Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Hamid und Mohammad - Die zwei Flüchtlinge, die im Mai durch die Schweiz wandern.

Die zwei Freunde sind es gewohnt, weit zu laufen. Auch ihren langen Weg von Afghanistan in die Schweiz haben sie fast ausschliesslich zu Fuss bewältigt.  bild: Camille Kündig

Statt rumzulungern haben diese Afghanen Grosses vor – 1000 Kilometer durch die Schweiz 

Hamid und Mohammad wollen sich integrieren. Während sie auf ihren Asylbescheid warten, dürfen sie aber nicht arbeiten. Um der Kultur ihres Gastlandes und seiner Bewohner trotzdem näher zu kommen, üben sich die beiden ab Mai im Schweizer Nationalsport: Sie wandern quer durchs Land.



abspielen

Video: watson/Lya Saxer

Hamid und Mohammad wollen die Schweiz entdecken. Seit über einem Jahr sind die zwei 26-jährigen Afghaner (Hazara) bereits hier. Hinter ihnen liegt der Krieg mit all seinen Schrecken. Unser Land ist für sie Refugium, eines, das sie nicht gut kennen. Das soll sich nun ändern.

Ab dem 1. Mai werden die Flüchtlinge während einem Monat auf hiesigen Wanderwegen anzutreffen sein. Ihr Ziel: «Das Land besser kennenlernen, unsere Integration aktiv angehen und politisch ein Zeichen gegenüber anderen Flüchtlingen und Einheimischen setzten», erklärt Hamid.

Nach den pro Tag eingerechneten 30 Kilometer Fussweg werden die zwei jeweils bei Menschen übernachten, die sich bereit erklären, sie für eine Nacht aufzunehmen. 

Bild

Hamid und seine Familie auf ihrer Flucht. Hier legten sie irgendwo zwischen dem Iran und der Türkei eine kurze Pause ein.  bild: Hamid  Jafari

Den Weg von Kreuzlingen über Biasca bis nach Martigny mit dem Velo zu bestreiten, ist für Hamid und Mohammad keine Option. Hamid erzählt lächelnd: «Wir haben bemerkt, dass das Wandern etwas typisch Schweizerisches ist. So nehmen wir die längere Reisezeit gerne in Kauf.» Die 1000 Kilometer zu Fuss zu bestreiten, werde für sie ohnehin kein Problem sein. Sie seien ja grösstenteils auch von Afghanistan bis in die Schweiz gelaufen.

Im Video oben erfahren Sie mehr über das Projekt von Hamid und Mohammad. 

Mitmachen oder Spenden

Für ihre Wanderung sind Hamid und Mohammad noch auf der Suche nach guten Schuhen in Grösse 40 und 42. Weitere Wanderausrüstung sei auch willkommen. Wer Kleidung oder anderes spenden möchte, kann das gerne über dieses Formular tun. Geldspenden sind aus rechtlichen Gründen nicht erlaubt. In mehreren Städten sind die Flüchtlinge auch noch auf eine Schlafmöglichkeit angewiesen. Wer mitmachen oder weitere Informationen zum Projekt lesen will, bitte hier klicken. 

Das könnte dich auch interessieren:

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

42
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
42Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • @kianram 12.04.2017 08:20
    Highlight Highlight In diesem Zusammenhang die Ethnie der Beiden in Klammer anzugeben, finde ich seltsam. Entweder man erklärt, dass die Minderheit der Hazara Diskriminierungen ausgesetzt und das möglicherweise ein Asylgrund ist, oder man lässt es weg.
  • Christian Gerber 11.04.2017 19:28
    Highlight Highlight Gute Idee. Falls sie bei uns vorbeikommen steht unser Haus offen.
    • Alpöhy 12.04.2017 22:12
      Highlight Highlight @pondering
      Bei deinem Super Hochdeutsch fragt man sich doch glatt ob DU gut integriert bist...
  • Denk nach 11.04.2017 18:14
    Highlight Highlight Liebes Watson Team, ich finde es sehr löblich das ihr versucht mit solchen Geschichten eine breite, differenzierte Diskussion anzuregen.

    Was ich sehr ungünstig finde ist, das ihr sehr oft die unterschiedlichen Aufenthaltsbewilligungen/-status der Personen vermischt. Meines Erachtens verwirrt das den Leser. Beispielsweise schreibt ihr, dass sie auf ihren Asylbescheid warten und daher nicht arbeiten dürfen (Asylsuchende/-bewerber). Weiter unten kommt dann die Betitelung als Flüchtlinge. Das verwirrt! Da unter Flüchtlinge oft ein Aufenthaltsbewilligung B verstanden wird, die dürfen arbeiten.
    • Bchij 11.04.2017 21:52
      Highlight Highlight Flüchtlingen sind doch primär Leute die geflüchtet sind, nicht? Der Aufenthaltsstatus kann dabei unterschiedlich sein ;)
    • Tanea 11.04.2017 23:58
      Highlight Highlight @Bchij
      Ich muss leider etwas klugscheissern, denn du vermischst die zwei Bedeutungen des Begriffs "Flüchtling".

      Der gesellschaftliche ist jener, den du in deinem Kommentar erwähnt hast. Hingegen ist der rechtliche ein anderer!

      Ein Flüchtling ist eine Person, der/die die Kriterien eines Flüchtlings nach Genfer Konvention erfüllt, einen positiven Bescheid erhalten und somit die B-Bewilligung hat.
  • Randy Orton 11.04.2017 17:12
    Highlight Highlight Schöne Idee. Ich finde einfach den Titel sehr unglücklich gewählt, er suggeriert, dass alle andern Flüchtlinge nur rumlungern.
  • mikarapaja 11.04.2017 16:41
    Highlight Highlight Ich finde das toll und unterstüzte sie gerne. Mein Mann und ich mögen es Geschichten aus anderern Kulturen zu hören. Deshalb, sind wir auch bei couchsurfing. 😊
  • Thinktank 11.04.2017 16:25
    Highlight Highlight Als integriert betrachten wir Menschen, die hier arbeiten, Steuern zahlen und Niemandem zur Last fallen. Leider berichtet Watson kaum über solche Migranten, gibt es keine?
    • LaPaillade #BringBackHansi 11.04.2017 16:41
      Highlight Highlight Guten Tag Thinktank
      Meine Mutter arbeitet hier, zahlt steuern und fällt niemandem zur Last (ausser wenn sie jammert, ich müsse mal wider zum Essen vorbeikommen). Soll ich einen Bericht über meine Mutter für dich schreiben?

      Ansonsten: Kennst du echt keinen Migrant (Ausländer) der hier arbeitet und Steuern zahlt? In der Schweiz ist etwa jeder vierte ein Ausländer, glaubst du von denen arbeitet keiner und die machen alle nur Probleme?
      Wofür das Think in deinem Namen wohl steht?
    • Silent_Revolution 11.04.2017 16:47
      Highlight Highlight "wir" durch ich ersetzen bitte.

      Danke!
    • Hinkypunk 11.04.2017 16:48
      Highlight Highlight Hauptsache es geht um Geld. Kein Wunder gibt es in der Schweiz so viele selbstmord. Das Leben besteht mehr als nur aus Geld und Arbeit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baba 11.04.2017 14:27
    Highlight Highlight Berichtet watson regelmäßig über die beiden und ihre grosse 'Walz'? Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse würden mich wirklich interessieren.
  • barbablabla 11.04.2017 14:19
    Highlight Highlight Liebes Watson Team. Hätte Platz für die Beiden wenn sie in Zürich sind. Habt ihr Kontaktangaben?
    • barbablabla 11.04.2017 14:44
      Highlight Highlight Habs gefunden🙈
    • Camillemarlene 11.04.2017 14:58
      Highlight Highlight Hallo :) Die Kontaktangaben sind in der Box am Ende des Artikels verlinkt.
    • Steddybär 11.04.2017 15:07
      Highlight Highlight Du kannst auf den Link in der Infobox klicken und wirst dann auf eine Webseite weitergeleitet mit einem Kontaktformular.
  • chraebu 11.04.2017 14:19
    Highlight Highlight Super Idee. Hab mich als Gastgeber Stadt Bern gemeldet und hoffe die 2 kommen bei mir vorbei. :)
    • chraebu 12.04.2017 08:50
      Highlight Highlight Leider nein. Aber gemäss Rückmeldung erhalten sie durch die Berichterstattung in den Medien super viele Anfragen. Tolle Sache und gut wenn die Unterstützung so gross ist.

      Cool wäre auch, wenn man einen Teil der Strecke mit Ihnen wandern könnte
  • kusel 11.04.2017 14:19
    Highlight Highlight Ich beneide Euch. Würde ich auch gerne machen. Muss aber meinen Lebensunterhalt verdienen. Aber in meinen Ferien werde ich auch 10 Tage unterwegs sein. Vielleicht trifft man sich ja.
    • s.v. 11.04.2017 15:05
      Highlight Highlight Wer lesen kann ist klar im Vorteil: "Hamid und Mohammad wollen sich integrieren. Während sie auf ihren Asylbescheid warten, DÜRFEN SIE ABER NICHT ARBEITEN."
      Wahrscheinlich würdest du dich auch darüber aufregen, wenn sie arbeiten würden mit der Begründung "Die Ausländer nehmen uns Schweizern die Jobs weg"...
    • Mr. Malik 11.04.2017 15:17
      Highlight Highlight Absolut dasselbe
  • Illuminati 11.04.2017 14:06
    Highlight Highlight Ganz tolle Geschichte!
    Mehr solche Sachen, denn davon gibt es mehr als wir denken aber wenn wir halt nur immer von brennenden Asylunterkünften oder "Problemasylanten" lesen, werfen die Meisten halt alle in den gleichen Topf...
  • Caprice 11.04.2017 14:04
    Highlight Highlight Bei dem Bild von Hamid und seiner Familie sind mir die Tränen in die Augen geschossen. Wir können uns nicht ansatzweise vorstellen, was diese Eltern durchgemacht haben / durchmachen.
    • Mr. Malik 11.04.2017 17:40
      Highlight Highlight Kann mir jemand aus der garde der blitzer erklären was ihn/sie dazu bewogen hat?
      Entgeht mir was?
      Würde mich wundernehmen.
      No trolling.
    • Gummibär 11.04.2017 19:10
      Highlight Highlight @Mr.M Das hier ist ein Experiment.

      Ich wünsche allen Mitkommentatoren von ganzem Herzen einen stressfreien, erfolgreichen Tag.


  • Bär73 11.04.2017 13:20
    Highlight Highlight Schade laufen sie nicht den Jakobsweg. Der geht an unserem Haus vorbei. Die beiden hätten wir für eine Nacht aufgenommen.
  • olga 11.04.2017 13:01
    Highlight Highlight ps. Abgesehen davon, dass es "rum zu lungern" heissen müsste, finde ich diesen Ausdruck nicht sehr treffend gewählt. Hamid & Mohammad besitzen den N Ausweis und dürfen deshalb nicht arbeiten, wie er ja im Video erklärt. Dies ist das Schicksal einer sehr grossen Anzahl an Flüchtlingen in der Schweiz. Aber deshalb "lungern" nicht einfach rum. Das ist ein sehr negativ konnotiertes Wort. Sie haben einfach keine Wahl und müssen abwarten. Vielleicht könnte man das noch ändern..
    • demokrit 11.04.2017 14:30
      Highlight Highlight Natürlich darf man mit dem N-Ausweis arbeiten. Nach einer Frist von 3 Monaten.
    • LaPaillade #BringBackHansi 11.04.2017 16:20
      Highlight Highlight Theoretisch schon. Aber die Vorrangregelung macht es ziemlich schwer bis unmöglich eine richtige Arbeitsstelle zu finden:

      - Vorrang auf dem Arbeitsmarkt haben Schweizer/innen, Personen mit Ausweis C, B, und F sowie sämtliche Personen, die Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung haben.

      Zudem benötigst du in den meisten Kantonen einen "positiven arbeitsmarktlichen Vorentscheid" und so wie ich es vom Kanton Bern kenne einen positiven Bescheid der Fremdenpolizeibehörde: http://www.pom.be.ch/pom/de/index/migration/aufenthalt_in_derschweiz/arbeiten_mit_ausweisnasylsuchende.html
    • demokrit 11.04.2017 17:28
      Highlight Highlight Die Möglichkeit besteht auch praktisch (ich kenne selber jemanden, der es geschafft hat). Der Vorrang ist für den Arbeitgeber wohl weniger das Problem. Wer will ihm schon beweisen, dass er keinen Schweizer findet? Das Problem ist vielmehr, dass die Qualifikationen in der Regel für unsere Berufe hinten und vorne nicht vorhanden sind, da es in diesen Sprachräumen so etwas wie Lehrberufe gar nicht gibt und meist nicht einmal ordentlicher Schulbesuch vorhanden ist. Darum ist es auch reichlich absurd, wenn die Gewerkschaften und SP da auf "berufs- und ortsübliche Anstellungsbedingungen" pochen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dini Mueter 11.04.2017 12:59
    Highlight Highlight So viel Liebi! <3
  • olga 11.04.2017 12:54
    Highlight Highlight Was für eine tolle Sache <3

«Es ist hart, für etwas zu kämpfen, das für die SVP nicht Priorität hat»

Alice Glauser sitzt seit drei Jahren für den Kanton Waadt im Nationalrat. In den Reihen der SVP kämpft sie für die Landwirtschaft – und für die Gleichstellung. watson hat Glauser gefragt: SVP und Feminismus, wie geht das zusammen?

Frau Glauser, weder die SVP noch die Westschweiz kann sich damit rühmen, viele Frauen in die Politik zu schicken. Sie sind die Ausnahme. Würden Sie sich als Feministin bezeichnen?Alice Glauser: Wenn man sich für die Rechte der Frauen einsetzt, ist man wohl eine Feministin.

SVP und Feminismus, wie passt das zusammen?Da ich selbst Landwirtin bin, ging es mir zu Beginn meiner Karriere in erster Linie um die Anliegen der Landwirtschaft. Später dann spezifisch um die der Bäuerinnen. Die SVP ist …

Artikel lesen
Link zum Artikel