Schweiz

Fette Gewinne: Schweizer Banken verdienten 2015 so viel wie seit 2006 nicht mehr

30.06.16, 10:13

Die Gewinne und Verluste aller Schweizer Banken summierten sich im vergangen Jahr auf 15,8 Milliarden Franken. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, als unter dem Strich lediglich 7,4 Milliarden Franken resultierten. Einen höheren Gewinn erzielten die Banken mit 20,1 Milliarden Franken zum letzten Mal im Jahr 2006. 

Wird das Geschäft der Banken genauer betrachtet, zeigt sich, dass das Inlandgeschäft im Vergleich zum ausländischen wichtiger wurde. Zudem nahmen die Banken trotz aussergewöhnlich tiefer Zinssätze im Zinsengeschäft mehr ein als 2014. Der Grund ist, dass die Zinsaufwände stärker zurückgingen als die Zinserträge. Weniger verdient haben die Banken mit dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft.

Der Personalbestand verringerte sich 2015 um 1400 Angestellte auf 123'889. Das ist der tiefste Stand seit dem Jahr 2005.

Zahl der Banken schrumpft

Die Zahl der Schweizer Banken schrumpft weiter: Gemäss der Bankenstatistik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) waren es 2015 noch 266 Institute nach 275 im Jahr zuvor. Vor zwanzig Jahren, 1996, reichten noch über 400 Banken der SNB ihre Jahresrechnung ein.

Von den 266 verbliebenen Banken erzielte im vergangenen Jahr die überwiegende Mehrheit einen Gewinn. Lediglich 38 Banken schrieben einen Verlust, wie die SNB in ihrem jährlichen Bericht «Die Banken in der Schweiz» festhält. Am Donnerstag erschien die 100. Ausgabe dieses Berichts.

Auch bei der Bankenstatistik greift die neue Kommunikationsoffensive der SNB. Erst kürzlich hatte die Nationalbank die Lancierung einer App bekanntgegeben. Mit der Bankenstatistik liefert sie der Öffentlichkeit neu umfangreiches Datenmaterial, das auf data.snb.ch abgerufen werden kann. (whr/sda)

Das könnte dich auch interessieren:

Wo ist Walter? (Natur-Edition) Diese 14 Tierarten haben Forscher erst vor kurzem entdeckt

Video zeigt dramatische Flucht von nordkoreanischem Soldaten

Til Schweiger hat sich mit diesem Facebook-Post mal wieder in Schwierigkeiten gebracht ...

Uber vertuscht massiven Hackerangriff – 57 Millionen Kundendaten weg

Das sind die beliebtesten (und fairsten) Smartphones der Schweiz

Weil es schon wieder früh dunkel wird: 13 Glühbirnen-Witze zum Abschalten

Hast du auch dieses Teil an deiner Heizung? So funktioniert es richtig

12 geniale Erfindungen, die deinen Koch-Alltag einfacher machen

Nach dem «Haka» der «All Blacks» bleiben die Waliser einfach stehen 

Die 10 witzigsten Rezensionen bei Amazon – zum Beispiel für diese Huhn-Warnweste

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
18
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spiegelfabrik 30.06.2016 10:52
    Highlight Die UBS wird jedoch keinen Rappen Gewinnsteuern zahlen:
    "Trotz dieses guten Resultats muss die UBS in Zürich und der Schweiz keinen Rappen Gewinnsteuer zahlen. Dies werde sie erst wieder im Jahr 2017 tun, sagte Konzernchef Sergio Ermotti." (aus dem Tagesanzeiger)

    Die grössten Banken sind auf Grund der hohen Verlüste und Bussen stark steuerentlastet...
    22 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.06.2016 11:18
      Highlight Wir werden einfach nur noch verarscht und abgezockt. Zum Glück darf der dumme Arbeitnehmer dann wieder mehr Steuern bezahlen...
      24 4 Melden
    • Charlie Brown 30.06.2016 11:37
      Highlight Jedes Unternehmen in der Schweiz - vom KMU bis zum Grosskonzern - kann die Verlustvorträge der letzten 7 Jahre bei der Gewinnsteuer anrechnen. Hat mal in erster Linie gar nichts mit Verarsche und Abzocke zu tun sondern ist im Grundsatz gerechte Steuersystematik. Das müsste man halt verstehen, wenn man sich dazu eine fundierte Meinung bilden will.

      Und wer sich in der Schweiz über die Steuerlast aufregt, darf sich gerne mal den OECD-Vergleich reinziehen:

      http://www.compareyourcountry.org/taxing-wages?cr=oecd&lg=de

      Und dann das ganze bitte noch kombinieren mit was wir dafür alles bekommen.
      12 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.06.2016 11:54
      Highlight Traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast.
      Und ja es ist verarsche und Abzocke wenn Banken ihre Milliarden-Bussen als "Verlust" geltend machen können und DESHALB dann zum dank fürs kriminelle Verhalten keine Steuern bezahlen müssen (und dennoch Bonis an die Täter ausschütten können!)
      14 5 Melden
    • Charlie Brown 30.06.2016 12:44
      Highlight "Traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast." -> Willkommen am Stammtisch. Welches Interesse sollte die OECD haben, ausgerechnet die Daten zu den Schweizer Steuern zu fälschen?

      "Und ja es ist verarsche und Abzocke wenn Banken ihre Milliarden-Bussen als "Verlust" geltend machen können" -> In erster Linie machen sie das als Aufwand und nicht als Verlust geltend. Verlust entsteht aus einem Aufwandsüberhang. Man kann das schlecht finden, ok. Nur wäre ohne das "kriminelle Verhalten" auch der Ertrag geringer gewesen. Steuertechnisch hätte das wahrscheinlich nix gebracht.
      2 5 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 30.06.2016 15:06
      Highlight Charlie Brown: Egal ob Aufwand oder Verluste, willst du etwa pingelig werden?

      Tatsache ist doch, dass die Milliardenbussen der UBS, CS, VW etc. letztlich auf die Erfolgsrechnungen schlagen, und dass damit eine Art Sippenhaftung praktiziert wird.

      Es sind letztlich nicht die Firmen sondern die Bürger, welche die Bussen bezahlen müssen. Die Bussen werden in die Produkte eingepreist, oder dann werden jahrelang keine Steuern bezahlt, und auch die Pensionskassen verlieren viel Geld.

      Letztlich büssen wir alle für Verbrechen von ein paar Wenigen, die selber kaum zur Verantwortung gezogen werden.
      6 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.06.2016 15:20
      Highlight @CB: Vonwegen "Stammtisch": Tax Freedom Day Schweiz: 2. Juli (2015)
      https://de.wikipedia.org/wiki/Tax_Freedom_Day

      Ändert deine Spitzfindigkeit (Aufwand/Verlust) etwas am Resultat? Seit wann bezahlen die UBS-Zecken keine Steuern mehr? 2008? Und wieviele Bonis sind in dieser Zeit geflossen?
      3 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.06.2016 15:56
      Highlight Diese Aussage ist doch auch interessant, nicht?
      "Zu Beginn der neunziger Jahre lag der Tax Freedom Day noch Anfang April. Das Datum lag in der Schweiz vor allem deshalb so tief, weil die Prämien für die soziale Krankenversicherung an private Kassen gehen und darum nicht in die Berechnung einfließen, obschon es sich dabei auch um Zwangsabgaben handelt."
      Also die KK wird noch nicht mal mit eingerechnet bis am 2. Juli..
      http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Jeder-arbeitet-ein-halbes-Jahr-fuer-den-Staat/story/18770562

      Weder EFV noch Tagi würde ich als Stammtisch bezeichnen
      1 0 Melden
    • Charlie Brown 30.06.2016 16:26
      Highlight @Lorent: Buchhaltung ist per se etwas für pingelige Leute ;-)

      Also; Meine Aussage ist, dass ohne die Auslöser für die Bussen (welche im Aufwand verbucht werden) der Ertrag auch geringer ausgefallen wäre. Beides wirkt auf das Ergebnis. Ich kenne die Zahlen zu wenig um abzuschätzen, ob ohne illegale Geschäfte (und damit ohne Bussen und mit weniger Ertrag) das Ergebnis positiv oder negativ gewesen wäre. Die Verluste in den Schlechten Jahren waren aber alleine grösser als die Bussen, insofern wäre selbst ohne Busse kein steuerbarer Gewinn übrig geblieben.
      2 2 Melden
    • Charlie Brown 30.06.2016 16:30
      Highlight @geshitstormt: Wenn ich mich an deinen Stammtisch setze, dann antworte ich auf deinen Link ("Taxfreedomday) mit dem selben Spruch wie du. Sinvoll, oder?

      Ich verteidige den Raubtierkapitalismus nicht, bitte dich aber doch um ein wenig mehr Gesamtblick. Du weisst schon, dass der Grenzsteuersatz der Topmanager auf der Einkommenssteuer höher ist als der Steuersatz für die Unternehmensgewinne? Dass also 1 Mio Bonus unter dem Strich dem Fiskus mehr bringt als 1 Mio Unternehmensgewinn...?
      0 3 Melden
    • Charlie Brown 30.06.2016 17:03
      Highlight @geshitstormt: DU argumentierst auf Stammtischniveau (...Staistik...gefälscht...Schenkelklopf). Nicht deine Quellen. Die sind schon ok.
      0 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 30.06.2016 17:18
      Highlight Jaja mein lieber. Hättest du doch einfach den TA-Artikel gelesen, der erklärt auch wie wir in der OECD-Statistik auf so einen "tollen Wert" kommen.
      0 0 Melden
    • Charlie Brown 30.06.2016 21:14
      Highlight Der "tolle Wert" berücksichtigt klar die Einkommenssteuer. Ist transparent und vergleichbar.

      Erklär mir mal bitte, was BVG mit dem Fiskus zu tun hat. Das BVG bezahlst du steurbefreit ein und kannst es z.B. am Tag deiner Pensionierung mit einem reduzierten Steuersatz tutti beziehen. Das ist dein Geld. Niemandem anders. Aber jetzt verstehe ich... Du fälschst die Statsitik, damit sie dir in den Kram passt.

      Wenn schon kannst du noch die MWST mit berücksichtigen. Ein Tipp: Auch die ist fast nirgends so günstig wie hier.

      Passt für mich alles: Der pöhse Staat nimmt uns alles weg!!!11!ELF!1
      1 2 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 30.06.2016 23:09
      Highlight Du musst das etwas gröber anschauen, Charlie Brown. Mit pingeligen Details wirst du's nicht erfassen können, was geshitstormt sagen will.

      Wenn die Staatsfinanzen auf Gewinne von Kriminellen und Unmoralischen angewiesen sind, dann droht der Staat kriminell und unmoralisch zu werden.

      Du findest es also gut, wenn unmoralische Menschen unsere Firmen abzocken, weil dann auch der Staat von solchen kriminellen und unmoralischen Machenschaften profitieren kann?

      Ich meine, das ist etwas kurz gedacht.
      2 0 Melden
    • Charlie Brown 01.07.2016 10:41
      Highlight @Lorent: Ich habe es nicht gutgeheissen. Mir gehts um was anderes.

      Die Verluste resultieren nicht (nur) aus den Bussen. Wie schon oben gesagt; auch ohne Bussen wären die Ergebnisse negativ und damit keine Steuern fällig gewesen. That's it.

      Illegale Handlungen verurteile ich genau so. Aber die haben wenig mit der Steuersituation zu tun.
      0 1 Melden
  • Wilhelm Dingo 30.06.2016 10:33
    Highlight sehr gut, das gibt Steuererträge
    1 6 Melden
  • Nicolas Steger 30.06.2016 10:18
    Highlight Gewinne wie seit 10 Jahren nicht mehr aber Arbeitsplätze abbauen, so gefällt mir das! :)
    19 1 Melden
    • E. Edward Grey 30.06.2016 10:37
      Highlight Und seit Jahren von Krisenstimmung reden.
      25 2 Melden

Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

Artikel lesen