Wissen

Klimagipfel in Bonn: Auf die Teilnehmerstaaten wartet noch viel Arbeit.  Bild: EPA/EPA

Rate mal, wie viele Länder gerade auf Kurs zur Erreichung der Pariser Klimaziele sind

15.11.17, 17:10 15.11.17, 17:30

Die Antwort ist: Keines!

Es gelingt weiterhin keinem Land, die im Pariser Klima-Abkommen gesteckten Ziele zur Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad zu erreichen. Am besten macht es laut einem Ländervergleich noch Schweden. Die Schweiz liegt im ersten Drittel.

Die 13. Ausgabe des Ländervergleichs der Umweltorganisation Germanwatch lässt weiterhin die ersten drei Podestplätze leer. Kein Land tue genug für den Klimaschutz und die Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens. Besonders beim Energieverbrauch brauche es noch Anstrengungen, hiess es in dem am Mittwoch veröffentlichten Ranking.

Musterschüler auf dem 4. Rang ist Schweden. Das Land punkte vor allem bei der Senkung der Treibhausgase und dem Ausbau erneuerbarer Energie, sagte Jan Burck von Germanwatch vor den Medien an der Klimakonferenz in Bonn. Und Schweden wolle bis 2045 CO2-neutral sein, das heisst nicht mehr Treibhausgase ausstossen als kompensiert werden.

Aber auch beim bestplatzierten von 56 untersuchten Ländern gibt es Mängel. Es fehle ein Klimaschutzziel für 2030, das mit dem 2-Grad-Ziel von Paris vereinbar sei. Auch sollte Schweden im Transportsektor und bei den Emissionen aus dem Konsum Massnahmen ergreifen, heisst es in der Studie.

Auf den nächsten zwei Rängen finden sich Litauen mit einem starken Ausbau in fossilfreier Energie und das Entwicklungsland Marokko mit ehrgeizigen Klimaschutzzielen bis 2030.

Nicht nur Kohleausstieg nötig

Deutschland, Gastgeberland der diesjährigen Klimakonferenz, platziert sich im Mittelfeld. Das Land habe auf diplomatischer Ebene grosse Anstrengungen für den Klimaschutz unternommen, nicht aber bei nationalen Massnahmen wie etwa einem Ausstieg aus der Kohle.

Deutschland liege beim Treibhausgasausstoss 20 Prozent über dem EU-Schnitt. Da würde ein Kohleausstieg allein nicht genügen, sagte Studienmitverfasser Niklas Höhne. Es müssten auch Fortschritte beim Transport, der Industrie und bei den Gebäuden gemacht werden.

Am andern Ende der Länderliste sind die USA, Australien, Südkorea, Iran und als Schlusslicht Saudi-Arabien. Die USA, die aus dem Paris-Abkommen aussteigen wollen, seien «im freien Fall».

Die USA und Saudi-Arabien müssten ihre Reduktionsziele für 2030 drastisch erhöhen. Südkorea, Iran und Saudi-Arabien zeigten bei ihren Bemühungen um weniger Treibhausgase «kaum Fortschritte oder den Willen dazu», hiess es weiter.

Schweiz «klar ungenügend»

Die Schweiz ist auf Rang 12, eine ähnliche Position wie in den vergangenen Jahren. Diese Platzierung sei nicht wegen einer guten Schweizer Klimapolitik, sondern weil die meisten anderen Länder so schwach seien, kommentierte Patrick Hofstetter vom WWF Schweiz.

Gerade bei den Klimazielen für 2030 sei die Schweiz «klar ungenügend». Die meisten anderen Staaten schnitten da besser ab. Die Schweiz müsse ihre Reduktionsziele mindestens verdoppeln, wenn sie auf Paris-Kurs sein wolle, zitierte WWF Schweiz am Mittwoch Hofstetter in einem Communiqué.

Die Schweiz habe auch keine Ziele für erneuerbare Energien und der Ausbau komme nur schleppend voran. Die Schweizer Energieversorgung beruhe noch immer zu vier Fünfteln auf importiertem Erdöl, Erdgas und Uran, kritisierte WWF Schweiz.

Bei dem Ländervergleich sei für die Schweiz nur die Treibhausgasreduktion im Inland berücksichtigt worden. Zudem müsse aber im Ausland bis 2030 zusätzlich eine Reduktion von 20 Prozent erreicht werden, sagte Marc Chardonnens, Direktor des Bundesamts für Umwelt (BAFU), in Bonn. Aber auch für die Schweiz gebe es noch etliches zu tun, räumte er ein.

Neue Methodik

Das jährliche Klimaschutzranking von Germanwatch und dem NewClimate Institute untersucht 56 Staaten und die EU. Sie sind zusammen für rund 90 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich.

Dieses Jahr wurden erstmals neben Ausstoss, Energieproduktion und -effizienz auch die Leistungen der Länder stärker an den Zielen des Pariser Abkommens gemessen. Deshalb ist ein direkter Vergleich mit Ergebnissen früherer Jahre nicht möglich. (sda)

Plastikabfall-Insel soll Mitgliedsstaat der UNO werden

55s

Plastikabfall-Insel soll Mitgliedsstaat der UNO werden

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Nicht alle Männer sind sexistische Eichhörnchen!

«Ron isst Hermines Familie» – Das passiert, wenn ein Computer Harry Potter schreibt

Trump beerdigt Netzneutralität – wem das nutzt und wem das schadet

Gamer, aufgepasst: Super Mario erhöht die geistige Gesundheit und beugt Demenz vor 

Warum hunderte Fussball-Junioren gegen einen Millionär marschieren: Ein Herrliberger Drama

Mehr 2017 geht nicht: Die unfassbare Geschichte des weinenden Keatons – in 4 Schritten

Ein Nigerianer stirbt nach seiner Ausschaffung – was die Schweiz damit zu tun hat

Amis lynchen Hai mit Speedboot und grinsen – jetzt tobt das Netz wegen dem Video

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
34
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
34Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fcsg 16.11.2017 15:46
    Highlight Realistischerweise sollte man jetzt nicht mehr forschen wie der Klimawandel abgeschwächt werden kann (da wird nichts mehr passieren), sondern wie wir uns an die neuen Bedingungen anpassen können.
    5 2 Melden
  • saukaibli 16.11.2017 07:33
    Highlight Bei unserer momentanen Regierung sind die Zukunftsaussichten für die Schweiz leider sehr traurig. Wieso interessieren sich Liberale und Konservative eigentlich nicht für die zukünftigen Generationen? Wenn man schon immer behauptet, das Land und das Volk liege einem am Herzen, wieso handelt man denn immer nur so kurzsichtig? Eigentlich müssten doch die Patrioten am grünsten von allen sein, wenn sie denn wahre Patrioten wären.
    13 8 Melden
  • Menel 16.11.2017 05:42
    Highlight Wer gerne Animationen hat, die NASA bietet welche, die sehr gut sich die Klimafaktoren über die Zeit verändert haben:

    https://climate.nasa.gov/interactives/climate-time-machine
    7 0 Melden
  • demian 16.11.2017 01:30
    Highlight Betrifft uns alle, von daher müsste es von jedem Land das Ziel sein auf Platz 1 zu landen.
    11 2 Melden
  • Olf 15.11.2017 22:19
    Highlight Vor lauter kritisieren hat man übersehen das Indien im vorderen Drittel mit dabei ist.
    26 0 Melden
  • kleiner_Schurke 15.11.2017 22:18
    Highlight Jetzt da wir im Coop keine Plastiksäckli mehr bekommen, werden wir beim nächsten Ranking auf Platz 1 katapultiert werden. Wir schaffen das!
    31 8 Melden
  • Thinktank 15.11.2017 22:18
    Highlight Wieso wird hier der Anschein erweckt, dass ein Bericht einer linken Umweltlobbyorganisation irgend eine Relevanz hat? Kann ich Euch auch meinen Klimabericht senden?
    9 46 Melden
  • stamm 15.11.2017 20:55
    Highlight Muuuahhh....... Coole Statistik! Hopp, da geht noch mehr!
    5 4 Melden
  • Silent Speaker サイレントスピーカー 15.11.2017 20:33
    Highlight Wenn die Frage so gestellt wird: Keiner!
    2 1 Melden
  • Mirjjrim 15.11.2017 19:05
    Highlight Island? Von diesem Land sollten wir lernen!
    7 12 Melden
    • Michèle H. 15.11.2017 21:07
      Highlight Nicht ganz so einfach übertragbar, Island sitzt auf riesigen Thermalquellen mit ungeheuren Massen an Wärmeenergie. Wir hier haben eine andere Ausgangslage (mehr Potential für z.B. Wasser- und Windkraft)
      25 0 Melden
    • kleiner_Schurke 15.11.2017 22:17
      Highlight Was denn?
      7 2 Melden
    • Menel 16.11.2017 05:39
      Highlight @kleiner_Schurke, wir brauchen mehr Vulkane 😉

      Was die Isländer einsparen, das machen ihre Vulkane, bei einem Ausbruch, wieder zunichte 😅
      11 0 Melden
  • Rüdiger Rasenmeier 15.11.2017 18:58
    Highlight Wieso wird die EU sowie deren Länder gelistet? Nicht entweder/oder?
    2 17 Melden
    • Tigerspirit 16.11.2017 11:21
      Highlight Wieso nicht?
      3 0 Melden
  • @ursus 15.11.2017 18:05
    Highlight die Schweiz sei ungenügend - ok, was ist dann Deutschland? untererdisch?
    21 4 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 15.11.2017 20:39
      Highlight Die Schweiz ist an Deutschland's Positionierung mitschuldig. Die CH hat importiert ja sämtliche Motorfahrzeuge aus dem Ausland, oft vom grossen Kanton im Norden. Der einzelne Schweizer ist wahrscheinlich weitaus schlimmer ald er einzelne Deutsche in Deutschland. Importdeutsche sind wahrscheinlich nochmals deutlich schlimmer als die Schweizer.
      9 29 Melden
    • Freddie 15.11.2017 22:53
      Highlight @silent
      Aso hä was?!
      Kannst du das besser ausführen?
      7 1 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 15.11.2017 23:38
      Highlight @Freddie: Deutschland hat wohl deutlich mehr Industrie, insbesondere Schwerindustrie, als die Schweiz. Dazu zählen z.B. Automobile, die dann in DE hergestellt werden und hier in der CH benutzt werden. Die CH hat dann "nur" den Kohlendioxidausstoss der Automobile, aber nicht der der Fertigung.

      Anderes Beispiel: Die Herrenknecht Tunnelbohrmaschine, die den weitaus grössten Teil des Gotthardtunnels gebohrt hat, ist ein deutsches Produkt. Zur Herstellung fiel also in DE der entsprechende Energiebedarf an. Hier wurde dann nur noch damit gebohrt. Wie umweltfreundlich!
      6 4 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 15.11.2017 23:45
      Highlight @Freddie: Da der Schweizer nun wohlstandsmässig ja besser gestellt ist, so sagt man, wird sich der Durchschnittsschweizer öfter ein neues Automobil leisten als der Deutsche in Deutschland. Aber der Deutsche, der in der CH wohnhaft ist, wird noch der grössere Umweltsünder als der Schweizer sein. Die fahren meist mehr Kilometer (regelmässig nach Hause in Schland) oder Flugmeilen. Wie auch immer.

      Glaube nicht, dass diese "Wechselwirkungen" so genau in diese Tabelle miteingeflossen sind. Auf jeden Fall hat DE mehr Schwerindustrie als die CH. Die CH profitiert indirekt davon.
      2 2 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 15.11.2017 23:53
      Highlight @Freddie: Oder anders formuliert, die CH verursacht mehr Kohlendioxid durch Wohlstand und Konsum, während Deutschland mehr durch industrielle Produktion verursacht.

      Kauft die SBB Züge von Bombardier in Kanada, ist das für die CO2-Bilanz besser, als wenn die Züge von Stadlerrail in der CH aus Schweizer Stahl und Rohstoffen gefertigt wird. Alles klar?

      Das ökologische Defizit des Schweizers ist 25% höher als der eines Deutschen. Während Finnland eine 500% höhere ökologische Reserve gegenüber der Schweiz hat.
      3 2 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 15.11.2017 23:57
      Highlight @Freddie: Gemessen am heutigen Lebensstandard in der Schweiz, ist das Land also ziemlich genau um 6 Millionen Menschen überbevölkert. Das heisst, selbst wenn hier nur Eidgenossen leben würden, wäre das Land immer noch überfordert, den Gesamtbedarf an allen Gütern und Dienstleistungen bereitzustellen. Demnach dürften sich die Schweizer nicht weitervermehren, bis die Grenze von 2 Millionen Menschen unterschritten ist.
      1 1 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 16.11.2017 00:26
      Highlight Die relevantere Karte wäre also die folgende, die deutlich macht, dass der Schweizer zu den 12 weltweit grössten Umweltsündern gehört. Da kann man noch so Raschelsäckli einsparen, das nützt nicht viel.

      https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kologischer_Fu%C3%9Fabdruck#/media/File:%C3%96kologisches_Defizit_oder_Reserve_2013_blau.png
      2 1 Melden
    • Freddie 16.11.2017 09:58
      Highlight Danke für die Ausführung. Ich verstehe den Artikel so, was gegen die Klimaerwärmung unternommen wird. Schuld dafür sind wir alle gleich, ob wir nun ein Auto kaufen, graue Energie spielt immer mit. Staatenunabhängig. Das tragische ist, dass DE einen sehr grossen Anteil an Energie durch Kohle herstellt, während in der CH 70% durch Wasserkraft.
      Mit dem Konsum kann ich jedoch zustimmen.
      0 1 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 16.11.2017 14:34
      Highlight @Freddie: Es ist natürlich eine isolierte Betrachtung, wenn man nur das herauspickt, was gegen die Klimaerwärmung unternommen wird, wenn man als Land rund 80% der gesamten Energie importiert. Die Schweiz importiert so auch "schmutzigen" Strom https://www.nzz.ch/schweiz/stromverbrauch-2016-importe-nehmen-zu-ld.1288135 - ich schreibe schmutzig, weil man ja nicht herauspicken kann, wie Strom produziert wird. Hier verhält sich die Schweiz dann wie die drei Äffchen: Sehe nichts, höre nichts, sage nichts. Konsequent wäre, keinen Strom zu importieren.
      1 0 Melden
    • Silent Speaker サイレントスピーカー 16.11.2017 14:40
      Highlight @Freddie: Die Frage, die sich inskünftig stellen wird, ist, ob Wasserkraft langfristig eine Zukunft hat, wenn die Klimaerwärmung, von der die Schweiz laut Experten ja überdurchschnittlich stark betroffen sein soll, zur Folge hat, dass die Flüsse austrocknen?

      Dein Kommentar sollte uns insofern zu denken geben, dass du zuerst schreibst "was gegen die Klimaerwärmung unternommen wird" und dann am Ende beim Konsum zustimmst. Hier könnte man eben sehr einfach sehr viel bewirken. Aber wir alle verzichten äusserst ungerne, gar widerwillig, auf diesen Komfort.
      0 0 Melden
  • D(r)ummer 15.11.2017 17:45
    Highlight Bei dieser Olympiade ist der Planet Gastgeber.
    Es kostet ihn verdammt viel, also müssen alle Gold gewinnen.
    Los, voll(gas) rangehen!
    20 6 Melden
  • Ökonometriker 15.11.2017 17:18
    Highlight Die Schweiz hat ihre Treibhausgas-Emissionen pro Kopf seit 1990 um 21 Prozent gesenkt, Schweden um 6 Prozent. Trotzdem soll Schweden vor der Schweiz sein?
    105 41 Melden
    • Klaus07 15.11.2017 18:38
      Highlight Weil vielleicht Schweden gar nie so hohe Emissionenswerte wie die Schweiz hatte?
      56 11 Melden
    • Posersalami 15.11.2017 21:16
      Highlight Haha Reduziert, der war gut. Wir haben verlagert und zwar ins Ausland! Reduziert haben wir nichts.
      23 4 Melden
    • Ökonometriker 16.11.2017 07:35
      Highlight @Klaus07 1990 war die Schweiz tatsächlich noch dreckiger als Schweden, heute ist der CO2-Ausstoss pro Kopf aber tiefer.
      @Posersalami: guter Punkt, aber das ist nicht des Rätsels Lösung.
      Grund liegt in der Statistik selber: sie rechnet mit den Gesamtemissionen, nicht mit den Emissionen pro Kopf - und durch die Zuwanderung ist die Bevölkerung der Schweiz stark angewachsen, was trotz tieferem Pro-Kopf-Ausstoss zu einem höheren Nettoausstoss geführt hat.
      5 1 Melden
    • Posersalami 16.11.2017 09:44
      Highlight @Ökonometriker: Es ist wieder typisch für Rechts, das sie mit Halbwahrheiten argumentieren. In diesem Fall lassen sie völlig ausser acht, dass Schweden ebenfalls einen grossen Zustrom an Menschen zu verzeichnen hatte in den letzten 10 Jahren.

      2 2 Melden
    • Ökonometriker 16.11.2017 17:14
      Highlight @PoserSalami: ich bin weder rechts noch wollte ich damit die Zuwanderung kritisieren. Es ging mir nur darum die Daten zu erklären.
      Dazu die weiteren Daten: Bevölkerungszunahme 1990-2010:
      CH 17.9%
      SE 9.6%
      1 0 Melden
    • Posersalami 16.11.2017 17:33
      Highlight Ja und? Schweden hat immer noch mehr Einwohner als die Schweiz (10 vs 8 Mio).

      Das wir etwas sauberer sind als vor 30 Jahren liegt ausschliesslich an der Deindustrialisierung und an etwas besserer Technik. Von allem anderen haben wir mehr (Energieverbrauch pP, Autos, Bahnkilometer, Mobilität usw.)
      0 1 Melden

Ganz ohne Plastiksäckli: In Zürich öffnet der erste Zero-Waste-Laden der Deutschschweiz

In Zürich eröffnet der erste Laden ganz ohne Abfall. Wer was kaufen will, muss seinen eigenen Behälter mitnehmen, auch für Nudeln, Reis oder Alkohol. «Zero Waste» heisst die Philosophie und steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft. 

Rüebli, Kartoffeln, Nudeln oder Seife, im Foifi, dem ersten Zero-Waste-Lasten in Zürich, findet man eigentlich alles – ausser eben Plastiksäckli. Der neue Laden steht ganz im Zeichen der Kreislaufwirtschaft und setzt sich zum Ziel, keinen Abfall zu produzieren. Der Durchschnittsschweizer produziert im Jahr 344 Kilogramm Abfall – viel zu viel, finden die Betreiber des «Foifi». Der Name ist ein Vermerk auf die fünf Axiome von Zero Waste, aber auch eine Liebeserklärung an den Zürcher …

Artikel lesen