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Bild: Klaus Petrus

Tierschützer protestieren nach Todesflucht von Stier in Zürich

Nachdem letzte Woche ein Stier in Zürich ausgerissen ist, versammelten sich anderentags Tierschützer mit Plakaten vor dem Schlachthof Herdern.

18.07.16, 07:07 19.07.16, 08:51


Was für eine ungewöhnliche Geschichte: Vergangenen Freitag riss in Zürich ein 450 Kilogramm schwerer Stier aus dem Schlachthof Herdern aus. Schon bald darauf sahen ihn Passanten auf der Bullingerstrasse, als nächstes steuerte er die Börse und den Bahnhof Enge an. Die Polizei verfolgte das Adrenalin getriebene Tier durch halb Zürich. Die Flucht nahm schliesslich an der Breitingerstrasse beim Arboretum ein Ende – ein Wildhüter erschoss den Stier.

Tierschützer wehren sich

Die Aktion stösst Tierschützern nun sauer auf. Am Samstag darauf demonstrierten rund 50 Angehörige der Tierrechtsorganisationen Tier im Fokus und Vegan Aktiv Züri vor dem Schlachthof. «Die Flucht des Stiers zeigt, dass kein Tier sterben möchte», lässt sich Tobias Sennhauser, Präsident von Tier im Fokus, in einer Medienmitteilung zitieren. 

Die Aktivisten skandierten «Schlachthäuser gehören abgeschafft» oder «Tiere haben Rechte – genau wie wir» und hielten dabei Plakate hoch. Laut Sennhauser wollte man damit darauf aufmerksam machen, dass Schlachthäuser zu den «brutalsten Orten» überhaupt gehörten. Hinter den dicken Mauern würde sich eine Gewaltkultur abspielen. «Weder Genuss noch Profit rechtfertigen das millionenfache Leid der Tiere», so Sennhauser. 

Polizei wehrt sich

Der Abschuss war laut Stadtpolizei Zürich nicht zu verhindern gewesen. Das sehr nervöse Tier habe nicht mehr eingefangen werden können, sagte Sprecher Marco Cortesi gegenüber dem Tages Anzeiger. Weil man nicht noch mehr Schaden in Kauf habe nehmen wollen, habe ein Wildhüter das Tier in einem Hinterhof erschossen. Bei einem ersten Einfangversuch im Ulmbergtunnel hatte der Muni bereits ein Einsatzwagen beschädigt. (rwy)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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29
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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • -woe- 18.07.2016 11:57
    Highlight Jetzt geht sie wieder los - die Diskussion um vegan bzw. vegetarisch.

    Ich bitte die Fanatiker zur Kenntnis zu nehmen, dass sich die Menschheit nördlich der Alpen ohne Fleisch nicht halten könnte. Nur der Import von Getreide/Gemüse aus südlicheren Ländern hilft den Vegetariern und Veganern über den Winter. Und unsere Vorfahren ohne Importmöglichkeit waren auf die Veredelung von Pflanzen via Fleisch angewiesen.

    Noch schlimmer steht es um die Veganer. Nur tierische Felle liessen uns in unseren Breiten überleben. Mit einem Baströckchen - keine Chance!
    16 5 Melden
    • lofi 18.07.2016 14:24
      Highlight hallo woe
      ob du für die vergangenheit recht hast, kann ich nicht einschätzen. aber was du zur gegenwart schreibst, stimmt nicht. es gibt genug gemüse, dass man über den winter lagern kann. getreide sowieso.
      mich interessiert nicht, was du isst, aber bitte erfinde keine falschen argumente.






      7 3 Melden
    • -woe- 18.07.2016 15:42
      Highlight @lofi
      Ich muss dir leider mitteilen, dass das einheimische, auch in der kalten Jahreszeit zur Verfügung stehende Frischgemüse nicht ausreicht, den Nährstoff- und Vitaminbedarf ohne Ergänzung mit tierischen Produkten zu decken.
      Entweder weichst du auf Importprodukte aus, bedienst dich an Produkten aus künstlicher Produktion oder Lagerung (z.B. Gewächshaus, Tiefkühlprodukte) oder hilfst mit Pillen nach.
      Frisch und einheimisch reicht einfach nicht. Sorry.
      Jeder Arzt weiss das und wird dich beraten.
      4 5 Melden
    • lilie 18.07.2016 15:48
      Highlight Bin (auch) Fleischesserin, aber ebenfalls grgen falsche Argumente: Der grösste Teil der Bevölkerung in unseren Breitengraden konnte sich in den vergangenen Jahrhunderten kein Fleisch leisten und ernährte sich insbesondere im Winter von Hülsenfrüchten, gekochtem Getreide, Kartoffeln und Wurzelgemüse.
      5 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • E7#9 18.07.2016 11:51
    Highlight Habe noch nie im Supermarkt Fleisch von einem ausgewachsenem Stier im Angebot gesehen. Werden alle alte Bullen im Schlachthof getötet? Die Frage ist ernst gemeint. Was passiert mit alten "ausrangierten" Bullen? Und weiss jemand ob dieses Fleisch zu anderen Zwecken verwendet wird (Tierfutter, Rindsbullion o.Ä.)?
    4 1 Melden
    • Randy Orton 18.07.2016 12:01
      Highlight Wahrscheinlich zur Lederproduktion und Tierfutter denke ich.
      4 1 Melden
    • lilie 19.07.2016 07:33
      Highlight Ich war der Ansicht, dass es Fleisch gibt, das weggeworfen werden muss, wenn es nicht nach den entsprechenden Richtlinien etc. produziert wurde. Z.B. wenn der Stier Antibiotika bekam.
      1 0 Melden
  • Mate 18.07.2016 09:31
    Highlight Solange es keine akzeptable alternative für fleisch hat, sind wir darauf angewiesen.
    32 26 Melden
    • Lord_Mort 18.07.2016 11:06
      Highlight Naja, das will dir die Schweizerfleisch-Werbung auf jeden Fall weiss machen. Richtig wäre sicher, den Fleischkonsum allgemein zu reduzieren, das wäre sicher schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Soviel Fleisch wie wir zur Zeit konsumieren ist eben auch nicht notwendig.
      Bevor du jetzt denkst ich sei irgend ein radikaler Veganer noch dies, ich esse übrigens auch Fleisch und möchte auch nicht darauf verzichten. Der omnivore Lebensstil passt am besten zu mir nur wie gesagt, auf die Menge kommt es an.
      23 7 Melden
    • Mate 18.07.2016 11:37
      Highlight Reduziert muss auf jeden fall werden. Aber der verzicht ist aus gesundheitlichen, kostentechnisches und zeitlich gründen keine alternative
      10 9 Melden
    • Hercules Rockefeller 18.07.2016 11:38
      Highlight "Omnivorer Lebensstiel" - Sorry du Player😏
      Aber gebe dir zu 100% recht Lord_Mort
      4 4 Melden
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