Schweiz

Wie viele Arbeitsstunden pro Woche müssen geleistet werden? Mit der Flexibilisierung der Arbeitswelt wird zunehmend die Notwendigkeit der Arbeitszeiterfassung in Frage gestellt. Bild: KEYSTONE

Psychologe zur 50-Stunden-Woche: «Wer überarbeitet ist, macht halt mehr versteckte Pausen»

Der Gewerbeverband fordert eine Ausweitung der wöchentlichen Höchstarbeitszeit auf 50 Stunden. Arbeitspsychologe Michael Weber erklärt, wie sich das auf die Arbeitnehmer auswirken würde – und warum das der falsche Ansatz ist.

08.11.17, 18:55 09.11.17, 06:55

Herr Weber, der Gewerbeverband will die Höchstarbeitszeit für alle Arbeitnehmer zum Ärger der Gewerkschaften auf 50 Stunden anheben. Macht das krank?
Michael Weber:
Es hängt davon ab, wie andauernd die Situation ist, in der jemand 50 Stunden pro Woche arbeitet. Grundsätzlich gilt: Der Mensch ist ein Wesen wie jedes andere. Wenn er etwas geleistet hat, braucht er danach Erholung. Er braucht kurzfristig über den Tag verteilt genügend Erholungsphasen, aber auch abends und am Wochenende.

Was geschieht, wenn jemand mehrere Wochen hintereinander 50 Stunden und mehr arbeitet?
Grundsätzlich ermüdet Arbeit. Und diese Ermüdung hat Folgen. Kurzfristig kann man das ausgleichen, aber langfristig zeigt die Ermüdung Auswirkungen. Es geht nicht nur um gesundheitliche Risiken, sondern auch um die Leistung. Wer überarbeitet ist, dessen Leistungsfähigkeit sinkt. Man beginnt, während eines Arbeitstags versteckte Pausen einzubauen – indem man beispielsweise überflüssige Wege geht.

Bild: zVg

Michael Weber

Der 45-Jährige ist geschäftsführender Partner beim Büro a&o in Bern, wo er als Organisationsberater und Coach tätig ist. Er ist studierter Arbeits- und Organisationspsychologe sowie Organisationsentwickler.

Kommt es aus arbeitspsychologischer Sicht auf fünf Stunden mehr oder weniger Arbeit in der Woche überhaupt an?
Die psychologischen Auswirkungen von langen Arbeitswochen sind individuell sehr verschieden. Es ist zum Beispiel entscheidend, ob die zusätzliche Arbeitszeit freiwillig und aufgrund einer autonomen Entscheidung des Angestellten geleistet wird, oder ob sie einem aufgezwungen worden ist.

Dann wäre es sinnvoll, diese Unterscheidung im Arbeitsgesetz festzuhalten – die moderne Arbeitswelt ist schliesslich flexibler geworden.
Rechtlich ist es wohl schwierig zu definieren, was Autonomie ist. In der Praxis gibt es unzählige Situationen, wo kein offensichtlicher Zwang herrscht, Überstunden zu machen. Aber subtil wird einem Angestellten signalisiert, dass von ihm erwartet wird, länger zu bleiben. Hier von Flexibilität zu sprechen und das Arbeitsgesetz entsprechend zu ändern, ist heikel.

Warum?
Das Arbeitsgesetz ist letztlich ein Schutzgesetz. Es muss Arbeitnehmende vor Exzessen schützen. Denn Flexibilisierung ist nicht per se gut. Aus arbeitspsychologischer Sicht ist Flexibilität dann zu begrüssen, wenn sie zu mehr Autonomie führt.

«Es ist wichtig, dass wir uns die Kompetenzen aneignen, um mit dieser ständigen Erreichbarkeit umgehen zu können»

Wann ist das der Fall?
Wenn Arbeitnehmer selber und ohne äusseren Druck entscheiden, wie sie ihre Arbeitszeit einteilen. Indem sie etwa auch einmal um 16 Uhr das Büro verlassen, um die Kinder aus der Kita zu holen und für sie das Abendessen zu kochen. Stattdessen arbeitet man nach dem Essen nochmals zwei Stunden.

Der Gewerbeverband hat also Recht. Das ist doch ein Win-Win-Szenario für beide Seiten.
In dem beschriebenen Fall schon. Nur wird es heikel, wenn von dieser Flexibilität ausgehend von den Arbeitnehmern verlangt wird, jeden Tag bis abends um 21h die Mails anzuschauen und gegebenenfalls zu antworten. Dann würde ein Mehr an Flexibilität nicht zu mehr Autonomie führen – sondern zu mehr Leistungsdruck.

Sie sprechen ein weiteres Thema der modernen Arbeitswelt an: die ständige Erreichbarkeit.
Aus arbeitspsychologischer Sicht ist es wichtig, dass wir uns die nötigen Kompetenzen aneignen, um mit dieser ständigen Erreichbarkeit umgehen zu können. Das fängt in Schule und Elternhaus an. Letztendlich muss jeder aber ein Stück weit für sich selber lernen, wie er das anpackt.

watson-Wirtschaftredaktor Philipp Löpfes Lob der Gemütlichkeit

In Frankreich wurde über ein «Recht auf Funkstille» nach Feierabend diskutiert. Muss die Erreichbarkeit gesetzlich geregelt werden?
Das wäre aus meiner Sicht der falsche Ansatz. Viel wichtiger ist, dass die Unternehmen das Thema immer wieder ansprechen. Es soll okay sein, wenn ein Vorgesetzter mal morgens um 1 Uhr ein Mail verschickt – oder ein Angestellter um 23 Uhr eines beantwortet. Nur muss das Unternehmen ganz klar kommunizieren, dass das nicht der Normalfall ist und nicht erwartet wird.

Ein flexibles Arbeitsmodell ist auch das Home Office. Was gilt es da zu beachten?
Das grosse Thema hier ist die Entgrenzung: Wo hört die Arbeit auf und wo beginnt das Private? Es besteht die Gefahr, dass beides zu stark vermischt wird und man so beides vernachlässigt. Also sowohl die Arbeit unkonzentriert macht, aber auch den Kindern, die über Mittag nach Hause kommen, zu wenig Aufmerksamkeit schenkt.

«Über das Gesetz lassen sich längst nicht alle Probleme lösen – wichtiger ist die Unternehmenskultur»

Wie lässt sich das vermeiden?
Arbeitnehmende müssen ihr Verhalten gut beobachten und mit sich und ihrem – privaten und beruflichen – Umfeld Regeln entwickeln. Sonst droht das Zuhause zu einem Ort zu werden, wo die Arbeit weitergeht. Als Arbeitgeber sollte man die Infrastruktur zur Verfügung stellen, die ein reibungsloses Arbeiten von zuhause aus ermöglicht. Dann bietet das Home Office-Modell viele Vorteile: Ein Gewinn an Autonomie, mehr Zeit mit der Familie, das Wegfallen von Pendelstrecken.

Zusammenfassend: Was gilt es aus arbeitspsychologischer Sicht zu beachten, sollte das Arbeitsgesetz reformiert werden?
Über das Gesetz lassen sich längst nicht alle Probleme lösen. Wichtig ist in erster Linie die Unternehmenskultur. Hier muss darauf geachtet werden, dass ein Zuwachs an Flexibilität auch mehr Autonomie für den Arbeitnehmer bedeutet.

Und worauf muss der Gesetzgeber schauen?
Das Gesetz sollte in meinen Augen die Arbeitnehmer vor extremen Anforderungen schützen. Und man sollte nicht wegen jeder kleinen Ausnahme, die in der Praxis mal vorkommt, gleich sämtliche gesetzlichen Vorgaben anpassen. Denn wenn die Arbeitnehmer mit der Ausnahme leben können, haben auch die Arbeitgeber nichts zu befürchten: Wo kein Kläger, da kein Richter.

Vielleicht war es ja Überarbeitung? Sie hatten EINEN Job ...

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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45
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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • sapperlord 10.11.2017 07:47
    Highlight Also ich wäre um einiges produktiver (und hätte mehr Freude), wenn die Arbeitszeit auf 35h GESENKT würde.
    Wäre eine Win-Win Situation, nur leider verstehen das nur sehr wenige.
    6 2 Melden
  • Little Flip 10.11.2017 07:10
    Highlight Sehe den Zusammenhang zwischen mehr Präsenz Zeit und mehr Leistung nicht gerade deutlich. Ich habe einen längeren Zeitraum 80% gearbeitet und war viel Motivierter und Leistungsfähiger als bei 100%.
    2 0 Melden
  • Rabbi Jussuf 09.11.2017 12:27
    Highlight Schon lustig, die Empörung allseits über die 50 Stunden.
    Anscheinend hat keiner von den vielen Kommentarschreibern den Text richtig gelesen!
    Es geht um eine wöchentliche HÖCHSTarbeitszeit von 50 Stunden - bei GLEICHER Jahresarbeitszeit wie bisher.
    Es geht also einzig um eine Flexibilisierung der Arbeit.
    So, jetzt kann man darüber diskutieren.
    9 16 Melden
    • Fabio74 10.11.2017 14:40
      Highlight Und wenn wir weiter denken, wofür Bigler und Co. stehen und was für eine Mehrheit im Parlament ist, dann wissen wir dass diese Jahresarbeitszeit ein netter Gag ist. Die gleichen Kreise arbeiten an der Abschaffung der Zeiterfassung, weil ein zu grosser Aufwand für die Unternehmen.
      Sprich es läuft darauf raus, den Arbeitnehmer schlechter zu stellen, die Arbeitsgesetze zu schleifen
      4 1 Melden
  • little.saurus 09.11.2017 09:20
    Highlight Und was ist mit denen die nicht zu Hause arbeiten können? Ich als Pflegefachperson müsste dann eine Stunde pro Tag länger im Spital bleiben und arbeiten...
    6 1 Melden
  • Lindaa 09.11.2017 08:19
    Highlight Unglaublich, dass über so etwas überhaupt diskutiert wird. Dass so etwas überhaupt in Erwägung gezogen wird. Das ist moderne Sklaverei!
    23 4 Melden
  • rodolofo 09.11.2017 07:35
    Highlight Oder sie sind öfters krank.
    Der Wirtschaftliche Schaden und die Kosten für unser Gesundheitssystem-System wegen gestressten und ausgepressten Arbeitskräften sind enorm!
    Weiss jemand, wie viel ein Burnout-Patient pro Tag kostet?Und wie der die Krankenkassen-Prämien in die Höhe treibt!
    Aber das Perfide an der Sache liegt eben darin, dass an solchen Burnout-Patienten wiederum sehr viele Leute verdienen, ähnlich wie sich Hyänen und Aasgeier über ein sterbendes Tier hermachen!
    Und diese Verdienstmöglichkeiten für Ärzte, Psychiater, Apotheker, Therapeuten, Jogalehrer, usw. treiben das BIP hoch.
    15 3 Melden
  • Raffaele Merminod 09.11.2017 07:25
    Highlight Wir schreiben das Jahr 2017. Das einzige Ziel was wir haben sollten ist die 32 Stundenwoche.
    Was heute diskutiert wird, zeigt nur, dass wir in den letzten 30 Jahren alles falsch gemacht haben.
    30 5 Melden
    • itsbigben 09.11.2017 17:26
      Highlight Die Schweiz hat in den letzten Jahren so einiges falsch gemacht.
      5 2 Melden
  • Kruso 09.11.2017 01:40
    Highlight Fragt mal einen Arzt wie sehr er sich über eine 50h Woche freuen würde. Hier fordern einige eine 36h Woche, schon interessant wie unterschiedlich leistungsfähig ein Mensch sein kann.
    13 27 Melden
    • Raffaele Merminod 09.11.2017 11:13
      Highlight Die Leistungsfähigkeit hängt von der Kombination aus Verantwortung, Anerkennung, Entlohnung und Privilegien ab. Die Kombination macht es aus.
      50h Stumpfsinnige Arbeit auf dauer, ist anstrengender als 50h als Arzt Patienten zu behandeln.
      16 2 Melden
  • Raphael Stein 08.11.2017 23:28
    Highlight Ihr könnt mich mal.

    Seit dem wir beschlossen haben den Umsatz nicht dauernd zu erhöhen, sondern stabil zu halten, geht es uns allen besser. Wir haben nominal weniger Geld zur Verfügung, das ist richtig.
    Allerdings konsumieren wir weniger, geniessen grundlegende Bedürfnisse und die Krankheitsrate ist massiv gesunken.

    21 0 Melden
  • Keller101 08.11.2017 23:17
    Highlight Warum das Jammern, Ärzte müssen 50 Stunden arbeiten und keinen kümmerst, dann können die Bürogummis doch auch eine Weile länger am Pult sitzen und Akten ordnen, Papier kopieren oder irgendein Dokument stempeln.
    7 43 Melden
    • itsbigben 09.11.2017 17:27
      Highlight Äpfel und Birnen
      5 1 Melden
  • AskLee 08.11.2017 22:48
    Highlight Eines ist das "Büromodell" der 50 Std/Woche, das andere der Detailhandel oder die Fertigung der Industrie.

    Schon jetzt fallen die VerkäuferInnen halbtot vom Dezember ins neue Jahr. Sonntagsverkäufe lassen grüssen. Jetzt noch die 50 Std/Woche dazu ??!

    Montagearbeit am Fliessband 10 Std am Tag. Mit weniger Ruhezeit ?!

    Ich wünsche dem Gewerbeverband einen fetten Denkzettel für jetzt und weit in die Zukunft, dass diese Idee nie mehr zur Sprache kommt.


    37 3 Melden
  • M@ Di11on (亚光狄龙) 08.11.2017 22:45
    Highlight Psychologen halt...
    Es gibt Leute, welche was dafür tun, damit andere davon leben können. Psychologen sicher nicht ;-)
    5 24 Melden
    • Fabio74 09.11.2017 07:27
      Highlight Und es gibt Leute die glauben was besseres zu sein als andere und ihre widerliche Arroganz stolz vortragen
      22 3 Melden
    • Raffaele Merminod 09.11.2017 11:16
      Highlight Genau M@ Di11on (亚光狄龙). Nieder mit den Psychologen und Studierten. Alle macht den Banker und Spekulanten!
      7 1 Melden
  • Pointer 08.11.2017 22:03
    Highlight Machen wir doch die 40 Stunden zur Norm. Wenn die AG ihre AN mehr beschäftigen wollen, müssen sie pro Stunde 10 Prozent mehr Lohn bezahlen. Ein AN der dann mit 50 Stunden beschäftigt wird, kostet den AG halt dann das Doppelte.
    42 1 Melden
  • shthfckup 08.11.2017 21:11
    Highlight Liebe zitronenpresser, eure zeit ist bald vorbei. Eure altbackene methoden sind überholt! Ihr werdet gnadenlos auf die schnauze fallen und durch modernere arbeitgeber ersetzt, wartets ab. ;-)
    53 4 Melden
  • Don Alejandro 08.11.2017 21:01
    Highlight Die Schweiz hat jetzt schon eine Weltklasseproduktivität. Je länger man arbeitet, desto geringer die Leistung pro Arbeitsstunde. Schon xfach wissenschaftlich belegt. Wir Lohnabhängigen sollen also noch mehr für die Inhaber malochen. Die Niedrigzinsen bringen wohl nicht mehr soviele Millionen in deren Privatkonten ein was durch Mehrarbeit der Lemminge nun zu kompensieren sei. Der Gewerbeverband ist sowas von Vorgestern. Die Digitalisierung wird die Produktivität noch mehr erhöhen. Ernstzunehmende Zukunftsforscher und VWL'er gehen eher von einer Senkung der Arbeitszeit aus.
    43 2 Melden
  • Don Alejandro 08.11.2017 20:49
    Highlight Die Schweiz hat jetzt schon
    8 2 Melden
  • Hugo Wottaupott 08.11.2017 20:38
    Highlight Oooh die arme Wirtschaft: ist das dieselbe Wirtschaft die nach 2 Jahren sagenhafter Produktion im Ausland wieder zurückkommt weil dort nach 2-3 maligem erscheinen der Arbeiter in der Folge viele mal schon 4 Tage nicht erscheinen? Oooh die arme Wirtschaft!
    44 1 Melden
  • Siebenstein 08.11.2017 20:20
    Highlight Es ist doch schon heute Realität, dass viele Arbeitnehmer zu wenig Steigen können um die übriggebliebene Freizeit überhaupt geniessen zu können!
    Auch das Ausnutzen jeder sich bietenden Lücke zum Ausschnaufen ist Realität, mit jeder Anhebung der Wochenarbeitszeit erhöht sich nur noch die Frustration über das Gefühl des zeitlich Angebundenseins an den Arbeitgeber!
    Ob das krank macht ist doch keine Frage!?
    41 1 Melden
  • itsbigben 08.11.2017 19:47
    Highlight Weniger ist mehr...

    Ich arbeite jetzt schon 42.5h/Woche und das merkt man. Arbeiten die beim Gewerbeverband überhaupt? Falls ja, dann wüssten sie, dass man auch noch gerne Freizeit hätte, damit man ausgeruht ist.

    Nur ausgeruhte Arbeiter sind gute Arbeiter
    166 5 Melden
    • FrancoL 08.11.2017 21:44
      Highlight Viele Arbeitgeber gehen davon aus dass der Arbeiter nebst der Arbeit nur noch ruhen sollte, somit können sie gut auch einen ausgeruhten Arbeiter nach einer 50-Stunden-Woche erwarten.
      14 1 Melden
  • Rendel 08.11.2017 19:45
    Highlight Die Arbeitnehmer zeigen sich ja oft schon sehr flexibel. Wäre schön wenn Arbeitgeber sich in Empathie schulen würden und auch flexibler werden (Vaterschaftsurlaub, Freitage für kranke Kinder, Teilzeitjobs, mehr ganz ungestörte Ferien) und ihre Angestellten auch am Gewinn teilhaben lassen, nicht nur Aktionäre, die keinen Finger krümmen.

    Dann wird ein Schuh draus.

    Erschöpfte Menschen sind nicht mehr sehr leistungsfähig. Erschöpfung tut auch Beziehungen nicht gut, die das Fundament jeder Gesellschaft bilden.
    129 6 Melden
    • Platonismo 08.11.2017 20:11
      Highlight Well put.
      22 1 Melden
    • seventhinkingsteps 08.11.2017 23:44
      Highlight Aber erschöpfte Menschen sind ersetzbar.
      4 0 Melden
  • Spooky 08.11.2017 19:34
    Highlight Das ist eher ein Robotermechaniker als ein Arbeitspsychologe:

    "Gut geschmiert und geölt funktionieren die Roboter besser und länger."
    13 27 Melden
  • Beggride 08.11.2017 19:21
    Highlight Ich wundere mich immer wieder, wie sehr wir in der Schweiz noch in der Welt von früher (mehr aufgewendete Zeit = mehr Produktivität) leben. Andere Länder sind auf 36 Stunden RUNTERgefahren...
    Zudem steigen die Anzahl Burnouts stetig, wie kann man das einfach nicht sehen??
    214 13 Melden
    • Pafeld 08.11.2017 21:15
      Highlight Für die Einsicht muss man wohl erst selbst betroffen sein.
      13 3 Melden
    • FrancoL 08.11.2017 21:43
      Highlight Die die es nicht sehen wollen, denen ist jegliche Vorsorge egal, denn meistens sind sie nicht betroffen. Aber es geht ja nicht nur um Burnouts, es geht doch auch darum, dass eine ausgewogene Arbeitszeit eine Zufriedenheit generiert die eine qualitativ bessere (nicht höhere) Leistung ermöglicht. Doch es zählt heute immer noch zu stark die Quantität und viel zu wenig die Qualität.
      22 2 Melden
    • Majoras Maske 08.11.2017 22:04
      Highlight Wenn der Lohn gleich bleibt, sind längere Arbeitszeiten schon ein Gewinn wegen den geringeren Kosten pro Stunde. Bei der 50-Stundenwoche ist es ja immerhin eine Gratisstunde pro Tag mehr.
      10 3 Melden
    • Matti_St 08.11.2017 22:20
      Highlight Man sieht das schon, nur ist das denen egal. Nachschub an Arbeitskräfte Jahren die genug.
      4 2 Melden
    • EvilBetty 08.11.2017 22:38
      Highlight Kann? «Will» triffts wohl eher, aber so ist er halt, der Schweizer, immer schön buckeln.
      3 3 Melden
    • SonShine 09.11.2017 15:35
      Highlight Für den guten Eindruck eine halbe Stunde früher kommen und nach Feierabend zwei Stunden länger bleiben. Den Tag mit irgendwelchem Unsinn füllen, Hauptsache es regt sich etwas im Büro und der Chef ist zufrieden.

      Für Familie und das Leben im Allgemeinen findet man immer weniger Zeit. Kinder bleiben auf der Strecke und kriegen lediglich mit, dass es wichtig ist viel Geld zu verdienen, währenddem sie sich fragen wo ihr Wert als Person bleibt.

      Die Folge:

      Weniger psychisch belastbare Persönlichkeiten mit Zwang zu unerreichbarer Grandiosität. Es folgen Depressionen etc.
      7 1 Melden
    • Beggride 09.11.2017 17:58
      Highlight @Sonshine: besser könnte man es nicht schreiben...
      2 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 09.11.2017 20:01
      Highlight Und ich wundere mich darüber, wie schlecht manche Kommentarschreiber lesen können.

      Beggride
      Du reagierst hier auf etwas, was mit dem Thema absolut nichts zu tun hat.
      1 2 Melden
  • Ville_16 08.11.2017 19:08
    Highlight Die wollen die 50 h Woche um Arbeitskräfte zu sparen. Produktiver wird dadufch niemand. Furzidee.
    70 3 Melden
  • Evan 08.11.2017 18:58
    Highlight Soweit ich das sehe ist dies doch nur ein Versuch, die Überzeitskosten zu reduzieren, oder sehe ich etwas falsch?

    Grundsätzlich dürfen wir gerne die maximale Wochenarbeitszeit auf 50 Franken heraufsetzen, wenn es mehr Lohn gibt, je mehr Stunden der Mitarbeiter in der Woche gearbeitet hat und die durchschnittliche Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden reduziert wird.
    36 3 Melden
    • Evan 08.11.2017 20:12
      Highlight 50 Stunden...
      8 1 Melden
    • The Hat Guy 10.11.2017 11:05
      Highlight Natürlich erhältst du mehr Lohn, wenn du mehr arbeitest. Das nennt man «Überstunden» und die muss dir der Arbeitgeber auszahlen (sofern nichts anderes vereinbart). Daran ändert sich ja nichts.
      1 1 Melden
    • Evan 10.11.2017 11:20
      Highlight @The Hat Guy, Länger als 50 Stunden meinst du?
      1 1 Melden
    • The Hat Guy 10.11.2017 13:13
      Highlight Nein. Länger als deine vertraglich vereinbarte Normalarbeitszeit meine ich. Die ist in den allermeisten Fällen nicht 50 Stunden.
      1 0 Melden

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