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Weil sein Kanton ruft: Gibt SP-Chef Levrat sein Amt ab? – Doch da gibt es noch 5 Hürden

10.11.17, 08:45 10.11.17, 09:20


Löst ein Rücktritt in der Freiburger Kantonalregierung eine Kettenreaktion aus? Zumindest sorgt der überraschende Abgang der grünen Staatsrätin Marie Garnier für ziemliche Unruhe im Kanton Freiburg. Garnier hatte vertrauliche Dokumente an die Presse weitergegeben.

Im März 2018 wird das Stimmvolk über ihre Nachfolge in der siebenköpfigen Exekutive entscheiden. Wie der Tages-Anzeiger berichtet, zeichnet sich eine Kampfwahl zwischen links und rechts  ab. 

Parteipraesident Christian Levrat, SP, wird fuer die sogenannte Elefantenrunde vorbereitet wo er sich zu den Abstimmungsergebnissen aeussern wird, am Sonntag, 24. September 2017, in Bern.  (KEYSTONE/ Peter Schneider)

Ab nach Freiburg? SP-Präsident und Ständerat Christian Levrat. Bild: KEYSTONE

Will die Linke den Sitz behalten, muss deshalb eine profilierte Person ihren Hut in den Ring werfen. Wie praktisch, dass einer der prominentesten SP-Politiker aus dem Kanton Freiburg kommt: Parteichef Christian Levrat. 

Da gibt es nur fünf Hürden:

Nicht im Wunschprofil

Der 47-Jährige ist offensichtlich weder eine Frau, noch kommt er aus dem nördlichen Kantonsteil. Dies wäre aber das Wunschprofil für den zu besetzenden Sitz. Laut lokalen Medien sollte das aber kein grundsätzliches Problem darstellen.

Die nationale Situation

2019 sind eidgenössische Wahlen. In den Parteizentralen laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Träte Levrat als Parteipräsident ab, bliebe seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin kaum Zeit für eine genügende Einarbeitung vor der heissen Wahlkampfphase. 

Die kantonale Situation

Levrat ist nicht nur SP-Parteipräsident, sondern auch Ständerat. Zwar sind im Kanton Freiburg Doppelmandate möglich, allzu lange dürften die Wähler laut Einschätzung des «Tagi» das nicht mitmachen. Ein möglicher Nachfolger müsste erst aufgebaut werden.

Die Grünen

Die zurücktretende Staatsrätin Marie Garnier war eine Grüne – und die wollen der SP den Sitz nicht einfach so überlassen. Der Kantonalpräsident hat gemäss dem «Tagi» bereits angekündigt, dass seine Partei einen eigene Kandidatur präsentieren werde.

Will Levrat überhaupt?

Das ist unklar. Er war gestern für den «Tages-Anzeiger» nicht erreichbar. Andere SP-Schwergewichte wollten sich zu dem Thema nicht äussern. Kantonalpräsdient Benoit Piller bestätigte aber, das Levrat Teil seiner Strategiepläne für die Ersatzwahl Gerniers sei. (mlu)

Schiedsrichter rettet Leben

Video: srf/SDA SRF

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 11.11.2017 01:16
    Highlight Er hat recht, wenn er geht.

    Er ist zwar super! Aber wieso Perlen vor die Schweine werfen?

    Die SP-Mitglieder sind ja nur noch Anti-Blocher und Anti-Trump.

    Null eigene Ideen!

    Zum Glück gibt es noch die JUSO mit Tamara Funiciello. Ein Lichtblick!

    3 3 Melden
    • pamayer 11.11.2017 22:45
      Highlight Ich sehe es auch so, dass die SP aktuell schwächer. Die Juso und vor allem die Grünen sind sehr aktiv und mutig.
      Nur machen die Bürgerlichen immer lustig über die Jusos, die somit abgesägt werden.
      Eine fiese Methode, um nicht zu hören, was sie zu Recht bemängeln.
      2 0 Melden
  • Caturix 10.11.2017 09:16
    Highlight Neeeeeein Bitte behaltet Ihn in Bern. Wir geben euch sogar Geld wenn es sein muss.
    33 38 Melden
    • Fabio74 10.11.2017 09:49
      Highlight So viel zum Thema Demokratie
      7 21 Melden
    • FrancoL 10.11.2017 10:45
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      15 23 Melden

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