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Klimastreik der Schüler

«Demonstrieren alleine reicht nicht» – Bern schickt Energiegesetz bachab

Die Berner schicken das neue Energiegesetz hauchdünn bachab. Grüne-Präsidentin Regula Rytz erklärt im Interview, warum sie von den streikenden Schülern nun mehr erwartet als auf die Strasse zu gehen. 



Bittere Schlappe für die Klima-Bewegung. Im Kanton Bern erlitt das neue, klimafreundliche Energiegesetz  mit 50,6 Prozent Nein-Stimmen hauchdünn Schiffbruch. 

Damit werden die Energievorgaben für Gebäude nicht verschärft. Der Kanton Bern wollte erneuerbare Energien fördern und die Energieeffizienz steigern. Gas- und Ölheizungen sollten wann immer möglich durch Heizungen ersetzt werden, die mit erneuerbarer Energien betrieben werden.

Mit der Niederlage ist den Grünen den Auftakt ins Klima-Wahljahr missglückt. Dies wohl auch, weil die Stimmbeteiligung mit 37 Prozent sehr tief war und die Mobilisierung der Wähler nicht geklappt hat wie gewünscht. «Demonstrieren alleine reicht nicht», sagt Grünen-Präsidentin Regula Rytz im watson-Videointerview (siehe oben). Sie fordert die Klimastreik-Bewegung auf, nun konkrete Massnahmen aufzuzeigen, wie der Klimaschutz vorangetrieben werden könne. 

«Das ist ein Rückschritt auf Kosten der Umwelt», schreibt die SP Kanton Bern in einer MItteilung. Der Regierungsrat müsse nun andere Massnahmen ergreifen,  die Energiestrategie 2050 umzusetzen und so den Klimawandel einzudämmen. Die Bürgerlichen sehen dies anders:  «Das ist ein Vernunftsentscheid für clevere & sinnvolle Investitionen in Energieeffizienz statt unnötiger Ge- & Verbote & Regulierungen», so FDP-Nationalrat Christian Wasserfallen auf Twitter

Mit Druck der Strasse zum CO2-Gesetz

Auftaktniederlage hin oder her: Wie wollen aber die Grünen den Schwung der Klima-Bewegung aber nun ins Wahljahr mitnehmen? Rytz hofft, dass mit dem «Druck der Strasse» der Ständerat ein griffiges CO2-Gesetz verabschiedet und es nicht verwässert wie der Nationalrat. Die Grünen bereiteten zudem derzeit eine Initiative für eine  Flugticket-Abgabe vor. So kommen wir trotzdem noch zu einem griffigen Klimaschutz, ist Rytz überzeugt. 

(amü/sda)

Darum ging es

Der Kanton Bern wollte erneuerbare Energien fördern und die Energieeffizienz steigern. Gas- und Ölheizungen sollten wann immer möglich durch Heizungen ersetzt werden, die mit erneuerbarer Energien betrieben werden. Das Gesetz helfe, die Energiestrategie 2050 des Bundes umzusetzen, warben Befürworter für die Vorlage. Hauseigentümer und Wirtschaftsverbände sahen es anders: Sie warnten vor einem «Regulierungsdschungel» und höheren Kosten, die letztlich die Mieter berappen müssten. Die Vorlage galt als Härtetest für die Energiestrategie des Bundes. Ein ähnliches Gesetz hatte letztes Jahr bereits im Kanton Solothurn Schiffbruch erlitten. Im Kanton Luzern hatte das Volk eine Verschärfung der Energievorschriften akzeptiert.

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41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • whatthepuck 10.02.2019 21:52
    Highlight Highlight Ich wünsche es der "fuck de planet"-Partei so sehr, dass sie verstehen möge, dass ihr vermaledeiter Liberalismus die Klimafrage nicht lösen und unseren Planeten im Generellen nicht retten wird.
  • Der Tom 10.02.2019 20:32
    Highlight Highlight Zuerst muss mal möglichst viel FDP und SVP weggewählt werden. Geht wählen!
  • Forest 10.02.2019 20:23
    Highlight Highlight So leid es mir tut ich kann die Grünen einfach nicht ernst nehmen. Als nächstes wollen sie eine Flugticket Abgabe Initiative vorbereiten? Wer Geld hat wird weiterhin fliegen, wer weniger Geld hat kann die Abgabe mit Flixbus/Ausland Flughafen umgehen. Es gab hier auf Watson mal ein Bericht über ein oder zwei Euro Flüge. So wird es nichts mit der Eindämmung, es müssen Alternativen her und keine Verbote/Abgaben ansonsten bleibt das ganze für mich eine Symptombekämpfung und keine Lösung.
  • olmabrotwurschtmitbürli 10.02.2019 19:41
    Highlight Highlight Natürlich ist es mit den Klimademos nicht getan. Das Wissen die Schüler dort bestens. Frau Rytz missversteht aber wohl, dass es nicht die Absicht dieser Schüler ist, sie politisch zu supporten. Es geht um ein ganz konkretes Anliegen.
    ..
  • R. Peter 10.02.2019 18:37
    Highlight Highlight System-Change geht via Wahlen. Die sind in der Schweiz frei und wenn ihre Jugendliche Selbstfindungsfase mit 18 weitgehend abgeschlossen ist, dürfen sie auch wählen. Ob sie dann tatsächlich eine Mehrheit darstellen wage ich zu bezweifeln.
    • Binnennomade 10.02.2019 18:50
      Highlight Highlight Das ist ja ein bisschen das Problem. Die junge Generation, also die, die die Folgen des Klimawandels zu tragen haben, werden von der alten Mehrheit überstimmt.
  • Nerthu 10.02.2019 18:33
    Highlight Highlight es war ein vernünfiger entscheid. schon heute hat der kanton bern das strengste energiegesetz in der schweiz. auch dürfen keine neuen öl- Gasheizungen mehr verbaut werden. die alten dürfen nur unter ganz bestimmten vorraussetzungen mit neuen ersetzt werden. naturschutz ist gut und wichtig., jedoch mit vernunft.
    • Walter Sahli 10.02.2019 21:52
      Highlight Highlight Ich kann dieses "Umweltschutz ja, aber mit Vernunft" nicht mehr hören! Was bitte schön ist am aktuellen Verhalten, an der radikalen Ressourcenverschwendung, der gewissenlosen Umweltzerstörung und des komplett Ich-bezogenen Konsumverhalten vernünftig? Nichts! Wir sind radikale Weltverdrecker und haben sicher nicht das Recht, Andere mit erhobenem Mahnfinger zur Vernunft aufzurufen!
    • E7#9 10.02.2019 22:53
      Highlight Highlight @Walter: Was mit Vernunft gemeint sein könnte ist, dass man beispielsweise nicht in Panik ganze Wälder rodet um überaus umweltbelastende Windparks hinzupflanzen. Industrie statt Wald für saubere Luft ist in meinen Augen Ausdruck von Panik und aggressiver CO2-Politik (mit entsprechenden wirtschaftlichen Interessen). In deinem Post prangerst du ja selber gewissenlose Umweltzerstörung an. Ein Fall, wo sich die Katze in den Schwanz beisst. Wer in Hysterie verfällt denkt nicht mehr klar und kritisch. Der Aufruf weg vom Alarmismus hin zu Pragmatismus und Vernunft kann nicht falsch sein.
    • Nerthu 11.02.2019 08:41
      Highlight Highlight @walter
      mi vernunft meine ich das nicht in der panik alle autos alten älteren heizungen usw verschrottet werden müssen. was braucht mehr energie. die gut laufende alte heizung bis zu ihrem ende zu benutzen oder gleich eine neue kaufen? oder einen kühlschrank wegschmeissen weil es nun einen etwas besseren gibt? sowas meine ich mit vernunft
  • Psychonaut1934 10.02.2019 18:23
    Highlight Highlight Warten wir mal den Open Air Sommer ab, man sieht dann wieder wie viel das Thema Umweltschutz noch wert ist.
    Benutzer Bild
    • Binnennomade 10.02.2019 18:51
      Highlight Highlight Mhm, weil das bestimmt dieselben sind.
    • R. Peter 10.02.2019 19:11
      Highlight Highlight Entweder es sind die Selben oder sie relativieren die Mehrheiten in der Jugend selber...
    • Aerohead 10.02.2019 21:25
      Highlight Highlight "Die Jugend" gibt es genauso wenig wie "die Erwachsenen"! Diese Stimmungsmache ist einfach nur daneben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wiederkehr 10.02.2019 17:41
    Highlight Highlight Ich hoffe Frau Rytz bleibt uns noch lange erhalten. Sie ist uns( den nichtlinken) der Garant des Sieges
  • Bennno 10.02.2019 17:38
    Highlight Highlight Wenn sie weder über ihre Zukunft abstimmen dürfen, noch von den älteren Generationen gehört werden, dann eben erst recht auf die Strasse! Ich zähle auf die Jugend...
  • Wiederkehr 10.02.2019 17:36
    Highlight Highlight Es gibt keine erneuerbaren Energien. Es findet immer eine Umwandlung statt. Jeder der es sich leisten kann baut möglichst moderne Heizanlagen die effizient arbeiten. Wärmetauscher evtl mit Erdsonde, Brennstoffzellenheizungen, moderne Gasheizungen. Es braucht keine gesetzliche Vorgaben durch die weltfremden Klimagläubigrn
    • Matrixx 10.02.2019 18:08
      Highlight Highlight Mit dem Ersten Satz hast du dich bereits ins Abseits buxiert...
      Der Rest ist dann wohl ebenfalls Schwachsinn, den niemand liest.
    • Heinz Schmid 10.02.2019 18:18
      Highlight Highlight CO2-Neutralität und Negativemissionen sind seit mehr als 10 Jahren Realität. Auch über den Life-Cycle gesehen.
      Verstreuen Sie kein Halbwissen!
    • FrancoL 10.02.2019 18:35
      Highlight Highlight Ja das sehe ich täglich, wenn ich als Architekt darum kämpfen muss das kantonale Minimum zu verbauen, aber dafür das Budget zB der Küche keine Grenzen kennt. Viele setzen immer noch auf den günstigsten Weg, Deine Annahme trifft nicht für die Mehrheit zu.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lowend 10.02.2019 17:36
    Highlight Highlight Wenigstens freuen sich die rechten Klimaleugner über ihren Pyrrhussieg.

    Die kommenden Generationen werden diese Hypokriten aber mit Sicherheit verfluchen, weil sie nichts gemacht haben, als es noch möglich gewesen wäre aber hey was geht einen echten Rechten schon die Zukunft an?

    Hauptsache er kann hier und heute seinen Egoismus ausleben und sein fettes Portemonnaie schonen.
    • atomschlaf 10.02.2019 18:28
      Highlight Highlight Wenn die CO2-These und die ganz furchtbar schrecklichen Auswirkungen einer Erwärmung, wie sie die Alarmisten an die Wand malen, stimmen sollten, dann wären wir sowieso gef*ckt, egal was der Kanton Bern oder die Schweiz macht, denn nur schon China und Indien werden (und dürfen gemäss Pariser Abkommen!) bis 2030 in grossem Stil neue Kohlekraftwerke bauen.

      Glücklicherweise mehren sich aber die Anzeichen, dass CO2 viel weniger klimawirksam ist als früher angenommen (s.u.) und zudem ging es den Menschen zu Warmzeiten immer besser als zu Kaltzeiten.

      Also kein Grund zur Panik.
      Benutzer Bild
    • Lowend 10.02.2019 19:54
      Highlight Highlight Da hält sich einer für intelligenter als 99% aller seriösen Wissenschaftler!

      Von mir gibt‘s glatt fünf Facepalms für so viel Ignoranz!

      🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️
    • Walter Sahli 10.02.2019 22:16
      Highlight Highlight atomschlaf, zahlst Du keine Steuern, weil sie ja auf das Gesamtbudget der Schweiz sowieso komplett irrelevant sind?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Majoras Maske 10.02.2019 17:36
    Highlight Highlight Die Ja-Kampagne war ja auch mega schlecht und uninformierend. Mehr als "bärenstark in die Zukunft" mit Landschaftsbildern hat man von dieser Vorlage ja kaum mitbekommen.
  • Heinz Schmid 10.02.2019 17:27
    Highlight Highlight So schade
  • bromberus 10.02.2019 17:27
    Highlight Highlight Ich dachte Politiker werden dazu bezahlt um zu denken und konkrete Massnahmen zu entwickeln. Das diese Aufgabe nun auf die demonstrierenden Schülern übertragen wird, ist ja ein Eingeständnis von grösstem Scheiterns seiten der Politik!
    • atomschlaf 10.02.2019 20:21
      Highlight Highlight Warum? wenn jemand zu mir motzen kommt, dann erwarte ich Lösungsvorschläge, die man anschliessend diskutieren kann.
    • Bennno 11.02.2019 00:04
      Highlight Highlight Einverstanden. Allerdings wird es für die Politiker auch schwierig, wenn sie konkrete Massnahmen im Sinne der demonstrierenden Schüler vorschlagen, und diese dann von deren Eltern und Grosseltern in einer Volksabstimmung abgelehnt werden...
      Nicht die Schüler sollten jetzt konkrete Massnahmen entwickeln, sondern die NEIN-Sager, die glauben, bessere Lösungen zu haben...
  • atomschlaf 10.02.2019 17:13
    Highlight Highlight Erfreulich zu sehen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung trotz Dauer-Propaganda der links-grün indoktrinierten Medien nicht dem Klima-Alarmismus verfallen ist! 👍
    • Lowend 10.02.2019 17:34
      Highlight Highlight Schade, dass die Gehirnwäsche der amerikanischen Ölindustrie und ihrer gekauften Populisten Früchte trägt, aber im Zweifel säen und im Kampf gegen die Fakten sind die rechten Kreise einfach weltmeisterlich!
    • Dan Ka 10.02.2019 17:48
      Highlight Highlight Au cool! Ich blende jetzt auch Mal alle Fakten (Klima-Alarmismus) aus und polemisiere (verfallen) wild unter meinem Aludeckel (links-grün Medien) rum. Bringt uns alle sicher weiter.
    • LaktoseintoleranterVeganerLGBT 10.02.2019 17:49
      Highlight Highlight e e ausoo
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Liebe Jugend, merci für den Klimastreik, du bist verdammt grossartig!

Die Demonstrationswelle, die am Samstag die Schweiz erfasste, war in jeder Hinsicht jung. Und gerade deshalb vorbildlich. 

Ich war am Samstag auch an der Klimademo. In Zürich. Im Block der ultrastolzen Eltern quasi. Da waren junge und sehr junge Menschen, die ihre Transparente hochhielten, oft mit einem kleinen Eisbären, oft mit einem Satz über Greta («Greta hat Recht und sie ist erst 16, gopfnomol!»), selten mit einem Scherz («Die Erde ist der einzige Planet mit Bier!»). Wer keine Stecken gefunden hatte, um damit ein Transparent zu basteln, hatte Laserschwerter genommen. 

Ich fragte mich einen Moment lang, …

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