Wirtschaft

Der Neoliberalismus hat versagt – das sagen nicht Linke, sondern der IWF

In seiner jüngsten Publikation rechnet der Internationale Währungsfonds mit dem Neoliberalismus ab – und wird dafür heftig kritisiert.

31.05.16, 16:35 03.06.16, 17:01

Mann mit verkehrter Baseballmütze: So sieht die «Financial Times» den IWF.

«Neoliberalism: Oversold» (Der Neoliberalismus wird überbewertet) lautet die Schlagzeile im jüngsten Magazin des IWF. Drei Spitzenökonomen rechnen darin mit allem ab, was neoliberalen Ökonomen in den letzten Jahrzehnten heilig war: freie Märkte, freier Kapitalverkehr, Deregulierung und Austeritätspolitik.  

«Es gibt nichts, worüber man sich bei der neoliberalen Agenda freuen könnte.»

Jonathan Ostry, IWF-Ökonom

Der Begriff «Neoliberalismus» wird in der Regel von seinen Kritikern verwendet. Darin versteht man die Lehre vom reinen Markt, die auf die Ökonomen Friedrich Hayek und Milton Friedman zurückgeht. Linke Kritiker bringen das in Verbindung mit Turbo-und Kasino-Kapitalismus.  

Der IWF hingegen war bisher als eigentlicher Hort des Neoliberalismus bekannt. In den 90er Jahren war der von IWF-Ökonomen ausgearbeitete «Washington-Konsens» so etwas wie die zehn Gebote des Neoliberalismus. Umso erstaunlicher ist daher, dass jetzt aus der gleichen Ecke auf die Doktrin geschossen wird.  

Beunruhigende Schlussfolgerungen

Gilt als Vater des Neoliberalismus: Milton Friedman.
Bild: AP NY

«Es gibt nichts, worüber man sich bei der neoliberalen Agenda freuen könnte», stellen die drei Ökonomen fest. Die Liberalisierung des Kapitalverkehrs, das Abreissen der Zollschranken und das Sparen hätten den Wohlstand der Menschen nicht erhöht. Im Gegenteil, die «beunruhigende Schlussfolgerung» dränge sich auf, dass diese Politik zu mehr Ungleichheit und weniger Wachstum geführt habe – etwas, das linke Kritiker wie Joseph Stiglitz schon längst bemängeln.

«Unterdrückerische Regimes erhalten durch die IWF-Kritik Unterstützung.»

«Financial Times»

Die IWF-Kritiker sind keine Aussenseiter. Einer von ihnen ist Jonathan Ostry, der stellvertretende Forschungschef. «Viele Menschen sind inzwischen zur Ansicht geraten, dass die Grundfesten der neoliberalen Agenda neu überdacht werden müssen», erklärte er der «Financial Times» (FT).  

Erstaunt gibt sich Harvard-Professor Dani Rodrik. Er hat sich als Gegner einer «Hyperglobalisierung» einen Namen geschaffen. «Was geht hier ab?», twitterte er und sprach von einem «tiefen Graben» zwischen der Forschung und der Praxis des IWF.

Echt jetzt?

In die gleiche Kerbe schlägt die «Financial Times» in einem redaktionellen Kommentar. Sie spottet, die IWF-Ökonomen benähmen sich wie «Männer mittleren Alters, welche die Baseball-Mütze verkehrt herum tragen». Die Attacke auf den Neoliberalismus sei mehr als kindisch, keift die FT weiter. Sie sei gefährlich, denn sie gebe «unterdrückerischen Regimes» rund um den Globus, die sich ebenfalls als IWF-Kritiker gebärden, eine willkommene Gelegenheit, sich zu rechtfertigen.  

Diese Schelte wiederum erscheint Dani Rodrik lächerlich. «Die FT hyperventiliert», twitterte er. «Die milde Kritik der neoliberalen Agenda des IWF soll autoritäre Regimes unterstützen?» Oder wie der watson-User fragen würde: Echt jetzt?

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Rebel#193 01.01.2017 14:20
    Highlight
    Globale Kostenverursacher korrekte Marktwirtschaft würde wahrscheinlich schon gerecht funktionieren. Aber globales Finanzsystem? Das Geldsystem ist im prinzip eine staatliche Dienstleistung für den effizienten Austausch von Waren- und Dienstleistungen. Globalisiert kann das Geldsystem gegen Staat und Wirtschaft missbraucht werden (z.b Aufwertung CHF). Auch der Euro wurde von der globalen Geldwirtschaft missbraucht und hat so ganze Regionen (z.b. Südeuropa) in die Krise befördert. Korrektur von Ungleichgewichten z.b. durch lokale Abwertung ist nicht mehr möglich.
    0 0 Melden
  • 〰️ empty 17.06.2016 11:00
    Highlight kt
    9 1 Melden
  • Alexander P. 01.06.2016 10:46
    Highlight Weshalb soll Freihandel schlecht sein? Freihandel sorgt für Produktevielfalt, Technologietransfer und letztlich für Konkurrenz, die das Geschäft belebt.
    6 20 Melden
    • Deleted93 01.06.2016 11:27
      Highlight Schon mal was von unterschiedlichen Wohnstandards und Lebenskosten und dadurch verbundener Standortnachteil für die hiesige Wirtschaft gehört? Alles Geld in Asien ausgeben und im Ausland einkaufen gehen und dann über Arbeitslosigkeit heulen? Echt jetzt nehme mal an dein Kommentar war ironisch gemeint?
      16 7 Melden
    • Alexander P. 01.06.2016 11:44
      Highlight Meistens sind diejenigen, die frech werden nicht die intelligentesten.

      Schon mal was von Bildung gehört, mit der die Produktivität gesteigert werden kann? Die Schweiz ist eine offene Volkswirtschaft und wie Du siehst, herrscht hier nicht Massenarbeitslosigkeit.

      Ich gehöre nicht zu denen, die heulen.
      9 12 Melden
    • Pafeld 01.06.2016 11:47
      Highlight Freihandel ermöglicht den Firmen mit grösserem finanziellem Polster sich weiter auszubreiten als kleinere Firmen der selben Sparte. Es beginnt sich ein Monopol zu entwickeln, bei dem nicht zwingend das Produkt mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis den Markt dominiert sondern schlicht jenes, welches sich über eine grössere Fläche verkauft.
      20 1 Melden
    • Alexander P. 01.06.2016 11:51
      Highlight Gegen Monopole gibt es ja Wettbewerbsbehörden. Und auch ein Monopolist kann nicht tun und lassen, was er will. Wenn er ein Produkt mit schlechtem Preis-Leistungsverhältnis auf den Markt bringt, wird Konkurrenz in den Markt eintreten. Freihandel kann Monopole auch aufbrechen. Wenn ich ein Monopol in einem Land habe und die Wirtschaft geöffnet wird, kann dies das Monopol bedrohen.
      5 12 Melden
    • Pafeld 01.06.2016 12:05
      Highlight Und darum sägen die Neoliberalen seit Jahren an den Vorschriften der Wettbewerbsbehörden. Die Finma und das Kartellgesetz sind heute fast so zahnlos wie Babyfrösche.

      Ein nationales Monopol kann tatsächlich bedroht sein durch Freihandel. Nur wenn das Monopol in diesem Fall mit Importüberschuss und regionalem Arbeitsplatzverlust aufgebrochen wird, hat man den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben.
      12 1 Melden
    • Homes8 01.06.2016 12:07
      Highlight 1. unökologisch
      2. vergrössert die Schere zwischen Arm und Reich.
      3. Die wenigen extrem-Reichen werden immer mächtiger. (Es gibt noch reichere wie die mit 2stelligen Milliarden).
      18 2 Melden
    • Alexander P. 01.06.2016 12:54
      Highlight Ich habe ja nicht über den Neoliberalismus geschrieben, sondern über den Freihandel. Ja, Wettbewerbsbehörden braucht es und sie sollen mit den notwendigen Kompetenzen ausgestattet werden.

      Bezüglich der Schere zwischen Arm und Reich: In unseren Breitengraden hat sich nach der Industrialisierung auch allmählich eine Mittelschicht gebildet, in China geschieht dies momentan ebenso. Klar, die Einkommens- und Vermögensverteilung wird nie gleich sein, ich denke jedoch, sie wird sich verbessern.

      Ja, Umweltschäden sind gewiss ein Problem. Aber auch hier sind wir nicht machtlos.
      2 9 Melden
    • Deleted93 01.06.2016 13:10
      Highlight @Alexander ja und andere als unintelligent zu betiteln ist ja so was von hyper super intelligent. Entschuldigen Sie eurer Gnaden bin ich andere Meinung.
      Ja sicher habe ich das schon gehört. Sag das mal allen Firmen jene ihren Produktion ins Ausland verlagern. Und ja die Arbeitslosenquote in der Ch ist top da sie hier ausgesteuert werden und dann als Sozbezüger oder Ivler leben. Und umwelttechnisch ist es ja sicher auch viel besser Ch rüebli nach Holland zu Schiffen um sie dort zu schällen und dann wieder zu importieren gelle?
      7 2 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 01.06.2016 13:15
      Highlight Freihandel wäre vielleicht nicht schlecht, so er denn tatsächlich praktiziert würde. Da Arbeitsleistung auch Handelsgut und Menschen in diesem Modell auch Ware sind, würde konsequent angewendeter Freihandel auch bedeuten, dass alle Menschen ihre Arbeitskraft dort anbieten dürften, wo es für sie am besten ist. Das Blockieren von Migrationsströmen (insbesondere Wirtschaftsflüchtlinge) und andere Handelshemnisse (Zölle) verhindern effektiv den Freihandel, weswegen sich die in der freien Marktwirtschaft vermuteten ausgleichenden und Ressourcen-schonenden Kräfte gar nicht entfalten können.
      8 3 Melden
    • Alexander P. 01.06.2016 14:21
      Highlight @Deleted 93: Jetzt dreh mal den Spiess nicht um. Du bist derjenige, der frech daher kam, nur weil ich nicht deine Meinung vertrete. Selbst wenn man Ausgesteuerte und "Ivler" dazu nimmt, sieht es in der Schweiz nicht schlecht aus. Die Erwerbsquote ist hoch.

      Negative Effekte auf die Umwelt leugne ich gar nicht.

      @Lorent Patron: Wenn vom Handel die Rede ist, gehe ich von Gütern und Dienstleistungen aus. Menschen werden hoffentlich nicht gehandelt. Aber ja, das wäre sozusagen eine Erweiterung. Allerdings sehe ich da mehr Probleme, als Nutzen. Vor allem bei ungebildeten.
      1 3 Melden
    • Beobachter 01.06.2016 15:47
      Highlight Ich wäre vorsichtig bei der Ausweitung auf Menschen. Dieses Konzept ist nicht nachhaltig und egoistisch, denn es nützt lediglich den reichen Zielländern. Grund für Migration ist das Wohlstandsgefälle. Zuerst migriert die Bildungselite. Diese fehlt dann für die Entwicklung der Ursprungsländer. Folge: Das Gefälle wird grösser, die Migration nimmt zu. Ein Teufelskreis. Und der Beginn des "Wanderheuschrecken Syndroms". Sich dort niederlassen, wo's grün ist. Und wenn alles kahl ist, weiterziehen. Was es braucht? Echte Entwicklung in den Herkunftsländern. Eine Zukunft für Menschen in ihrer Heimat.
      5 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 01.06.2016 16:30
      Highlight es geht nicht um eine "Ausweitung auf Menschen" oder ob man es gleich "Menschenhandel" nennt. Tatsache ist und bleibt, dass die Arbeitsleistung (eines Menschens!) ein Handelsgut ist und auch gehandelt wird. Es nützt nichts, die Augen zu verschliessen. Und weil dem so ist, müssten es den Händlern dieses Gutes (ihrer Arbeitsleistung) erlauben, ihr Produkt (sie selbst) dort und dann anzubieten, wie es ihnen am besten passt. Schliesslich reden wir im Alltagsgebrauch von "Arbeitsmarkt". Mit "Arbeit" sind Menschen gemeint, die sich selbst vermarkten (müssen).
      1 3 Melden
    • Homes8 01.06.2016 16:51
      Highlight @ Beobachter
      Handel mit Menschen gibts schon. z.B. Nobel-Labels in Italien lassen Ihre Kleider / Taschen von Chinesen nähen welche für 3 Monate ins Land geholt werden. Nachher steht Made in Italy drauf. Davon profitiert nicht das Zielland, sondern hauptsächlich der Hersteller.
      3 1 Melden
    • Homes8 01.06.2016 17:01
      Highlight @Lorent Patron
      In der Regel sind es Firmen die Leute wie Sklaven ausleihen. Diese sind in der Regel so unselbständig oder arm, dass sie keine andere Wahl haben.
      4 1 Melden
    • D(r)ummer 02.06.2016 10:14
      Highlight Aktuelles Beispiel: Die Schweiz hat bei ihrer eigenen Volkswirtschaft einen Kredit für den grössten Tunnel der Welt genommen. Den gilt es zurückzuzahlen. Alleine mit Einnahmen durch die Benutzung des Tunnels (durch Spediteure) wird es schwierig. Wenn man jetzt durch Freihandelsabkommen Zölle abbaut, bleibt die Schuld bzw. der Gläubiger wie immer der Steuerzahler. Ergo, es wird noch schwieriger. "Handelshemmnisse/Handelsschranken dürften meiner Meinung nach bestehen bleiben, denn einen Sinn haben sie grundsätzlich schon.
      4 0 Melden
    • Alexander P. 02.06.2016 11:58
      Highlight Es wäre durchaus denkbar, einen Preis für die Durchfahrt durch Tunnels zu verlangen. Es würde sich gar nicht um einen Zoll, sondern um einen Preis für eine Leistung handeln. Ein Zoll ist ein Betrag, der zum eigentlichen Preis hinzu kommt und an den Staat geht.
      1 1 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 02.06.2016 12:30
      Highlight Handelshemmnisse oder staatliche Regulierungen dürften nur dem Schutz des freien Marktes, bzw. der Sicherstellung eines fairen Wettbewerbs dienen. Die Ressource Gotthardtunnel darf zB. nicht zu einem Monopol und zur Ausnützung der Marktmacht führen.
      Man könnte auch die Durchfahrtkapazitäten der NEAT auf einem europäischen Markt an die meistbietenden verkaufen und den Erlös den Steuerzahlern gutschreiben.
      Generell könnte man sämtliche Ressourcen auf dem Planet an die meistbietenden versteigern und den Erlös dann unter allen Menschen verteilen. Dann wäre auch das BGE für alle realisiert.
      1 0 Melden
    • Alexander P. 02.06.2016 12:58
      Highlight Ich denke es wäre nicht schlecht, wenn solche Projekte nach marktwirtschaftlichen Kriterien finanziert würden. Das Ausnutzen eines Monopols kann verhindert werden, indem z.B. der Staat selbst den Tunnel betreibt und einen angemessenen, nicht überrissenen, Preis verlangt, oder indem der Staat Konzessionen vergibt.

      Ja, die Versteigerung von Ressourcen könnte durchaus sinnvoll sein.
      1 1 Melden
  • Homes8 01.06.2016 09:06
    Highlight Die Erkentnis der IWF-Spitzenökonomen ist in etwa wie die eines Drogendealers, der merkt, dass sein Stoff die Leute krank macht, obwohl sie das Zeugs mit Freuden kaufen.
    17 4 Melden
    • Homes8 01.06.2016 09:28
      Highlight Oder statt Drogendealer vieleicht eher die Chemiker eines Drogenlabors.
      8 3 Melden
  • Oliver_Wagner 01.06.2016 03:41
    Highlight Nur ist Joseph Stiglitz kein Linker. Es mutet geradezu absurd an jeden Kritiker als Linker zu bezeichnen. Oder noch besser als "Mann mittleren Alters" – Hauptsache man ist Harvard Abgänger und weiss wie der Karren läuft. (infernalischer, nicht druckreifer Fluch)
    15 1 Melden
  • Kookaburra 31.05.2016 21:47
    Highlight Der Neoliberalismus, besonders die freie Kapitalwirtschaft hat 2008, auch einem US-Wahljahr, die Immobilien-Blase platzen lassen. Im Wahljahr um Bush, platzte die Dotcom-Blase und vor Clinton, Anfangs der 90er, war die Wirtschaft wegen der von Reagean und Thatcher gestarteten Neoliberalobotomie das erste Mal in Schieflage.
    Jede Blase war grösser.
    Seit 2008 wurde die Kapitalmenge durch Derivate, also quasi pure Wetten, mindestens Ver20facht.

    Der Wahnsinn könnte uns noch vor Jahresende um die Ohren fliegen.

    Das "Nichtfunktionieren" ist das eine.
    Gross genuge Rettungsschirme das Andere.
    34 4 Melden
    • zigi97 01.06.2016 01:06
      Highlight An den grossen Blasen ist nicht der Neoliberalismus schuld, sondern das manipulierte Fiatgeldsystem und die damit zusammenhängende Inflation. Der Staat versucht die Bevölkerung dazu zu bewegen Geld auszugeben und drückt die Zinsen. Gleichzeitig wird durch die Erweiterung der Geldmenge der einfache Preismechanismus Angebot-Nachfrage manipuliert. Die Preise sind höher als sie sein sollten, was zu (Fehl-)Investitionen in die Produktion führt obwohl gar keine Nachfrage da ist.
      Lösung: Rückkehr zu Zahlungsmitteln mit echtem Wert, das nicht manipuliert werden kann (z.B. Gold, Silber)
      7 17 Melden
    • FrancoL 01.06.2016 08:07
      Highlight @zigi97; Das Fiatgeldsystem steht in engster Verbindung und Korrelation zum Neoliberalismus. Das hat mit dem Staat herzlich wenig zu tun. Der Neoliberalismus hat zum Tanz mit der Angebot-Nachfrage aufgerufen. Ja die Preise sind teilweise höher als sie sein sollten weil dies eben auch mitunter ein Auswuchs des Neoliberalismus ist, alles läst man sich entwickeln und lenken wie es vom Anbieter angedacht ist, die Folgen sehen wir. Wenig hinterfragen, einfache Modelle, Ziel der kurzfristige Gewinn auf der Strecke bleibt die Nachhaltigkeit bzw. der wahre Gewinn.
      11 0 Melden
    • zigi97 01.06.2016 08:51
      Highlight Das Fiatsystem hat wenig mit dem Neoliberalismus zu tun. Friedman selbst hat eine Mindeszreserve von 100% gefordert.
      Die Staatlichen Eingriffe in den Markt sind weitasu grösser, als sie denken. Vor allem über das Geldsystem und die damit zusammenhängende Inflation wird sehr viel gesteuert und manipuliert.
      1 4 Melden
    • FrancoL 01.06.2016 09:21
      Highlight @zigi97; Ja da sprechen wir wohl von 2 verschiedenen Realitäten. Ich kenne den Staat nicht der stark beeinflusst, ich kenne eine Wirtschaft die selbst in der Gemeinde den Staat und die Politik beeinflusst. Ich kenne eine liberale Welt die sich sämtliche Freiheiten nimmt, die sie für nötig findet, eine Wirtschaft die die Steuerabgaben mehrheitlich definiert und die Ihre Verantwortung selbst bestimmt. Das Neoliberale Element als folge der übermässigen Freiheit einer kleinen Schicht. Der Staat macht nichts er kuscht und muss oder soll versuchen als EINZIGER nicht mehr auszugebne als er einnimmt.
      9 0 Melden
    • Alexander P. 01.06.2016 10:43
      Highlight Es waren nicht zuletzt auch staatliche Institutionen, namentlich Fannie Mae Freddie Mac, die die Krise mitverursacht haben. Auch dass jedes Papier ein Rating erhalten musste und die Macht auf wenige Ratingagenturen verteilt war, war ein Grund.

      In Sachen Too-big-too-fail-Problematik war die fehlende Regulierung sicher ein Auslöser.
      3 2 Melden
    • Pafeld 01.06.2016 11:59
      Highlight Das fractional-reserve-system ist eine Notwendigkeit des Neoliberalismus. Ein Wachstum muss zwangsläufig mit einer Ausweitung der Kapitalmenge erfolgen. Die sonst entstehende Deflationsspirale würde jeden Wachstumsprozess sofort wieder abwürgen. Actio und reactio gilt auch für ökonomische Prozesse. Der Mythos des selbsttragenden Wachstums war immer Kerngedankengut des Neoliberalismus und die Hauptbegründung, weshalb jeder vom Wohlstand profitieren soll. Im übrigen produzieren die Privatbanken heute um ein vielfaches mehr an Giralgeld als es die westlichen Nationalbanken tun. Bsp CH 2014 = 1:10
      3 1 Melden
    • zigi97 01.06.2016 15:30
      Highlight Ich beobachte weniger ein kuschen des Staates als ein Zusammenarbeiten mit den grossen Unternehmen (too big to fail etc). Das hat wenig mit einem freien Markt zu tun.
      Was das Geldsystem betrifft bleibe ich dabei: Geld mit echtem Wert (also z.B. Gold) wäre viel Krisensicherer.
      3 3 Melden
    • FrancoL 01.06.2016 16:19
      Highlight @zigi. Nun kommt wohl noch der Witz: wirtschaft und Politik arbeiten auf gleicher Augenhöhe miteinander. Da rate ich Dir einmal nur schon in einem kleinen Gemeinderat einzusitzen und die Verhandlung von einem mittleren steuerstarken KMU und den Gemeinderäten andächtig zuzuhören. Da würdest Du die Augenhöhe bös vermissen. Aber du gehörst wohl zu denen die das halt mal so gern sehen und dann rückt man sich das zurecht. Wer zahlt befielt. Gilt auch bei Politiker und Wirtschaft.
      2 1 Melden
    • zigi97 01.06.2016 16:40
      Highlight Da habe ich mich wohl unpräzise ausgedrückt. Ich bin keinensfalls der Meinung, diese Zusammenarbeit sei etwas wünschenswertes. Ob sie jetzt auf Augenhöhe stattfindet oder nicht ist für mich erstmal irrelevant. Was zählt ist, dass Unternehmen das polizische System zu ihrem Vorteil und zum Nachteil aller anderen nutzen. Ob das System jetzt freiwillig oder durch direkten oder indirekten Druck der Wirtschaft mitmacht, ist mir in diesem Zusammenhang egal. Das Problem ist, dass das System überhaupt manipulierbar ist.
      2 1 Melden
    • FrancoL 01.06.2016 18:39
      Highlight @Zigi97; Fast alle sind manipulierbar, es braucht nur den richtigen Hebel. Diese Einsicht hatte ich mit 30 nicht, heute bin ich davon überzeugt.
      Die Manipulation ist ab Kindesbeinen präsent und man kann teilweise recht gut damit leben.
      Deinen letzten Post verstehe ich zudem nicht, widerspricht er Deiner Aussage der Staat würde grosse Eingriffe in die Wirtschaft vornehmen. Ich versuche nur aufzuzeigen dass der freie Markt grundsätzlich heute alles diktiert und dabei übersehen hat dass die Freiheit eben nicht für alle das Gleiche ist. Die Freiheit des freien Marktes ist das Mass aller Dinge.
      2 0 Melden
    • zigi97 01.06.2016 19:49
      Highlight Die grossen Unternehmen (und weitere grosse Lobbys) üben Druck auf den Staat aus, damit der den Markt in ihrem Sinn und zum Nachteil aller anderen manipuliert.
      Der Markt ist demzufolge auch nicht wirklich frei, sondern wird zugunsten derer manipuliert, die Geld und eine grosse Lobby haben.
      1 0 Melden
    • FrancoL 01.06.2016 20:42
      Highlight @zigi97; nun da sind wir auf einer Linie.
      Vielleicht mit einer Anmerkungen meinerseits dass ein wirklich freier Markt nie existieren wird auch wenn man höhere Kapitalunterlegungen verlangt. Freiheit am Markt bedingt dass alle gleich frei agieren können und das ist und bleibt ein Wunschdenken.
      0 0 Melden
  • cassio77 31.05.2016 21:27
    Highlight Als junger Giel war ich überzeugter Neoliberaler, dachte, ich verstehe alles von Wirtschaft. Heute, einige Jobs und Wirtschaftskrisen später, rechne ich mit mir selber ab. Neoliberalismus existiert nicht. Shareholder Value existiert nicht. Es gibt heute einzig und allein legalisiertes Raubrittertum. Ich bin und bleibe liberal, aber wenn es keine Moral mehr gibt, dann müssen es leider die Gesetze richten....
    55 5 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 31.05.2016 22:05
      Highlight "aber wenn es keine Moral mehr gibt, dann müssen es leider die Gesetze richten...." - ich glaube das ist der Unterschied zwischen heute und früher. Zwischen Hayek/Friedmann und den heutigen Oligarchen und Kleptokraten. Heute kennt man keine Moral mehr.
      27 5 Melden
    • FrancoL 31.05.2016 22:46
      Highlight Ach Gasser die Moral kennt man schon seit Jahren nicht mehr, was heute so riesig erscheint hat nicht vorgestern begonnen.
      Gier ist nicht plötzlich vor 10 Jahren erwacht. Die Schere geht seit Jahrzehnten auseinander.
      Es wäre fatal zu glauben dass die Moral plötzlich abhanden kam, SIE die Moral war in den letzten 50 Jahren NIE da.
      13 5 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 31.05.2016 23:06
      Highlight "Die Schere geht seit Jahrzehnten auseinander." - gebe dir Recht, die Moral mag früher nicht grösser gewesen sein. Doch was ist es, dass die Schere sich immer weiter öffnet und sich sowohl Management, wie auch Kleptokraten der Regierung, auch prozentual mehr bedienen? Schaut man heute eher weg? Wurden Aktionärsrechte abgebaut? Was hat sich dann verändert, dass sich die Schere heute stärker öffnet wie früher?
      9 0 Melden
    • FrancoL 01.06.2016 00:00
      Highlight @Peter Gasser; Es hat sich nicht viel verändert am Mechanismus und an der Gier. Das was sich verändert hat ist mit dem Schlagwort ZinsesZinsen teilweise erklärbar. Der Rest erledigt die exponentielle Vermehrungsmöglichkeit.
      Und SIE haben selbstverständlich auch recht das heutige Wegschauen, die Hoffnung auch etwas abzubekommen, darum schaut man weg, um nicht zu verurteilen dass man auch gerne am Kuchen verteilen teilnehmen würde. Vorauseilende RECHTFERTIGUNG eines möglichen leichten und schnellen Gewinns. So in Richtung wir schaufeln uns freiwillig das Grab und erst noch mit Freude.
      10 2 Melden
    • _kokolorix 01.06.2016 08:21
      Highlight Auf die Moral bauen kannst du nur in kleinsten Gruppen wo jeder jeden kennt und jeder sieht was der andere macht. Für alles Andere braucht es Regeln und Institutionen welche die Regeln durchsetzen. Was glaubt ihr warum sich letztlich der Staat als Gebilde seit Jahrtausenden durchgesetzt hat?
      Wo kein Staat ist herrscht Chaos und Gewalt wie in vielen östlichen Regionen zu sehen ist. Der Staat darf andererseits nicht zu mächtig sein, sonst droht die Diktatur. Nicht zu kurzfristige, demokratische Strukturen sind wohl das beste Konstrukt
      4 0 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 01.06.2016 09:39
      Highlight Also das mit der Moral sehe ich anders. Und vor Jahrtausende auch viele anderen Menschen. Denn mit Moral geht es einfach besser. Deshalb sagen alle Weltreligionen auf die eine oder andere Weise: Du sollst dich moralisch verhalten. Ist es der heutige Atheismus gefolgt von starkem Narzismus und Egoismus? @Franco: Mit dem Zins lassen sich um 200-300% gesteigerte Managerlöhne (der CEO von Exxon erhielt 35 Mio/a) nicht erklären.
      0 0 Melden
    • FrancoL 01.06.2016 10:08
      Highlight @Peter Gasser; Nicht nur mit den Zinseszinsen sondern mit der exponentiellen Zunahme der Bewertungen, die häufig mit nichts als Luft hinterlegt sind. Wenn dann die Bewertung am Markt zurückgehen "vergessen" die Manager-Etagen dies dann in den Bezügen zu berücksichtigen.
      Das mit dem Atheismus ist dann wohl ein wenig daneben gegriffen.
      Die Moral hat wohl zuerst in den GROSSEN RELIGIONEN an Wert verloren.
      Mit der Betrachtung das Narzissmus und EGOISMUS der Moral stark geschadet haben bin ich einverstanden.
      2 0 Melden
  • The Writer Formerly Known as Peter 31.05.2016 19:56
    Highlight Eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema findet im Artikel leider nicht statt... immerhin ein Artikel ohne Putin oder anderes pashing (z.B. Daniele Ganser) und auch ohne Kriegspropaganda... ist das die Wende? Wann kommt der Artikel gegen die NATO?
    29 29 Melden
    • Radiochopf 31.05.2016 20:28
      Highlight Ich als Wirtschafts-Noob habe zumindest etwas dazu gelernt und das freut mich... Ohne Bashing macht es mehr Spass Löpfe-Artikel zu lesen, weiter so!
      12 16 Melden
    • MrJS 31.05.2016 22:16
      Highlight Bin genau gleicher Meinung! Ich finde die Standpunkte von Herr Löpfe meist interessant und gewagt, allerdings fehlt mir meistens die Tiefe... Eigentlich schade für einen Journalisten mit solch langer Erfahrung...
      12 4 Melden
    • The Writer Formerly Known as Peter 31.05.2016 22:47
      Highlight Hab mir überlegt warum das so sein könnte. Wirklich eine Antwort habe ich nicht gefunden. Watson das falsche Format? Doch bei anderen Artikel scheint es durchaus Tiefe zu geben... wenn es um Putin geht gibt es auch eine gewisse, leider einseitige, Tiefe... immer auch der difffamierende Verweis auf Kritiker der gängigen Meinung... Nein, eine Antwort dazu habe ich keine gefunden... doch glaube ich nicht, dass es die Schuld des Journalisten ist. Vielleicht schreibt er ja wieder mal ein Buch. Und wenn es nicht unbedingt um Putin geht...
      7 9 Melden
    • BennyG 01.06.2016 12:28
      Highlight Warum muss ein Artikel immer gegen oder für was sein? Sollte ein Artikel nicht eher eine Aufklärende Funktion mit möglichst geringer Wertung haben? Immer dieses suchen nach Monokausalitäten. Jedem Problem liegen mehrere Ursachen zugrunde. Dem Leser sollte die Chance gegeben werden, seine Meinung auf neutralem Boden aufzubauen, dass ist das Problem.
      4 0 Melden
  • Der Zahnarzt 31.05.2016 19:47
    Highlight Der Sinn der Wirtschaft ist es doch, potentiell unbegrenzte Bedürfnisse trotz begrenzter Ressourcen optimal und ohne Verschwendung zu befriedigen. - Dem Neoliberalismus ist dies nicht gelungen. Beispiel: Obwohl es genug Lebensmittel gibt, müssen immer noch viele Menschen vor Hunger streben. Das Wirtschaftssystem hat also versagt. Warum merken die Ökonomen das nicht? Warum halten sie an offensichtlich falschen Modellen fest?
    43 3 Melden
    • strieler 31.05.2016 20:39
      Highlight Weil die Ökonomen sich nicht um Menschen kümmern, welche nicht am Markt teilnehmen. Egal ob kein Geld oder Zugang - was nicht lukrativ ist, ist im Kapitalistischen System irrelevant.
      30 2 Melden
    • St0771 31.05.2016 20:44
      Highlight Weil das Ganze in Modellen auch aufgeht... Dass wir Menschen aber immer noch Menschen sind und unvorhersehbare Entscheidungen treffen, die durchaus emotional und nicht rational begründet sind, wird dabei halt ausser Acht gelassen...
      18 1 Melden
    • Töfflifahrer 31.05.2016 21:18
      Highlight Einerseits weil es das System der Ökonomen ist, sie haben kein anderes. Andererseits weil Ökonomen nur in abstrakten Modellen rechen, aber komplett ausser Acht lassen, dass da noch Menschen sind die nicht so agieren wie die Modelle es möchten. Bsp. in den Modellen fehlt die absolute Gier nach Geld und Macht.
      11 0 Melden
    • Alexander P. 31.05.2016 21:47
      Highlight Die Armut hat weltweit abgenommen trotz Bevölkerungswachstum.
      6 12 Melden
    • Jol Bear 31.05.2016 22:03
      Highlight Eigenartige Sichtweise mit ungeeignetem Beispiel. Hunger und Armut sind in den meisten Fällen durch diktatorische Politik und Kriege verursacht. Dort, wo Friede und freie Märkte herrschen, ist i.d.R. Austeichend Nahrung für alle vorhanden.
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    • silverback 01.06.2016 01:06
      Highlight @Baer: Jetzt fragt sich nur noch wer ein Interesse daran hat, dass es dort auch so bleibt wie es ist.
      4 0 Melden
    • Der Zahnarzt 01.06.2016 06:30
      Highlight @Jol Bear: Ich glaube Sie irren sich. Wenn doch Diktatoren und Krieg den Markt für Lebensmittel ineffizient machen, warum sehe ich dann nicht die Verfechter des Marktes gegen Diktatoren und Krieg aufstehen? - Warum lehnt dann z. B. die CS Saudi Arabien und Katar, da Diktaturen, nicht als Aktionäre ab? Warum zetteln Neoliberale wie Herr Rumsfeld Kriege an? - Ich bin für Märkte; für die Verteilung gewisser gewisser Güter sind sie ideal. Jeder Markt ist aber reguliert. Die Regulierungen der Neoliberalen nützen aber nur einer kleinen parasitären Minderheit und schaden dem Rest.
      11 0 Melden
    • Jol Bear 01.06.2016 23:29
      Highlight @Der Zahnarzt: die Diskussion um "Liberalismus" wird zu oft mit Schlagworten und plakativ geführt. Rumsfeld als Politiker ist machtgesteuert, CS und andere Grossbanken, alle "to big to fail"-Konzerne, weltweit tätige staatsnahe Grosskonzerne (China usw.) zeigen, dass (Neo-) Liberalismus, wie er z.B.vom zitierten F. Hayek propagiert wurde, schon längst der Vergangenheit angehört, kaum je bestanden hat. Das Liberalismus-Bashing richtet sich gegen ein fiktives "Feindbild" und verhindert (aus Bequemlichkeit?) differenziertes Argumentieren.
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  • stadtzuercher 31.05.2016 19:26
    Highlight Die neoliberalen Prediger haben zu recht Angst vor solcher Kritik: Plötzlich wird die Unterdrückungspolitik ihrer Regimes (In Europa schön illustriert am Fall Griechenland) als das sichtbar, was sie ist.
    47 2 Melden
    • Töfflifahrer 01.06.2016 07:42
      Highlight Viel besser kann man es fast nicht mehr ausdrücken! Neo-Liberalismus ist nichts weiter als Neo-Kolonialismus, nur, dass die Kontrolle nicht mehr durch Regierungen erfolgt sondern direkt durch multinationale Firmen.
      12 0 Melden
  • pamayer 31.05.2016 19:06
    Highlight Heute ist der iwf den linken einiges voraus. Sicher linksextrem. Nause! Abhorchen!
    19 16 Melden
  • FancyFish 31.05.2016 19:05
    Highlight Endlich kritisieren auch die "hohen Tiere" der Wirtschaft den raubtierkapitalistischen Neoliberalismus. Es ist schon lange Zeit ein besseres, gerechteres Wirtschaftssystem zu etablieren und das ist ein Schritt in die richtige Richtung
    41 3 Melden
    • Sibiria 31.05.2016 21:46
      Highlight Und welches soll das sein?
      5 11 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 31.05.2016 19:01
    Highlight Auch andere Ur-Kapitalisten sehen inzwischen das Versagen ein.

    So sagt zb. die Bank für international Zahlungsausgleich (BIZ): "Final Conclusion: We cannot afford to rely on the current debt-fuelled growth model any longer. The sooner we realise this, the better."
    http://www.bis.org/speeches/sp160210_slides.pdf

    Nachdem das eigentlich unbestritten wäre, lohnt es sich doch kaum mehr, weiterhin auf dem Neo-Kapitalismus herum zu hacken, Herr Löpfe. Interessanter fände ich, wenn Sie erstens alternative makroökonomische Modelle vorstellen, und zweitens gangbare Transformationsprozesse aufzeigen.
    18 7 Melden
  • Kronrod 31.05.2016 18:30
    Highlight "oversold" heisst im Börsenjargon nicht etwa "überbewertet", sondern "überverkauft" bzw "an einem Tiefpunkt".
    19 1 Melden
    • Philipp Löpfe 31.05.2016 19:15
      Highlight Das stimmt, aber nicht alle sind Börsianer. Die Bedeutung ändert sich nicht gross.
      18 10 Melden
  • CreatorsWolf 31.05.2016 17:56
    Highlight Das Versprechen des Neoliberalismus in allen Bereichen Marktkräft spielen zu lassen kann niemals erfüllt werden und ist damit unnütz. Diese Theorieschule wurde aber von anfang an benutzt um quasi-monopole, zwischenstaatliche Machtgefälle oder Ungleichheit zu rechtfertigen.
    41 3 Melden
  • Mafi 31.05.2016 17:34
    Highlight Erklärt doch mal was Neoliberalismus genau bedeutet - gibt oft Verwirrungen. Und wie er momentan umgesetzt ist. Wäre ne gute Artikelserie!
    50 8 Melden
  • Robert K. 31.05.2016 17:28
    Highlight Zu dumm, dass der Neoliberalismus gar nie umgesetzt wurde, Bsp. Schweiz, Regulierungen wo man hinschaut, Protektionismus an der Grenze (Bsp. Auto usw), Kartelle und Preisabsprachen, Bsp. kantonale Unterschiede in den Benzinpreisen usw., Subventionen an alles mögliche und unmögliche. Die kontinuierlich steigenden Staatsquoten sind der Fussabdruck der nicht liberalen Wirtschaftspolitik.
    29 59 Melden
    • Philipp Löpfe 31.05.2016 17:52
      Highlight Vielleicht geht es der Schweiz deshalb so gut...
      83 24 Melden
    • saukaibli 31.05.2016 18:04
      Highlight Glücklicherweise wurde der totale Neoliberalismus nur in einem Land praktisch umgesetzt, in Chile. Und es hat Chile nichts gebracht und würde auch sonst nirgends etwas Positives bringen. Schlussendlich gewinnt im Neoliberalismus immer der Egoistischste und Skrupellostste, dieser wird am Schluss alles besitzen. Der Markt muss den Menschen dienen, nicht umgekehrt. Das kann nur durch die Regulierung des Marktes erreicht werden, wie in den "goldenen 30 Jahren" und noch mehr.
      64 6 Melden
    • Robert K. 31.05.2016 18:20
      Highlight Hr Löpfe, es könnte ihr viel besser gehen, wenn die Politiker in Bern es nicht zuliessen, dass z.B. der Preis für identische Auto-Ersatzteile in Zürich ein vielfaches des Preises sind wie unmittelbar jenseits der Grenze, dass Subventionen gerade in jene Bereiche fliessen, welche sich dringend anpassen der Nachfrage anpassen müssten (Bsp. Landwirtschaft), mir kommt in diesem Zusammenhang immer die Erinnerung an M. Thatcher, welche die GB Steuerzahler fragte: "Wollt ihr, dass ich Euere Steuern für nicht profitable Unternehmen ausgebe?"
      21 20 Melden
    • BennyG 31.05.2016 18:35
      Highlight Der Markt wird nie gerecht sein. Egal in welchem System, ob sozialistisch oder monetär geprägt. Die "Macht" wird immer zwischen der Mittelschicht und der Oberschicht wechseln, das Proletariat ist jeweil immer der Unterdrückte.
      Regulierungen ändern da wenig, vielmehr ist das Aufwachen des Proletariats gefragt und das mutige Verändern von geglaubt gegebenem.
      9 19 Melden
    • stadtzuercher 31.05.2016 19:27
      Highlight Robert K., träum weiter.
      7 13 Melden
    • cassio77 31.05.2016 21:44
      Highlight @Löpfe: hätte einen differenzierteren Post auf diesen Kommentar erwartet. Fakt ist, dass die Automobillobby (weshalb bekämpfte Walter Frey wohl den EWR? Für die Schweiz? Selten so gelacht! Einzig und allein für sein Portemonnaie) Milliarden abzocken konnte auf Kosten des Schweizers. Fakt ist, dass dank diesen Zollhürden und technischen Handelshemmnissen Monopole legalisiert werden. Gutes Beispiel ist hier auch die Bekleidungsindustrie. Im Einkauf kosten Jeans hier mehr als im Verkauf in DE.
      16 2 Melden
    • _kokolorix 01.06.2016 08:09
      Highlight Liberale Märkte streben zu Monopolen. Diese sind nur mit Regulierungen zu verhindern.
      Die genannten Probleme mit zu hohen Preisen sind ausschliesslich der monopolbildung beim Import geschuldet. Nix staatl. verursacht, das besorgen Liberale wie E. Frey.
      Die Landwirtschaft ist die Grundlage unserer Existenz. Sie zu schützen ist nichts als vernünftig. Das die Massnahmen häufig nicht zielführend sind ist der Klientelpolitik der SVP zuzuschreiben.
      Der Staat, das ist unser gewähltes Parlament welches mehrheitlich vorgibt liberal zu sein!
      7 1 Melden
  • BennyG 31.05.2016 17:27
    Highlight PS. Ich würde Milton Friedmann nicht gerade als Vater des Neoliberalismus bezeichnen. Hayek und Röpke hatten da in der Mont Pelerin Society viel mehr Einfluss auf das was der Neoliberalismus heute ist.
    14 4 Melden
  • BennyG 31.05.2016 17:23
    Highlight Ist ja schön und gut dass der gelebte Neoliberalismus schon in den eigenen Reihen des IWF auf Skepsis stösst. Nur mit dem Begriff Neoliberalismus alleine ist aber noch nichts geklärt.
    Der Begriff Neoliberalismus enthaltet zu viel um das Problem des IWF und der Weltwirtschaft zu begründen. Was ist mit der Sperrminorität der USA und dessen Auswirkungen auf die Kreditvergabe?
    Der Neoliberalismus ist schlussendlich nur ein Begriff, unter dem man verstehen kann was man will.
    Die Leser auf die grundlegenden Probleme sensibilisieren, das wäre der erste Schritt zu einer nachhaltigen Ökonomie
    31 2 Melden
    • sowhatopinion 31.05.2016 19:35
      Highlight Gut analysiert, Neoliberalismus ist ein Begriff so ausgelutscht wie der Begriff Nachhaltigkeit... Real existiert hat er genau so wenig wie der "real existierende" Marxismus. Der Osten ist nicht mehr rot und der Westen nicht mehr wirtschafts-liberal. So sind wir heute im Schlepptau der USA und umter dem Deckmantel Gesundheit, Sicherheit etc. dermassen überreguliert und kontrolliert wie noch nie. Die Gewaltentrennung bzw Aufgaben (Staat, Bretton Woods Institutionen, Notenbanken etc) ist nicht mehr, Apple&Co. lässt man in Ruhe (Oligopol, Steuern etc.). Ist dies neoliberal?
      12 0 Melden
    • BennyG 31.05.2016 22:43
      Highlight Kommt drauf an was du unter neoliberal verstehst. Gehst du nach Röpke landest du bei der sozialen Marktwirtschaft. Gehst du nach Hayek landest du beim Laissez-faire Liberalismus.
      Ich sage immer der Neoliberalismus ist wie eine Leuchtrakete, er beinhaltet zu viel um nur als Worthülse zu fungieren. Aber auch zu wenig um einen genauen Sachverhalt zu klären. Er dient eher dazu um unsere Wirtschaftssituation zu beleuchten, Fehler, Missstände, Ungerechtigkeiten aufzudecken. Vor allem woher diese entstanden sind.
      3 0 Melden
  • phreko 31.05.2016 17:00
    Highlight Der Leidensdruck ist noch nicht gross genug. Erst wenn der Neoliberalismus grosse Gebilde, wie die EU, zerstört, werden dann ein paar Hirnzellen angestrengt, um zu schauen wie das passieren konnte. Jedoch "hat der Markt immer Recht", weshalb ich zweifle , dass Anhänger des Neoliberalismus je die richtigen Schlüsse ziehen werden... Es wäre als ob der Papst die Bibel durch den Koran ersetzen würde.
    52 5 Melden
  • Kookaburra 31.05.2016 16:54
    Highlight Wieso erkennen die, die es am besten wissen sollten, solche Dinge immer erst als letzte?

    Ökonomen sind ja schlimmer wie Politiker.
    Aber vielleicht finden sie immerhin bald sogar heraus, dass die linke EU-, Migrations- und Antinationalpolitik der letzten 25 Jahre genauso verheerend und mitschuldig war... wer weiss.
    16 58 Melden
    • phreko 01.06.2016 00:14
      Highlight Welche Länder wurde von Linken/Sozialdemokraten niedergewirtschaftet?
      10 2 Melden

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