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Auch in der Schweiz demonstrierten im Mai 1968 die Studenten. Wie hier in Genf kam es zu Handgreiflichkeiten mit der Polizei. Bild: KEYSTONE

Warum wir den 68ern unglaublich viel zu verdanken haben

Das Jahr 1968 brachte der westlichen Welt ein zuvor ungeahntes Mass an Freiheit. 50 Jahre danach darf man stolz darauf zurückblicken. Doch der Aufschwung autoritärer und populistischer Strömungen zeigt, dass nichts unumkehrbar ist.

02.04.18, 17:53 03.04.18, 11:00

Für die Schweizer Frauen war 1959 ein trübes Jahr. Die Männer verweigerten ihnen in einer Volksabstimmung im Verhältnis 2:1 das Stimm- und Wahlrecht auf nationaler Ebene. Es war eine brutale Abfuhr für ein Anliegen, das seit Jahrzehnten gefordert und in fast der gesamten westlichen Welt und anderen Ländern längst realisiert worden war.

1971 erfolgte der zweite Anlauf, mit prozentual fast identischem Ergebnis. Nur dass es dieses Mal umgekehrt war: Das Frauenstimmrecht wurde klar angenommen. Im gleichen Jahr nahmen die ersten Frauen im National- und Ständerat Einsitz. In nur zwölf Jahren hatten die Schweizer Männer – zu einem erheblichen Teil die gleichen wie 1959 – ihre Meinung radikal geändert.

1962 demonstrierten Frauen in Zürich für das Stimm- und Wahlrecht. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Wie lässt sich dieser Umschwung in einer halben Generation erklären?

Man geht kein Wagnis ein, wenn man die Erklärung im Jahrzehnt sucht, das zwischen den beiden Urnengängen lag. Die 1960er Jahre waren eine Epoche, in der die Gesellschaften der westlichen Hemisphäre einen radikalen Wandel erlebten. Was Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte lang galt, wurde innerhalb kurzer Zeit Makulatur. Als Höhepunkt dieser Entwicklung gilt das Jahr 1968.

Damals entlud sich der Frust der geburtenstarken Nachkriegsjugend über verknöcherte Institutionen und Denkweisen in weltweiten Protesten. «Unter den Talaren Muff von 1000 Jahren» hiess es auf einem Transparent, das Hamburger Studenten im November 1967 enthüllten. Es wurde zu einem Slogan der 68er Bewegung, denn besser kann man die damalige Befindlichkeit kaum auf den Punkt bringen.

Paris wurde zu einem Epizentrum. Im Mai 1968 verbündeten sich Arbeiter und Studenten. Damals lag ein Hauch von Revolution in der Luft, ehe die Regierung von Präsident Charles de Gaulle die Kontrolle zurückgewinnen konnte. Ein Wortführer der Proteste war der deutschstämmige Daniel Cohn-Bendit, der bis heute als eine Art «Berufs-68er» durch die Talkshows tingelt.

James Dean verkörperte schon in den 50er Jahren die rebellische Jugend. Bild: AP/AP

Das ist eine zugegeben etwas bösartige Bezeichnung, doch sie zeigt auch, wie die damalige Bewegung die Nachwelt geprägt hat. Lange galten die «68er» in bürgerlichen Kreisen als Feindbild. 50 Jahre danach befinden sich die meisten von ihnen im Rentenalter, und der Blick auf die damalige Zeit ist fast schon durch Verklärung geprägt. Nur Christoph Blocher, der damals als Jus-Student auf der anderen Seite stand, arbeitet sich noch immer an den 68ern ab.

Man kann die 68er als Fortschreibung von Erneuerungsbewegungen wie Renaissance, Reformation und Aufklärung bezeichnen.

Sein Ideal sind die «heilen» 50er Jahre, in denen die Kirche im Dorf stand und der Mann in der Familie die Hosen an hatte. Doch schon in dieser spiessigen Dekade begann der geistige Aufbruch, der mit dem folgenden Jahrzehnt assoziiert wird. Am deutlichsten manifestierte er sich in den USA, durch die Beatniks, den Rock'n'Roll oder das Hollywood-Jugendidol James Dean.

Die Antibaby-Pille, die zum Synonym für die sexuelle Befreiung wurde, kam 1960 auf den Markt. In Europa wurde der Existentialismus zu einer prägenden Denkrichtung vieler junger Menschen, die im Nachkriegs-Wohlstand aufgewachsen waren und mehr aus ihrem Leben machen wollten als Arbeit, Familie und Folgsamkeit gegenüber politischen und religiösen Autoritäten.

Bob Dylan rief in seinem epochalen Song «The Times They Are A-Changing» von 1964 die Mütter und Väter auf, nicht zu kritisieren, was sie nicht verstehen, denn «your sons and your daughters are beyond your command» – eure Söhne und Töchter gehorchen euch nicht mehr. In Deutschland erhielt die Rebellion durch die Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen der Elterngeneration eine besondere Komponente.

Bob Dylan singt «The Times They Are A-Changing». Video: YouTube/54321p

Man kann die 68er als Fortschreibung von Erneuerungsbewegungen wie Renaissance, Reformation und Aufklärung bezeichnen. Allerdings darf man die damalige Zeit nicht nur durch die rosarote Brille betrachten. Wer behauptet, die heutige Welt sei aus den Fugen geraten, hat keine Ahnung, wie gewalttätig gerade das Jahr 1968 war.

Die Verherrlichung linker «Idole» wie Mao Zedong und Che Guevara wirkt im Rückblick befremdlich. Und mancher aufbegehrende Jugendliche verlor sich auf dem Irrweg des Linksterrorismus.

In den USA kamen Martin Luther King und Robert Kennedy durch Attentate ums Leben. Der deutsche Studentenführer Rudi Dutschke wurde von einem Rechtsextremen niedergeschossen. 1968 war auch das Jahr, in dem der Vietnamkrieg eskalierte und die Amerikaner im Dorf My Lai mit der Ermordung hunderter Zivilisten eines der schlimmsten Kriegsverbrechen ihrer Geschichte verübten.

Das Massaker mobilisierte die Antikriegsbewegung, unter dem Motto «Make Love Not War». Die sexuelle Freizügigkeit der «Blumenkinder» hatte allerdings ihre Kehrseite in der Verniedlichung oder gar Rechtfertigung von pädophilen Handlungen. Selbst Daniel Cohn-Bendit kam deswegen ins Zwielicht, obwohl es keinen Beweis gibt, dass er Übergriffe begangen hat.

Die Verherrlichung linker «Idole» wie Mao Zedong und Che Guevara wirkt im Rückblick befremdlich. Und mancher aufbegehrende Jugendliche verlor sich auf dem Irrweg des Linksterrorismus. Die Rote Armee Fraktion (RAF) und die Roten Brigaden in Italien hielten den Kontinent in den 70er Jahren in Atem. Es war aber auch der 68er-Bewegung zu verdanken, dass Europa damals keinen Rückfall in autoritäre Zeiten erlebte.

Das bewegte Jahr 1968

Aus einem halben Jahrhundert Distanz überwiegen ganz eindeutig die positiven Folgen. Wir haben den 68ern ein zuvor ungeahntes Ausmass an persönlicher Freiheit zu verdanken. Galt früher die Devise «Alles ist verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist», so war es danach genau umgekehrt: «Alles ist erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist.» Und manchmal sogar das.

Man kann den Aufschwung (rechts-)populistischer und autoritärer Strömungen der letzten Zeit auch als eine Art Backlash gegen die Errungenschaften der 68er interpretieren.

Profitiert davon haben in erster Linie die Frauen, nicht nur durch das Stimmrecht in der Schweiz, auch wenn dieser Prozess nicht abgeschlossen ist, wie die aktuellen Debatten um #Metoo oder die unerreichte Lohngleichheit zeigen. Auch die gleichgeschlechtliche Liebe wurde in immer mehr Ländern nicht nur entkriminalisiert, sondern akzeptiert.

Heute können Homosexuelle in manchen Ländern heiraten, etwa in Irland, wo die katholische Kirche bis vor 20 Jahren fast allmächtig war. Im Zusammenleben zeigt sich die gesellschaftliche Öffnung besonders eindrücklich. Früher war die Ehe von Mann und Frau fast die einzige akzeptierte Art der Lebensgestaltung. Heute gibt es Beziehungsformen jeglicher Couleur.

Diese aus unserer Sicht sehr positive Entwicklung hat jedoch eine Kehrseite. In manchen Teilen der Welt wird der Westen gerade wegen der Akzeptanz der Homosexualität als dekadent verteufelt. Man kann den Aufschwung (rechts-)populistischer und autoritärer Strömungen der letzten Zeit auch als eine Art Backlash gegen die Errungenschaften der 68er interpretieren.

Die religiöse Rechte in den USA verbindet mit der Wahl von Donald Trump explizit die Hoffnung, Abtreibung und Homo-Ehe rückgängig machen zu können. In Osteuropa sind reaktionär-nationalistische Strömungen auf dem Vormarsch, besonders in Polen, Ungarn und in Russland. Dieser Teil des Kontinents befand sich damals hinter dem Eisernen Vorhang. Das Gedankengut der 68er konnte sich nicht festsetzen.

Viktor Orban und Wladimir Putin stehen für den reaktionären Backlash in Osteuropa. Bild: EPA/EPA POOL

Eine Ausnahme war der Prager Frühling in der Tschechoslowakei. Er wurde von sowjetischen Panzern plattgewalzt. Der fehlende Respekt gegenüber der Rechtsstaatlichkeit und die Träume von einer «illiberalen» Demokratie verdeutlichen, dass die Idee der persönlichen Freiheit im Osten längst nicht so tief verankert ist wie im Westen. Und auch bei uns ist ein Backlash nicht auszuschliessen.

Geschichte ist kein linearer Prozess, Rückschläge gibt es immer wieder. Umso mehr lohnt es sich, wachsam zu bleiben, gerade weil wir unsere Freiheitsrechte zu oft als Selbstverständlichkeit betrachten.

Es rächt sich nun, dass der 68er-Aufbruch weitgehend auf die «westlichen» Staaten beschränkt blieb. Er hat die Kluft zu anderen Teilen der Welt eher vergrössert. Und vielerorts – nicht zuletzt bei Islamisten – den Eindruck erweckt, der Westen sei schwach und verweichlicht. Gleichzeitig aber träumen überall auf der Welt junge Menschen von unseren Freiheitsrechten.

Man kann deshalb hoffen, dass die grösste Befreiungsbewegung der jüngeren Geschichte sich irgendwann global durchsetzen wird. Aber Garantien gibt es keine. Geschichte ist kein linearer Prozess, Rückschläge gibt es immer wieder. Umso mehr lohnt es sich, wachsam zu bleiben, gerade weil wir unsere Freiheitsrechte zu oft als Selbstverständlichkeit betrachten.

Ein wenig vom 68er-Kampfgeist würde im heutigen globalen Umfeld auch uns gut anstehen.

Weit entfernt von Gleichberechtigung, aber schon viel näher

Video: srf

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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73
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73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Easycomment 05.04.2018 17:36
    Highlight Herr Blunschi, schauen Sie sich die Kommentare und Likes zu Ihrem Artikel an. Unzufriedene, Dauerempörte, Weltverbesserer, Wirtschaftsgegner, allen hat Ihr Artikel gefallen. Sie hätten ihn auch der WOZ schicken können. Tipp: Den euphorischen Feedback dieses Lesersegments nicht überbewerten. Social Media Feedbacks sind zwar im Kommen und vorwiegend links gepolt, aber noch kein sehr repräsentativer Spiegel der Gesellschaft.
    0 1 Melden
  • Easycomment 03.04.2018 19:16
    Highlight
    Dass Errungenschaften gegenüber den 60er-Jahren überwiegend den 68-Revoluzzern zu verdanken sind, finde ich ein Irrtum. Stimmrecht in CH wäre auch ohne 68 liberalisiert worden (Druck durch Ausland, EMRK, Weltwirtschaft, etc.). Man blendet aus, was z.B. unter dem Weltkommunismus vor sich ging, und empört sich einseitig über den Vietnamkrieg. Was, wenn der liberale Westen, z.B. dem Kommunismus unterlegen wäre (Kuba-Krise, ....)? Heutiger Wohlstand, freie Weltwirtschaft, alles ein Verdienst der 68er, erkämpft mit Steinen gegen Polizisten, Grafitis, AJZ, Reitschule, Vorbild unserer Jung-Linken?
    3 10 Melden
  • Homes8 03.04.2018 18:47
    Highlight Damals war alles sehr euphorisch, betreffend Raumfahrt, Technik, Atomkraft. Autos hatten Wagenfarben wie Metalic Olive-Stardust. Täglich wurden neue Maschinen erfunden die den Menschen das Leben erleichern sollten. Unter anderem wurde 68 das Wasserbett für den schwerelosen Schlaf erfunden. Selten wurde so viel gearbeitet, um sich all den Luxus leisten zu können.
    Was geblieben ist, ist die Umweltverschmutzung.
    4 2 Melden
  • Easycomment 03.04.2018 18:44
    Highlight Sie glauben, dass die Vorteile, die wir heute gegenüber den 60er-Jahren haben, überwiegend den 68-Revoluzzern zu verdanken sind. Ein Irrtum, dem auch Blunschi zum Opfer fällt. Man negiert die damaligen Verhältnisse, z.B. die Bedrohungslage mit dem Weltkommunismus, etc. Man blendet aus, was hinter dem eisernen Vorhang vor sich ging, und empört sich einseitig über den Vietnamkrieg. Was, wenn der liberale Westen, z.B. dem Kommunismus unterlegen wäre (Kuba-Krise, ....)? Wären Sie heute auch Weltenbürger? Wie stünde es da um Ihre (zurecht) geschätzte Demokratie? Alles ein Verdienst der 68er?
    2 8 Melden
  • Juscht 03.04.2018 14:40
    Highlight Wie lange gingen denn die 1968er ? hihi
    3 3 Melden
  • Aristides1 03.04.2018 09:46
    Highlight "Man kann die 68er als Fortschreibung von Erneuerungsbewegungen wie Renaissance ... bezeichnen".

    Ich gestehe, dass ich selten einen solchen - sit venia verbo - Schwachsinn gelesen habe. Die Renaissance war Wiedergeburt aus dem Geiste der Antike, die 68er-Bewegung nicht nur, aber zu einem guten Teil Nachbeten einer totalitären Ideologie und Berufung auf den Maoismus, der gerade alles Alte bis hinein in die Familienbindungen zu zerstören versuchte.

    Über die historische Einordnung 68er haben Götz Aly, Joachim Fest und viele andere das Notwendige geschrieben. Es gibt dem nichts hinzuzufügen.
    12 27 Melden
  • Ohniznachtisbett 03.04.2018 09:37
    Highlight Die 68er waren sicherlich eine Zäsur nach dem 2. WK. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es ähnliche Strömungen schon vor den Weltkriegen und dazwischen gab. Einfach eher auf die Oberschicht begrenzt. Was ich aber eigentlich interessant finde: Die ach so toleranten und netten Revoluzzer aus den 68er tappen heute in die gleiche Falle wie alle Generationen vor ihnen: Früher war alles besser, die heutige Jugend verblödet etc. sind das nicht genau die Sätze, die ihre Eltern schon von sich gaben und über die sie sich so aufgeregt haben?
    13 3 Melden
  • Ueli der Knecht 03.04.2018 00:32
    Highlight "Und auch bei uns ist ein Backlash nicht auszuschliessen."

    Vielleicht weil du mittendrin steckst, Peter Blunschi, hast du den hiesigen Backlash einfach nicht bemerkt.

    Die Gegenpole des Herrn Blochers hiessen Thomas Held und Moritz Leuenberger. Deren Impact auf die schweizer Gesellschaft bewirkten das BÜPF, das NDG, die Via Secura, Avenir Suisse, KKL, Neoliberalismus, Schnüffelstaat, Law&Order. Diese Alt-68ern verkleideten alles schöngeistig in Tütüs und klassischer Musik, und halfen Ringier, dem BLICK, Herrn Blocher und Walti Frey, deren rechter SVP-Polizeistaat erstarkt ist wie noch nie.
    20 44 Melden
  • malu 64 02.04.2018 23:38
    Highlight Sehe ich die Welt heute, mit all den degenerierten Selbstdarstellern an, so kommen mir die 68 er und anschliessend die Hippie Zeit, wie ein wunderbarer Traum vor.
    37 6 Melden
  • AMU 02.04.2018 22:47
    Highlight Die 68'er sind verantwortlich, dass man die Frau wie eine Ware behandelt und wenn man sie nicht mehr braucht nimmt man eine Andere und wirft sie weg. Die 68'er sind verantwortlich für den Sexismus von heute.
    22 150 Melden
    • sealeane 02.04.2018 23:02
      Highlight Witz des tages. Schon gar wenn man bedenkt das vergewaltigung der Frau ik der Ehe früher legal war. Die Frau fürfast alles die Erlaubnis des Mannes brauchte etc.

      Und Scheidungen werden heute mehrheitlich von Frauen eingereicht. Ergo werden sie wohl nicht "nur weggeworfen".

      Und der Sexismus von früher finden sie in jeder Werbung von früher... Weniger nakte Haut. Dafür Fraucven an den Herd. Und immer schön demütig und nur der mann zählt....
      Nein Danke, früher war nicht alles besser. Sondern schlechter.
      Klar ist heute nicht alles top, aber dennoch zu meist besser!
      93 7 Melden
    • ujay 03.04.2018 07:17
      Highlight @AMU. Frauenstimmrecht seit 1970 (Appenzell etwas später). Noch Fragen?
      20 4 Melden
  • Rumbel the Sumbel 02.04.2018 22:39
    Highlight Wer meint, die 68er seien alles gewesen, ist etwa soweit wie derjenige der meint, alles sei früher besser gewesen.
    27 18 Melden
  • Restseele 02.04.2018 22:38
    Highlight Der Artikel tut meiner Seele gut. Leider wird meine Generation heute oft dargestellt als Umwelt verschmutzende Babyboomer die die AHV plündern.
    34 12 Melden
    • sealeane 02.04.2018 23:06
      Highlight Hey ist ja auch nicht per se falsch... Aber natürlich seit ihr mehr wie das. Und auf den Erfolgen und Errungenschaften der Vergangenheit sollte sich keine Generation ausruhen. Meine Generation nicht und deine auch nicht.
      Es steht immer noch viel arbeit an. Lasst uns gemeinsam die Welt verbessern! :)
      Und sollte das nur unser kleines Umfeld sein ist das schon viel wert. Den Verändern können wir nur das mit ddm wir auch in konntakt sind.
      23 7 Melden
  • bokl 02.04.2018 22:31
    Highlight Und die Ironie von der Geschichte? Ohne 68er könnte Christoph der Grosse seine Macht in der Partei nicht in der Familie halten. MMB hätte weder Stimm- noch Wahlrecht. Bliebe noch deren Göttergatte. Doch der hat ja schon mehrfach bewiesen, dass er trotz massiver finanzieller Vorteile politisch nichts auf die Reihe kriegt.
    37 23 Melden
  • Rim 02.04.2018 21:49
    Highlight Guter Artikel! Die Welt hat sich durch WWII verändert. Die Wahrnehmung und die Analyse darüber, warum sich Völker Faschisten (Reaktionären) unterwerfen konnten, war unvermeidlich. 68 war, nach Reformation und Aufklärung, ein weiterer Schritt Richtung "Menschwerdung". Nicht perfekt, nicht alles gut. Aber die Richtung stimmte. Dass es einen reaktionären Backlash geben würde ,analog Gegenreformation, war klar. 2 Schritte vorwärts, einer zurück. Das ist europäische Religions/Geistes/Sozialgeschichte. Ich bin stolz, Teil dieser Geschichte zu sein und freue mich auch die nächsten 2 Schritte! :-)
    38 9 Melden
  • maricana 02.04.2018 21:18
    Highlight Dieses Thema hatte Polo Hofer+Schmetterband bereits 1988 in 4 Min. Songtext perfekt inszeniert: "Sommer 68".
    18 3 Melden
  • gas_wookie 02.04.2018 20:43
    28 19 Melden
    • sealeane 02.04.2018 23:18
      Highlight Hm interessanter Artikel. Aber ich habe nicht den Eindruck das meine Generation so viel mehr verantwortung übernimmt... Hauptsache lustig. Und alles ist eh cool, solange es gut tönt / aussieht. Scheint die mehrheit zu denken, bzw. danach zu handeln. Mehr schein als sein.
      Ok wir erarbeiten uns wenigstens das Recht das wir nicht nur für Firmen schuften, sondern auch eine Work-life-balance haben. Aber insta und FB und co hat meine generation devinitiev geblendet. Ich hoffe das Augenlicht kehrt zurück... (symboisch gesprochen)
      13 0 Melden
  • sowhat 02.04.2018 20:30
    Highlight Vielen Dank für diesen Artikel. Er fasst im Grossen und Ganzen ziemlich präzise zusammen, was meine derzeitige Wahrnehmung -gerade bzgl Backlash- ist.
    23 9 Melden
  • Sheldon 02.04.2018 20:07
    Highlight Betrachten wir 1968 als Impuls, dann haben wir dem viel zu verdanken. Betrachten wir die Generation, ist die Bilanz eher durchzogen.
    49 21 Melden
    • äti 02.04.2018 21:11
      Highlight Danke, bin einer. Sehe es logo etwas anders.
      19 11 Melden
  • JayGamer 02.04.2018 20:06
    Highlight Was ich auch sehe, dass viele Linksextreme die Meinungsfreiheit nur noch für linke haben wollen.
    67 116 Melden
    • supremewash 02.04.2018 20:48
      Highlight Ich sehe, dass mancher Europäer unsere Auslegung von Meinungs(-äusserungs-)freiheit mit der amerikanischen "freedom of speech" verwechselt.
      68 22 Melden
    • JayGamer 02.04.2018 23:14
      Highlight "Unsere Auslegung"
      Nicht jeder hier hat die gleiche Auslegung und es gibt keine allgemeine Auslegung.
      7 26 Melden
    • Fabio74 03.04.2018 13:14
      Highlight Und ich sehe, dass trotz Bildung immer mer zutief schwarz und weiss neigen.
      Und dass viele glauben Ausgrenzen, Diffamieren und Beleidigen eine akzeptable Mei ung sei.
      Und viele glauben, Meinungsäusserungsfreiheit heisst, dass Kritik nicht geübt werden dsrf.
      12 2 Melden
  • Ueli der Knecht 02.04.2018 19:36
    Highlight Die 68er wollten nie so bünzlig werden wie ihre Eltern und wundern sich zu was für Riesenbünzlis ihre Kinder und Kindeskinder heranwuchsen.

    Die 68er lasen Orwells "1984". Sie protestierten wegen Ernst Cincera, wegen den Staatsschutz-Fichen, gegen die Volkszählung oder gegen den NATO-Doppelbeschluss.

    Heute haben die 68er resigniert, weil die Sowjetunion unterging, aber die Stasi-/KGB-Kultur gesiegt hat.

    "Their rebranding as "social media" is the most successful deception since the Department of War became the Department of Defense."

    https://twitter.com/snowden/status/975147858096742405
    19 26 Melden
    • sowhat 02.04.2018 20:40
      Highlight Dass einige 68er resigniert haben (und zT sogar bünzlig werden), stelle ich auch fest. Die Begründung, die du lieferst halte ich allerdings für -orry für die Wortwahl- hahnebüchen. Der Resignation kommt eher daher, dass die Wirtschaft einfach einen anderen Weg gefunden hat die neue Generation -aka Jugend- so gefügig zu machen, dass da eben genau dieser von Blunschi angeführte Backlash zu sehen ist. Da verzieht sich die 68er Rentnergeneration ebenauch in ihre eigene Erlebniswelt. Weil viele denken, sie haben ihre Arbeit während 45 Jahren getan; und übrig bleibt eine Wohlstandsgesellschaft.
      36 8 Melden
    • Ueli der Knecht 02.04.2018 21:46
      Highlight Es soll ja nicht ein Vorwurf sein. Eher empfinde ich Mitleid; und Dankbarkeit. Auch wenn es nicht ganz so rausgekommen ist, wie sie es sich als Hippies geträumt haben. Ich erwarte nicht von den Flowerpower-Rentnern, dass sie jetzt die Welt retten.
      15 1 Melden
  • Carry62 02.04.2018 19:25
    Highlight Nichts gegen die 68er... Hat es sicher gebraucht...
    Aber das Ganze nun verherrlichen? Die Eltern der 68er haben wohl mehr erreicht, als Europa am Boden lag. Es ist dann ein Leichtes alles in Frage zu stellen und das (nicht selber erarbeitete) Geld mit vollen Händen auszugeben. Oder auf Kosten Anderer sich ein alternatives Leben aufzubauen.

    Ist Heute nicht viel anders... Links verteufelt die steuerzahlenden Bonzen und gibt das fremde Geld am Liebsten mit beiden Händen aus...
    48 123 Melden
    • äti 02.04.2018 21:21
      Highlight Haha, verteufelt steuerzahlende Bonzen - eher doch die nicht-streuerzahlenden!
      Von fremden Richtern habe ich schon gehört, jetzt gibt es auch fremdes Geld. Wow.
      Und was ist dir lieber: Geld mit der Pipeline zu einem Einzigen oder doch besser etwas verteilt?
      56 18 Melden
  • Hiker 02.04.2018 19:16
    Highlight Meine Jugend verbrachte ich ganz im Zeichen der 68 Bewegung. Wenn ich heute sehe welche Kräfte am Werk sind, die versuchen das Rad der Zeit zurückzudrehen wird mir schlecht. Die guten alten Zeiten waren mitnichten so glorreich. Ich bin 1000 mal lieber Schweizer und Weltbürger als Eidgenoss und Wutbürger. Ich gehe gerne Abstimmen und liebe die Demokratie. Auch wenn es „die schlechteste aller Gesellschaftlichen Formen ist... ausser allen andern“ Zitat ende. Lasst Euch das nicht von sog. Libertären Kreisen schlechtreden.
    193 40 Melden
    • Hayek1902 03.04.2018 11:16
      Highlight Seit wann haben libertäre etwas gegen demokratie, so lange es nicht zu einem unterdrückenden mob wird?
      1 10 Melden
  • Stratford-upon-Avon 02.04.2018 19:16
    Highlight Neben diesen positiven Effekten der 1968-Bewegung bedauere ich die schlechtere Ausbildung in den Humanwissenschaften (Sprachen, Geschichte, usw.). Es gibt z.B. Studenten an der Uni Genf, die den Gebrauch des Wortes 'dont' nicht beherrschen.
    9 28 Melden
  • Maya Eldorado 02.04.2018 19:16
    Highlight Ich lief voll in die 68-Bewegung. 1968 war ich 21 Jahre alt.

    Etwas ganz Kapitales hat die Bewegung unter anderem erreicht:
    Frau und Mann durften höchst offiziell zusammenleben ohne verheiratet zu sein. Vorher war das strafbar. Stellt Euch das mal vor!
    Ebenfalls war vor den 68ern der Mann das Oberhaupt der Familie. Wenn die Frau arbeiten gehen wollte, konnte das der Mann verbieten.
    Sehr biel wurde erreicht, was heute selbstverständlich ist. Das was heute noch fehlt, sind peannuts dagegen.
    93 9 Melden
    • sealeane 02.04.2018 23:24
      Highlight Naja ich nehm an so ähnliche Aussagen gabs auch von den älteren damals zu den anliegen der 68ger Bewegung... Mit dieser Sicht kann man sich immer auf dem Erfolg ausruhen. Vortschritt wird damit aber keiner erziehlt!
      5 23 Melden
    • Maya Eldorado 03.04.2018 01:17
      Highlight Das sind immer die Jungen, die die Welt verändern und verbessern wollen.
      Die 68er haben viel bewegt.
      Ich frage sie, was haben die nachfolgenden Generationen gemacht?
      Etwas weiss ich: Die Jungen heute hängen alle am Smartphone.
      18 8 Melden
    • Hayek1902 03.04.2018 12:30
      Highlight Und die 68er hingen an joints, lsd, später heroin und komischen kulten aus indien etc. Nur weil du die heutige generation nicht verstehst, wie auch deine eltern mühe hatten mit deiner, heisst das nicht, dass die nicht auch ihren weg gehen. Habe fertig.
      10 2 Melden
  • G-Man 02.04.2018 19:09
    Highlight Und so viele dieser damaligen 68er "Rebellen" und "Freiheitskämpfer" sitzen heute in Managerpositionen und schauen zu wie die Welt ausgebeutet wird. Oder profitieren bereits von der fetten Pensionskohle während die sozialwerke bröckeln...
    43 20 Melden
    • äti 02.04.2018 21:31
      Highlight Richtig, es gibt 68er in Managerpositionen, warum denn nicht? Es gibt auch unter Managern 'Rebellen'.
      Das brökeln der Sozialwerke hat gar nichts mit dieser Generation zu tun, ausser dass Pensionen bezogen werden. Das Brökeln hat mit jungen Libertären zu tun, die diese Werke als 'Investmentfonds' in Offshores umwandeln wollen und deshalb nötige Anpassungen blockieren.
      29 21 Melden
    • sealeane 02.04.2018 23:27
      Highlight Hm seit wan stellen junge liberitäre die mehrheit? Das tun sie nicht einmal unter den jungen!
      Politik wird immernoch hauptsächlich von den alten gemacht. Gesetzte ebenfalls. Das ist ala: alle sind schuld nur ich nicht! Mimimi!
      Sicherlich nicht konstruktiv...
      8 15 Melden
    • Ueli der Knecht 03.04.2018 00:47
      Highlight äti: genau, und so Alt-68er-Rentner wie Moritz Leuenberger oder Thomas Held haben natürlich ganz und gar nichts damit zu tun.

      Zum Glück sind solche reaktionäre linke "Rebellen" nicht mehr an den Hebeln der Macht; denn während sie es waren, haben sie massive gesellschaftliche Schäden angerichtet und auch tatkräftig zu den heutigen Auswüchsen des Neoliberalismus und Hyperkapitalismus und zum Erstarken der PNOS, der SVP und der Libertären beigetragen.
      4 17 Melden
    • Hayek1902 03.04.2018 12:31
      Highlight Ich als Libertärer frage mich, wo all meine libertären Freunde sind, vor denen ihr euch so einnässt.
      1 5 Melden
    • äti 03.04.2018 14:32
      Highlight Ueli, falsch.
      Hayek, Libertäre haben doch keine Freunde, nur Mitläufer. ;)
      7 1 Melden
    • ujay 05.04.2018 16:42
      Highlight @Hayek....ist 1902 dein Jahrgang?
      0 0 Melden
  • Redly 02.04.2018 18:55
    Highlight Russland ist nur eines von vielen Beispielen, wo Demokratie wenig zählt. Europa macht‘s in Spanien und Türkey nicht besser. Und direkte Demokratie ist fast nirgends erreicht. Bitter.
    32 10 Melden
    • ujay 03.04.2018 07:26
      Highlight @Redly....Blödsinn, Spanien in die gleiche Reihe mit der Türkey zu stellen, du Ahnungsloser.
      10 5 Melden
    • Redly 03.04.2018 09:58
      Highlight Spanien sperrt Politiker ein, welche abweichende Meinung vertreten...
      5 7 Melden
    • ujay 03.04.2018 12:04
      Highlight Falsch. Nur solche, die als vereidigte Politiker gegen die Verfassung verstossen haben.
      7 4 Melden
    • Redly 03.04.2018 12:53
      Highlight Genau das sagen auch die Diktatoren in Ägypten, China, Türkey, Iran ...
      Merksch öpis?
      3 7 Melden
    • ujay 03.04.2018 13:43
      Highlight @Redly. Spanien ist eine Demokratie, in der die Regierung vom Volk gewählt wurde...merksch öpis?
      5 4 Melden
  • Merida 02.04.2018 18:33
    Highlight Umso mehr wundert bzw. ärgert es mich, wenn die Stimm- und Wahlbeteiligung so tief ist!
    195 15 Melden
  • ZH27 02.04.2018 18:30
    Highlight "auch wenn dieser Prozess nicht abgeschlossen ist, wie die aktuellen Debatten um #Metoo oder die unerreichte Lohngleichheit zeigen." Die Lohngleichheit ist in der Schweiz faktisch erreicht. Man muss halt nicht einfach auf stupide Weise Durchschnitte vergleichen, sondern Daten auf individueller Ebene nehmen und und mit Qualifikation, Erfahrung usw. kontrollieren. Die verbleibende unerklärte Varianz ist klein und kann viele Gründe haben (darunter auch die lineare Modellspezifikation). Dieses mantrahafte Wiederholen auf Watson macht die Geschichte nicht wahrer.
    94 109 Melden
    • ingmarbergman 02.04.2018 19:44
      Highlight nein. Lass bitte deine Falschaussagen sein. Danke!
      43 33 Melden
    • FrancoL 02.04.2018 19:46
      Highlight Natürlich hat die verbleibende Differenz viele Gründe, NUR nicht die Diskriminierung.
      Ist das Ihre Botschaft?
      Herrlich wie Menschen wie Sie immer alle möglichen Gründe finden, aber immer einer ausgeschlossen wird: nämlich die Diskriminierung.
      45 20 Melden
    • Roterriese 02.04.2018 20:56
      Highlight Der Gender Pay Gap ist ein Mythos.

      14 27 Melden
    • Ökonometriker 02.04.2018 21:04
      Highlight @FrancoL: ich glaube die Botschaft ist hier, dass die Studie des Bundes die ca. 20 Prozent der Einkommensunterschiede nicht erklären konnte auf einer unzureichenden Datenlage fusst. Die Kategorien waren zu grob: 'uniabgänger im Gesundheitssektor' können z.B. Krankenschwester, Physiotherapeutin, HR oder Ärztin sein. Klar gibt es da nicht erklärbare Unterschiede beim Lohn...
      16 12 Melden
    • äti 02.04.2018 21:05
      Highlight Dein Kommentar macht allerdings die Geschichte auch nicht wahrer. Die massgebenden Vergleiche sind gut begründet.
      19 10 Melden
    • FrancoL 02.04.2018 22:42
      Highlight @Oekonometriker: Ist doch immer herrlich; Sie schreiben dass es nicht erklärbare Unterschiede beim Lohn gibt. Also wissen Sie genau so wenig wie ZH27, woher diese Unterscheide stammen. Doch halt Sie und ZH27 wissen dass diese Unterschiede offenbar NICHT von der Diskriminierung her stammen. Ist doch sonderbar: Entweder weiss man etwas oder man weiss es nicht, das was hier versucht wird ist die Diskrimierung als Einzelfaktor immer als Lüge hinzustellen immer mit der gleichen Aussage: unzureichende Datenlage. Aber ist die Datenlage nicht auch unzureichend um die Diskriminierung auszuschliessen?
      12 13 Melden
    • FrancoL 02.04.2018 22:46
      Highlight @Oekonimetriker; Ich kann von meine Erfahrung aus sagen, dass im Auftragsverhältnis sehr wohl Unterschiede festzustellen sind die auf der Bevorzugung des Mannes zurückzuführen sind. In unserem Büro haben alle eine sehr ähnlichen Studienabschluss, Erfahrung über 20 Jahren, Weiterbildung praktisch auf dem gleichen Stand. Wenn es aber um heikle Geschäfte geht, wird häufiger der Mann gesucht. Bei den Stundenansätzen werden häufiger die der Frauen hinterfragt. Das ist meine Erfahrung, wohl ein Einzelfall in der ganzen Schweiz und meine Kollegen die mir ähnliches berichten sind auch nur Einzelfälle.
      14 9 Melden
    • sealeane 02.04.2018 23:35
      Highlight Also gehen wir mal davon aus das die 20% erklärbar sind ohne Diskriminierung. Dan bedeutet dad im umkehrschlus das Frauenjobs im schnitt 20% schlechter bezahlt sind (vereinfacht aushedrückt).
      Zum verständnis: Mann wil mir also weiss machen typische Frauen arbeit ist weniger Geld wert? Klingt verdächtig nach Diskriminierung 🤔
      (Beispiel Kindergartenlehrerinnen / Primarlehrer lohnunterschied deutlich. Ausbildungsunterschied nicht...)
      6 8 Melden
    • Ökonometriker 03.04.2018 06:09
      Highlight @FrancoL: ich sage dass es keinen Unterschied gibt. Ich sage nur, dass man nicht eine schlechte Studie mit zu wenig Daten machen kann und sich dann wundern muss, wenn man ein tiefes R^2 erhält. Das ist einfach ein mathematisches Fakt.

      Wenn dem BFS wirklich etwas an Gleichberechtigung liegen würde, würde er erst einmal eine Studie machen die überhaupt feststellen kann, wie gross die Lohnunterschiede sind. Derzeit kann man nur mutmassen. Und auf der Basis von Mutmassungen entstehen keine guten Gesetze. Mein Rat daher an die Feministinnen: fordert erstmal bessere Zahlen vom Staat.
      7 2 Melden
    • Roterriese 03.04.2018 06:14
      Highlight @sealeane gehen wir mal davon aus, dass Frauen tatsächlich 20% weniger verdienen. Dann fragt es sich, warum Unternehmen überhaupt noch Männer und nicht nur Frauen anstellen würden, da das Unternehmen damit ja bis zu 20% sparen könnte.
      9 9 Melden
    • Ökonometriker 03.04.2018 08:56
      Highlight @Roterriese: die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt, dass die systematische Diskriminierung der Frau nicht durch Unternehmen geschieht, sondern durch die Kultur.
      Mädchen werden dazu erzogen in Märkten zu arbeiten, die weniger bezahlen. Das Bild der 'schwachen Frau' die 'beschützt' werden muss prägt das Rollenverständnis. Es ist gut möglich, dass dies in der CH auch so ist.

      Dann müsste man sich fragen wie man Anreize setzen kann, die die Frauen zu mehr Eigenverantwortung und unternehmerischem Denken bringen. Denkbar wäre auch, bereits in der Schule mehr technische Fächer zu unterrichten.
      6 1 Melden
    • Roterriese 03.04.2018 09:20
      Highlight @Ökonometriker das mag stimmen, aber das hat dann nichts mit dem amgeblichen Gender Pay Gap zu tun und lässt sich auch nicht mit einem Lohngleichheitsgesetz beseitigen
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    • FrancoL 03.04.2018 09:49
      Highlight @Roterriese; Nun es sind ja nicht 20% eher 8-10% die nicht begründet sind. Und ja die Unternehmer machen dies sort wo sie einen Vorteil davon haben. ZB Reinigungsfirmen, Maler, Dekorateure, auch in der Architekturbranche wird es teilweise genutzt.
      2 1 Melden
    • FrancoL 03.04.2018 09:54
      Highlight @Oekonimetriker; Wieso muss immer der Bund? Wieso nicht die Arbeitgeberverbände, die ja immer wieder damit konfrontiert werden?
      Der Bund könnte die genauste Erhebung abliefern und die Arbeitgeber würde diese als einseitig abtun! Es geht auch nicht um Eigenverantwortungssteigerung, es geht um Lohnkosten bei GLEICHER Verantwortung, gleicher Ausbildung und gleicher Erfahrung.
      Das was Sie versuchen ist das Ablenken von Thema. Es geht nicht um Bildung sondern um den gleichen Lohn für gleiche Ausbildung oder eben auch bei gleicher fehlenden Ausbildung (gibt es ja bei Männern auch).
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    • Ökonometriker 03.04.2018 14:13
      Highlight @FrancoL: welche Studie vergleicht dann effektiv gleiches mit gleichem? Die Studie vom BFS hat da eben einen ziemlichen Apfel-mit-Birnen Vergleich gemacht. Mich würde interessieren, wie viel mehr eine Oberarzt mit Abschluss der UniZH mehr verdient als eine Oberärztin mit demselben Abschluss. Und nicht wie viel weniger die Krankenschwester mit FH Abschluss kriegt.
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    • FrancoL 03.04.2018 14:35
      Highlight @Oekonometriker;
      Nochmals: Wieso trampelt man so auf der Studie des Bundes herum? Wieso geht der Arbeitgeberverband dessen Mitglieder ja eigentlich am Pranger stehen, nicht in die Offensive (hätte ja auch die Zahlen schneller beisammen) und lässt eine Studie erstellen?
      Kannst Du Dir nicht vorstellen, dass der Arbeitgeberverband unter Umständen ganz gut weiss dass es diese Diskriminierung gibt und er nicht Hand bieten will um eine vernünftige Studie zu erstellen, so wie dies mir doch schon einige UN bestätigten: Wir wollen uns nicht in die Karten gucken lassen.
      1 1 Melden
    • FrancoL 03.04.2018 14:40
      Highlight @Oekonometriker; ich sehe das sehr einfach: Wenn ich von einem Unternehmer Einsicht in die Löhne verlange, weil er zB die falschen Qualifikationen im Vorfeld angegeben hat, da ziert sich der Arbeitgeber bei der Offenlegung. Er ziert sich weil er genau weiss, dass wenn ich für meine Zwecke die Daten kontrolliere er da und dort mit seinen Angaben zu den Qualifikationen geschummelt hat. Dies kann Dir auch jeder bestätigen, der bei Vergabeüberprüfungen als ultimo ratio die Offenlegung der Löhne verlangen muss.
      Es läuft Vieles nicht so ganz nach Wunsch, ist nun mal so, aber warum es nicht zugeben?
      0 0 Melden
    • Ökonometriker 03.04.2018 15:39
      Highlight @FrancoL: Der Arbeitgeberverband hat keinen Zugriff auf die Steuer- und Lohndaten der Bürger. Zudem sollte eine solche Studie von einer neutralen Stelle durchgeführt werden. Sonst hat sie keine Glaubwürdigkeit.
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  • raues Endoplasmatisches Retikulum 02.04.2018 18:10
    Highlight Nette Zusammenfassung, danke dafür.
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