Sport

Der Kolumbianer Luis Bedoya packte nun vor Gericht aus. Bild: EPA/EFE

Nächster Funktionär packt aus: Katar bot vor der WM-Vergabe 15 Millionen Dollar

Im FIFA-Korruptionsskandal in New York sagte Luis Bedoya aus, ehemaliger Präsident des kolumbianischen Verbands. Ihm sei Schmiergeld angeboten worden, damit er die Kandidatur von Katar für die WM 2022 unterstütze.

28.11.17, 08:44

Luis Bedoya, dem früheren Präsidenten des kolumbianischen Fussballverbandes, wurden eigener Aussage zufolge Schmiergelder in Millionenhöhe für seine Unterstützung bei der WM-Vergabe 2022 angeboten. Das sagte Bedoya am Montag im Prozess um den FIFA-Korruptionsskandal vor Gericht in New York, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete.

Der südamerikanische TV-Rechtehändler Mariano Jinkis habe ihm nach einem Treffen mit einem Vertreter des katarischen Fernsehens Zahlungen bis zu 15 Millionen Dollar (14,7 Millionen Franken) in Aussicht gestellt, sagte Bedoya. Diese Summe könne dann unter den Beteiligten der Abmachung aufgeteilt werden, habe Jinkis versichert. Bei dem Treffen, das Bedoya zufolge 2010 in einem Hotel in Madrid stattfand, habe der Katarer Englisch gesprochen und Jinkis übersetzt. An den Namen des Katarers könne er sich nicht mehr erinnern.

Lebenslänglich gesperrt

Bedoya und die weiteren damals anwesenden FIFA-Exekutivmitglieder waren bei dem Votum im Jahr 2010 zwar nicht stimmberechtigt. Die Katarer hätten aber drei andere südamerikanische stimmberechtigte Mitglieder beeinflussen wollen. Bedoya war bis Ende 2015 Mitglied im FIFA-Exekutivkomitee, wurde im Mai 2016 aber auf Lebenszeit gesperrt, nachdem er sich der Verabredung zum Überweisungsbetrug und organisierter Kriminalität schuldig bekannt hatte.

Im Prozess in New York stehen die drei ehemaligen Fussball-Funktionäre Juan Angel Napout, Jose Maria Marin und Manuel Burga im Zentrum. Das Trio soll Schmiergelder in Millionenhöhe angenommen haben. Als Gegenleistung sollen sie lukrative TV- und Sponsorenrechte für Fussballturniere an eine Marketingfirma vergeben haben. (ram/sda/ap)

Welcher dieser 12 Facebook-Kommentier-Typen bist du?

2m 3s

Welcher dieser 12 Facebook-Kommentier-Typen bist du?

Video: watson/Knackeboul, Lya Saxer

Die fragwürdigsten Sprüche von Sepp Blatter

Das sind die Rekordtorschützen in Europas Top-Ligen

Mord an Ex-YB-Spieler Andrés Escobar: Mutmasslicher Auftraggeber wurde verhaftet

Der Kicker, der nie kickte – die bizarre Geschichte von Fake-Fussballer Carlos Kaiser 

Apple knickt ein – neues Feature gibt iPhone-Usern (endlich) die Wahl

Kein Plastikmüll mehr bis 2030: Mit diesen 3 Massnahmen will es die EU schaffen

Neue Umfrage zeigt: Die Gegner der No-Billag-Initiative liegen vorne – und zwar deutlich

US-Kongress findet Kompromiss gegen «Shutdown» – die grössere Hürde kommt aber noch

Türkei greift Stellungen in Syrien an

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 28.11.2017 13:51
    Highlight Es geht bei jeder WM um 4 Mrd US$, und alles sollte Fairplay, Goodwill und mittels Vereinsrecht vergeben werden.

    Come on, da ist zu viel Geld drinn, das ist wie ein "Shit-magnet".

    Ich wäre dafür die UNO vergibt die Spiele, und alle Kohle kommt in deren Topf.
    5 1 Melden
  • TheGoon 28.11.2017 13:08
    Highlight Voll und ganz im Sinne des Vereinsrechts, was die FIFA da in Züri macht.
    9 0 Melden
  • flying kid 28.11.2017 12:13
    Highlight Nein 😱
    Echt? Wer hätte das gedacht 🤦🏼‍♂️
    11 0 Melden
  • rodolofo 28.11.2017 09:27
    Highlight Mit viel Geld lassen sich sehr viele Menschen kaufen.
    Aber nicht jeder Walliser heisst Sepp Blatter.
    21 0 Melden
  • N. Y. P. 28.11.2017 09:21
    Highlight Sepp ?
    Gell, da bleibt einem die Sprache weg. Alle zurückliegenden Weltmeisterschaften waren gekauft. Fast alle Funktionäre waren/sind korrupt, liessen sich schmieren etc.
    Und Dir will man ständig anhängen, dass Du Dirigent dieses tief korrupten Systems warst.
    Und dass Du Deinen Lohn bei der FIFA selber bestimmt hast, wird Dir auch ständig vorgeworfen.
    Und dass man Dich ständig hänselt, dass Du Deine 1m 60 cm mit viel Macht kompensieren wolltest, finde ich auch voll daneben.

    Armer Sepp
    28 1 Melden
    • manuel0263 28.11.2017 11:00
      Highlight Ich gehe doch sehr davon aus, dass Ihr Kommentar ironisch gemeint war...dann meine definitive Zustimmung.
      4 5 Melden
    • N. Y. P. 28.11.2017 11:21
      Highlight @manuel0263
      Die Zustimmung ist der Beleg der Ironie.
      Du darfst mit ruhigem Gewissen den ♥️ Button drücken..
      8 2 Melden

Selfie-Kamera gibt CR7 Gewissheit: Schär verpasst dem Superstar eine Platzwunde am Kopf

La Coruña geht gegen Real Madrid 1:7 unter. Fabian Schär macht dabei keine gute Figur und trifft kurz vor Schluss Cristiano Ronaldo so am Kopf, dass dieser blutend das Feld kurz verlassen muss. Im Abendspiel siegt Barcelona dank fünf Toren in Halbzeit 2 deutlich.

Barcelona müht sich 59. Minuten mit Betis Sevilla ab, dann setzt sich Ivan Rakitic durch und schliesst eiskalt zum 1:0 ab. Auffallend dabei: Der schweizerisch-kroatische Doppelbürger ist wieder ganz blond.

Nur vier Minuten später wird Lionel Messi herrlich lanciert und er trifft souverän zum 2:0. Es ist der 18. Ligatreffer des Argentiniers.

Weitere vier Minuten später lässt sich Luis Suarez nach einem Assist auch ein Tor notieren und besorgt das 3:0. 

Den Schlusspunkt besorgen erneut Lionel …

Artikel lesen