahren) wird ersteres immer mehr abnehmen. gleichzeitig hat man bei den alternativen energien starke spitzen die ausgeglichen werden müssen. somit wird das ganze dann sehr wichtig für die stabilität des netzes. ohne solche anlagen ist die energiewende eine illusion!
      28 1 Melden
    • undduso 03.11.2017 09:03
      Highlight Kurze Antwort:
      Stimmt nicht. Das Reinwaschen des Stroms wäre möglich, wird jedoch nicht praktiziert.
      1 6 Melden
  • sambeat 02.11.2017 21:55
    Highlight Pumpspeicherkraftwerk... Hab ich doch gerade tatsächlich das ‚m‘ überlesen 😂😂
    9 23 Melden
  • Nuka Cola 02.11.2017 19:58
    Highlight Muss ich unbedingt mal als Schulreisevorschlag anbringen.
    44 0 Melden
  • Martinov 02.11.2017 16:11
    Highlight Kann ich empfehlen, es ist sehr Beeindruckend was da gebaut wurde.
    91 1 Melden

Deutscher BND spionierte Schweizer Firmen in Österreich aus

Der deutsche Geheimdienst (BND) hat von 1999 bis 2006 die österreichischen Niederlassungen von mehr als einem Dutzend Schweizer Firmen ausspioniert. Dem Nachrichtendienst des Bundes (NDB) sind diese Informationen bekannt.

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