Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Raphael Wicky, der als neuer Cheftrainer des FC Basel ab der Saison 2017/18 vorgestellt wurde, links, und der designierte Sportchef des FC Basel Marco Streller, rechts, sprechen an einer Medienkonferenz im Stadion St. Jakob-Park in Basel, am Freitag, 21. April 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Marco Streller tritt beim FCB in grosse Fussstapfen. Bild: KEYSTONE

Marco Streller: «Junge aufbauen heisst nicht, gleich acht in der Startformation zu haben»

FC-Basel-Sportchef Marco Streller spricht im grossen Interview über harte Entscheidungen, Lernpotenzial und wann er sich machtlos fühlt.

Céline Feller Und Sébastian Lavoyer / bz basel



Marco Streller, Sie hatten während der letzten Wochen eigentlich Ferien. Wie oft hat das Telefon geklingelt?
Marco Streller: Ich bin nicht so naiv, dass ich das Gefühl habe, ungestört in die Ferien fahren zu können. Das ist klar. Die erste Woche war ganz okay. Und ich wollte in dieser Phase ja auch immer erreichbar sein. Da war der Transfermarkt in Europa noch ziemlich ruhig. Die zweite Woche war sehr intensiv. Die Agenten werden nervöser, die Bundesligaklubs begannen wieder. Und trotzdem ist es erstaunlich ruhig geblieben, was unsere Spieler anbelangt.

Wie war das für Ihre Familie?
Auch ihnen war klar, dass ich nicht wirklich Ferien habe. Sie waren froh, wenn ich ab und zu mal anwesend war. Natürlich war ich trotzdem immer in Kontakt mit den Leuten hier in Basel. Heutzutage fährt man nicht mehr ohne Handy und Laptop weg. Ferien waren es nicht wirklich.

Wo waren Sie denn?
In Italien. Erst im Süden, dann im Norden. Aber das hat nichts mit einem Spieler zu tun, nur damit das klar ist (lacht). Das war rein privat.

Wie sehr haben Sie Ihre Ferien darauf abgestimmt, dass der Transfermarkt noch relativ ruhig ist?
Ich habe gehofft, dass es so aufgeht, und nicht gerade wenn ich weg bin eine Riesenofferte für einen Spieler für uns kommt. Aber wäre das der Fall gewesen, wäre ich in zwei Stunden in Basel gewesen und ich war auch immer erreichbar.

Wie hat Ihre Frau reagiert, als Sie ihr Ihre Pläne offenbarten, Sportchef zu werden?
Der Mensch neigt dazu, auf Neues skeptisch zu reagieren. Nur war es bei mir so, dass ich zwar wohl etwas Neues in Angriff nahm, aber in einem Business, das meine Frau und meine Kinder kennen. Für meine Frau war es nicht einfach. Sie weiss genau, wie oft ich weg war als Fussballer. Und die letzten zwei Jahre war ich sehr oft daheim. Und als ich ihr von meinen Plänen erzählte, sagte sie als erstes: Oh nein, jetzt geht es wieder in diese Richtung. Gleichzeitig weiss sie, dass dies etwas ist, das mich unglaublich erfüllt. Und so spüre ich letztlich – wie während meiner ganzen Karriere – ihre ganze Unterstützung.

Basel, 29.05.2015, Fussball Super League, FC Basel - FC St. Gallen, der FC Basel ist Schweizer Meister 2015, Marco Streller (FCB) feiert mit Pokal und Kinder (Giuseppe Esposito/EQ Images)

Marco Strellers Familie kennt das Fussballgeschäft. Bild: Giuseppe Esposito

«Der Sohn von Marco Streller zu sein, ist nicht immer nur ein Privileg.»

Marco Streller

Und die Kinder?
Mein Kleiner wird jetzt 9, meine Tochter 7 Jahre alt. Als er in die Schule kam, da hat Papi noch Fussball gespielt. Da war alles toll in der Schule. Und dann war ich plötzlich weg während zwei Jahren, man hat nicht mehr so viel von mir geredet und er war ein ganz normaler Bub. Jetzt bin ich wieder mehr in den Medien und er spürt das sofort wieder in der Schule. Das ist manchmal nicht so einfach. Weil er seinen Papi immer verteidigen würde und es mit Sicherheit auch Leute gibt, die etwas Negatives sagen. Der Sohn von Marco Streller zu sein, ist nicht immer nur ein Privileg. Er spürt, dass Papi wieder mehr im Fokus ist. Aber er findet es sehr, sehr cool. An einem Spieltag kann er mit mir bei den Jungs sein. Und wenn dann Matias Delgado ihm Hallo sagen kommt, dann ist das schon ein Highlight für ihn.

Also bekommen sie durchaus mit, dass Belastung zugenommen hat.
Sie können es nicht ganz einschätzen. Heute hat mich mein Sohn gefragt, ob wir am Nachmittag etwas unternehmen, und ich musste ihm sagen, dass das nicht geht, weil Papi arbeiten muss.

Mit wem haben Sie Ihre Entscheidung diskutiert, als es zur Debatte stand?
In solchen Fällen rede ich immer mit Leuten, die mir nicht extrem nahe sind. Ich frage die Familie oder Freunde schon auch, aber ganz am Schluss entscheide ich das selber. Das war auch so, als ich zum FCB zurückgekehrt bin. Da gab es negative Stimmen, aber für mich hat es sich richtig angefühlt. Für mich hat es sich richtig angefühlt. So war es auch jetzt, als Bernie Heusler und Georg Heitz mich informiert haben. Sie haben es mir auf eine positive Art so gesagt, dass es gar keine Frage, sondern viel mehr eine Aufforderung war. Es blieb mir nichts anderes übrig. Auch Bernhard ist in seine Rolle gekommen, weil er einen Freund hatte, der im gesagt hat, er solle diese jetzt übernehmen. Ich habe mir das sehr zu Herzen genommen, weil ich weiss, dass mir der Verein gleich viel bedeutet wie ihnen beiden. Manchmal bist du für etwas berufen. Von dem her war die Sache für mich klar, als er mich gefragt hatte.

Die beiden haben die Messlatte hoch gesetzt.
Richtig.

Entsprechend gross ist auch die Fallhöhe.
Mir ist bewusst, wie gross die Fussstapfen sind. Meistens gibt es solche Wechsel, wenn es nicht läuft. Dann kannst du nur gewinnen. Wir aber übernehmen einen Club, der funktioniert. Wir haben uns jetzt gesagt, dass wir ein bisschen etwas verändern wollen. Das finden die Leute manchmal auch spannend. Wir wollen Begeisterung, magische Nächte, aber auch Junge wieder vermehrt in die Mannschaft kriegen.

Junge und magische Nächte – ist das nicht auch ein Widerspruch?
Das erfordert Mut aber es ist unser Weg, den wir gehen wollen.

Verwaltungsrat und Vereinsvorstand Massimo Ceccaroni, Verwaltungsrat und Vereinsvorstand Alex Frei, Verwaltungsrat, Vereinsvorstand und Sportdirektor Marco Streller und Sportkoordinator Remo Gaugler, von links, beim Trainingsstart des FC Basel 1893 auf den Trainingsplaetzen St. Jakob in Basel am Donnerstag, 22. Juni 2017. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Marco Streller beobachtet gemeinsam mit Massimo Ceccaroni, Alex Frei und Remo Gaugler das Training der ersten Mannschaft. Bild: KEYSTONE

Beim Wort Mut kommt uns Arsenal in den Sinn.
Wir beurteilen den Trainer am Ende nicht danach, welchen Platz wir in der Champions League erreichen, sondern am Auftreten der Mannschaft. Wir wollen einfach, dass Raphael Wicky seine Philosophie des flexiblen, schnellen und ballorientierten Fussballs durchzieht. Was ich in den Testspielen gesehen habe, hat mir sehr gefallen. Aber am Ende werden wir an den Resultaten und daran, wie wir die Vorgaben umsetzen, gemessen. Dessen sind wir uns bewusst.

«Junge aufbauen heisst nicht, gleich acht in der Startformation zu haben.»

Marco Streller

Zu den Vorgaben gehören die Integration junger Spieler sowie eine Budgetreduktion.
Etwas will ich jetzt einfach mal richtigstellen: Wir haben sehr talentierte junge Spieler. Das hat man in der Youth League gesehen. Oder am U18-Final, da wurde mir ob dem, was ich gesehen habe, warm ums Herz. Aber: Junge aufbauen heisst nicht, gleich acht in der Startformation zu haben. Das müssen die Leute auch sehen.

Und beim Budget?
Da müssen wir den ganzen Apparat, vor allem die Lohnkosten, herunter fahren. Der Kader war in der Zusammensetzung der letzten Saison sehr teuer. Aber es sind ja schon einige weg.

Viel kleiner ist der Kader nicht geworden.
Doumbia, Janko, Boetius und Bjarnason, bereits im Winter, haben den FCB verlassen.

Wie konnte dieser viel zu grosse Kader überhaupt zu Stande kommen? Sie waren letzte Saison auch schon in der Technikkommission.
Wir haben beispielsweise nach der EM damit gerechnet, dass Bjarnason geht. Und auch bei Michael Lang hätte es sein können, dass er den Verein verlässt. Daher holte man Gaber und Bua. Dann war Sporar schwer verletzt, man hatte die Möglichkeit, Doumbia zu holen. Wir haben einfach voll auf die Champions League gesetzt. Wenn man dann so viele erfahrene Nationalspieler im Kader hat, kann man die nicht auf die Tribüne setzen, um Junge zu fördern. Das würde Unruhe bringen.

Zurück zu Ihnen. Wie hat sich die Belastung für Sie in den letzten Monaten verändert?
Ich hatte seit November, als Bernie erstmals mit mir geredet hat, eine sehr strenge Zeit. Vor allem mental, weil ich alles für mich behalten musste, aber gerne die Leute informiert hätte. Viele haben mich gefragt, wie es weiter geht, und ich musste immer sagen, es sei noch nicht klar. Als der Name raus kam, habe ich mich trotzdem nicht geäussert, weil das so ausgemacht war. Immer im Hintergrund arbeiten zu müssen, war extrem zermürbend. Dann wurde ich eingearbeitet, ohne zu wissen, ob die Leute an der ausserordentlichen GV überhaupt zustimmen würden. Als wir da den Zuspruch erhalten hatten, kamen unheimlich viele Gespräche. Mit den Spielern wollten wir aber vor dem Cupfinal noch nicht reden. Trotzdem kamen sie aber teilweise auf uns zu, wollten wissen, wie es weiter geht.

epa05510201 Bernhard Heusler, President of the FC Basel (L) and Georg Heitz, Sports director of FC Basel (R) attend the draw ceremony for the UEFA Champions League 2016/17, at Grimaldi Forum, in Monte Carlo, in Monaco, 25 August 2016.  EPA/SEBASTIEN NOGIER

Bernhard Heusler und Georg Heitz bieten Streller Hilfe an – wenn nötig. Bild: EPA/EPA

Wie profitieren Sie in den Gesprächen von Erfahrungen, die Sie als Spieler sammeln konnten?
In Gesprächen spüre ich den Respekt von Agenten und Spielern. Da habe ich schon Argumente, wenn ich einem Spieler zeigen kann, was ich für einen Weg gegangen bin.

Wie sehr hilft Georg Heitz Ihnen noch?
Er und Bernhard Heusler hätten nicht an uns übergeben, wenn sie nicht an uns glauben würden. Sie wissen, dass ich verinnerlicht habe, wie sie geführt haben. Ich war Teil ihres Projekts, das mit meiner Rückkehr ein bisschen angefangen hat. Ich kann sie jederzeit anrufen, das ist ganz wichtig für mich. Aber ich muss auch meinen eigenen Weg gehen können, mir mal den Kopf anschlagen.

Wie oft haben Sie noch Kontakt mit ihnen?
Ich rufe bewusst nur an, wenn ich wirklich ihren Rat brauche. Sie müssen auch Abstand gewinnen können. Aber sicher sind wir per Whatsapp in Kontakt, wir sind schliesslich auch befreundet. So versuche ich, es auf unsere Freundschaft zu reduzieren.

Wann haben Sie zuletzt ihre Hilfe gebraucht?
Vor zwei Tagen (lacht).

Sie sagen Sie sind Freunde. Haben Sie Angst, es Ihren Freunden nicht recht machen zu können?
Bernhard kennt mich, meine Stärken und meine Schwächen. Daher hat er mir auch gesagt, ich soll die sportliche Leitung übernehmen und mir eine unternehmerische Lösung suchen. Aber wir wollen es auch etwas anders machen als sie. Man muss offen sein für Neues und sich vor nichts verschliessen.

Basel steht Kopf! FCB feiert #stärnstund mit Umzug und tausenden Fans

Was soll denn neu werden, abgesehen vom Konzept?
Der Bereich der Leistungsdiagnostik kommt gerade enorm auf. Die Frage, wo man noch besser werden kann. Ich glaube nicht, dass man physisch noch schneller werden kann, aber gedanklich geht das immer. Hoffenheim ist da ein gutes Beispiel. Die haben ein System entwickelt, in dem es um das kognitive Arbeiten geht, um die Wahrnehmung und das periphere Sehen. Das wird momentan enorm gefördert. Da wird man beispielsweise auf Farben sensibilisiert.

Und der FCB ist da ebenfalls daran?
Wir machen eine Bestandesaufnahme. Dieser Bereich, sowie die Ernährung und die Regeneration sind jene, wo man sich im Fussball noch verbessern kann.

War aufgrund der mentalen Veränderungen mit Alain Meier ein Sportpsychologe in den Trainingslagern dabei?
Nein, das hat damit nichts zu tun. Er war dabei, damit wir den Spielern sagen konnten: «Hey, er ist da, wenn ihr wollt». Aber das muss jeder Spieler selber wissen, ob er das in Anspruch nehmen möchte. Die Jungs sind sehr offen. Ich kann nur sagen, dass mir die lange Zusammenarbeit mit dem Sportpsychologen Christian Marcolli sehr gut getan hat.

Inwiefern?
Ich habe gelernt, mit Stresssituationen umzugehen. Als Stürmer zum Beispiel mit den Situationen vor dem Tor.

Wo sehen Sie in Ihrer neuen Position Lernpotenzial?
Ich habe in den Verhandlungen bislang immer auf der anderen Seite gesessen. Ich war da immer sehr einfach, weil es mir nicht ums Geld ging. Heute kommen Fragen auf, wie wer das Auto und die Wohnung bezahlt und wie hoch die Prämien sind. Das Verhandeln von meiner jetzigen Position aus ist Neuland. Da werde ich meinen Weg finden. Des Weiteren kann ich mich sicher noch in den Sprachen verbessern. Auf Englisch geht es, aber ich bin nicht auf dem Niveau, auf dem ich sein will. Die anderen Sprachen beherrsche ich nicht. Dabei sind Sprachen so wichtig, nur hat mir das leider niemand gesagt, als ich ein Kind war (lacht). Ich werde sicher in der Zeit, in der ich vielleicht etwas naiv denke, dass es ruhiger wird, also im September, Oktober, November, da etwas Zeit investieren.

Sie kennen viele Ihrer Spieler noch aus Ihrer aktiven Zeit. Wie nahe sind Sie jetzt noch am Team?
Ich habe in den letzten beiden Jahren bewusst Abstand zwischen uns kommen lassen. Aber mit gewissen Spielern habe ich schon ein sehr enges Verhältnis, mit Matias Delgado, Davide Callà oder Tomas Vaclik beispielsweise. Das ist auch logisch, so viel wie wir zusammen gewonnen haben. Aber sie sind alle intelligent genug, um zu wissen, dass ich jetzt eine andere Rolle habe.

The players of Switzerland's FC Basel Tomas Vaclik, left, and Marco Streller, right, thank the fans after losing the UEFA Champions League round of sixteen second leg soccer match against Portugal's FC Porto in the Dragao stadium in Porto, Portugal, on Tuesday, March 10, 2015. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Streller kennt viele Spieler noch aus seiner aktiven Zeit. Bild: KEYSTONE

Eine, in der man auch mal harte Entscheide treffen muss.
Ich bin sicher der Typ, der lieber gute Nachrichten überbringt. Aber ich habe bewiesen, dass ich auch das Gegenteil kann.

Welcher Entscheid ging Ihnen menschlich am nächsten?
(Überlegt sehr lange) Das ist eine gute Frage. Das Gespräch mit Adama Traoré, als wir ihm sagen mussten, dass wir auf Blas Riveros und Raoul Petretta setzen werden, ist mir sehr schwer gefallen, weil ich ihn menschlich und auch seine sportlichen Qualitäten sehr schätze. Er ist einer, auf den du dich verlassen kannst, der eine gute Saison gespielt hat, der englisch redet, integriert und hochprofessionell ist. Ein Spieler also, wie man ihn will. Es gibt überhaupt keinen Grund, ihn nicht mehr im Kader haben zu wollen, ausser, dass da zwei Junge sind, die sehr talentiert sind. Er ist ein Opfer des Konzepts. Ihm das mitteilen zu müssen, das tat sehr weh. Dann hat er es auch noch hoch professionell aufgenommen, sich für die Offenheit bedankt. Einem solchen Menschen so etwas sagen zu müssen, das ist nicht schön.

Wer hat diesen Entscheid getroffen?
Wir alle zusammen.

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit mit Bernhard Burgener?
Sehr angenehm. Er setzt Leitplanken und hat auch gewisse Vorstellungen. Das geht nicht alles von heute auf morgen, ich kenne ihn noch nicht so gut, wie ich Bernhard Heusler kannte. Das ist ein – sorry für dieses Wort – Prozess.

Wie oft haben Sie mit ihm Kontakt?
Es gibt Wochen, da hören wir uns täglich. Es kam aber auch schon vor, dass es eine Woche keinen Kontakt gab. Wichtig ist, dass wir uns vertrauen, und dieses Gefühl habe ich. Das ist schön.

Sie haben die Leitplanken angesprochen. Welche sind das?
Budgetvorgaben. Darüber bin ich sehr froh, weil ich dann in Verhandlungen sagen kann: «Das sind wir bereit zu zahlen, darüber gehen wir nicht». Dann kommt ein Transfer halt mal nicht zu Stande.

L'attaquant st-gallois Albian Ajeti celebre son but lors de la rencontre de football de Super League entre le FC Lausanne-Sport, LS, et le FC St-Gall, ce dimanche 7 mai 2017 au stade olympique de la Pontaise a Lausanne. (KEYSTONE/Valentin Flauraud)

Albian Ajeti bleibt nun doch in St.Gallen. Bild: KEYSTONE

Wie im Fall Ajeti.
(Nickt) Aber das ist absolut okay. Es gibt Sachen, die macht man nicht um jeden Preis.

Blicken wir noch auf den Saisonstart. Es geht als erstes nach Bern.
Ich sehe YB sehr stark. Sie haben sehr interessante Transfers gemacht und Spieler geholt, die auch wir uns angeschaut haben, aber auf diesen Positionen sind wir schon sehr gut besetzt. Sie werden unser Hauptkonkurrent sein. Dass wir zuerst gegen YB spielen müssen, ist genau der richtige Auftakt. Ein Kracher, um die Saison zu lancieren. Ich finde das super.

Wie wichtig ist ein guter Start?
Das ist immer wichtig. Im ersten Spiel kann man gleich ein erstes Ausrufezeichen setzen. Wir können Rückstände aufholen oder auch Start-Ziel-Siege einfahren, das haben wir alles schon bewiesen. Am Ende entscheidet sich alles auf dem Platz. Früher hatte ich auf dem Platz als Captain den grössten Einfluss, einen noch grösseren als der Trainer. Jetzt aber hören sie mich nicht, wenn ich nach unten schreie. Und das ist das, was mir an meiner Position am meisten Schwierigkeiten bereitet: Dass ich 90 Minuten lang machtlos bin.

Der FC Basel holt den 20. Meistertitel

Unvergessene Schweizer Fussball-Geschichten

25.11.2009: Das beste Fussball-Musikvideo aller Zeiten erscheint auf Youtube – über den FC Aarau

Link to Article

15.11.2009: Die Schweiz ist Fussball-Weltmeister! Die U17-Nati setzt ihrem Höhenflug die Krone auf

Link to Article

22.02.2004: St.Gallens Kultfigur «Zelli» muss in der Not ins Tor und kratzt den Ball in «seiner» Ecke

Link to Article

30.09.2009: Dank Tihinens Hackentrick, «abgeschaut bei einem finnischen Volkstanz», bodigt der FC Zürich das grosse Milan

Link to Article

07.12.2011: Der FC Basel schmeisst Manchester United aus der Champions League und Steini, der Glatte, schiesst den Ball an die Latte

Link to Article

05.12.2004: Paulo Diogo gewinnt mit Servette wichtige Punkte im Abstiegskampf – und verliert dabei einen Finger

Link to Article

12.11.2002: Basel holt gegen Liverpool ein 3:3 und Beni Thurnheer schwärmt: «Dieses Spiel müsste man zeigen, wenn ich gestorben bin»

Link to Article

01.11.1989: Nur durch einen Witz-Penalty zwingt Diego Maradonas Napoli die tapferen Wettinger in die Knie

Link to Article

21.10.2013: Pajtim Kasami hämmert «einen der schönsten Volleys überhaupt» ins Crystal-Palace-Tor und verzückt sogar Andy Murray

Link to Article

08.10.2010: Vucinic lässt der Schweiz die Hosen runter und trägt sie als Kopfschmuck

Link to Article

07.10.1989: Der «Fall Klötzli» – vier Wettinger gehen auf den Schiri los, weil dieser Sekunden vor dem Ausgleich abpfeift

Link to Article

20.11.1996: Wegen 20 fatalen Minuten landet Champions-League-Überflieger GC in Glasgow auf dem harten Boden der Realität

Link to Article

25.9.1996: Murat Yakin sticht mit seinem Freistoss mitten ins Ajax-Herz und bringt Mama Emine zum Weinen

Link to Article

10.09. 2008: Luxemburgerli vernaschen? Denkste! – Die Schweizer Nati kassiert die bitterste Niederlage ihrer Geschichte

Link to Article

07.09.2005: Nati-Goalie Zuberbühler kassiert auf Zypern ein Riesen-Ei und schiebt die Schuld dafür dem «Blick» in die Schuhe

Link to Article

29.09.1971: Statt «allzu augenfällig im Spargang» die Pflicht zu erledigen, sorgt GC für den höchsten Schweizer Europacup-Sieg aller Zeiten

Link to Article

01.09.2007: Mit dem letzten Spiel im Hardturm-Stadion gehen 78 Jahre Geschichte zu Ende

Link to Article

11.08.2010: Moreno Costanzo schiesst mit seiner ersten Ballberührung als Natispieler gleich den Siegtreffer

Link to Article

09.08.2009: Basel-Goalie Costanzo wird für drei Spiele gesperrt – nach einer Attacke auf den eigenen Mitspieler

Link to Article

26.06.1954: Die Schweiz kassiert gegen Österreich in der «Hitzeschlacht von Lausanne» eine ihrer bittersten Niederlagen

Link to Article

26.06.2006: «Züngeler» Streller leitet das peinliche Schweizer Penalty-Debakel ein

Link to Article

30.07.2000: Nur GC-Milchbubi Peter Jehle steht noch zwischen FCB-Legende Massimo Ceccaroni und seinem allerersten Tor

Link to Article

03.05.1994: Mit dem Sonderflug zur spontanen Aufstiegsfeier auf den Barfi

Link to Article

01.05.1993: Marc Hottigers Knallertor versenkt Italien – und er verärgert die Azzurri danach mit einer frechen Leibchentausch-Bitte 

Link to Article

30.04.2011: Cabanas fordert vom Basler Schiri Respekt, denn «das isch GC! Rekordmeister! Än Institution, hey!»

Link to Article

26.04.2003: Colombas Goalie-Goal lässt Razzetti alt aussehen und den FC Aarau unabsteigbar bleiben

Link to Article

13.11.1991: Weil die Schweizer Nati in der «Hölle von Bukarest» auf 0:0 spielt, vergeigt sie die EM-Qualifikation im letzten Moment doch noch

Link to Article

16.11.2005: Die Nacht der Tritte und Schläge – einer der grössten Nati-Erfolge verkommt zur «Schande von Istanbul»

Link to Article

26.09.1995: Luganos Carrasco bringt mit seiner Banane Gianluca Pagliuca und das grosse Inter Mailand zum Weinen

Link to Article

24.04.1996: Das Ende von Nati-Trainer Artur Jorge nimmt ausgerechnet mit dem einzigen Sieg seiner kurzen Ära den Anfang 

Link to Article

12.04.2004: Der grosse Robbie Williams führt den kleinen FC Wil zum Cupsieg gegen GC

Link to Article

16.04.2009: «Jawoll, jawoll, jawoll, jawoll … YB isch im Göppfinau!»

Link to Article

30.05.1981: Der Wolf und seine «Abbruch GmbH» entfachen mit dem 2:1-Sieg gegen England eine neue Fussball-Euphorie

Link to Article

18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

Link to Article

07.03.2007: Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

19
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • forest hill 20.07.2017 18:08
    Highlight Highlight Also Meister wird sowieso GC, das muss jetzt mal gesagt sein
    0 4 Melden
  • Toerpe Zwerg 19.07.2017 23:32
    Highlight Highlight Ich habe nichts gegen den FCB - mein Feind in der SL ist mein Nachbar. Trotzdem wünsche ich mir von Herzen einen Absturz des FCB ins Mittelfeld.
    10 9 Melden
  • Grigor 19.07.2017 17:57
    Highlight Highlight Die Körpersprsache der vier Jungs auf dem Bild beim Traininig finde ich sehr aussagekräftig. ;)
    14 10 Melden
    • Ohniznachtisbett 20.07.2017 15:40
      Highlight Highlight Andere würden es auch arrogant nennen... Frei möge ich es von Herzen gönnen, wenn er so richtig scheitert. Er hat den Schuss damals in Luzern glaube ich nicht gehört...
      2 0 Melden
  • Snowy 19.07.2017 15:08
    Highlight Highlight Grosses Interview Marco Streller!
    Freu mich als FCB Fan wie seit langem nicht mehr auf die neue Saison!

    Eben gerade weil es nicht schon jetzt klar ist, dass der FCB Meister wird.
    Lieber konsequent auf junge Spieler setzen und dafür 1bis 2 Jahre auf CL (und allenfalls Meisterschaft) verzichten.
    52 38 Melden
    • Snowy 19.07.2017 15:45
      Highlight Highlight Herzig wie die versammelte Anti-FCB Front am blitzen ist...
      Schön zu sehen, dass nicht nur wir Basler einen Züri-komplex haben.
      33 49 Melden
    • Mia_san_mia 19.07.2017 16:54
      Highlight Highlight Also ich glaube trotzdem, das es schon klar ist, dass der FCB Meister wird...
      27 18 Melden
    • Snowy 19.07.2017 17:04
      Highlight Highlight Vielleicht bei "Deinem" FCB...
      15 15 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paul_Partisan 19.07.2017 14:44
    Highlight Highlight Bei aller Verachtung für den FCB... Für Heusler sowie seine Nachfolger habe ich nur grossen Respekt übrig. Tolle Menschen, denen der Fussball am Herzen ist.

    Trotzdem, am Samstag gibts aufs Dach! Hopp YB!
    81 26 Melden
    • John_Doe 19.07.2017 17:59
      Highlight Highlight Soll ich jetzt herzen für Deine Aussage, oder blitzen für die Prognose... ?
      36 4 Melden
    • MitchBitch 19.07.2017 18:45
      Highlight Highlight Yeeeaaahh💛🖤💛🖤!!
      17 12 Melden
    • bobi 19.07.2017 22:51
      Highlight Highlight Stimmung VOR der Saison bei den YB wie Fans wie immer euphorisch. Was danach folgt ist allen seit 30 Jahren bekannt😂😂😂
      22 9 Melden

Ein Spiel für die Geschichtsbücher – hier alle Tore des 5:2-Wahnsinns gegen Belgien

Die Schweiz schlägt Belgien nach 0:2-Rückstand mit 5:2 und feiert einen der grössten Siege ihrer Geschichte. Seferovic erzielt drei Tore, Shaqiri zeigt ein Wahnsinnsspiel und die Belgier wissen kaum, wie ihnen geschieht.

Wer hätte das gedacht? Die Schweizer Nati dreht einen frühen und deutlichen Rückstand gegen Belgien und qualifiziert sich für das Final-Four-Turnier der UEFA Nations League.

Wie das Team von Vladimir Petkovic gegen die Weltnummer eins Moral gezeigt hat, zeugt von ganz, ganz grosser Klasse. Keine Mannschaft der gesamten Nations League hat mehr Treffer als die Schweiz erzielt, das zeugt von einer gewaltigen Offensiv-Power.

Alle Treffer der heutigen Partie gibt's hier im Video.

Schweiz – …

Artikel lesen
Link to Article