Schweiz
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Fette Gewinne: Schweizer Banken verdienten 2015 so viel wie seit 2006 nicht mehr



Die Gewinne und Verluste aller Schweizer Banken summierten sich im vergangen Jahr auf 15,8 Milliarden Franken. Das ist mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, als unter dem Strich lediglich 7,4 Milliarden Franken resultierten. Einen höheren Gewinn erzielten die Banken mit 20,1 Milliarden Franken zum letzten Mal im Jahr 2006. 

Wird das Geschäft der Banken genauer betrachtet, zeigt sich, dass das Inlandgeschäft im Vergleich zum ausländischen wichtiger wurde. Zudem nahmen die Banken trotz aussergewöhnlich tiefer Zinssätze im Zinsengeschäft mehr ein als 2014. Der Grund ist, dass die Zinsaufwände stärker zurückgingen als die Zinserträge. Weniger verdient haben die Banken mit dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft.

Der Personalbestand verringerte sich 2015 um 1400 Angestellte auf 123'889. Das ist der tiefste Stand seit dem Jahr 2005.

Zahl der Banken schrumpft

Die Zahl der Schweizer Banken schrumpft weiter: Gemäss der Bankenstatistik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) waren es 2015 noch 266 Institute nach 275 im Jahr zuvor. Vor zwanzig Jahren, 1996, reichten noch über 400 Banken der SNB ihre Jahresrechnung ein.

Von den 266 verbliebenen Banken erzielte im vergangenen Jahr die überwiegende Mehrheit einen Gewinn. Lediglich 38 Banken schrieben einen Verlust, wie die SNB in ihrem jährlichen Bericht «Die Banken in der Schweiz» festhält. Am Donnerstag erschien die 100. Ausgabe dieses Berichts.

Auch bei der Bankenstatistik greift die neue Kommunikationsoffensive der SNB. Erst kürzlich hatte die Nationalbank die Lancierung einer App bekanntgegeben. Mit der Bankenstatistik liefert sie der Öffentlichkeit neu umfangreiches Datenmaterial, das auf data.snb.ch abgerufen werden kann. (whr/sda)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spiegelfabrik 30.06.2016 10:52
    Highlight Highlight Die UBS wird jedoch keinen Rappen Gewinnsteuern zahlen:
    "Trotz dieses guten Resultats muss die UBS in Zürich und der Schweiz keinen Rappen Gewinnsteuer zahlen. Dies werde sie erst wieder im Jahr 2017 tun, sagte Konzernchef Sergio Ermotti." (aus dem Tagesanzeiger)

    Die grössten Banken sind auf Grund der hohen Verlüste und Bussen stark steuerentlastet...
    • Charlie Brown 30.06.2016 11:37
      Highlight Highlight Jedes Unternehmen in der Schweiz - vom KMU bis zum Grosskonzern - kann die Verlustvorträge der letzten 7 Jahre bei der Gewinnsteuer anrechnen. Hat mal in erster Linie gar nichts mit Verarsche und Abzocke zu tun sondern ist im Grundsatz gerechte Steuersystematik. Das müsste man halt verstehen, wenn man sich dazu eine fundierte Meinung bilden will.

      Und wer sich in der Schweiz über die Steuerlast aufregt, darf sich gerne mal den OECD-Vergleich reinziehen:

      http://www.compareyourcountry.org/taxing-wages?cr=oecd&lg=de

      Und dann das ganze bitte noch kombinieren mit was wir dafür alles bekommen.
    • Charlie Brown 30.06.2016 12:44
      Highlight Highlight "Traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast." -> Willkommen am Stammtisch. Welches Interesse sollte die OECD haben, ausgerechnet die Daten zu den Schweizer Steuern zu fälschen?

      "Und ja es ist verarsche und Abzocke wenn Banken ihre Milliarden-Bussen als "Verlust" geltend machen können" -> In erster Linie machen sie das als Aufwand und nicht als Verlust geltend. Verlust entsteht aus einem Aufwandsüberhang. Man kann das schlecht finden, ok. Nur wäre ohne das "kriminelle Verhalten" auch der Ertrag geringer gewesen. Steuertechnisch hätte das wahrscheinlich nix gebracht.
    • http://bit.ly/2mQDTjX 30.06.2016 15:06
      Highlight Highlight Charlie Brown: Egal ob Aufwand oder Verluste, willst du etwa pingelig werden?

      Tatsache ist doch, dass die Milliardenbussen der UBS, CS, VW etc. letztlich auf die Erfolgsrechnungen schlagen, und dass damit eine Art Sippenhaftung praktiziert wird.

      Es sind letztlich nicht die Firmen sondern die Bürger, welche die Bussen bezahlen müssen. Die Bussen werden in die Produkte eingepreist, oder dann werden jahrelang keine Steuern bezahlt, und auch die Pensionskassen verlieren viel Geld.

      Letztlich büssen wir alle für Verbrechen von ein paar Wenigen, die selber kaum zur Verantwortung gezogen werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 30.06.2016 10:33
    Highlight Highlight sehr gut, das gibt Steuererträge
  • Nicolas Steger 30.06.2016 10:18
    Highlight Highlight Gewinne wie seit 10 Jahren nicht mehr aber Arbeitsplätze abbauen, so gefällt mir das! :)

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