Schweiz

70 Diebstähle in 6 Tagen – wie Kriminaltouristen Schweizer Läden ausnehmen

Zwei Rumänen machten in sechs Tagen einen Diebeszug durch die ganze Schweiz. Sie sind kein Einzelfall: Banden aus Osteuropa haben es vor allem auf Spirituosen und Tabakwaren abgesehen. Die Anklagen häufen sich.

16.10.17, 05:41 16.10.17, 13:49

sabine kuster / Aargauer Zeitung

Ihr Arbeitsalltag sah so aus: Petru und Lascar* parkierten ihr Auto vor einem Laden, Petru kundschaftete die Bedingungen im Laden aus und füllte einen Einkaufskorb mit Alkoholika und Zigarettenstangen. Dann informierte er Lascar in einem toten Winkel der Ladenkameras per Handy, dass die Gegenstände zum Abtransport bereit seien. Darauf kam Lascar in den Laden, steckte die Ware in den Hosenbund, bedeckte sie mit einer Jacke und verliess den Laden sofort wieder.

Alkohol zieht nicht nur zahlende Kunden an. Diebe haben es insbesondere auf Spirituosen abgesehen.  Bild: KEYSTONE

Diebstähle im Umfang einer Vollzeitstelle, so bezeichnete die Staatsanwältin am Bezirksgericht in Zürich die Arbeit der beiden Rumänen. Ihre Anklagen sind zwei unter vielen Fällen bandenmässigen Diebstahls, welche in diesen Monaten stattfinden. Dieser Zeitung sind acht Angeklagte bekannt. Alles Rumänen. Ein weiterer Fall betrifft einen Tamilen: einen Hehler. Ware von über vierhundert Diebstählen hat dieser innerhalb von acht Monaten den Rumänen abgekauft.

Die Ost-Connection

150 Übernahmen von Deliktgut fanden statt. Er verkaufte sie an Ladenbesitzer, die Alkoholika und Zigaretten im Sortiment haben – mit einem Gewinn von rund 22'000 Franken. Manchmal lieferten die Diebe mehrmals pro Tag in seiner Wohnung an der Zürcher Langstrasse ihre Beute ab.

Der Kriminaltourismus hat in den letzten Jahren zugenommen. Das bestätigt die Kantonspolizei Zürich. Die meisten Diebe stammen aus Rumänien, dem Balkan, Moldawien und Georgien. «Diebstähle von Kriminaltouristen werden in der Statistik nicht separat ausgewiesen, doch unsere Diebstahl-Spezialisten haben diese Erkenntnis», sagt Kapo-Mediensprecher Werner Schaub. Im Kanton Zürich haben die Ladendiebstähle generell von 2015 auf 2016 um 8 Prozent zugenommen. Die von Ausländern verübten Ladendiebstähle stiegen laut Bundesamt für Statistik gesamtschweizerisch von 5248 auf 5502 Straffälle.

In Kleinarbeit zum Erfolg

 Petru und Lascar schafften es auf 70 Diebstähle innerhalb von acht Tagen. Sie machten mit ihrem Auto eine wahre Tour de Suisse. Vom Spar in Gerlafingen SO über den Denner in Bilten GL, den Coop in Davos oder den Volg in Koppigen BE. Die Verhandlung vor Bezirksgericht hatte wenig Publikum. Sie unterschied sich nicht von anderen Anklagen Kleinkrimineller. Nur dass Petru und Lascar keine Kleinkriminellen sind.

Zu 33 Monaten Freiheitsstrafe unbedingt wurde der vorbestrafte Petru verurteilt, zu 24 Monaten der geständige Helfer Lascar. Und dies, obwohl beispielsweise Petru nur einen Gesamtdeliktsbetrag von Fr. 3037.95 vorgehalten werden konnte. Das Geld verwendeten die beiden laut Anklageschrift für Hotel-, Essens- und Benzinkosten. Doch was zählte, war, dass die beiden bandenmässigen Diebstahl im Akkord verübt hatten und aufgrund der Vorstrafen nicht davon auszugehen war, dass sie Anfänger sind. In Österreich, Deutschland und Frankreich war es ebenfalls zu Straftaten gekommen.

Denner hat ein Problem

Lascar und Petru haben in den einzelnen Läden keinen grossen Schaden angerichtet. Pro Laden entwendeten sie meist weniger als sechs Flaschen. Champagner vorzugsweise. Aber der Gesamtschaden zählt. Und besonders betroffen ist der Detailhändler Denner. Die Hälfte ihrer Diebstähle betrafen Denner-Filialen. Bei den Fällen des Hehlers ist es noch extremer: Die 400 Fälle, in denen er die Waren den Dieben abgekauft hat, betreffen fast ausschliesslich Denner-Filialen.

Denner ist von den Diebstählen besonders betroffen.  Bild: KEYSTONE

Das Unternehmen ist sich der Problematik bewusst: «Die Anzahl der Diebstahldelikte sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Dabei sind nicht Gelegenheitsdiebe das Problem, sondern vielmehr organisierte Banden, die Auftragsdiebstahl für Mittelsmänner betreiben», sagt die Leiterin Unternehmenskommunikation Grazia Grassi. Gesucht würden vor allem Produkte die sich leicht weiterveräussern lassen: Markenspirituosen und Tabakprodukte. Man habe in den letzten Jahren viel in die Diebstahl-Prävention investiert, sagt Grassi, könne aber aus Sicherheitsgründen keine Details bekannt geben. Denner arbeitet intensiv mit der Polizei zusammen.

«Die Zahl der Diebstähle ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Organisierte Banden sind das Problem.»

Denner-Sprecherin

«Nur in enger Zusammenarbeit mit relevanten Partnern sind bandenmässige Ladendiebstähle zu bekämpfen», sagt Grassi. «Aufgrund der guten Zusammenarbeit vor allem mit der Polizei wird der organisierte Ladendiebstahl vermehrt aufgedeckt und die Täter zur Rechenschaft gezogen.»

Das Handy verriet sie

Überführen konnte die Polizei die beiden Rumänen und den Hehler durch die Handydaten. Wann immer beispielsweise der Hehler mehr als drei Minuten mit bekannten Dieben telefoniert hat, gingen die Ermittler davon aus, dass eine Übergabe vereinbart wurde. Im Falle von Petru und Lascar konnte zudem das GPS-Gerät ihres Mietwagens ausgewertet werden, was die Tour de Suisse zu den 70 Läden ergab. Dass andere Detailhändler viel seltener von Kriminaltouristen heimgesucht werden, hat vermutlich mit der Ladenstruktur von Denner zu tun: Es gibt weniger Personal und in den tendenziell kleineren, schlichten Läden finden die Diebe schnell die gewünschte Ware.

In den Filialen im Wynecenter Buchs AG und dem Shoppyland Schönbühl BE, die von den Handlangern des Hehlers mehrmals aufgesucht wurden, stehen die Paletten mit Alkohol ausserdem gleich beim Eingang. Die Diebe sind meist in ihren Dreissigern, wie auch der genannte Hehler. Vor Gericht machten sie einen niedergeschlagenen Eindruck, alle drei waren schon mehr als ein halbes Jahr in vorzeitiger Haft und bekräftigten, künftig nur noch legales Geld verdienen zu wollen. Der tamilische Hehler übergab dem vorsitzenden Richter weinend ein paar Fotos seines einjährigen Sohnes, den er noch nie treffen konnte. Dass speziell Denner mit Diebstahl aus Südosteuropa zu kämpfen hat, ist kein neues Phänomen.

Schon 2014 machte das Unternehmen das Problem publik und sagte, man rüste die Verkaufsstellen konsequent mit Alarmanlagen aus und schule das Personal bezüglich Überfällen. Damals waren die zunehmende Professionalisierung der Banden sowie die Gewaltbereitschaft problematisch. Wenn die Diebe nun tagsüber in die Filialen kommen – wie Petru und Lascar – und unbemerkt wieder abschleichen, nützt diese Prävention allerdings nicht mehr.

Beifang: Diese Diebe sind keine wahren Langfinger

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Beifang: Diese Diebe sind keine wahren Langfinger

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42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pafeld 18.10.2017 23:54
    Highlight Uuund gleich kommt wieder der Blödsinn, dass wir dies alles nur den offenen Grenzen, Schengen und der PFZ zu verdanken haben. Weil wir ja alle wissen, dass wir vor Einführung der PFZ unsere Grenzen so dicht geschlossen hielten, wie die ehemaligen Mauerschützen der DDR...

    Dass Schengen-Dublin bei der Aufklärung solcher Diebeszüge von Vorteil sein kann, ist doch auch nur wieder so unnützes, linkes Faktentum, dass dem mündigen und erwachten Wutbürger nur im Wege steht.
    0 0 Melden
  • pedrinho 16.10.2017 14:37
    Highlight IMHO muessten hehler zu viel hoeheren strafen verurteilt werden. Der "markt" wird kleiner, wenn es schwieriger wird all das geklaute zeugs zu verkaufen.
    14 0 Melden
  • Spooky 16.10.2017 13:39
    Highlight Wieso gibt es eigentlich keine reichen Leute im Gefängnis? Sind das die besseren Menschen?
    12 24 Melden
    • Jürg Müller #BringBackHansi 16.10.2017 16:53
      Highlight Die sind eben 'gleicher'.
      11 11 Melden
    • pedrinho 16.10.2017 17:17
      Highlight @spooky
      ueberleg mal,
      ein reicher ueberfaellt keine bank, er eroeffnet eine. Ein reicher bricht nicht das gesetz, er nutzt die (eiungebauten) luecken ..... ;)
      13 3 Melden
    • Spooky 16.10.2017 22:10
      Highlight @Jürg Müller #BringBackHansi @ pedrinho

      Danke für die weiterführenden Infos 😎😁🖐
      1 0 Melden
  • Spooky 16.10.2017 13:38
    Highlight Arme Kriminelle steckt man ins Gefängnis, mit den reichen wird verhandelt.
    18 24 Melden
  • ThePower 16.10.2017 13:08
    Highlight Natürlich klauen Diebe bevorzugt bei Denner, denn dort ist es am günstigsten😂
    44 2 Melden
  • p4trick 16.10.2017 10:16
    Highlight Ganz ehrlich finde ich es besser die klauen Alkohol im Denner als brechen in Häuser und Wohnungen ein. Denner wird auch von Alkoholikern heimgesucht weil der Alkohol viel einfacher zu bekommen ist. Scheinheiligkeit der Migros. Sollen halt ihr Alkohol wegschliessen, aber dann verkaufen sie nicht so viel wenn der starke Alkohol zuerst erfragt werden muss.
    7 55 Melden
    • kleiner_Schurke 16.10.2017 11:15
      Highlight Also sollte man die am Ende sogar noch belohnen dafür, dass sie nicht eingebrochen haben? Oder besser noch, einen staatlich finanzierten Supermarkt eröffnen in dem die Banden aus dem Osten ungehemmt klauen können, denn jeder soll so sein dürfen wie er eben ist....
      66 7 Melden
  • Hardy18 16.10.2017 09:37
    Highlight Haha das Video 👏🏼😂
    3 2 Melden
  • Mr.President 16.10.2017 09:34
    Highlight Einen streng aussehenden Security Mann am Denner Ausgang einstellen (der Bodycheck bei bedarf macht) - Problem gelöst!
    9 22 Melden
    • Pasch 16.10.2017 14:06
      Highlight Und noch eine für die Damen, die Wirtschaft brummt so werden Jobs geschaffen! 😂😂😂
      17 0 Melden
  • acove 16.10.2017 09:18
    Highlight und dann gibt es noch jene hunderte von Schweizern, welche, so ganz nebenbei auch noch was mitlaufen lassen, und dies in nicht bescheidenen Mengen, wie Erhebungen der kant. Polizeidienststellen und bei allen Großverteilern, Modegeschäften etc. ergeben haben.
    16 39 Melden
    • Scott 16.10.2017 11:59
      Highlight Es gibt auch Schweizer, die klauen. Tolle Erkenntnis!

      Also dürfen das auch alle anderen?
      52 5 Melden
    • Jürg Müller #BringBackHansi 16.10.2017 17:00
      Highlight Sehe ich auch so. Schweizer klauen in der Schweiz (oder dann im nahen Ausland :-) ). Die anderen sollen das auch zuhause machen. Ich gehe auch nicht in die Walachei zum Klauen. Ich klaue nicht mal als Einkaufsklauer... ääh -tourist. 😆😆😆
      8 1 Melden
    • StilleLaute 16.10.2017 20:18
      Highlight @acove
      ja und auch hunderte in der CH wohnhafte Ausländer lassen neben bei auch was mitlaufen. Warum hast du das nicht auch erwähnt?
      3 0 Melden
  • MacB 16.10.2017 08:46
    Highlight Finde toll, wie die Polizei da reagiert hat!

    Aber eine Frage bleibt: Sind Mietwagen mit GPS ausgestattet? Das ist doch meines Wissens nicht legal..!?
    4 17 Melden
    • ujay 16.10.2017 11:32
      Highlight Doch, ist legal. Der Vermieter als Besitzer der Fahrzeuge darf das. Wird, soweit ich weiss, auch von den Versicherungen begrüsst.
      26 0 Melden
    • Midnight 16.10.2017 21:30
      Highlight Darf man schon, der Mieter muss allerdings darauf hingewiesen werden. Gilt übrigens auch, wenn man einen Drive Recorder eingebaut hat und sein Fahrzeug ausleiht oder eine andere Person fahren lässt.
      0 0 Melden
    • MacB 17.10.2017 08:54
      Highlight Danke für die info! :)
      0 0 Melden
  • Tropfnase 16.10.2017 08:03
    Highlight Die Mischung aus Personenfreizügigkeit, milden Strafen und laschen gutmenschen Richtern wirkt halt anziehend 🤗
    123 87 Melden
    • Posersalami 16.10.2017 09:12
      Highlight Ach und ohne PFZ würden keine Rumänen mehr in die Schweiz kommen können?

      Die Kombination aus Ressentiments und Idiotie wird unser Untergang sein. Was ist eigentlich mit dem organisierten Diebstahl am Volk, wie in zB. die Pharmaindustrie betreibt?
      42 44 Melden
    • Walter Sahli 16.10.2017 09:21
      Highlight Es dürfte wohl eher die Mischung aus Korruption, Armut,Perspektivlosigkeit im Heimatland und das Wohlstandsgefälle zum Tatland sein.
      Aber wenn die Nase tropft ist meist auch das Hirn verstopft.
      38 30 Melden
    • herpderpschlerp 16.10.2017 09:46
      Highlight naja, dass man bei 3000.- schaden keine todesstrafe verhängt sollte klar sein, finde 33 mte knast tönt nicht grad lasch. aber dir geht es ja mehr drum, ein paar schlagwörter in die runde zu wüten gnarf gnarf
      45 6 Melden
    • Randy Orton 16.10.2017 12:50
      Highlight Tropfnase, die müssen pro 90.- Schaden einen Monat in den Knast und das findest du milde?
      20 6 Melden
    • dan2016 16.10.2017 14:07
      Highlight ja, ich waere echt überrascht gewesen, wenn nicht die Personenfreizügigkeit hier erwaehnt wuerde. Und ich hoffe immer, dass Leute, welche sowenig Wissen, nicht abstimmen dürfen.
      16 11 Melden
    • Midnight 16.10.2017 21:32
      Highlight Die PFZ wird wohl kaum die Ursache für Kriminalität sein. Diese ist eher im korrupten Weltwirtschaftssystem zu suchen!
      2 0 Melden
  • Willkommen 16.10.2017 07:29
    Highlight In der schweiz zahlt sich Organisierter Diebstahl aus...
    96 37 Melden
    • T0815 16.10.2017 08:07
      Highlight Leider ist es für die Polizei interessanter und lukrativer den Pendler verkehr zu blitzen...
      76 72 Melden
    • Einstürzende_Altbauten * 16.10.2017 08:16
      Highlight Das verstehe ich nicht. Warum zahlt sich hier organisierter Diebstahl mehr aus? Der Preis der Wareist ja bei Diebstahl egal. Kannst Du mir das erklären?
      33 45 Melden
    • Bob_das_Fahrrad 16.10.2017 08:18
      Highlight Gleich der erste Kommentar plakativer Unsinn. Well done! Die Trolle schlafen nie, huh?
      15 12 Melden
    • Madison Pierce 16.10.2017 09:07
      Highlight @"Einstürzende_Altbauten *": Er meint wohl, dass sich organisierter Diebstahl hier lohnt. Relativ offene Grenzen, gut bestückte Läden, geringe zu erwartende Strafen.

      Die Grenzen überall zu kontrollieren ist illusorisch, in den Läden keine teuren Waren mehr anzubieten auch, bleiben noch die Strafen: würden die erhöht, würde sich irgendwann das Risiko nicht mehr lohnen.
      16 6 Melden
    • EvilBetty 16.10.2017 10:43
      Highlight T0815: fahr halt nicht zu schnell.
      28 5 Melden
    • herpderpschlerp 16.10.2017 11:18
      Highlight @madison: ich weiss nicht wie oft man es wiederholen muss, bis es der letzte böög auch verstanden hat: höhere strafen schrecken nicht ab! das einzige was abschreckt, ist die wahrscheinlichkeit gefasst zu werden
      24 9 Melden
    • Einstürzende_Altbauten * 16.10.2017 11:33
      Highlight @Madison Pierce Danke für Deine Antwort. Mal sehen, ob sich Willkommen doch noch meldet.
      5 2 Melden
    • Madison Pierce 16.10.2017 12:10
      Highlight @herpderpschlerp: Das stimmt so nicht. Affekthandlungen werden durch höhere Strafen nicht verhindert. Schliesslich wiegt weder der Schläger noch der drogensüchtige Räuber Vor- und Nachteile der Tat rational ab.

      Kriminelle Banden sehen die Einbrüche aber als Geschäft. Sitzt plötzlich der Onkel die nächsten Jahre im Gefängnis, ist das Risiko den zu erwartenden Gewinn nicht mehr wert.

      Ist wie mit dem zu schnell fahren: im Bereich, wo es noch eine Busse gibt, riskiert man es vielleicht, dort wo der Ausweis weg sein kann, lässt man es.
      20 4 Melden
    • herpderpschlerp 16.10.2017 12:30
      Highlight @madison: stimmt, darum ist die kriminalitätsrate in der schweiz massiv höher als in den USA... wart... hä? ui
      10 9 Melden
    • T0815 16.10.2017 12:58
      Highlight @EvilBetty: Nicht ich... natürlich... die anderen...

      ;)
      2 1 Melden
    • Alex_Steiner 16.10.2017 13:11
      Highlight Aja? Lohnt es sich? Der eine hat in 8 Tagen Ware im Wert von 3000 Franken zusammen geklaut. Für den Betrag kann er es aber nicht weiter verkaufen. Also kriegt er vielleicht 1000 Franken. Und dann Zahlt er noch Hotel-, Essens- und Benzinkosten für 1 Woche in der Schweiz. Also ist er bei etwa -2000 Franken.
      8 6 Melden
    • Walter Sahli 16.10.2017 13:18
      Highlight Der Pschlerp hat recht. Die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, macht's aus.
      Gerade beim Autofahren ist dies gut zu beobachten, Pierce!
      12 2 Melden
    • Darkside 16.10.2017 20:58
      Highlight Insofern scheint es sich zu lohnen, da man hier offenbar mit Knastarbeit mehr verdienen kann als in Rumänien mit ehrlicher Arbeit, wie kürzlich ein Rumäne im Grosshof Kriens zu Protokoll gab.
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