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Sich sein und damit dann auch noch halbwegs zufrieden: Erlernbar.  kafi freitag

Liebe Kafi. Ich hab das Gefühl, es interessiert dich nicht so, was andere von dir denken. 

Das hat für mich viel mit Selbstliebe zu tun. War das schon immer so? Wie kann ich das lernen? Herzlich, Michèle, 37



Liebe Michèle

Da haben Sie schon recht, es ist mir wirklich nicht so wichtig. Natürlich finde auch ich es toll, wenn ich merke, dass man mich mag und cool findet. Das ist nur menschlich, es ist Teil unseres Selbsterhaltungstriebs. Aber ich kann auch sehr gut damit leben, wenn man das nicht tut. Es ist spannend, dass Sie mich gerade jetzt danach fragen, weil es ein Thema ist, dass im vergangenen Jahr sehr präsent war und es im neuen Jahr sogar noch mehr sein wird.

Und ja, ich freue mich jetzt schon auf all meine Kommentatoren, die schreiben werden: «Aha, wieder eine Frage selber erfunden, damit Kafi die Antwort drauf geben kann, die ihr selber was bringt.» Aber auch damit kann ich sehr gut leben. Wer Erfolg hat, bekommt den Neid und die Missgunst mitgeliefert, das gehört nun mal zum Package dazu. Insofern habe ich in den letzten Jahren so einiges dazugelernt.

Aber grundsätzlich hat es viel mit meiner Kindheit zu tun. Ich bin letzte Woche mit zwei äusserst interessanten Frauen an einem Tisch gesessen, nämlich mit der Autorin Michelle Steinbeck und mit der Unternehmerin Rosemarie Michel. Wir haben zusammen ein Generationengespräch geführt, welches am Freitag in der NZZ erscheinen wird. Darin ist es genau um dieses und noch viele andere Frauenthemen gegangen. Was braucht es, dass man sich in einer männlich dominierten Geschäftswelt durchsetzen kann? Oder auch «nur» in der eigenen Familie? Solchen Fragen sind wir auf den Grund gegangen und ich persönlich bin der Meinung, dass sehr viel davon in der Erziehung verankert ist. Ob man mit einem gesunden oder eher verkümmerten Selbstwertgefühl ausgestattet ist, ist zum grossen Teil reiner Zufall. Die Grundausstattung fällt bei der Geburt etwas grosszügiger aus oder eben nicht. Was dann mit dieser Anlage passiert, ist aber eine Frage der Erziehung. Ich konnte schon als kleines Mädchen sehr gut Nein sagen und hatte schon immer meinen eigenen Kopf. Dass man diesen dann aber nicht stundenlang mit härzigen Frisürli und Haarspängeli dekoriert hat, hat ebenfalls dazu beigetragen, dass ich heute die bin, die ich eben bin.

Ich muss nicht allen gefallen und nicht jeder muss mich gernhaben.

In meiner Familie hat man keinen grossen Wert darauf gelegt, die Mädchen herauszuputzen. Ich hatte bis Anfang 20 kein langes Haar, ich wurde darum lange Zeit für einen Jungen gehalten. Ich musste nicht herzig sein und auch nicht artig, im Gegenteil. Meine Kindheit habe ich in einem schmutzigen Warenregallager verbracht, ich war umgeben von Lagermitarbeitern und Spediteuren und nicht von Hello-Kitty-Kleidli und Kinderteepartys. Nicht, dass ich das nicht alles gemocht hätte, ich hätte es mit grosser Wahrscheinlichkeit sogar geliebt! Aber es war nun mal einfach keine Option.

Heute bin ich sehr dankbar für diese Art von Aufwachsen. Dahinter stand keine Erziehungsmethode oder kein Kalkül, sondern einfach der pragmatische Lebensstil meiner Eltern. Sie haben immer gearbeitet und ich war dabei. Meine Kindheit hat sich nie um mich gedreht und darum hatte ich nie die Wahnvorstellung, eine kleine Prinzessin zu sein. Ich wurde nie aufs Gefallen getrimmt.

Und das bin ich heute auch nicht. Ich mag mein Aussehen und ich habe Freude daran, mich frisieren und stylen zu lassen. Aber ich definiere mich nicht darüber. Ich muss nicht allen gefallen und nicht jeder muss mich gern haben. Darum darf ich auch mal unpopuläre Meinungen raushauen oder auf einem Foto voll frontal stehen, obwohl der Fotograf meint, dass mich das breit macht. Ich bin nun mal breit. Und damit meine ich noch nicht mal nur meine Statur, sondern in erster Linie mein Wesen. Ich habe Ecken und Kanten und ich bin in meiner Art und Weise nicht immer wohlgeformt.

Dass ich in meiner Schulzeit aufs Heftigste gemobbt wurde, hat mich zu einer Entscheidung gezwungen. Ich konnte wählen zwischen Selbstverleugnung und Selbstakzeptanz. Mit Ersterem hätte ich mich in die Reihe der Schulkameraden eingereiht, die mich gequält haben. Ich hätte mich früher oder später vermutlich aufgegeben und das war keine Option für mich. Darum habe ich mich für die Selbstliebe entschieden. Ein Kind, das behütet und geborgen aufwachsen darf, wird nie in solcher Konsequenz vor diese Entscheidung gestellt und hat darum aber auch nicht die Chance, sich so aktiv und bewusst für sich selber zu entscheiden. Natürlich wünsche ich keinem Menschen eine Kindheit mit diesen Erfahrungen. Aber gleichzeitig weiss ich auch, dass sie mich zu der gemacht hat, die ich heute bin. Ich habe sehr früh lernen müssen, für mich einzustehen. Ich war die Einzige, die sich für mich eingesetzt hat. Ich musste lernen, mich selber zu lieben, weil es sonst niemand in der Form tat, wie ich es gebraucht hätte. Heute trage ich die Früchte dieser harten Lektion. Ich stehe mit beiden Beinen fest im Leben und lasse mir nicht die Butter vom Brot nehmen. Ich sage Ja, wenn ich Ja meine. Und Nein, wenn ich gegen etwas bin. Meine Stimme hat Gewicht, meine Meinung wird gehört. Aus diesem Grund habe ich die Chance genutzt und die Predigt, zu der ich eingeladen wurde, genau diesem Thema gewidmet. Da die Resonanz eine derart grosse war, habe ich beschlossen, dem Thema Selbstliebe noch mehr Platz einzuräumen. Darum wird es im neuen Jahr ein neues Seminar mit dem Titel «Ich lieb mich – ich lieb mich nöd. Ich lieb mich!» geben.

Selbstliebe kann man zu jeder Zeit seines Lebens lernen. Es ist eine Auseinandersetzung mit alten beschränkenden Glaubenssätzen und mit der Art, wie man über sich selber denkt. Wenn ich in meiner Coachingpraxis mit dem Thema Gewichtskontrolle konfrontiert werde, dann setze ich immer bei der Selbstliebe an und arbeite an der Selbstakzeptanz. Das kann bisweilen ein langer beschwerlicher Weg sein, aber manchmal reicht schon das Auflösen ein paar lästiger Denkmuster. Fangen Sie damit an, dass Sie Ihr Denken hinterfragen. Beobachten Sie all die Gedanken, die Sie den lieben langen Tag über sich hegen oder noch besser; schreiben Sie sie auf! Sie werden staunen, wie kritisch bis selbstzerstörerisch man über sich selber denken kann! Es wird Sie einiges an Selbstdisziplin kosten, aber die Arbeit lohnt sich sehr. Erst wenn Sie Ihr eigenes Denken bewusst gemacht haben und steuern, wird es mit der Selbstliebe klappen. Dieses Thema ist auch Inhalt des Seminars vom kommenden Freitag. Sich Gedanken darüber machen, was man eigentlich will und wie man sich selber Gutes tut. Mal für sich schauen und nicht nur für alle andern. Lieb zu sich sein und sich verwöhnen. Alles Dinge, die so einfach klingen und dann im Alltag trotzdem manchmal so schwierig sind, gell.

Ich hoffe, dass ich Ihnen ein paar Denkanstösse geben konnte, liebe Michèle. Und allen Müttern von Töchtern möchte ich ans Herz legen sich gut zu überlegen, was Sie mir Ihrer Erziehung genau fördern möchten.  

Ganz herzlich, Ihre Kafi

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Fragen an Frau Freitag? ​

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Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

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54Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kstyle 04.11.2016 17:08
    Highlight Highlight Ich habe das gefühl das männer sowieso das bessere selbstwertgefühl haben als frauen. Ein dicker mann steht vir dem spiegel er zwinkert sich zu sagt sich heute seh ich aber wieder gut aus. Die schlanke Frau steht vor dem spiegel und verzweifelt an kleinigkeiten.
    • The Origin Gra 04.11.2016 21:31
      Highlight Highlight Falsch
      Das kommt ganz auf das Selbstwertgefühl usw. an
  • Kstyle 04.11.2016 17:03
    Highlight Highlight Wenn man mit sich selber mag mit sich im reinen ist, spielt es keine rolle was andere von dir denken. Es geht an keinem wirklich spurlos vorbei wen er auf ablehnung trifft. Wen ich aber mit mir im reinen bin prallt es eher an mir ab. Selbstzufriedenheit ist das a und o im leben. Ich nehme mir nur zuherzen wen meine kollegen mir was sagen. Alle anderen arschlecken.
  • AnnaLara 04.11.2016 14:00
    Highlight Highlight Eigentlich ist es doch vollkommen egal, wer was wann warum sagt. Es geht darum, was wir daraus machen. Wollen wir uns etwas aus der Reaktion zu Herzen nehmen oder nicht? Wenn ja, was und warum? Letztendlich geht es nur darum, zu lernen, uns zu entwickeln und weiter zu kommen im Leben. Jeden Tag ein Stück mehr wir werden.
  • ConcernedCitizen 04.11.2016 13:39
    Highlight Highlight Ein Mann unter BMI 25 ist kein richtiger Mann, sorry.
  • Wanawake 04.11.2016 11:45
    Highlight Highlight Beim Lesen der Kommentare erinnerte ich mich an die Antwort(en) meiner Mutter. Wenn ich mich beklagt habe, dass ich wegen meinem von Oma gestrickten Pullover ausgelacht wurde, sagte sie: "die sind doch alle nur neidisch..." hm. Vielleicht auch ehrlich? So toll war er wirklich nicht. Ich glaube schon, dass man Neid zu spüren bekommt, wenn man etwas (Erfolg, Glück, von mir aus auch ein Auto) hat, das andere auch begehren. Aber: nicht alle begehren das selbe. Der Rückschluss, dass alle neidisch sind, wenn sie Kritik anbringen, finde ich gar simpel gestrickt... um wieder beim Pullover zu landen.
  • JaneSoda*NIEwiederFaschismus 04.11.2016 10:50
    Highlight Highlight Tolle Replik, Frau Freitag! Wo käme mensch hin, wenn mensch es allen recht machen müsste?!
    Ich bin gespannt und freue mich auf das Generationen-Gespräch in der NZZ.

  • Pasionaria 03.11.2016 23:22
    Highlight Highlight Frau Freitag 2/2
    .....Und wie kann man/frau wiederholt dermassen viele Fotos von sich selbst in einen Blog stellen? Da faengt fuer mich Ihre persoenliche Problematik an.
    Sie sind recht angenehm anzusehen, kein Zweifel, aber versuchen Sie doch bitte einmal, bei einer Beantwortung das Wort 'ich' wegzulassen, oder wenigstens zu minimieren.

    Ich kann B. Wuethrichs Posting durchaus unterschreiben.

    Spooky > bleiben Sie wie Sie sind, intelligent und vieles mehr!
    • kafi 04.11.2016 07:56
      Highlight Highlight Mit Posting meinen Sie Kommentare?
      Ich habe keinerlei Einfluss darauf, ja sehe sie nicht einmal. Bitte fragen Sie bei der Redaktion nach. Danke.
    • Pasionaria 04.11.2016 22:17
      Highlight Highlight Kafi
      Und Sie als Blogautorin wollen den Ausdruck 'Posting' nicht kennen? Komisch.
      Nennt sich ein Beitrag, den man in einem Forum schreibt.
      Schon wieder was gelernt - das kann ja die Selbstliebe nur steigern.

      Sollten nicht Sie fuer das Erscheinen der "Postings" sein, dann entschuldigen Sie bitte.
    • kafi 04.11.2016 23:57
      Highlight Highlight Nein, ich habe keinen Einfluss auf Postings. Kann weder sperren, noch freigeben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pasionaria 03.11.2016 23:20
    Highlight Highlight Ach Frau Freitag, 1/2
    wieso haben Sie schon diverse Postings von mir, in denen ich Sie hoeflich (!) kritisierte, nicht veroeffentlicht? Was passiert wohl mit diesem?

    Sie sind eine aufgestellte, cool wirken wollende Person. Mit dieser Beantwortung aber treten Sie sich, nicht das erste Mal, wieder einmal zu nahe.
    Als neutrale Leserin stelle ich einfach immer wieder fest, wie sehr Sie sich selbst und Ihre Seminare oder was auch immer in den Vordergrund stellen.
    Ok, einerseits ist dies Ihr Beruf, anderseits erlauben Sie mir, dass dieses Gebaren sehr narzistische Zuege aufweist.
    ff



    • Daenerys Targaryen 06.11.2016 16:56
      Highlight Highlight Yooo, darüber haben die Autoren von watson keinen Einfluss, das macht jemand anders. Das ist bei allen Online Zeitschriften so.
    • Pasionaria 07.11.2016 01:31
      Highlight Highlight Nicht bei allen, weiss ich. Aber hier kann es ja sein...
  • oldman 03.11.2016 15:28
    Highlight Highlight Die Begriffe Selbstliebe, Selbstsicherheit, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl.., sind schwer exakt abzugrenzen und überschneiden sich. Wenn ich "Selbstsicherheit" verstehe als anerzogenes, antrainierbares/kopierbares Auftreten, mit welchem ich wahrgenommen werden will, stelle ich dem das "Selbstwertgefühl" gegenüber. Dieses beruht auf innerer Arbeit, Auseinandersetzung mit sich selbst. Eine bestimmte "Aussenwirkung" ist nicht Ziel, schon das Wissen, auf dem rechten Weg zu sein. Kafi hat ein sehr selbstsicheres Auftreten. Ihr "Selbstwertgefühl" aber ist allein ihre Sache.
  • biosignalinator 03.11.2016 13:18
    Highlight Highlight Ein Schüler wollte in der Antike nach Athen in die Stoa. Zuvor bekam er von seinem Lehrer eine Aufgabe für drei Jahre. Der Schüler musste allen denen er begegnete und diese den Schüler beleidigten, Geld geben. Der Schüler hielt sich an die Regel. Nach drei Jahren durfte er nach Athen. Am Stadteingang war ein Weiser und beleidigte den Jungen. Der Schüler lachte! Der alte Mann fragte: „warum lachst du? Ich habe dich beleidigt!“ Der Schüler lachend: „nach drei Jahren sind Sie der erste Mensch, dem ich für Beleidigungen kein Geld gebe!“ Der Weise nickte und sagte: „die ganze Stadt gehört nun dir!“
    • Spooky 03.11.2016 17:35
      Highlight Highlight Diese Weisheit kommt für mich gerade zur rechten Zeit.
      Danke, biosignal
  • El_Sam 03.11.2016 10:41
    Highlight Highlight Seit langem ein Artikel von Kafi, dem ich absolut zustimmen kann.
    Evt. liegt es daran, dass ich mich selbst auf die selbe Art lieben (oder aushalten) lernen musste. Zuhause in einem arbeitenden Umfeld aufgewachsen (Bauernhof, da muss man halt mit anpacken), und in der Schule gemobbt.
    Glücklicherweise, hatte ich immer 2-3 gute Freunde, welche ehrlich zu mir waren und mich so vor der Option Selbstaufgabe bewahrt haben. Also konnte ich mich für Selbstliebe entscheiden (Was teilweise mit Ignoranz verwechselt wird)
    Nur der Part mit Frauen...blabla passt bei mir nicht, da ich ein Mann bin ;-)
  • BeWi 03.11.2016 10:29
    Highlight Highlight Selbstliebe: Liebe an-und-für-sich.... ;-)
  • Bruno Wüthrich 03.11.2016 10:05
    Highlight Highlight Soll das eine Vergangenheitsbewältigung sein? Eine Aufarbeitung der eigenen Kindheit und all dem, was daran schwierig war? Oder ist es ein Werbetext für Seminare in naher oder fernerer Zukunft?

    Ich vermute, dass Frau Freitags Eigenliebe auf extrem dünnem Eis steht und desahalb nur aufgesetzt sin kann. Müssten sonst ihre Kritiker alle von Neid und Missgunst getrieben sein? Zeigt dieser Satz nicht, dass sie mit Kritik an ihrer Person und/oder ihrer Arbeit die liebe Mühe hat?

    Interessant zu lesen, sicher. Doch für mich steht fest, dass Frau Freitag bereits in ihrem ersten Satz gelogen hat.
  • Spooky 03.11.2016 00:12
    Highlight Highlight "Wer Erfolg hat, bekommt den Neid und die Missgunst mitgeliefert..."
    Sorry Kafi, aber das ist leider die beschädigte Weltsicht der Erfolgreichen. Fast alle meine ehemaligen Kumpels und Kolleginnen haben Erfolg. Nur ich nicht, ich bin ein Verlierer. Aber weil meine Kumpels und Kolleginnen von damals sich in den Kopf gesetzt haben, ich müsse auf ihren Erfolg neidisch sein, kann ich sagen was ich will - es ist immer falsch. Dabei bin ich gar nicht neidisch - ich bin nur auf einem anderen Weg als sie. Darum ertragen meine ehemaligen Kumpels meine Anwesenheit nicht mehr. Traurig
    • Hoppla! 03.11.2016 08:21
    • Raembe 03.11.2016 12:16
      Highlight Highlight @Spooky, wenn man sich selbst für einen Verlierer hält, hat man eh nichts mehr zu gewinnen. Man kann auch mal versuchen aus dem Loch zu klettern, aber Du scheinst ja aufgegeben zu haben. Ich wünsch Dir weiterhin viel Spass in deinem Loch. Schade das Du nicht versuchst rauszukommen, dann würdest Du vlt erkennen das deine Aussagen meistens absoluter Mist sind. Die Welt ausserhalb des Lochs ist eig nicht mal so übel, aber das wirste wohl nie erfahren.
    • You will not be able to use your remote control. 03.11.2016 13:23
      Highlight Highlight Menschen, die ihr Leben als 'erfolgreich' beurteilen, haben oft das Problem, dass sie nicht mit Kritik/Argumenten umgehen können. Insbesondere, wenn die Kritik/Argumente von einer Person kommt, die sie eher als 'Verlierer' bezeichnen würden.

      Alle sind auf ihre Art ignorant, Gewinnertypen auf ihre Misserfolge, Fehler und Blickwinkel, die ihren Erfolg relativieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 02.11.2016 23:30
    Highlight Highlight banale frage, welche viel tiefer geht, als sie scheint.
    tiefe antwort. berührt mich sehr. dieses thema begleitet uns menschchen bekanntlich ein leben lang. und der balanceakt zwischen hab-mich-bitte-lieb und ich-bin-die-beste-von-allen ist eine kunst für sich.
    herzlichen dank kafi. und allen, die sich selbst lieben möchten, viel glück dabei.
    es gibt ein gutes gefühl und macht unabhängiger.
  • die-linda 02.11.2016 18:35
    Highlight Highlight Da erkenne ich mich wieder... bloss nicht so nahe bei der Ziellinie, wie Sie zu sein scheinen.
  • Luca Brasi 02.11.2016 18:30
    Highlight Highlight Das mit dem Erfolg und dem Neid oder Missgunst ist aber so eine Sache:
    Ich kenne Leute, die sind materiell und finanziell erfolgreich, aber nehmen jegliche Kritik (sei es moralisch, etc.) nicht ernst, weil sie einfach dem Gegenüber andauernd Neid vorwerfen. Beispiel: Selbstbewusster Manager einer Firma, die Palmöl verwendet. Kritik: Die Rodung des Regenwalds hängt mit der Nachfrage von Palmöl zusammen und gefährdet Lebewesen wie den Orang-Utan. Antwort des Managers: Ihr seid ja nur neidisch auf meinen Erfolg.
    • pamayer 02.11.2016 23:33
      Highlight Highlight es ist eine fiese floskel, in einem wie-manage-ich-erfolgreicher kurs gelernt. ein sogenanntes killerargument.
      ob dahinter wirklich selbstliebe steht, sei dahingestellt. finanzieller erfolg kann mächtig machen.
    • Prof. Dr. Dr. D. Trump 03.11.2016 10:37
      Highlight Highlight Das Neid-Argument ist in solchen Situationen gar kein Argument, sondern einfach eine ganz billige rhetorische Nebelpetarde. Sie dient der Ablenkung und Verschleierung.
      Irgendein Gefühl von irgendwem steht ja in überhaupt keinem Zusammenhang mit dem in diesem Beispiel dargelegten ökologischen Sachverhalt. Man soll dann ruhig darauf hinweisen und beharrlich ein Gegenargument einfordern und nicht meinen, man müsse sich stattdessen rechtfertigen (zweck des Ablenkungsversuchs). Meist flüchtet sich dann das Gegenüber in aggressives Schimpfen. Hätte es Argumente, wäre die Nebelpersrde sinnlos gewesen
  • legis 02.11.2016 18:03
  • Kimbolone 02.11.2016 17:37
    Highlight Highlight Sprechen sie damit den Kommentar zur allgemeinen Dienstpflicht für Frauen an, den sie ja zuerst in Form einer erfundenen Frage beantworten wollten und dann von der Redaktion ausgebremst wurden? 😄
    • kafi 02.11.2016 18:18
      Highlight Highlight Nein. Ich wurde nicht ausgebremst, im Gegenteil. Ich konnte die Antwort als Kommentar verfassen. Sie können das nicht wissen, aber ein Kommentar ist in der Gewichtung bigger als eine Antwort.

      Ich beziehe mich auf 3 Fragen, bei denen sich die fragenden Personen schlussendlich sogar selbst in der Kommentarspalte zu Wort gemeldet und damit die Unkenrufer schachmatt gesetzt haben.
  • Talli 02.11.2016 17:25
    Highlight Highlight Ich finde selbstliebe auch sehr wichtig. Allerdings finde ich das selbstliebe oft mit selbstverwirklichung verwechselt wird. Selbstverwirklichung um jeden preis wird heute gepredigt, auch von kafi. Auf jedenfall nehme ich ihre antworten oft so wahr.
    Ich empfhele fr.kafi einen kurs in demut und sich selbst nicht sooo wichtig nehmen.
    Gerne lese ich diesen blog, er regt mich zum denken an, auch wenn ich nicht immer ihrer meinung bin
    • Special K 03.11.2016 07:56
      Highlight Highlight Was genau soll an der Selbstverwirklichung falsch sein? Es bedeutet nur, dass ich mein Leben nach meinen Wünschen gestalte. Das ist weder richtig noch falsch. Die Wertung beginnt erst dort, wo meine Ziele in Konflikt mit den Zielen anderer geraten. Und warum müssen meine Ziele automatisch weniger wichtig sein als Ihre?
    • Talli 03.11.2016 08:47
      Highlight Highlight Selbstverwirklichung per se ist schon eine gute sache. Jedoch nicht auf dem rücken von kindern, der familie oder der natur.
  • Wehrli 02.11.2016 17:04
    Highlight Highlight Diametral falsch. Kafi lebt vom "wahrgenommen werden", sozusagen das Lebenselixier. Nur hat sie auch einen starken Filter, bei dem unliebsame Leser einfach ins "loser" Kröpfchen geworfen werden und somit auch zum Fame beitragen. D.h. wenn du nur genug stark an die selber glaubst und das auch extrovertieren kannst, dann glauben es genug labile Persönlichkeiten, eg. das Elixir.
    • poga 02.11.2016 17:36
      Highlight Highlight Also ich fand die Antwort eigentlich ganz okay. Ein wenig Überheblichkeit, ein wenig Mitleid erregend, und viel Wahrheit. Die Denkanstösse am Schluss sind aus meiner Sicht gut. Womit sie aber sicher recht hat ist, wie sich Frauen in der von Männer dominierten Arbeitswelt behaupten müssen. Und da wünschte ich mir mehr davon. Darum bin ich keinesfalls mit dir Einverstanden @Wehrli.

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