Schweiz

Kommissar Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Ermittlerin Liz Ritschard klären im neusten Tatort «Zwei Leben» einen vermeintlichen Suizid auf.  bild: SRF/Thomi Studhalter

«Tatort» zeigt Suizid – darum ist es richtig, dass die SBB interveniert haben

Der aktuelle «Tatort» mit dem Titel «Zwei Leben» sorgt für Wirbel. Der Krimi spricht das Thema Schienen-Suizid an – und bereitet den SBB Kopfzerbrechen. Zu Recht.

14.09.17, 15:39 14.09.17, 18:39

Um den nächsten Schweizer «Tatort» mit dem Titel «Zwei Leben» ist ein Streit entbrannt. Am kommenden Sonntag flimmert der neuste Schweizer Krimi über die Bildschirme – und behandelt dabei ein sehr heikles Thema: Suizid.  

Im Film springt ein Mann vor einen Bus und kommt ums Leben. Die Ermittler rätseln: Handelt es sich um einen Suizid? Oder war es Mord? Das Brisante daran: Der Fahrer des Buses ist ein Ex-Lokführer und hat bereits zweimal einen Schienensuizid miterlebt. Er ist dementsprechend traumatisiert. 

Die Angst vor dem «Werther-Effekt» 

Das Drehbuch des «Tatorts» rief die SBB auf den Plan. Laut «Blick» riet sie den Autoren bereits in einer sehr frühen Phase davon ab, diese Thematik aufzugreifen – aus Angst vor Nachahmungsfällen. In der Tat ist das Thema sehr heikel.  

Erst vergangenen Freitag informierte die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich über die Suizidberichterstattung in den Medien. Nebst vielen anderen Faktoren beeinflussen auch Medienberichte, unabhängig ob fiktional oder nicht, die Suizidrate. Und: Durch umsichtige Berichterstattung können aktiv Suizide verhindert werden. 

Gerade die Berichte über Schienensuizide führen zu Nachahmungseffekten, dem sogenannten «Werther-Effekt». Dies zeigt eine eindrückliche Studie von Etzersdorfer und Sonneck von 1998.

Die beiden Wissenschaftler untersuchten die Berichterstattung zu Wiener U-Bahn-Suiziden. Anfang der 80er Jahre wurde in den Zeitungen sehr häufig über U-Bahn-Suizide berichtet – mit sensationsheischenden Artikeln. Dies führte nachweislich zu einem Anstieg der Suizid-Fälle.

Statistik zu U-Bahn Suiziden und Suizidversuchen bild: präsentation sebastian scherr/lmu munich

Mit diesem Wissen veränderte sich die Berichterstattung ab Mitte 1987 stark. Die Medien berichteten zurückhaltend bis gar nicht über U-Bahn-Suizide. Etzersdorfer und Sonneck konnten auch hier einen Einfluss auf die Suizidrate nachweisen: Nämlich einen deutlichen Rückgang von Schienensuiziden. 

Darf der «Tatort» einen Suizid zeigen?

Das Beispiel zeigt: Je weniger über Suizide berichtet wird, desto weniger Nachahmungstaten gibt es. Ist ein Nicht-Berichten folglich die beste Lösung? Dürfte sich auch der «Tatort» nicht mit dieser Thematik beschäftigen? Die Antwort lautet Jein.

Es ist enorm wichtig, wie über den Suizid berichtet wird. Sensationsträchtige, romantisierende oder vereinfachte Berichte über Suizide sind kontraproduktiv. Auch von genauen Beschreibungen der Methode oder des Orts wird von Experten abgeraten.

Die Geschichte des «Tatorts» ist damit grenzwertig. Denn es werden gleich zwei Suizidmethoden aufgezeigt: Strasse und Schienen. Erstere ist sogar sehr explizit zu sehen.   

Der Papageno-Effekt

Dennoch sind suizidale Krisen in unserer Gesellschaft wichtige Themen, die auch diskutiert werden müssen. Denn der Werther-Effekt hat auch einen Gegenspieler, der sogenannte «Papageno-Effekt». Papageno wird in Mozarts Oper «Die Zauberflöte» von drei Knaben davon abgehalten, sich das Leben zu nehmen. Mediale Berichte über Suizid sollen ähnlich funktionieren.

Wenn die Berichterstattung nicht auf den Suizid fokussiert, sondern auf die Person, die die Krise bewältigt hat, kann das helfen. Einer wissenschaftlichen Studie der Universität Wien zufolge verkleinert sich dadurch sogar die Suizidrate.

In der «Tatort»-Folge «Zwei Leben» steht primär das Trauma des Buschauffeurs im Vordergrund. Auch das ein sehr wichtiges Thema. Denn auch die Menschen, die zurückbleiben, wenn jemand sich selbst tötet, brauchen eine Stimme. 

Nur scheint ein Kriminalfall nicht der passende Rahmen dafür zu sein. Vor allem auch, weil das Schicksal des Busfahrers und des Toten auf die harte Gleichgültigkeit der Spurensicherin treffen. «Ich habe aufgehört zu zählen, wie viele Suizide wir dieses Jahr schon hatten», sagt sie am Anfang des Krimis.  

Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
Beratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch
Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Christof Gasser 16.09.2017 14:22
    Highlight Ist es tatsächlich richtig, dass eine dritte interessierte Partei sich in die Gestaltung eines Drehbuches einmischen darf? Selbstmord, generell oder auf Schienen, ist eine traurige Realität unserer Gesellschaft. Es gehört aber auch zu den Grundrechten des Menschen, über sein Leben und seinen Tod selber zu entscheiden. Anstatt zu tabuisieren sollte man offen darüber sprechen. Mit seinem Vorgehen spricht SRF den Zuschauern Urteilsfähigkeit und kritische Einschätzung ab. Das ist Bevormundung.
    0 2 Melden
  • Datsyuk 14.09.2017 21:05
    Highlight Gut, dass ihr die Telefonnummern 143 und 147 angegeben habt. Vielleicht kann Watson ja über Menschen berichten, die einen Suizid überlebt, nicht durchgeführt oder lange in Betracht gezogen haben. Das Thema nicht zu thematisieren, löst das Problem nicht.
    24 2 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 14.09.2017 19:48
    Highlight Weil inzwischen klar ist, dass intensive Berichterstattung über Suizide zu mehr Suiziden führt, hat die SBB recht zu intervenieren, wenn dieses Thema filmisch in Szene gesetzt wird. Die SBB und deren Mitarbeiter sind schliesslich am stärksten von den Folgen betroffen. Nach dem Schienensuizid des Fussballers Robert Enke hat sich beispielsweise die Anzahl Suizide auf den Schienen in Deutschland wochenlang vervielfacht.

    Besser sind Hinweise wie am Ende dieses Artikels und die Thematisierung wie Menschen mit latenter Suizidabsicht damit umgehen können und welche Ursachen dem zu Grunde liegen.
    14 2 Melden
  • Laut_bis_10 14.09.2017 19:21
    Highlight Das ist ja nur die Spitze des Eisbergs, ich wette in dem Tatort gibt es auch noch einen Mord! Und demnach auch einen Mörder! Ich wette der Kommissar klärt auch noch GENAU auf, wie dieser Mord verübt wurde! Sauerei! Wieso können die nicht einfach die Zugfahrt von Zürich nach Milano zeigen? Dann sterben wir nur noch vor Langeweile ...
    9 21 Melden
  • Gelöschter Benutzer 14.09.2017 19:09
    Highlight Das Problem Schienensuizide wäre ganz einfach zu lösen: Barbiturate freigeben und die Lebensmüden können friedlich einschlafen. Keine Zugverspätungen mehr und keine traumatisierten Unbeteiligte wie Lokführer etc.
    8 6 Melden
  • Pokus 14.09.2017 18:03
    Highlight Eigentlich ist es doch ganz einfach. Die Schiene ist für einen Suizid zu attraktiv.
    Deshalb hatte ich mal den Gedanken, das es tatsächlich so etwas wie Selbstmordzellen benötigt. Aber eher in Form einer Anlaufstelle.
    Also Dignitas und Exit für jedermann.
    Aber da wirds überhaupt nicht mehr einfach. Wie gestaltet man die Gesetze so, dass z. B. der Verein Dignitas überhaupt mit der Schiene konkurrieren kann, ohne dadurch die Hemmschwelle zu senken. Ich denke betroffene müssten schon Aussicht auf erfolgreichen Suizid haben, um sich da zu melden, wo man sie dann hoffentlich davon abbringen kann.
    24 7 Melden
  • Don Alejandro 14.09.2017 17:09
    Highlight Es geht darum, die Wahl der Art des Suizides nicht medial zu verbreiten und nicht den Suizid als solchen selbst. Verstehe ich. Lokführer müssen ja geschützt werden. Letzteres ist auch Ausfluss dessen, wie man in unserer knallharten Wirtschaftsdiktatur durchkommen muss.
    34 6 Melden
  • naaah 14.09.2017 17:05
    Highlight und nach 13 reasons why* stiegen die Suizid(versuche)? Warum sollte man ein solches Thema totschweigen?

    *Serie bei Netflix über einen Selbstmord einer Schülerin, die wohl auch tausende in der CH gesehen haben dürften.
    22 7 Melden
  • 11lautin 14.09.2017 16:44
    Highlight Ist richtig das es thematisiert wird....
    53 8 Melden
    • 11lautin 14.09.2017 17:28
      Highlight ... dass ...
      20 6 Melden
    • Randy Orton 14.09.2017 17:29
      Highlight Aber falsch wie es gemacht wird.
      20 6 Melden
  • .:|HonigTroll|:. 14.09.2017 16:10
    Highlight Hochgradig heuchlerisch!
    Da nehmen sich im schnitt pro Tag 3 Menschen das Leben und man schweigt das Thema einfach tot wegen Nachahmern!
    Es sterben mehr Menschen durch Suizid als wir Verkehrstote zu beklagen haben. Tragisch.
    Es wird immer nur vor der Angst der Nachahmer berichtet, aber nie ergründet warum wir eine dermassen hohe Suizidrate haben! Eventuell würde es helfen, zu verstehen warum derart viele Menschen im reichsten Land der Welt "freiwillig" sterben wollen?
    153 33 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2017 16:30
      Highlight *reichsten Land der Welt*... Geld alleine macht nicht glücklich.

      Schauen Sie z.b. nach Luzern - man könnte meinen die Schweiz sei reich - im Kanton Luzern müssen aber ca. 7700 Haushalte ihre Prämienverbilligungen zurückzahlen! Da kommen viele auf traurige/schlechte und vor allem folgenschwere Gedanken. Wieso? Einfach weil die Politik nur den Reichsten nachläuft.
      134 17 Melden
    • MacB 14.09.2017 16:51
      Highlight @Kommentator: es ist hier zwar etwas off topic aber die 7'700 Haushalte betreffen nicht die ärmsten (Sozialhilfeempfänger sind eh ausgenommen) sondern die Einkommen zwischen 75k und 54k, die im SChnitt ca. 1'000.- zurückzahlen müssen (Ersparnis 8 Mio.) --> Davon jetzt eine steigernde Suizidrate abzuleiten, ist etwas weit hergeholt. Jedoch - da geb ich dir recht - ist das Thema working poor und finanzielle Stabilität bei einkommensschwachen Familien sicher etwas, das viele zur Verzweiflung bringt. Den letzten Stammtisch-Satz von dir kommentiere ich nicht.
      29 8 Melden
    • dF 14.09.2017 16:57
      Highlight @Honey Badger

      Wenn du nur kurz einmal überlegt hättest, würdest du wissen, dass es in diesem Artikel nicht darum geht das Thema totzuschweigen, sondern darum WIE man darüber berichtet.

      Wenn es um das behandeln dieses Thema als solches geht, gebe ich dir recht, es wird zu wenig darüber diskutiert.
      33 2 Melden
    • kaderschaufel 14.09.2017 17:00
      Highlight ein Erklärungsansatz ist der sogenannte Fischteicheffekt: In der Schweiz sind die meisten Menschen glücklich (oder tun wenigstens so), also ist es umso schlimmer für jemanden, der unglücklich ist und sich fehl am Platz fühlt. Aber zum Beispiel in Griechenland gibt es viele Menschen die offen unglücklich sind, und tatsächlich ist dort die Suizidrate tiefer.
      25 0 Melden
    • fabsli 14.09.2017 17:14
      Highlight @Kommentator Ob Rückzahlung der Prämienverbilligung immer ein Grund für Selbstmord ist, wage ich mal zu bezweifeln.
      16 9 Melden
    • Petrarca 14.09.2017 17:16
      Highlight HoneyBadger: Das eine hat mit dem anderen doch nichts zu tun. Menschen nicht dazu zu animieren, sich umzubringen ist nicht zu verwechseln damit, ein Thema "totzuschweigen" (unglückliche Wortwahl?). Es arbeiten unzählig viele Menschen daran zu verstehen, weshalb sich Menschen das Leben nehmen. Und es arbeiten sehr viele Menschen in Berufen, welche sich suizidgefährdeten Menschen annehmen. Lassen wir diese Leute in Ruhe ihre Arbeit tun, während wir unseren eigenen Beitrag leisten – z.B. mit dem freiwilligen Verzicht auf unnötige Sensationsgeilheit oder Polemik.
      24 3 Melden
    • AlteSchachtel 14.09.2017 17:16
      Highlight "warum derart viele Menschen im reichsten Land der Welt "freiwillig" sterben wollen?"
      damit könnte sich unsere Leistungsgesellschaft tatsächlich eingehender beschäftigen.

      Aber im Tatort braucht man keinen Bahnsuizid zu zeigen. Eine realistische Darstellung wäre ohnehin nicht möglich, weil die Bilder real für alle, vorallem Betroffene (Lokführer, SBB-Angestellte, Polizei etc.), extrem schrecklich und traumatisierend sind. So schrecklich, dass Angehörige den Toten nicht mehr sehen dürfen. Es ist also ein ganz brutale Art von Suizid.
      27 2 Melden
    • shthfckup 14.09.2017 17:18
      Highlight Ich war schon in ärmeren ländern, die leute machten definitv einen zufriederen eindruck als hier zu lande.
      20 4 Melden
    • fabsli 14.09.2017 17:19
      Highlight Von den 1000 Personen, die sich pro Jahr das Leben nehmen, machen das 600-700 auf der Schiene. Also 2 pro Tag.
      Es wird einfach nicht darüber gesprochen. Kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen.
      26 4 Melden
    • Sandro Lightwood 14.09.2017 17:23
      Highlight Druck.
      2 4 Melden
    • P. Meier 14.09.2017 17:52
      Highlight @fabsli
      Nähme mich noch wunder woher die Zahl 600-700 kommt. Ich schätze diese als massiv zu hoch ein und ich habe ein wenig Übersicht über die Vorkommnisse.
      12 6 Melden
    • Ichsagstrotzdem 14.09.2017 18:43
      Highlight Es gibt in der Schweiz rund doppelt so viel Suizide wie Verkehrstote. Aber so etwas wie Viasecura für Suizidprävention gibt es nicht. Obwohl gemäss Studien die meisten, die Suizid begehen, nicht wirklich sterben wollen, tun wir nichts dagegen und kehren es unter de Teppich. Sollen sie doch gehen, aber (wie in Japan), bitte nicht zu Stosszeiten!
      4 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 14.09.2017 21:29
      Highlight @ Fabsli: wo steht denn "immer" in meinem Kommentar?

      Nur gesagt dass man auf dumme Gedanken kommt... grundlos gewährt man ja denen nicht die Prämienverbilligung. Zurückfordern geht aber gar nicht. Unterste Schublade.

      Als würde man (Achtung, für alle Besserwisser hier, sehr überspitzt formuliert) für irgendwas Spenden. Und wenn's dann eng wird mit dem eigenen Geld, die Spende zurückfordern!

      Und sowas in einem "reichen Land". Beschämend.
      5 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 15.09.2017 02:34
      Highlight @ MacB:

      Gehen Sie mal in eine Institution arbeiten, die irgendwas mit Steuern zu tun hat. Das kann ein Steueramt sein oder eine Consulting Firma oder Wirtschaftsförderung. Oder aber auch Anwaltskanzlei die auf Finanzen spezialisiert ist.

      Sie werden sehr schnell merken dass mein letzter Satz nichts mit Stammtisch zu tun hat.

      Ich spreche aus Erfahrung - Anfragen vom Otto Normalverbraucher hatten wenig bis keine Priorität. Wir antworteten nicht einmal. Während wir mit potentiellen Zuzügern gleich ein Essen vereinbarten...
      0 0 Melden
    • price02 15.09.2017 11:00
      Highlight @Honey Badger: Wie bereits einige andere User berichtigten geht es überhaupt nich darum, das Thema aus Angst vor Nachahmern totzuschweigen. Vielmehr sollen jedoch bspw. die Journalistinnen und Journalisten auf eine richtige, angemessene Berichterstattung zu Suiziden sensibilisiert werden.
      Ich kann mich jedoch deiner Meinung, wonach das Thema Suizid viel häufiger angesprochen werden soll, nur anschliessen. Wichtig ist dabei vor allem, dass vielmehr Anlaufstellen für betroffene bzw. gefährdete Personen bekannt gemacht werden.
      0 0 Melden

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