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George H. W. Bush war von 1989 bis 1993 Präsident der Vereinigten Staaten. Am Freitagabend war er im Alter von 94 Jahren in seinem Haus in Houston gestorben. Bild: EPA/EPA

«Er hat es verdient»: Trump ehrt Ex-Präsident Bush mit besonderer Geste

Publiziert: 02.12.18, 00:56 Aktualisiert: 02.12.18, 01:40

US-Präsident Donald Trump lässt den Leichnam des verstorbenen US-Präsidenten George H. W. Bush in Texas von der Air Force One abholen. Trump sagte beim G20-Gipfel in Buenos Aires, er würde zunächst mit der Boeing 747 zurück nach Washington fliegen.

Die Präsidenten-Maschine werde dann nach Houston geschickt, um Bushs Leiche in die US-Hauptstadt zu bringen. Trump nannte die Geste «eine besondere Ehrung, die er sehr verdient hat». Trump wollte noch am Samstagabend (Ortszeit) aus Argentinien abreisen.

US-Präsident Donald Trump mit Ehefrau Melania und Sohn Barron. Bild: AP/AP

Der Leichnam Bushs soll von Montag an im US-Kapitol in Washington aufgebahrt werden. Das teilten der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, der Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, und die Vorsitzenden der oppositionellen Demokraten in den beiden Kammern, Chuck Schumer und Nancy Pelosi, mit. Am Montag um 17 Uhr Ortszeit sei eine Zeremonie beider Kammern des US-Parlaments geplant. Danach könnten Bürger bis Mittwoch Abschied vom Ex-Präsidenten nehmen.

Flaggen auf halbmast

Trump hatte den kommenden Mittwoch wegen Bushs Tod zum Nationalen Trauertag erklärt. Bundesbehörden bleiben an dem Tag geschlossen. Trump hatte ausserdem angeordnet, die Flaggen am Weissen Haus, an allen öffentlichen Gebäuden in den USA und an US-Vertretungen sowie Militärbasen im Ausland für 30 Tage auf halbmast zu setzen.

Bild: EPA/EPA

Auch die US-Börsen New York Stock Exchange und Nasdaq sollen am Mittwoch wegen des Todes des früheren US-Präsidenten geschlossen bleiben. Wegen des Gedenkens an Bush fände an diesem Tag kein Handel an den Aktienmärkten statt, teilten die beiden Börsenbetreiber am Samstag mit.

Die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders, sagte am Samstag, Donald Trump und First Lady Melania Trump würden an der Trauerfeier für Bush in der Nationalen Kathedrale in Washington teilnehmen. Ein Staatsbegräbnis in den USA erstreckt sich über mehrere Tage.

Bushs letzte Worte

«Ich liebe Dich auch» – das waren Medienberichten zufolge die letzten Worte, die der frühere US-Präsident George H. W. Bush vor seinem Tod sprach.

George H.W. Bush richtete seinen letzten Worte an seinen Sohn George W. Bild: EPA

Die «New York Times» und der Sender CNN berichteten am Samstag, als Bushs Dahinscheiden absehbar gewesen sei, sei sein Sohn George W. Bush in einem Telefongespräch auf Lautsprecher geschaltet worden. Bush junior – der acht Jahre nach dem Ende der Amtszeit seines Vaters Präsident wurde – habe gesagt, dass er ein «wunderbarer Vater» gewesen sei und dass er ihn liebe. «Ich liebe Dich auch», habe Bush senior geantwortet.

Die «New York Times» zitierte den Freund und früheren Aussenminister von George H. W. Bush, James A. Baker, der beim Tod Bushs dabei war. Ausserdem seien Familienangehörige und Freunde Bushs anwesend gewesen. Baker sagte, der frühere Präsident – der lange an einer Form von Parkinson litt – sei friedlich gestorben. «Und er war bereit.» (sda/dpa/reu)

George W. kommt für seinen Bruder Jeb aus dem Bush:

Der frühere US-Präsident George W. Bush (rechts) greift aktiv in den US-Vorwahlkampf ein, um seinem Bruder Jeb zu helfen. X00157 / Kevin Lamarque
Am nächsten Montag soll es nach Angaben seines Wahlkampfteams einen gemeinsamen Auftritt in Charleston im Bundesstaat South Carolina geben. eventbrite / Screenshot
George W. Bush (69) ist sechs Jahre älter als Jeb. Aufnahme aus dem Jahr 1955. X80001 / HANDOUT
Familienfoto aus dem Jahre 1964: Vater George H.W. Bush posiert neben seiner Frau Barbara, George W. Bush sitzt gleich hinter der Mutter, der jüngste Bush-Präsidentschaftsanwerber Jeb steht daneben, und hinter dem Vater lächelt Neil Bush in die Kamera. Dorothy und Marvin schliesslich sitzen brav bei den Eltern. AP/AP
In South Carolina findet am 20. Februar die nächste Vorwahl der Republikaner statt. Jeb Bush hat bisher enttäuscht, ein schlechtes Abschneiden in South Carolina könnte für den früheren Gouverneur von Florida schon das Ende seiner Ambitionen für das Weisse Haus bedeutet. Bild aus dem Jahre 1998, als die beiden Gouverneure waren. AP/AP / Bill Haber
Das Eingreifen des Bruders gilt bereits als eine Art letzter Versuch. Aufnahme aus dem Jahr 1999, als George W. als Präsident kandidierte. X80002 / STRINGER
George W. Bush (links auf seiner eigenen Wahlkampfreise 2000) ist bei vielen Amerikanern noch immer unpopulär. X00301 / RICK WILKING
Er hinterliess das Land nach acht Jahren im Amt in einer tiefen Finanzkrise. AP/AP / Pablo Martinez Monsivais
Die US-Rolle bei den Kriegen in Afghanistan und vor allem im Irak sehen selbst Republikaner heute kritisch. EPA/EPA / CHRIS LIVINGSTON
Doch er hat Erfahrung mit Wahlerfolg. Hier ein gemeinsames Bild der Brüder aus dem Wahlkampf 2004. X00458 / JASON REED
Jeb kennt das Weisse Haus bereits bestens auch von innen. 2006 war er bei einer Pressekonferenz im Wohnsitz des Präsidenten zugegen. AP/AP / Ron Edmonds
2006 engagierten sich die beiden an einer Veranstaltung für republikanische Kandidaten. AP/AP / Mari Darr~Welch
Abschied auf dem Flugplatz im Jahr 2006. X00458 / Jason Reed
2007 entstand dieses gemeinsame Foto auf einem Fischer-Ausflug vor Kennebunkport, Maine. X90051 / Brian Snyder
Der Name Jeb ist übrigens eine Kurzform für John Ellis Bush, der hier im Jahre 2008 seinen Bruder innig umarmt, während Sohn George P. Bush sich amüsiert. X00961 / Larry Downing
Als Sohn von US-Präsident George Bush (Mitte), der hier 2009 seinen 85. Geburtstag mit einem Fallschirmsprung feierte, und Bruder des Präsidenten George W. Bush wäre Jeb im Falle einer Wahl der dritte Bush im Oval Office. AP/AP / Robert F. Bukaty
Als dieses Bild 2006 entstand, lief die Amtszeit von Jeb, der seit 1998 Gouverneur von Florida war, ab. Danach war er als Unternehmer tätig. EPA/EPA / MATTHEW CAVANAUGH
Der 62-jährige Bush ist stramm konservativ, aber nicht populistisch. Er galt anfangs als klarer Favorit bei den Republikanern, wirkte aber in den TV-Debatten mit seinen Konkurrenten leidenschaftslos. (kad/sda/dpa) EPA/EPA / MATTHEW CAVANAUGH

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