Schweiz

Wird in Zürich bald testweise ein bedingungsloses Grundeinkommen von 2'500 Franken verteilt? Bild: KEYSTONE

2500 Franken pro Monat für alle Zürcher – ein SPler erklärt, warum

Im Juni 2016 schmetterte das Schweizer Stimmvolk die Initiative für bedingungsloses Grundeinkommen ab. Jetzt bringt die SP-Fraktion im Gemeinderat der Stadt Zürich das Thema wieder auf den Tisch – und fordert einen Pilotversuch.  Urs Helfenstein, Mitinitiant der Forderung, erklärt watson, warum es sich dabei nicht um eine Trotzaktion handelt.   

24.11.17, 09:20

Nur knapp ein Jahr, nachdem das Schweizer Stimmvolk die Idee abgeschmettert hat, erlebt die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ein Revival. Diesmal soll jedoch nicht die Bevölkerung im ganzen Land in den Genuss von Gratisgeld kommen, sondern nur die Stadtzürcher und Stadtzücherinnen.

Der Gemeinderat hat gestern knapp ein Postulat der SP-Fraktion angenommen, das einen Pilotversuch auf Stadtgebiet fordert. Der Stadtrat hat nun zwei Jahre Zeit, die Forderung zu prüfen. watson hat mit Urs Helfenstein, Mitglied der SP-Fraktion, über den erneuten Anlauf gesprochen.

Herr Helfenstein, ziehen bald alle Schweizer nach Zürich, weil sie hier ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten?
Urs Helfenstein: Nein, dazu wird es nicht kommen. Es handelt sich ja nur um einen Pilotversuch.

Urs Helfenstein ist Gemeinderat für die SP der Stadt Zürich.   bild: SP stadt zürich

Wieso nimmt die SP-Fraktion, kurz nach der abgeschmetterten Initiative zum bedingungslosen Grundeinkommen, die Thematik wieder auf?
Die Einführung wurde schweizweit zwar abgelehnt, die Stadtzürcher Kreisen 4 und 5 haben der Vorlage aber zugestimmt. Nach der Abstimmung erhielt ich eine Mail, formuliert von Bewohnern aus den beiden Kreisen. Sie forderten einen Pilotversuch. Ich fand die Idee gut und habe sie aufgenommen.

Obwohl auch in Zürich die Nein-Stimmen zum Bedingungslosen Grundeinkommen überwogen. Ist das nicht Zwängerei?
Nein, es handelt sich nicht um eine Trotzreaktion. Wir wollen ja keine Einführung, sondern einen Feldversuch. Man kann nicht erwarten, dass dieser Versuch auf Kantons- oder gar Bundesebene durchgeführt wird. Auf städtischer Ebene ist es eher möglich. Zudem ist Zürich die grösste Stadt der Schweiz. Von allen künftigen Herausforderungen, wie beispielsweise der Digitalisierung, ist Zürich am meisten betroffen. Darum macht es Sinn, wenn das bedingungslose Grundeinkommen hier getestet wird.

Was erhoffen sie sich davon?
Zuallererst: Erkenntnis. Niemand weiss, was wirklich passieren würde, wenn das bedingungslose Grundeinkommen eingeführt würde. Gegner und Befürworter tappen im Dunkeln – und politisieren mit Hoffnungen und Ängsten. Darum braucht es einen Pilotversuch.

«Das bedingungslose Grundeinkommen ist sozialistischer als jeder Sozialismus, kapitalistischer als jeder Kapitalismus.»

Urs Helfenstein

Sollen wirklich alle ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten? Auch solche, die finanziell überhaupt nicht darauf angewiesen wären?
Ja, das bedingungslose Grundeinkommen ist keine Almose. Es betrifft absolut alle. Darum heisst es bedingungslos. Wir machen hier keine Klientelpolitik oder reichen einen Vorstoss ein, der einfach unseren Wählern gefällt. Das bedingungslose Grundeinkommen ist sozialistischer als jeder Sozialismus, kapitalistischer als jeder Kapitalismus.

Ist der Wunsch nach einem bedingungslosen Grundeinkommen auch eine Reaktion auf Ängste in der Gesellschaft?
Vor jeder industriellen Revolution hatte man Angst, dass Stellen verloren gehen. Jede Generation hatte ihre Ängste und Sorgen. Unsere wird beeinflusst von der Digitalisierung und der Angst, das viele Jobs verloren gehen. Die verschiedenen sozialen Versicherungssysteme sind in der Bevölkerung sicherlich akzeptiert, viele reichen aber bald nicht mehr aus. Das bedingungslose Grundeinkommen könnte eine Lösung für dieses Problem sein. Zudem könnte damit viel Bürokratie abgeschafft werden. Aber auch mit der Einführung heisst das noch lange nicht, dass man den Leuten dann nicht mehr helfen muss.

15 Tonnen Münzen wurden zur Einreichung der eidgenössischen Volksinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen auf dem Bundesplatz in Bern ausgeschüttet.  Bild: KEYSTONE

Wie soll ein solches Pilotprojekt überhaupt finanziert werden?
Dieser Punkt wurde auch im Gemeinderat kritisiert. Zu Recht, denn wir haben die Finanzierung nicht weiter ausgeführt. Ich habe das so begründet, dass wir das dem Stadtrat überlassen möchten. Auch hier müssen verschiedene Möglichkeiten geprüft werden. Beispielsweise profitieren sehr viele Firmen stark von der Digitalisierung, delegieren aber negative Auswirkungen davon an den Staat.

Firmen, die von der Digitalisierung profitieren, sollen also besteuert werden …
Ja, das wäre eine Möglichkeit. Ich verlange keine Erhöhung der Mehrwertsteuer oder der allgemeinen Steuer. Das bedingungslosen Grundeinkommen sollte anderweitig finanziert werden können. 

Bei der Initiative vom Juni wurde von einer Summe von 2’500 Franken geredet. Wie hoch wäre das bedingungslose Grundeinkommen in Zürich, wenn es zum Feldversuch kommt?
Es müsste mindestens auch so hoch sein. Würde der Feldversuch im Kanton Tessin oder Uri durchgeführt, wäre die Summe vielleicht tiefer. Aber in Zürich sind die Lebenshaltungskosten am höchsten, darum braucht es mindestens 2’500 Franken.

«Das bedingungslose Grundeinkommen ist keine Almose. Es betrifft absolut alle.»

Urs Helfenstein

Der Stadtrat diskutiert nun über den Vorschlag. Glauben Sie, es kommt tatsächlich zu einem Feldversuch?
Ich mache mir keine Illusionen, dass viel passieren wird. Dennoch: Es war ein wichtiger und erster Schritt. Und wir werden auch in Zukunft am Thema dran bleiben, denn es ist wichtig. Das hat auch eine Umfrage des Instituts GFS Bern gezeigt: Nach der Abstimmung waren 62 Prozent aller Stimmberechtigten – unabhängig davon ob sie Ja oder Nein stimmten – der Meinung, dass auch in Zukunft über das bedingungslose Grundeinkommen diskutiert wird. Wir dürfen nicht die Angst verlieren, es zu testen. Nur so finden wir heraus, ob es funktionieren würde.

Was würden Sie persönlich mit 2’500 Franken monatlich anfangen?
Ich würde mein Pensum etwas reduzieren, dass ich mehr Zeit hätte, mich auf meine politische Arbeit zu konzentrieren. Aber aufhören zu arbeiten würde ich nicht. Ich würde mir einfach mehr Zeit für die Politik und andere Dinge nehmen.

Bedinungsloses Grundeinkommen

1m 47s

Bedinungsloses Grundeinkommen

Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 26.11.2017 00:57
    Highlight Grundsätzlich halte ich die Idee des BGE für sinnvoll und ich hatte auch dafür gestimmt. Allerdings halte ich auch in Zürich 2500 Franken für zu viel. Das BGE muss die minimalen Grundbedürfnisse abdecken, aber schon für Kino oder Urlaub sollte man arbeiten müssen und vor allem dürfen.
    Das ist ja gerade der Unterschied zur Sozialhilfe, die Eigeninitiative ja konsequent verhindert und sogar bestraft.
    1 1 Melden
  • Alexander Zirkelbach 25.11.2017 11:24
    Highlight Die Finanzierung ist absolut kein Problem, diese könnte über eine Konsumsteuer oder über eine Veränderung der Besteuerung zum Verursacherprinzip ganz locker umgesetzt werden. Das Interessante bei einem BGE ist doch das die Menschen in Freiheit entlassen werden und das sollte sowohl wirtschaftliche als auch gesellschaftliche Vorteile bringen.
    8 8 Melden
  • Karl Müller 24.11.2017 19:09
    Highlight "Firmen, die von der Digitalisierung profitieren, sollen also besteuert werden"

    Finde ich eine gute Idee. Dort arbeiten nämlich auch die ganzen hippen jungen Leute aus den Kreisen 4 und 5, die für das BGE gestimmt haben. Dann können die ja gleich mal gucken, was eine solche Steuer für Auswirkungen auf ihren Arbeitsplatz hat.
    15 7 Melden
  • tagomago 24.11.2017 18:07
    Highlight Warum wähle ich nur immer wieder die SP? Die sind mittlerweile so Realitätsfremd da kann ich nur noch lachen. Aber was kann ich sonst wählen? Sicher keine der anderen die sind noch blöder.
    11 26 Melden
  • Toerpe Zwerg 24.11.2017 15:30
    Highlight Die BGE Idee ist falsch aufgegleist. 1. Finanzierung und 2. Verteilung

    Mein Vorschlag für den Start: Alle Steuerabzüge abschaffen und das zusätzlich eingenommene Geld als negative Einkommenssteuer an die 20% vermögenslosen Geringverdiener ausschütten.
    19 20 Melden
    • mrcharliebrown 24.11.2017 16:16
      Highlight Und wer sponsert dann Ihren Wahlkampf als Politiker :-) ? Nein, im Ernst: meine Worte.
      6 8 Melden
  • MisterM 24.11.2017 15:23
    Highlight Ständig wird nur von Job-Kündigungen gesprochen. Hört doch auf damit. Ich könnte mit 2500 zusätzlichen Franken meinen eher schlecht bezahlten Job weiterführen, den ich sehr gerne mache. Sie würden mir grössere Flexibilität und finanzielle Stabilität geben.

    Insofern finde ich das BGE auch sinnvoller als einen Mindestlohn.
    36 8 Melden
  • ResSprecher 24.11.2017 15:14
    Highlight Finanzierung? Wir haben schon ein kleine Schicht mit bedingungslosem Einkommen. Kaptitalerträge aus Vermögen sind Bedingungslos, die erhalten alle welche Vermögen haben ohne dafür Arbeiten zu müssen (Natürlich nicht für Bargeld das unter der Matratze liegt ;-).

    Gestern habe ich gelesen dass Familie Blocher im Besitz von 11-12 Mia sFr ist. Falls nun deren Erträge > 1% p.a. wären, könnten sie doch 1% für den Versuch spenden, ergäbe sFr 110 Mio, damit könnten sie ein BGE zu Fr. 2'500.- während eines Jahres für 3666 Personen finanzieren und würden trotzdem nicht verarmen (kaum was merken).
    14 15 Melden
    • Toerpe Zwerg 24.11.2017 16:50
      Highlight "Kaptitalerträge aus Vermögen sind Bedingungslos, die erhalten alle welche Vermögen haben"

      Finde die Bedingung ... oder wenn ein Wort durch Politische Vereinnahmung derart entstellt wird, dass es nur noch für die Tonne taugt.
      12 3 Melden
  • Wilhelm Dingo 24.11.2017 14:52
    Highlight Die Diskussion um das BGE krankt am gleichen Symptom wie die DIskussion um die Sozialhilfe: Es kann nicht sein, dass man von der Gesellschaft eine Leistung erhält ohne eine Gegenleistung zu erbringen. (Ausser man ist nicht zu einer Leistung nicht fähig).
    27 19 Melden
    • seventhinkingsteps 24.11.2017 16:07
      Highlight Was für eine Gegenleistung erbringt jemand, der Millionen mit Börsengeschäften verdient?
      30 17 Melden
    • ResSprecher 24.11.2017 16:41
      Highlight Lieber Wilhelm dingo, im Steuersystem "Zins" passiert aber genau das, alle zahlen mit ihrem Konsum 1/3 in die Zinskasse, daraus erhalten die reichsten par den allergrössten Teil, wer sFr. 100'000 auf dem Konto hat bekommt fast nichts und wer kein Vermögen hat bekommt gar nichts. Wer nicht mindestens ein drittel seine Jahresausgaben als Kapitalertrag vom eigenen Vermögen erhält ist auf der Verliererseite. Ich denke das ist auch in der Schweiz die grosse Mehrheit. Wohlgemerkt, Zins ist ein Ertrag fürs nichts tun.
      22 8 Melden
    • Toerpe Zwerg 24.11.2017 16:52
      Highlight Er bezahlt die Schule für Ihre Kinder, die AHV ihrer Mutter, die Prämienverbilligung Ihrer Nachbarin, er erhält die Bauernbetriebe am Leben, die SBB operativ etc. pp.

      Und Sie @ seventhinkingsteps?
      20 7 Melden
    • Toerpe Zwerg 24.11.2017 16:54
      Highlight Zins ist ein Ertrag fürs nichts tun

      Ist das so? Erhalte ich demnach zukünftig gratis Geld für mein Unternehmen, wenn ich in eine neue Maschine investieren will? Und wenn ja, von wem?
      14 7 Melden
    • Wilhelm Dingo 24.11.2017 17:13
      Highlight @seventhinkingsteps: Er hat Glück gehabt.
      @ResSprecher: Stimmt schon, da muss man was machen. Aber das hat nichts mit dem BGE direkt zu tun. Man kann nicht eine Ungerechtigkeit durch einen Blödsinn lösne. Man muss die Ungerechtigkeit beseitigen.
      3 1 Melden
    • seventhinkingsteps 24.11.2017 20:27
      Highlight @Toerpe Zwerg

      Die grösste Gegenleistung ist also, dass die Person mit dem Geld das System am Leben erhält, welches es überhaupt ermöglicht solche Summen zu verdienen?

      > Erhalte ich demnach zukünftig gratis Geld für mein Unternehmen, wenn ich in eine neue Maschine investieren will? Und wenn ja, von wem?

      Von deinen Angestellten bzw. deren produzierten Mehrwert
      3 7 Melden
    • Toerpe Zwerg 24.11.2017 21:22
      Highlight Da ich nicht beurteilen kann, was der grösste Beitrag dieser reichen Person an die Gesellschaft ist, habe ich mal aufgelistet, was diese Person mit Sicherheit für die Gesellschaft leistet.

      Betriebswirtschaftlich darf ich Sie dahingehend belehren, dass es im Normalfall nicht möglich sein wird, Investitionen alleine mit erwirtschafteten Rücklagen zu finanzieren. Sprich, diese Mitarbeiter, die die Investition dann erst erwirtschaften müssten gibt es gar nicht, weil es deren Job nicht gibt.
      8 2 Melden
    • seventhinkingsteps 24.11.2017 22:03
      Highlight @Toerpe Zwerg

      Ich spreche von erwirtschaftetem Mehrwert durch unbezahlte Arbeit über den Erhaltungswert der Arbeit hinaus. Nicht von Rücklagen.

      Und dein belehrenders Beamtendeutsch kannst du dir getrost sparen, wir sind hier nicht im Gerichtssaal.
      3 6 Melden
    • DerTaran 26.11.2017 01:11
      Highlight @seventhinkingstep, warum so böse, Törpe Zwerg hat doch recht. Erst Kapital ermöglicht Investitionen, die dann Arbeitsplätze schaffen. Im Kommunismus muss der Staat diese Rolle übernehmen, die Geschichte zeigt leider, dass er dabei überfordert ist und statt in Innovation in den Machterhalt investiert.
      0 0 Melden
    • seventhinkingsteps 26.11.2017 13:39
      Highlight @DerTaran

      Kapital ermöglicht Investiitionen, die zur weiteren Kapitalakkumulation führen. Das schafft Arbeitsplätze, aber wie ich bereits erwähnt schaffen Arbeitsplätze für den Kapitalisten einen Mehrwert.

      Und was staatskapitalistische Schurkenstaaten damit zu tun haben ist mir ehrlich gesagt ein Rätsel
      0 0 Melden
  • pedrinho 24.11.2017 14:32
    Highlight my 5 cents, zu verschiedenen kommentaren,

    IMO hat zu keiner zeit der technische fortschritt arbeitsplaetze gekostet, er hat sie umgelagert, ok manchmal auch ausgelagert. Das problem dabei, die neu entstehenden arbeitsplaetze/berufe sind in der regel anspruchsvoller an bildung und fahigkeiten.

    Der weg in die zukunft fuehrt ausschliesslich ueber bessere bildung und ausbildung, damit auch morgen
    der ehemalige arbeiter sein brot verdienen kann.

    Alles andere, auch BGE ist reine augenwischerei und realitaetsfremde traeumerei.
    18 10 Melden
    • Charlie Brown 24.11.2017 16:31
      Highlight Danke. So sehe ich es auch.
      6 7 Melden
  • Thinktank 24.11.2017 14:11
    Highlight Das erstaunliche an den Linken ist, dass sie nie aufgeben, die Motivation etwas umsonst zu erhalten ist einfach zu verlockend. Ich hätte noch weitere Pilotversuche für Zürich. Armee abschaffen in Zürich, SRF abschalten in Zürich, Klima um 2 Grad senken in Zürich.
    26 16 Melden
  • Wölfli beim Lamm 24.11.2017 14:04
    Highlight Sagen wir, ganz Europa führt irgendwann das BGE ein. Dann wird ganz Afrika vor unserer Tür stehen und nur noch die höchsten Eliten werden arbeiten. Heute ist auch Sozialhilfe mit der Pflicht zu arbeiten verbunden. Die würde dann ja wegfallen. Katastrophe.
    18 19 Melden
  • Posersalami 24.11.2017 13:31
    Highlight "Beispielsweise profitieren sehr viele Firmen stark von der Digitalisierung, delegieren aber negative Auswirkungen davon an den Staat."

    Wo ist eigentlich der Produktivitätsgewinn durch die neue Automatisierungswelle? Irgendwie taucht der in keiner Statistik auf. Daraus schliesse ich, dass keine weitere Automatisierung stattfindet, zumindest nicht heute und in den letzten Jahren. Was soll das also?
    3 6 Melden
    • seventhinkingsteps 24.11.2017 16:08
      Highlight Firmengewinne steigen konstant
      7 7 Melden
    • Sensenmaa 24.11.2017 18:21
      Highlight @seven: Und was bringt uns das?
      6 1 Melden
    • seventhinkingsteps 24.11.2017 20:22
      Highlight @Sensenmaa

      Nichts, weil Löhne nicht gleich stark steigen und die Mieten in die Höhe schiessen.

      Posersalami verwies auf die fehlende Produktivität, ich verwies auf die steigenden Firmengewinne. Wo kommen die Gewinne her wenn nicht von gesteigerter Produktivität?
      6 2 Melden
  • Sveitsi 24.11.2017 13:24
    Highlight Klammerbemerkung: Keystone muss bald mal neue Bargeld-Bilder produzieren. ;-)
    6 0 Melden
  • Flötist 24.11.2017 13:12
    Highlight Wenn man Themen fallen lässt, nur weil sie einmal abgelehnt wurden vor dem Volk, dann hätten wir auch heute kein Frauenstimmrecht und auch keine AHV. Beides wurde bei der ersten Abstimmung abgelehnt.
    45 16 Melden
    • Khoris 24.11.2017 13:22
      Highlight Die zweite Gotthardröhre nicht zu vergessen
      10 0 Melden
    • Astrogator 24.11.2017 19:37
      Highlight Oder keine Masseneinwanderungsinitiative - wie oft wurde über die Bilateralen abgestimmt und immer mit angenommen...
      2 2 Melden
  • seventhinkingsteps 24.11.2017 13:04
    Highlight Angenommen die Digitalisierung wird so krass fortgeschritten sein, dass wir viele Berufe automatisieren können, und zwar schneller als die berufstätige Generationen Zeit haben um sich noch umzuorientieren auf einen Job, der noch nicht automatisiert ist.

    Dann haben wir steigende Arbeitslosigkeit durch Automatisierung und keine konsumfähige Bevölkerung mehr.

    Gleichzeitig konzentriert sich Vermögen immer stärker auf weniger und weniger Superreiche.

    Spätestens dann wäre ein BGE nichts weiter als ein kleiner Zuschuss an Lohnabhängige um das kapitalistische System noch aufrecht zu erhalten
    21 9 Melden
    • seventhinkingsteps 24.11.2017 13:34
      Highlight Deshalb verstehe ich auch nicht, wie man als SPler für sowas sein kann.
      5 3 Melden
    • Sam1984 24.11.2017 15:40
      Highlight @seventhinkingsteps: Ich glaube das Argument mit der Digitalisierung nicht.

      Genauso hätte man auch bei der industriellen Revolution argumentieren können. Dort wurden sehr viele Jobs durch Maschinen ersetzt. Und trotzdem gab es danach noch genug Jobs.

      Die Digitalisierung wird mehr neue Jobs schaffen als Sie vernichtet. Wenn Sie einen Menschen durch einen Roboter ersetzten, dann braucht es jemanden der den Roboter programmiert, jemanden der die Wartung übernimmt etc.

      Es war schon immer so dass alte Jobs durch neue ersetzt wurden. Das wird bei der Digitalisierung nicht anderst sein
      6 5 Melden
    • YB98 24.11.2017 17:53
      Highlight @Sam1984 und das geht solange bis Maschienen das Denken übernehemen und dann braucht es den Menschen nicht mehr, weil Maschienen dann Maschienen erfinden und produzieren.
      7 4 Melden
    • Sensenmaa 24.11.2017 18:23
      Highlight @seven: Was schlägst du also vor?
      1 0 Melden
    • seventhinkingsteps 24.11.2017 20:37
      Highlight @Sam1984

      Wir brauchen aber nicht über 4 Millionen Erwerbstätige die im Vollzeit Pensum Roboter programmieren.

      Es werden sogar Jobs wegfallen in der Software Entwicklung, da bin ich mir ganz sicher. Selbst als Software Engineer wirst du viel, viel besser ausgebildet sein müssen. Beherrschen von Web Development wird nicht mehr reichen wenn 50% davon automatisiert werden kann.

      Und jemand über 40 wird sich kaum noch vom Versicherungsberater auf Mechanical Engineer mit ETH Abschluss umschulen lassen, aus verschiedenen Gründen.

      @Sensenmaa
      Mehr Teilzeitberufe und kostenlose Bildung
      5 2 Melden
    • DerTaran 26.11.2017 01:18
      Highlight Nein es braucht nicht so viele Roboterprogramierer, aber wenn das Geld da ist, weil es nicht mehr in Industriearbeiter gesteckt werden muss, dann wird es für etwas anderes ausgegeben, was wieder neue Arbeitsplätze schafft. Wenn mal alles automatisiert ist, dann leben wir im Paradies und sterben aus.
      0 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 24.11.2017 12:47
    Highlight Was sind die Bedingungen für den Erhalt des Grundeinkommens während des Versuchs zum Grundeinkommen?

    Hört doch mal auf von bedingungslos zu sprechen, denn der Bedingungen sind viele!
    21 19 Melden
    • Sandro Lightwood 24.11.2017 15:36
      Highlight Der Feldversuch bedingt die Bedingungen, nicht das bedingungslose Einkommen an sich.
      5 3 Melden
    • seventhinkingsteps 24.11.2017 22:04
      Highlight In dieser Sache bin ich sogar mit dir einig. Das "bedingslos" in BGE stört mich.
      1 0 Melden
    • Sandro Lightwood 25.11.2017 09:34
      Highlight Meint ihr nicht Voraussetzungen? Ist nicht ganz dasselbe wie Bedingungen.
      1 0 Melden
    • DerTaran 26.11.2017 01:22
      Highlight Gerade das Bedingungslos ist ja der Kniff. Ein Grundeinkommen haben wir nämlich schon in der Schweiz, es nennt sich Sozialhilfe und würgt mit seinen Bedingungen jede Eigeninitiative ab.
      0 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 24.11.2017 12:40
    Highlight "Ich würde mein Pensum etwas reduzieren, dass ich mehr Zeit hätte, mich auf meine politische Arbeit zu konzentrieren."

    Der Supergau! Ein Perpetuum mobile des Spzialismus.
    33 30 Melden
  • Sheldon 24.11.2017 12:36
    Highlight Es ist ein Blödsinn, Geld ohne Gegenleistung auszuschütten. Das löst Neid und Missgunst aus. Hat nichts mit Neoliberalismus zu tun, sondern ist menschlich. Das mit dem bedingungslosen Grundeinkommen könnt ihr dann in der Gesellschaft der Roboter einführen. Mit dem Feldversuch werdet ihr jedenfalls viele sozial schwache anziehen.
    22 24 Melden
    • Wölfli beim Lamm 24.11.2017 14:06
      Highlight Mehr als Blödsinn - eine weitere Pervertierung der Tausch-Funktion des Geldes.
      4 4 Melden
  • a8976333 24.11.2017 12:32
    Highlight Nur in einem Test findet eben nicht heraus, welche Auswirkungen das hat! Keiner würde aufgrund eines vorübergehenden Tests seinen job kündigen..
    30 2 Melden
  • derEchteElch 24.11.2017 12:26
    Highlight Es fällt mir noch ein Kommentar ein;
    Die SP ignoriert den Volkswillen!
    33 40 Melden
    • De Hans-Ueli vom Pragel 24.11.2017 15:13
      Highlight Das Volk hat keinen "Willen". Du Verwechselst das mit der Mehrheit des Volkes.

      Sonst könnte man sagen:

      1. In der Bevölkerung/Stimmberechtigten "Volk" gibt es Prozentual mehr Frauen als Männer (so 50.5% vielleicht)
      2. Deshalb ist das Geschlecht des Volkes männlich.

      => Funktioniert nicht
      9 7 Melden
    • loquito 24.11.2017 15:37
      Highlight Tut die SVP seit ihrer Entstehung... nur sind deren Wähler nich clever genug es zu merken...
      11 7 Melden
    • Astrogator 24.11.2017 19:40
      Highlight Ich sage nur MEI - die PFZ wurde vom Volk angenommen...

      Aber rumjammern, Opfer spielen und weinen das kann man rechts aussen ziemlich gut...
      6 1 Melden
    • derEchteElch 24.11.2017 22:03
      Highlight @Astrogator; jene Links aussen auch. Die haben „Ideen“, aber wie diese konkret umgesetzt werden sollen (siehe z.B. BGE) können die auch nicht sagen ^^
      3 3 Melden
    • seventhinkingsteps 24.11.2017 22:06
      Highlight Der Wille der Mehrheit des Volkes ist übrigens nicht der Volkswille. Wir leben in einer Demokratie, nicht in einer Herrschaft des Pöbels.
      3 0 Melden
    • derEchteElch 25.11.2017 09:54
      Highlight Doch, dewegen heisst es Demokratie. Die Mehrheit entscheided, was das Volk als gesamtes möchte. DAS ist Demokratie. Wenn nicht hast du ein falsches Verständnis der Demokratie und die Abstimmungen müssten nur für jeden Teil der Bevölkerung gelten, welche zugestimmt haben. Der Rest bleibt bei Status quo.

      Das selbe gilt im Bundesrat. Nicht alle sind gleicher Meinung, aber nach aussen wird die Meinung der Mehrheit vertreten.
      2 2 Melden
    • seventhinkingsteps 26.11.2017 08:00
      Highlight @derEchteElch

      Nein, es ist der Wille der Mehrheit des stimmenden Teil des Volkes. 50,04 Prozent der Stimmbevölkerung ist nicht die Mehrheit des Volkes

      Nein, Demokratie heisst nicht, dass 2 Schafe und 3 Wölfe darüber abstimmen, was es zum Znacht gibt.

      Ja, es gilt das Recht der Mehrheit, aber es steht nicht über grundsätzlichen Rechten von Minderheiten.
      1 0 Melden
  • malu 64 24.11.2017 12:17
    Highlight Viele Menschen würden wieder menschlicher!
    Manche müssten nicht mehr drei Jobs machen um ihre Familie durchzubringen. Andere könnten ihr Pensum auf 80 % reduzieren! Könnten sich um andere Sachen kümmern!
    23 18 Melden
    • Maragia 24.11.2017 14:02
      Highlight Sie müssten genau noch so, weil der Arbeitgeber deinen Lohn einfach um das BGE kürzt! Du erhälst im Endeffekt ja immer noch gleich viel für gleich viel Arbeit
      10 7 Melden
    • Wölfli beim Lamm 24.11.2017 14:07
      Highlight Zuerst müssten die Grossfirmen beteit sein, mehr Steuern zu zahlen.
      6 2 Melden
    • Bonzino 24.11.2017 14:09
      Highlight Zählen sie mal 3 Vollzeitjobs an, die man zu 100% erledigen kann.
      5 2 Melden
    • De Hans-Ueli vom Pragel 24.11.2017 15:17
      Highlight @Maragia

      Nein das wird nicht passieren (jedenfalls nicht in einem Markt). Wenn Du pro Tag Produkte erschaffst für sagen wir mal 100 Franken und du bekommst als Lohn 90 Franken (Du als Arbeitnehmer "verkaufst" deine Produktivität), dann wird sich nichts ändern.

      Denn wenn dein Chef meint, er möchte dir wegen des BGE nur noch 60 Chf für deine Arbeit (die immer noch 100 Chf "erzeugt") geben, dann wird es jemanden anderen geben, der Dir 61 Franken für deine 100 CHF Produktivität bietet (undsoweiter, bis du wieder auf 90 bist).

      In der Realität natürlich nicht 1:1 so aber im Prinzip schon
      4 4 Melden
    • malu 64 24.11.2017 16:40
      Highlight Liebe Leute, warum müsste der Arbeitgeber weniger Lohn zahlen? Leider gibt es viele Alleinerziehende, die zum Teil drei Jobs machen, im 30-40 % Pensum!
      Ich finde es super, wenn endlich ein Feldversuch gemacht würde! Eine neue Erfahrung!
      7 6 Melden
    • DerTaran 26.11.2017 01:27
      Highlight Da das BGE ja finanziert werden muss (durch Unternehmenssteuern) kostet du nicht mehr 90 chf sondern 120 chf. Wenn dein Chef deinen Lohn nicht kürzt geht er pleite und du bist arbeitslos.
      0 0 Melden
  • Chris. 24.11.2017 11:58
    Highlight Wir haben in der Schweiz ja schon ein "Grundeinkommen". Bin mir nicht sicher, ob jeder Sozialhilfeempfänger in der Stadt Zürich seine Sozialhilfeleistungen gegen Fr. 2'500 eintauschen würde, denn ausser diesen 2'500 gibt's dann nämlich nix mehr. Keine Soz-Hilfe, keine AHV, keine ALV, keine IV-Renten keine Ergänzungsleistungen einfach nix, sondern 2'500. Bin mir fast sicher, dass die meisten Menschen in der Schweiz nicht ein BGE gegen das heutige System tauschen wollen, hat ja auch die Abstimmung so gezeigt!
    18 15 Melden
    • Sensenmaa 24.11.2017 18:24
      Highlight Sie waren wohl noch nie dort wie ich ihre Aussage werte.
      6 3 Melden
  • stadtzuercher 24.11.2017 11:47
    Highlight das geplante BGE würde in der stadt zürich nicht mal die wohnungsmiete decken.
    20 2 Melden
  • einmalquer 24.11.2017 11:24
    Highlight Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens ist an und für sich nicht schlecht.

    Es gibt ja schliesslich (zB bei CEOs,etc.) bereits das grundlose Einkommen, das auch nicht an Bedingungen geknüpft ist.

    Einige Erfahrungen sind also bereits da.

    Zu hoffen ist allerdings, dass sich die Bezüger des bedingungslosen Grundeinkommens nicht gleich verhalten, wie die Bezüger des grundlosen Einkommens.
    43 34 Melden
    • Der Tom 24.11.2017 12:05
      Highlight Das grundlose Einkommen ist meistens sehr hoch und die Empfänger langweilig.
      12 3 Melden
    • Candy Queen 24.11.2017 12:06
      Highlight Du disqualifizierst dich mit diesem undifferenzierten Beitrag gnadenlos.
      19 10 Melden
  • Ass 24.11.2017 11:14
    Highlight Und wie wird das nun gemacht? Erhalten alle Teilnehmer 2500.- mehr und profitieren davon das alle anderen 2500.- weniger zur Verfügung haben? Oder muss der Arbeitgeber einfach 2500.- Franken weniger Lohn zahlen?
    42 5 Melden
    • DerTaran 26.11.2017 01:31
      Highlight Nein du musst als Arbeitnehmer 2500 chf pro Monat mehr Steuern zahlen (oder er als Unternehmer für dich und deshalb muss er deinen Lohn kürzen oder er geht pleite)
      0 0 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 24.11.2017 11:02
    Highlight "Firmen, die von der Digitalisierung profitieren, sollen also besteuert werden"
    Sprich alle?
    Mehr Gewinnsteuer? Höhere Mehrwertssteuer?
    Eine Abgabe?
    27 6 Melden
    • Maragia 24.11.2017 11:48
      Highlight Das schwierige wird ja auch sein, zu sagen, wann eine Firma denn nun von der Digitalisierung profitiert.
      Computer gibt es überall, sogar der Handwerker profitiert von der Digitalisierung...
      6 5 Melden
    • stadtzuercher 24.11.2017 11:48
      Highlight die könnte man ja auch heute schon besteuern. nur ist das überhaupt nicht mehrheitsfähig. also wird man das geld wie so oft beim mittelstand holen. und nicht bei den reichen oder den firmen. so sieht die realität aus.
      13 3 Melden
  • Gazzouu 24.11.2017 11:00
    Highlight Die Digitalisierung wird innert kurzer Zeit eine unglaublich grosse Zahl an Arbeitsplätzen auffressen. Das ist kein Glaube oder eine Vision, sondern ein Fakt. Es gibt dazu schon genügend Studien, welche meine Aussagen empirisch untermauern.

    Das Arbeitsplätze wegfallen ist nur im ersten Moment schlimm, wo es einen grossen Übergang zwischen der heutigen Leistungsgesellschaft und einer völligen neuen und hoffentlich auch freieren und harmonischeren Zukunft, geben wird.

    Es braucht ein bedingungsloses Grundeinkommen, damit es keine Tumulte und Aufstände gibt. Amen.
    44 37 Melden
    • Maragia 24.11.2017 11:49
      Highlight Dann liefere bitte diese Studien. Schon in den 70er wurde gesagt, dass es im 2000 kaum noch Arbeitsplätze gibt, wegen der Digitalisierung (erste Prozessoren). Und heute gibts so viele Arbeitsplätze wie nie zuvor!
      15 10 Melden
    • bokl 24.11.2017 11:54
      Highlight @Gazzouu
      Fakt ist es erst, wenn die Stellen weggefallen sind.

      Bis jetzt sind es mehr oder wenig realistische Visionen, nichts weiter.

      Besonders in der Informationstechnologie kommt es meistens anders, als man denkt.
      10 1 Melden
    • grumpy_af 24.11.2017 11:59
      Highlight Du vergisst, dass viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Ausfälle werden natürlich nicht 100% kompensiert, aber es ist einfach ein Detail, welches zwingend in deine Aussage gehört.
      6 3 Melden
    • Toerpe Zwerg 24.11.2017 12:43
      Highlight "Es gibt dazu schon genügend Studien, welche meine Aussagen empirisch untermauern."

      Gerne mit den Quellen. Danke.
      11 8 Melden
    • Rabbi Jussuf 24.11.2017 13:02
      Highlight Bezahlst du das?
      Dann immer gerne.
      4 2 Melden
    • fcsg 24.11.2017 13:17
      Highlight Dass Jobs wegfallen wurde schon in der Vergangenheit bei jeder Innovation von der Webmachine bis zum Computer ständig prophezeit, eingetreten ist dieses Szenario aber nie.

      Gewisse Jobs werden zwar wegfallen, dafür werden andere geschaffen. Die Geschichte hat das immer wieder bewiesen. Bevor das „Schreckensszenario“ nicht eintritt, brauchen wir auch kein Grundeinkommen.
      5 4 Melden
    • Gazzouu 24.11.2017 19:33
      Highlight Hallo meine Lieben Freunde, wer gerne Quellen hätte:

      https://www.oxfordmartin.ox.ac.uk/downloads/academic/The_Future_of_Employment.pdf

      In original Englisch. Wer Probleme damit hat, kann gerne Deepl.com verwenden, sagenhaftes Übersetzungstool
      3 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 24.11.2017 21:25
      Highlight Und dieses meta Paper taugt als Glaskugel?
      2 2 Melden
  • Hirnwaschtrockner 24.11.2017 11:00
    Highlight Was ich nicht verstehen kann.
    Man ist der allgemeinen Meinung hier wird quasi Geld verschenkt.
    Das stimmt aber so nicht direkt.
    Leute die arbeiten erhalten mit einem Grundeinkommen natürlich entsprechend weniger Lohn bei gleicher Arbeitszeiten. Es besteht die Möglichkeit weniger oder andere Tätigkeiten noch auszuüben und sich bzw. die Gesellschaft besser zu verwirklichen im Sinne der knapoen anständig bezahlten Arbeiten besser zu verteilen. Mit Grundeinkommen und keinen weiteren Einkünften wird das Leben mit allen obligatorischen Verpflichtungen nicht ganz ohne Wettbewerb.
    13 25 Melden
    • flying kid 24.11.2017 11:47
      Highlight Schön und gut.
      Wer bezahlt das? Wie wird das finanziert? Solange sich die Initianten diesem Problem nicht annehmen ist es leider nur linker Stimmenfang...
      8 6 Melden
    • Maragia 24.11.2017 11:50
      Highlight Wieso sollte mein Lohn gekürzt werden, wenn ich vom Staat Geld erhalte? Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
      Ich liefere dem Arbeitgeber immer noch die gleiche Leistung, also möchte ich auch den gleichen Lohn, unabhängig davon ob ich vom Staat zusätzlich Geld erhalte
      10 11 Melden
    • Charlie Brown 24.11.2017 11:55
      Highlight „Leute die arbeiten erhalten mit einem Grundeinkommen natürlich entsprechend weniger Lohn bei gleicher Arbeitszeiten.“

      Und bei reduzierter Arbeitszeit? Wird da der um das BGE reduzierte Lohn gemäss BG gekürzt? Dann hast du den selben Effekt wiewenn du heute deinen BG reduzierst - einfach ohne zusätzlichen, sinnlosen Verwaltungsapparat.
      8 0 Melden
    • Hirnwaschtrockner 24.11.2017 14:12
      Highlight Ich denke grundsätzlich, dass das aktuelle System Kapitalismus oder eben Wettbewerb sorry völlig versagt hat und noch weiter wird wenn keine Änderungen kommen. 1% der Welt hat alles und der Rest soll sich um die "paar" Lohnstellen auf der Schinderbahn die Beine und Hasre ausreissen. Es wird wohl noch dauern bis genug Einsicht und Wut die Dinge kämpferischer Umregeln.
      10 6 Melden
    • Bonzino 24.11.2017 14:15
      Highlight Bei gleich viel Arbeit, weniger Lohn? Das heisst, dein Arbeitgeber verdient auch 2500 mehr an dir. Also geht das soziale Gefüge noch weiter auseinander. Ist das der Vater des Gedankens?
      8 2 Melden
    • De Hans-Ueli vom Pragel 24.11.2017 15:20
      Highlight nein, der Lohn bleibt gleich, es wird einfach mehr Transferzahlungen geben. Im Prinzip wie heute, Ich bezahle auch AHV etc. in meinem Lohn, kriege aber nichts davon. Eigentlich kann man sich es so vorstellen, dass jeder AHV kriegt, aber dann einfach 2x einzahlt wenn er arbeitet.

      Vom Prinzip her gleich wie bei Sozialhilfe (über Steuern), IV etc.
      genial ist einfach, dass der ganze Rattenschwanz mit Bürokratie, RAV (das den meisten nichts bringt) wegfällt. Diejenigen die Arbeiten bezahlen sich das BGE eigentlich selber, es passiert nicht viel.
      3 4 Melden
    • Charlie Brown 24.11.2017 15:42
      Highlight @Bonzino: Nein, der Arbeitgeber würde im selben Mass mit mehr Steuern belegt.

      Eine riesige Umverteilungsmaschine, welche mit einem Verwaltungskostenanteil im zweistelligen Prozentbereich die Schlagkraft der Schweizer Wirtschaft erhöht.

      Ups.
      2 4 Melden
  • RAZZORBACK 24.11.2017 10:56
    Highlight Ich lese gerade Kreis und 5?
    Warum wohl gerade diese zwei? Die Frage kann ja jeder leicht selber beantworten!
    Keine Trotzreaktion? Ich kriege gleich die Krise!!!
    31 26 Melden
    • stadtzuercher 24.11.2017 11:51
      Highlight der kreis 5 ist unterdessen der kreis, wo die höchsten einkommen in der stadt zürich versteuert werden (medienmitteilung stadt zürich 29.august 2017).
      11 3 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.11.2017 10:56
    Highlight Dümmste Idee seit Menschengedenken....
    29 51 Melden
    • cbishoea 24.11.2017 13:29
      Highlight Ja da bringst du wirklich starke Argumente in deinem Post. Hat mich wirklich überzeugt.
      13 1 Melden
    • De Hans-Ueli vom Pragel 24.11.2017 15:21
      Highlight Im Prinzip wie heute, Ich bezahle auch AHV etc. in meinem Lohn, kriege aber nichts davon. Eigentlich kann man sich es so vorstellen, dass jeder AHV kriegt, aber dann einfach 2x einzahlt wenn er arbeitet.

      Vom Prinzip her gleich wie bei Sozialhilfe (über Steuern), IV etc.
      genial ist einfach, dass der ganze Rattenschwanz mit Bürokratie, RAV (das den meisten nichts bringt) wegfällt. Diejenigen die Arbeiten bezahlen sich das BGE eigentlich selber, es passiert nicht viel.
      1 3 Melden
  • Posersalami 24.11.2017 10:54
    Highlight In Finnland wird das gerade getestet. Es gibt bereits die ersten positiven Effekte zu beobachten.

    http://www.businessinsider.de/bedingungsloses-grundeinkommen-test-in-finnland-zeigt-ersten-effekt-2017-5

    Hat viel mit dem Menschenbild zu tun, was man hat. In ein neoliberales Menschenbild passt das halt nicht.
    33 22 Melden
    • Charlie Brown 24.11.2017 12:07
      Highlight „In Form eines Pilotprojektes testet die Regierung durch die monatliche Auszahlung von 560 Euro an 2.000 ausgewählte arbeitslose Menschen“

      Bedingung: Du bist Arbeitsloser.

      Nicht weit her mit der Bedingungslosigkeit.

      Polemisch könnte man auch sagen, dass in Finnland nun 2000 Arbeitslose nicht mehr neben dem Arbeitslosengeld schwarz arbeiten sondern das nun legal tun können.

      Aber mit dem BGE im eigentlichen und umfassenden Sinn hat das imho nicht viel zu tun.
      11 6 Melden
    • Sam1984 24.11.2017 12:32
      Highlight "In Form eines Pilotprojektes testet die Regierung durch die monatliche Auszahlung von 560 Euro an 2.000 ausgewählte arbeitslose Menschen die Auswirkungen des bedingungslosen Grundeinkommens."

      Finnland bezahlt also Geld an Menschen die sonst Arbeitslosengeld erhalten würden. Der Staat bezahlt hier also in jedem Fall, egal ob Sie es Arbeitslosengeld oder BGE nennen.

      Das kann man nicht wirklich vergleichen mit "Jeder bekommt Geld".
      8 4 Melden
    • Rabbi Jussuf 24.11.2017 13:06
      Highlight Ja, das hat viel mit dem Menschenbild zu tun, ob man das BGE gut findet oder nicht.
      Nur schert sich sich die Realität einen Deut um das schöne Menschenbild.
      3 8 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 24.11.2017 13:07
      Highlight Lustig was sie schreiben, wo doch gerade der neoliberalismus davon ausgeht, dass jeder Mensch für sich selber sorgen kann und muss.
      Auch wurde die Finnische Variante als neoliberal bezeichnet ist doch der Betrag relativ gering. (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/grundeinkommen-was-sich-2016-in-der-schweiz-und-finnland-entscheiden-wird-a-1069076.html
      http://www.zeit.de/politik/2016-04/bedingungsloses-grundeinkommen-schweiz-volksinitiative-neoliberalismus-humanismus
      Aber schön, dass sie wieder ihre Reflexe ausleben konnten.
      5 3 Melden
    • Posersalami 24.11.2017 13:19
      Highlight Klar, die neoliberale Argumentation gegen das BGE ist bekannt und immer gleich. Die Realität widerlegt diese Ansicht, ganz einfach.

      Finnland ist übrigens nicht der einzige Ort, wo das BGE getestet wird.
      6 6 Melden
    • Rabbi Jussuf 24.11.2017 14:17
      Highlight Sam
      Unter diesen Voraussetzungen ist es auch nicht erstaunlich, dass es gewisse positive Folgen hat, negative aber ausgeklammert sind.
      2 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 24.11.2017 14:51
      Highlight Poser
      Finnland ist kein Beispiel. Da wird nichts getestet. Es heisst bloss so.
      Ein Bedingungsloses Grundeinkommen mit Bedingungen?
      Siehst du den Witz nicht?
      4 5 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 24.11.2017 15:28
      Highlight @Salami
      Interessant, wähle liberal und unterstützen das BGE.
      Das Neoliberale das BGE ablehnen stimmt auch nicht, die negative Einkommenssteuer zB wurde auch von Milton Friedman unterstütz.
      Treffender ist wohl die Feststelleung, das verschiedenen ideoligischen Gruppen verschiedene Modelle des BGE vorschwebt.
      2 0 Melden
    • Sam1984 24.11.2017 15:35
      Highlight Es wird bald auch einen Test in Kenia geben. Aber für ein armes Land ist es auch einfacher so einen Test durchzuführen.

      Kein Schweizer wird nach Kenia gehen, damit er dort 22 $ pro Monat kriegt.

      Ich könnte mir aber vorstellen, dass es sehr viele Kenianer gibt, welche in die Schweiz kommen würden, wenn Sie hier 2500 Fr. pro Monat bekommen.
      2 6 Melden
    • Posersalami 24.11.2017 15:43
      Highlight @ Sam1984: Hören sie doch auf! Niemand könnte einfach so herkommen und würde vom BGE profitieren. Als ob alle Niederlassungsbstimmungen auf einmal nicht mehr gültig wären.. manchmal frage ich mich schon ab der Intelligenz der Leute.
      9 5 Melden
    • Rabbi Jussuf 24.11.2017 16:26
      Highlight Poser
      Das wohl nicht, aber wir hätten dann Zustände wie in DE 2015. Alle wollen da hin, weil es gratis Geld gibt. Wie das mit der Rückschiebung ist, wissen wir ja.
      Da nützen irgendwelche Niederlassungsbestimmungen einen alten Hut.
      7 4 Melden
  • sanmiguel 24.11.2017 10:42
    Highlight Wer sich ein bisschen mit der Digitalen Revolution beschäftigt, egal ob links oder rechts, wird einsehen, dass es früher oder später ohne BGE nicht mehr gehen wird.
    41 24 Melden
    • Charlie Brown 24.11.2017 11:59
      Highlight Nein.
      5 11 Melden
    • grumpy_af 24.11.2017 12:13
      Highlight Warum? Nicht nur behaupten, erklären!
      9 2 Melden
    • sanmiguel 24.11.2017 13:28
      Highlight Richar David Precht erklärt es in diesem Interview sehr gut:



      Es sind die Million von Arbeitslosen die in den nächsten 20,25 Jahren das BGE in Westlichen Staaten unabdingbar machen werden. Unser ganzes Steuer- und Rentensystem wird sich gezwungenermassen komplett verändern. Ob man will oder nicht.

      Links/rechts Gärtchendenken ist allerdings schon heute komplett überholt!
      10 5 Melden
    • Maragia 24.11.2017 15:24
      Highlight @sanmiguel: Das sagte man schon, als die Fliessbandproduktion eingeführt wurde. Oder bei der Dampfmaschine, oder bei den Mikroprozessoren.
      6 4 Melden
    • Rabbi Jussuf 24.11.2017 16:21
      Highlight Ich mag ja eigentlich Precht. Aber da liegt er falsch. Gut, dass es einen Umbau der Sozialsysteme braucht, dürfte klar sein, besonders in DE. Aber das BGE ist ganz sicher kein Ersatz.
      2 3 Melden
    • sanmiguel 24.11.2017 18:19
      Highlight Maragia, das war ein Kindergeburtstag gegen das was uns bevorsteht!
      Weil die Leute heute viel wohlhabender und anspruchsvoller sind als bei der Industriellen Revolution. Jetzt gehts erst richtig los!
      5 3 Melden
    • Gazzouu 24.11.2017 19:40
      Highlight Das BGE ist kein Ersatz aber ein notwendiges "Stötzredli" damit das Bürgertum keinen Koller kriegt und durchdreht!

      3 1 Melden
  • ZH27 24.11.2017 10:32
    Highlight "Beispielsweise profitieren sehr viele Firmen stark von der Digitalisierung, delegieren aber negative Auswirkungen davon an den Staat."

    Was sind denn die negativen Auswirkungen der Digitalisierung, die an den Staat delegiert werden?
    Verlust von bestehenden Arbeitsstellen? Ist ohnehin nicht auf diese Firmen zurückzuführen, sondern auf den globalen Trend, aber: die Digitalisierung schafft auch Arbeitsstellen. Jetzt soll man das verhindern indem man Firmen, die davon profitieren höher besteuert? Also im Prinzip die Schaffung von Arbeitsstellen durch die Digitalisierung in der CH hemmen?
    17 13 Melden
  • derEchteElch 24.11.2017 10:29
    Highlight Ich rechne nochmals vor, diesmal in kleineren Beträgen;

    Wenn der Staat 12x 2‘500 CHF BGE an 100 Staatsbürger auszahlt, muss sie jedes Jahr auch 100x 12x 2‘500 CHF Steuern einnehmen, zuzüglich des Mehrbetrages für Infrastruktur, Verwaltung, Gesundheit, Sicherheit, Kulturförderung, Bildung.

    Das heisst konsequenterweise, dass die 100 Staatsbürger im minimum 12x 2‘500 CHF Steuern zahlen müssen, jährlich, abzüglich der Einnahmen durch MwSt.

    Der Bürger verliert! Es ist nur eine ständige Umwälzung und dauernde Verschiebung!
    29 33 Melden
    • cbishoea 24.11.2017 11:59
      Highlight Nicht ganz Herr Elch. Im Zuge der Digitalisierung muss eine neue Form der Besteuerung gesucht werden. Denn die Einkommenssteuer kommt an Ihre Grenzen wenn die Arbeit zu einem grossen Teil Automatisiert wird und somit auch kein Einkommen besteuert werden kann. Alternative dazu wäre nur die Digitalisierung zu stoppen, aber wer will und kann das schon
      11 7 Melden
    • LaPaillade #BringBackHansi 24.11.2017 12:43
      Highlight Ja, es bräuvhte beispielsweise eine höhere MwSt. Die Idee wäre aber, dass ja auch keine AHV/IV mehr ausbezahlt werden muss..somit steht dir dieser Topf aucj noch zur Verfügung, dies lässt du bei deinem Beispiel aussen vor.
      7 3 Melden
    • derEchteElch 24.11.2017 13:21
      Highlight @LaPaillade;
      die höhere Mehrwertsteuer zahlt der Bürger durch den Konsum. Der AHV/IV Topf ist irgendwann leer (sehr schnell sogar), längerfristig muss so überlegt werden, dass auch ohne diesen (heute vorhandenen) Reserven Geld eingeholt und ausbezahlt werden kann. Dies lässt du in deinem Beispiel aussen vor.

      @cbishoea;
      Also sollte doch zuerst über eine Revision des Steuergesetzes nachgedacht werden, denn ohne dieser Reform ist das BGE nicht durchführbar. Gibt es schon solche Reformen? Nein, ups, fail..
      4 7 Melden
  • Radiochopf 24.11.2017 10:27
    Highlight Genau darum wir es wieder scheitern, weil man es einfach zu gross starten will... man muss es wirklich für ein paar Jahre testen, aber in einer kleinen Gemeinde und sicher nicht gleich Stadt Zürich...
    7 10 Melden
  • Sam1984 24.11.2017 10:19
    Highlight https://www.stadt-zuerich.ch/prd/de/index/statistik/themen/bevoelkerung.html

    Zürich Anzahl Einwohner: 422153

    Kosten pro Monat (Kinder sollen ja weniger bekommen aber dies vernachlässige ich da es nur eine Abschätzung ist und ich keine Einwohnerzahlen nach Alter aufgeschlüsselt finden konnte):

    422153*2500 Fr. = 1.055 Mrd Fr.

    Kosten pro Jahr: 12.66 Mrd Fr.

    Zum Vergleich, Gesamtbudget der Stadt Zürich für 2016:

    8.68 Mrd Fr.

    Viel Spass beim finanzieren.
    39 23 Melden
  • Charlie Brown 24.11.2017 10:13
    Highlight Die Finanzierungsfrage wird bewusst offen gelassen? Was wird wohl passieren, wenn es in der Stadt Zürich für jeden Einwohner 2‘500 gibt und dafür alle in der Stadt Zürich ansässigen Firmen (die „von der Digitalisierung profitieren“) in dem Umfang mehr Steuern bezahlen müssen?

    A) Mehr Einwohner und weniger Firmen
    B) Gar nichts
    C) Bernie Sanders

    Und jetzt ersetzen wir „Stadt Zürich“ durch „Schweiz“.

    Zudem: Die makroökonomischen Folgen sind mit der Versuchsanordnung (geografisch und zeitlich begrenzt) wertlos. Natürlich höre ich nicht auf mit arbeiten wenn ich weiss, dass die Quelle versiegt.
    21 9 Melden
  • Zeit_Genosse 24.11.2017 10:12
    Highlight Als erstes müssten die im Gemeinderat davon profitieren, um mit dem Betrag ihr Pensum zu Gunsten eines Selbstversuchs und der Entwicklung eines konkreten Vorschlags zu reduzieren (wäre dann ein Nullsummenspiel, weil man mit der Pensenreduktion querfinanzieren könnte). Einfach ans Feld delegieren und in der warmen Stube oder teuer durch Dritte Studien zu produzieren erachte ich als nicht zielführend.
    14 21 Melden
  • Nitzgi 24.11.2017 10:09
    Highlight Das ist die richtige Einstellung. Einen Versuch wagen, um endlich zu wissen wovon man redet.
    196 78 Melden
    • Flötist 24.11.2017 13:12
      Highlight Genau!
      4 4 Melden
    • Toerpe Zwerg 24.11.2017 18:57
      Highlight Kein Versuch wird je die Bedingungslosigkeit des Grundeinkommens nachstellen können.

      Genausowenig wird es je möglich sein, ein Grundeinkommen real ohne Bedingungen umzusetzen.

      Beispiel gefällig? Mit 2500/Monat gehöre ich in Thailand zur Mittelklasse und lebe ein komfortables Leben. Dazu ein Zimmer im Valle Onsernone für 150 im Monat. Leitet sich daraus eine Bedingung ab?

      Sagen Sie es mir.
      4 0 Melden
    • Nitzgi 25.11.2017 13:06
      Highlight @Toerpe Zwerg

      Also Mal davon abgesehen, dass über die Möglichkeit von etwas bisher unmöglichem nichts ausgesagt werden kann, habe ich nicht behauptet, dass der Versuch irgendetwas spezifisches nachstellen soll. Es ist bloss wichtig sich klar darüber zu werden, was der Versuch darstellt und was für Erkenntnisse er uns liefert. Und ich bin überzeugt, dass er auf jeden Fall neue Erkenntnisse bringen wird, wie auch immer die aussehen.
      2 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 25.11.2017 16:03
      Highlight Dann gehen Sie mit mir einig, dass ein Grundeinkommen nie bedingungslos sein wird, weder im Versuch noch real?

      Ein Versuch kann übrigens nie nachstellen, was das bedingte Grundeinkommen für Wirkungen hätte, weil er zeitlich begrenzt ist und die Teilnehmer ihre Lebensplanung entsprechend nicht auf das Grundeinkommen ausrichten können.
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.11.2017 09:52
    Highlight Hey, träumen darf jeder, das ist gratis ...
    30 28 Melden
  • geissenpetrov 24.11.2017 09:48
    Highlight Andere für sich arbeiten zu lassen, ist was die Kapitalisten machen.
    Man sollte stattdessen einen Feldversuch mit 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich in die Wege leiten. Das scheint mir gerechter und praktikabler:
    http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/schweden-testet-eine-verkuerzte-arbeitszeit-mit-vollem-lohnausgleich--122956074.html
    58 16 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 24.11.2017 10:57
      Highlight Ich will aber nicht nur 30 Stunden arbeiten.
      8 23 Melden
    • Gazzouu 24.11.2017 11:01
      Highlight Die anderen sind die Roboter und Künstliche Intelligenz von morgen. Lässt sich moralisch irgendwie vertreten nicht wahr?
      2 6 Melden
    • LeChef 24.11.2017 11:02
      Highlight Läuft ja irgendwie auf dasselbe hinaus, oder?

      Grundeinkommen: Leute bekommen Geld, und arbeiten dafür weniger.

      Dein Vorschlag: Leute arbeiten weniger, und bekommen dafür Geld.
      10 4 Melden
    • geissenpetrov 24.11.2017 11:51
      Highlight Der Unterschied ist die Finanzierung. Hier wirds erklärt:
      http://www2.alternative-wirtschaftspolitik.de/uploads/m0612.pdf
      2 0 Melden
    • LeChef 24.11.2017 16:02
      Highlight Geissenpetrov: Verstehe, da hast du natürlich recht. Zu bedenken wäre aber, dass die Gesellschaft als Ganzes bei beiden Möglichkeiten etwa gleich viel bezahlt.
      0 1 Melden
  • scorer 24.11.2017 09:47
    Highlight "...denn wir haben die Finanzierung nicht weiter ausgeführt."

    Bravo. Dann ist es auch nicht sehr schwer mit solch einer Idee zu kommen.
    164 40 Melden
    • Rabbi Jussuf 24.11.2017 12:51
      Highlight Genau! Sollen sich doch andere um die lästigen Details kümmern.
      7 1 Melden
  • Ökonometriker 24.11.2017 09:43
    Highlight Die Idee eines BGE ist akadenisch hochinteressant, aber die Finanzierungsfrage ist ein wichtiger Teil davon und darf nicht ausgeklammert werden.
    181 13 Melden
    • Kreasty 24.11.2017 11:57
      Highlight Haben doch ganz viele Milliardäre in der Schweiz, vielleicht Sponsort ja einer nen paar Räppli :)
      1 8 Melden
    • Ökonometriker 24.11.2017 13:25
      Highlight @Kreasty um jedem Einwohner der CH ein Grundeinkommen von CHF 2500 p.M. zu geben müsste man ca. CHF 12*2500*8Mio. = 240 Mia. pro Jahr ausgeben. Das können auch unsere Milliardäre nicht stämmen.

      Aber es müssen ja nicht gleich CHF 2500 p.M. sein. Wir könnten auch mit 250 p.M. Krankenkassensubvention anfangen.
      5 1 Melden
    • Oberon 24.11.2017 13:32
      Highlight Abgesehen von der höhe des BGE ist aus meiner Sicht genau dieser Teil einer der wichtigsten.

      Ich habe auch noch nicht die Lösung aber es muss sicher eine Kombination aus verschieden Töpfen sein. Warum immer die MwSt ausgeklammert wird verstehe ich nicht. Das BGE soll ja an alle gehen und somit sollen auch alle mithelfen dies zu finanzieren. Man darf auch nicht vergessen das den Unternehmen dadurch einige Vorteile entstehen.
      2 3 Melden
    • Posersalami 24.11.2017 13:32
      Highlight Was spricht denn dagegen, wenn die Frage der Finanzierung von allen Parteien ausgehandelt wird? Es macht ja wenig Sinn wenn die SP da etwas ausarbeitet was dann von den Gegner als Propaganda dagegen missbraucht werden würde.

      Man kann sich auch einfach mal einigen etwas zu wollen und dann zusammen schauen, wie man es erreichen möchte.
      2 4 Melden
    • JJ17 24.11.2017 14:22
      Highlight Die Finanzierungsfrage ist aus meiner Sicht der eigentlich mit Abstand wichtigste Teil dieser Idee.
      10 0 Melden
    • aglio e olio 24.11.2017 15:02
      Highlight Genug Geld ist vorhanden. Wie wir darankommen ohne unsere Menschlichkeit zu verlieren, muss tatsächlich noch geklärt werden.
      #dene wos guet geit

      "Auf den Finanzmärkten lief es im Jahr 2017 ziemlich gut – trotz der Unsicherheiten wegen US-Präsident Donald Trump und dem angekündigten Brexit. Das dürfte auch die 300 reichsten Menschen der Schweiz freuen: Ihr Vermögen stieg um 60 Milliarden Franken an."
      Quelle: https://www.watson.ch/Schweiz/Wirtschaft/829835219-Das-sind-die-zehn-Reichsten-der-Schweiz-%E2%80%93-erstmals-dabei--die-Blochers
      1 4 Melden
    • ResSprecher 24.11.2017 15:32
      Highlight Nicht nur akademisch, sondern auch praktisch ist es hochinteressant.

      Finanzierungsfrage: Ein wirklich grundsätzlicher Geldsystemwechsel ist notwendig. Weg vom Schuldgeldsystem: http://zinsfrei.de/ueber-uns/zinsen-im-christen-judentum/

      Ein weitere gute Möglichkeit wäre ein Steuersystemwechsel wie in Felix Bolliger seit 2013 anstrebt: http://www.microtax.ch/de/home-deutsch/ Judihui, keine Steuererklärung mehr ausfüllen und die Steuerbeamten ins BGE schicken :-)
      1 2 Melden
    • loquito 24.11.2017 15:35
      Highlight Dann informier dich mal "A capitalist road to socialism" wäre ein Anfang... Da haben sich bereits vor 20 Jahre Menschen damit beschäftigt...
      0 1 Melden
    • Kreasty 24.11.2017 15:52
      Highlight Es wäre ZH und nicht ganz CH. Ausserdem war es natürlich nicht ernst gemeint, auch wenn, glaubt hier jemd dass die Personen das machen würden?
      0 2 Melden
    • Ökonometriker 24.11.2017 17:26
      Highlight @Kreasty in Zeiten der Negativzinsen wo sogar ein FED Chef (Ben Bernanke( Geld per Helikopter verteilen will ist die Idee sicher nicht abwegig.
      So könnte z.B. auch der Bund sich zu Negativzinsen Held leihen und einen Staatsfonds äufnen, dessen Erträge teilweise als BGE ausgezahlt werden. Dies wäre möglicherweise sogar sinnvoller als Wechselkursgrenzen...
      Bei 600 Mia. analog zum SNB Vermögen wäre immerhin ein BGE von 250 Franken p.M. möglich.
      0 0 Melden
  • flying kid 24.11.2017 09:38
    Highlight Wieder mal typisch SP, mit dem Geld der anderen um sich schmeissen, aber nicht sagen wie es zu finanzieren ist.

    Und natürlich ist das Zwängerei, wenn K4 und K5 ja sagen, der Rest aber nicht.
    Demokratieverständnis nach SP gedenken 🤦🏼‍♂️
    71 74 Melden
    • Gazzouu 24.11.2017 11:03
      Highlight Es gibt keine andere Möglichkeit. Wir brauchen ein BGE, wenn die Digitalisierung einen grossen Teil unserer Arbeitsplätze automatisiert hat. Das wird passieren und zwar innerhalb der nächsten 25 Jahren. In dem wir die Lohnkosten sparen, hat die Schweiz theoretisch das Potential um ein Vielfaches reicher zu werden als sie es jetzt schon ist und das obwohl die meisten Leute vorerst keiner bezahlten Lohnarbeit (bezahlt in Fiat-Währung) nachgehen würden.

      Das Finanzierungsproblem ist eines, das gar keines ist.
      12 22 Melden
    • rauchzeichen 24.11.2017 11:08
      Highlight interview gelesen? es geht darum herauszufinden was die auswirkungen sind. wenns funktioniert, super, wenn nicht, versuchen wirs später wieder.

      und nicht zu sagen wie es zu finanzieren ist, ist keinesfalls nur typisch sp, auch die anderen parteien verfahren so. und dies ist nicht immer schlecht. so kann flexibilität gewonnen werden.

      mit dem geld anderer um sich schmeissen? informier dich zum bge bevor du es verteufelst!
      21 17 Melden
    • flying kid 24.11.2017 11:53
      Highlight @rauchzeichen
      Ja Interview gelesen! Trotzdem, bevor man was ausprobieren möchte, muss ich doch wissen wie ich es bezahle.

      Dann sag mir mal wann die anderen Parteien etwas vorgeschlagen haben, aber nicht wussten wie zu finanzieren.
      8 2 Melden
  • Fidelius 24.11.2017 09:32
    Highlight Dass ist doch rein sozialistischer Schwachsinn. Der SP geht es viel mehr, sich damit in den Schlagzeilen zu profilieren.
    49 72 Melden
    • cbishoea 24.11.2017 11:00
      Highlight Ja die schönen Schlagzeilen spielen sicher eine Rolle. Dies hat die SP ja wunderschön von der SVP kopiert. Ich bin grundsätzlich kein SP Wähler da viel zu extrem. Bezüglich des BGE sehe ich aber schon Potential. Denn in Zukunft werden unsere Arbeitsplätze immer mehr digitalisiert, oder gar komplett von Robotern übernommen. Wenn Sie eine solche digitale Wertschöpfung besteuern könnte ein BGE somit finanziert werden. Es ist daher schon sinnvoll solche Sachen zu prüfen bevor wir alle auf der Strasse stehen.
      17 11 Melden
    • Gazzouu 24.11.2017 11:05
      Highlight Nein ist es nicht, die Digitalisierung ist im Anmarsch und wird zahlreiche Jobs automatisieren. Es hat jetzt schon begonnen. In Sion fährt ein selbstfahrendes Postauto und im Supermarkt hat es Self-Service-Automaten. Das ist erst der Anfang und wird sich auf etliche Wirtschaftszweige ausbreiten.

      Googlen sie an dieser Stelle: Digitalisierung, Industrielle Revolution 4.0 , Künstliche Intelligenz und staunen sie, dass die SP dieses Mal goldrichtig liegt.
      17 12 Melden
    • Maragia 24.11.2017 11:58
      Highlight @gazzouu, das dachte man bei der 1./2. und 3. industriellen Revolution auch. Wird nicht viel anders sein bei der 4.!
      5 8 Melden
    • Gazzouu 24.11.2017 19:38
      Highlight @Maragia

      Die Zukunft aufgrund der Vergangenheit vorhersagen zu wollen ist sehr gefährlich und kann grundsätzlich nicht gut gehen. Aber auch wenn wir die Vergangenheit zurate ziehen würden, dann werden Sie mir wohl zustimmen, dass sehr viele Jobs sich erübrigt haben, weil technische Errungenschaften dem Menschen die Arbeit abgenommen hat. Traktor vs. Feldarbeiter zum Beispiel.

      Was allerdings ebenfalls ein Fakt ist, ist dass dieser Technologische Wandel viele neue Jobs erschaffen hat und das wird auch dieses Mal der Fall sein.
      1 1 Melden
  • Telomerase 24.11.2017 09:25
    Highlight Dämliche Idee.
    Wo kann ich mich anmelden?
    44 27 Melden
  • ATHENA 24.11.2017 09:24
    Highlight Warum hat die SP nicht Spenden dafür gesammelt, um selbst einen Pilotversuch zu starten? Das würde doch eine "Auseinandersetzung" mit der Thematik verdeutlichen und würde einige Kritiker überzeugen. Wie dieser dann gestaltet würde, wäre wohl nur eine Frage der Inklusion bzgl. der Einbeziehung verschiedener Meinungen. Wenn sie dies über die staatliche Ebene tun, wird der Vorschlag aufgrund der allgemeinen Inanspruchnahme von Solidarität doch eh schlecht aufgenommen?
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