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FCZ-Präsident Ancillo Canepa bleibt optimistisch.
Bild: freshfocus

FCZ-Boss Ancillo Canepa zweifelt vor dem Cup-Halbfinal nicht an seiner Rolle: «Aufgeben? Nein!»

In der Super League ist der FC Zürich Zweitletzter. Im Cup winkt dagegen der Final-Einzug. Präsident Ancillo Canepa zur Lage in seinem Klub, zu einer Situation zwischen Hoffen und Bangen.

Publiziert: 02.03.16, 06:31 Aktualisiert: 02.03.16, 06:49

>>> Cuphalbfinals Luzern – Lugano (19 Uhr) und Sion – FCZ (20.45 Uhr) heute im Liveticker!

Ancillo Canepa (62) sitzt im Besprechungszimmer seines Büros am Zürcher Schanzengraben. An der Wand vor sich sieht der Präsident des FC Zürich Diplome für die Meistertitel 2007 und 2009. Daneben hängt ein Wimpel mit allen Unterschriften der Spieler von Real Madrid. Gegen die Königlichen hat der FCZ im September 2009 in der Champions League gespielt.

Hinter Canepa sind Trikots der früheren Meisterspieler Gökhan Inler und Raffael künstlerisch verarbeitet und stilvoll an die Wand gehängt. Es sind Erinnerungsstücke aus einer besseren FCZ-Zeit. Aus der Vergangenheit.

Ein bekanntes Bild in Zürich – hängende Köpfe nach einem FCZ-Spiel.
Bild: KEYSTONE

Seit rund fünf Jahren ist der FC Zürich in einem negativen Kreislauf gefangen. Die Höhepunkte wurden selten. Kurze Hochs wurden abgelöst von Phasen der Krise und Depression. Dennoch sagt Canepa im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA: «Andere Vereine wären froh, könnten sie die gleichen Erfolge aufweisen wie wir in den letzten zehn Jahren.»

«Es herrscht Ruhe im Klub.»

Ancillo Canepa

Ein Erfolg aber winkt dem FCZ auch in dieser schwierigen Situation. Gewinnt er am Mittwoch den Cup-Halbfinal in Sitten, trennt ihn noch ein Sieg von der vierten Trophäe in der Ära Canepa. «Der Cupsieger kommt direkt in die Gruppenphase der Europa League, das ist viel Geld wert», so der Zürcher. «Vor zwei Jahren haben wir so Einnahmen generiert, dank derer wir das strukturelle Defizit zum grossen Teil abdecken konnten.»

Solche Rechnungen sorgen dafür, dass Canepa mehr Gedanken verschwendet an den Cup-Halbfinal als an den Abstiegskampf in der Super League. «Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir da unten wegkommen. Denn ich sehe die Stärke der Mannschaft. Sie ist einfach zu gut für diesen Tabellenplatz. Ich sehe auch das Klima im Team und die Arbeit des Trainers. Es herrscht Ruhe im Klub.»

Nachdenklicher FCZ-Trainer Sami Hyypiä. 
Bild: KEYSTONE

In den letzten Monaten habe der Klub wichtige personelle Änderungen im Umfeld der Mannschaft vorgenommen. Ein neuer Trainer ist gekommen, zuvor schon ein neuer Konditionstrainer, «weil uns die mangelnde Fitness in der letzten Saison in vielen Spielen insgesamt 20 Punkte gekostet hat», so Canepa. Jetzt aber sei die Mannschaft auf einem guten Weg. «Die taktische Marschroute stimmt. Die letzten drei, vier Spiele waren nicht so schlecht, wie sie in den Medien dargestellt wurden.»

Canepa bleibt optimistisch. Zweifel an seiner Rolle kommen ihm auch in dieser «schwierigsten sportlichen Situation seit ich Präsident bin» nicht. «Aufgeben? Nein! Das wäre nicht meinem Charakter entsprechend. Das heisst nicht, dass ich meine Aktien mit ins Grab nehmen werde. Irgendwann wird es auch im FCZ einen Wechsel geben. Aber ich habe keine Absichten, mich kurz- oder mittelfristig zurückzuziehen.» (sda)

Die teuersten Zu- und Abgänge der Super-League-Klubs

Rekordabgang FC Zürich: Ricardo Rodriguez ging in der Saison 2011/12 für 8,5 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg. Stand: 8. Mai 2020 KEYSTONE / PATRICK B. KRAEMER
Rekordzugang FC Zürich: Yassine Chikhaoui kam in der Saison 2007/08 für 1,9 Millionen Euro von ES Sahel. KEYSTONE / WALTER BIERI
Rekordabgang FC Basel: Breel Embolo ging in der Saison 2015/16 für 22,5 Millionen Euro zum FC Schalke 04. KEYSTONE / WALTER BIERI
Rekordzugang FC Basel: Cesar Carignano kam in der Saison 2004/05 für 4,7 Millionen Euro von CA Colon. Zahlen: transfermarkt.de KEYSTONE / MARKUS STUECKLIN
Rekordabgang Young Boys: Denis Zakaria ging vor der Saison 2017/18 für 12 Millionen Euro zu Borussia Mönchengladbach. KEYSTONE / PETER KLAUNZER
Rekordzugänge Young Boys: Loris Benito und Miralem Sulejmani kamen in der Saison 2015/16 für je 3 Millionen Euro von Sporting Lissabon. EQ Images / 50/Daniel Teuscher
Rekordabgang FC Luzern: Ruben Vargas ging in der Saison 2019/20 für 2,7 Millionen Euro zum FC Augsburg. DPA / Matthias Balk
Rekordzugang FC Luzern: Samuel Alabi kam in der Saison 2020/21 für 0,94 Millionen Euro vom FC Ashdod aus Israel.
Rekordabgang FC St.Gallen: Charles Amoah ging in der Saison 2000/01 für 3,93 Millionen Euro zu Sturm Graz. KEYSTONE / WALTER BIERI
Rekordzugang FC St.Gallen: Roman Buess kam in der Saison 2016/17 für 1,3 Millionen Euro vom FC Thun. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Rekordabgang FC Sion: Matheus Cunha ging in der Saison 2018/19 für 15 Millionen Euro zum RB Leipzig. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Rekordzugang FC Sion: Mattias Andersson kam in der Saison 2019/20 für 4 Millionen Euro von Juventus Turin U23. KEYSTONE / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Rekordabgang FC Thun: Marvin Spielmann ging in der Saison 2019/20 für 2,0 Million Euro zu den Young Boys. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
Rekordzugang FC Thun: Ari Nyman kam in der Saison 2006/07 für 0,6 Millionen Euro vom FC Inter (Fi). KEYSTONE / REGINA KUEHNE
Rekordabgang FC Lugano: Christian Gimenez ging in der Saison 2001/2 für 3 Millionen Euro zum FC Basel. KEYSTONE / GABRIELE PUTZU
Rekordzugang FC Lugano: Roman Macek kam in der Saison 2018/19 für 1,8 Million Euro von Juventus Turin. KEYSTONE/TI-PRESS / GABRIELE PUTZU
Rekordabgang Servette : Philippe Senderos ging in der Saison 2003/04 für 3,55 Millionen Euro zu Arsenal. EPA / GERRY PENNY
Rekordzugang Servette: Eric Hassli kam in der Saison 2004/05 für 1,0 Millionen Euro von Neuchâtel Xamax. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Rekordabgang Neuchâtel Xamax: Ideye Brown ging in der Saison 2009/10 für 4 Millionen Euro zum FC Sochaux. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Rekordzugang Neuchâtel Xamax: Vincent Bikana kam in der Saison 2011/12 für 1,2 Millionen Euro von Olé Brasil. KEYSTONE / LAURENT GILLIERON
Rekordabgang Lausanne-Sport: Andi Zeqiri ging in der Saison 2020/21 für 4 Millionen Euro zu Brighton & Hove Albion. keystone / JEAN-CHRISTOPHE BOTT
Rekordzugang Lausanne-Sport: Francesco Margiotta kam in der Saison 2017/18 für 1,0 Millionen Euro vom Zamora FC. KEYSTONE / SALVATORE DI NOLFI
Rekordabgang Grasshoppers: Patrick Müller ging in der Saison 2000/01 für 8 Millionen Euro zu Olympique Lyon. KEYSTONE / WALTER BIERI
Rekordzugang Grasshoppers: Richard Nunez kam in der Saison 2000/01 für 4,5 Millionen Euro vom Danubio FC. KEYSTONE / STEFFEN SCHMIDT

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