Blogs
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Konstanz. Hier wird integriert. kafi freitag

FragFrauFreitag

Liebe Kafi. Ich wohne in Oberwil-Lieli, dem aargauischen Dorf, das derzeit mit seiner vom Volk gewählten Verweigerung zur Aufnahme von 10 Asylsuchenden unschöne Schlagzeilen macht. 

Mitten unter mehr als 50% ausländerfeindlichen Menschen. Ich habe bisher gern hier gelebt ... Wie bekomme ich meinen Seelenfrieden zurück, ohne auszuwandern? Kathrin, 42



Liebe Kathrin

Wann immer ich Fragen in besagte Richtung erhalte und diese dahingehend beantworte, dass man ab und an im Leben Konsequenzen treffen muss, dann erhalte ich viele Kommentare, dass man doch im Dialog bleiben muss mit diesen Menschen und dass es doch nichts hilft, sich abzuwenden. Das ist ein schöner Ansatz und ich bin auch der Meinung, dass es wichtig ist, im Gespräch zu bleiben. Nur haben gewisse Gruppierungen einen schlimmen Hörschaden und eine Teflonbeschichtung um ihre Herzen, an der jeglicher Appell abperlt wie Osmosewasser auf der Lackierung meines Wagens.

Wenn ich versuche, in Ihre Schuhe zu stehen und mich dann frage, was ich tun würde, dann gäbe es für mich nur 2 Möglichkeiten. Entweder würde ich aktiv werden und versuchen, in diesem elenden Oberlieli etwas gegen die Angst vor allem Fremden zu unternehmen. Oder ich würde tatsächlich wegziehen. Ersteres wäre natürlich die edlere Lösung, ich weiss. Aber ich frage mich, ob man dafür den politischen Weg einschlagen müsste, oder ob es reichen würde, den unsäglichen Glarner zu putschen. Dafür bräuchte man vermutlich eine Armee, oder zumindest eine paramilitärische Organisation, und ich weiss jetzt selber grad nicht, wo man diese herbekommen würde, die Suche im Online-Telefonbuch hat mich da keinen Schritt weiter gebracht.

Konstanz geht den friedlichen Weg und hat das grossartige Projekt 83 Konstanz integriert ins Leben gerufen. Diese Aktion kämpft dafür, auf jeweils 83000 Einwohner 83 Flüchtlingen ein neues Zuhause und eine Perspektive zu bieten. Wenn sie dieser Tage in der Region unterwegs sind werden sie beim Eindunkeln die Leuchtschrift «83» entdecken. Auf vielen Gebäuden und sogar am Minarett der örtlichen Moschee. Hier haben es die Menschen zustande gebracht, für Menschlichkeit und die Solidarität einzustehen, aufzustehen. Schauen Sie sich diese Plattform an, sie ist wegweisend in ihrer Art, unbürokratisch zu handeln. 

Wenn Sie es schaffen, eine solche Aktion in Oberwil-Lieli zu starten, dann werde ich darüber auf all meinen verfügbaren Kanälen berichten und Sie mit CHF 1000 unterstützen.

Ich würde mein hart verdientes Steuergeld niemanden im die Hand drücken wollen, der meine Werte mit Füssen tritt.

Wer mich öfter liest, der weiss, dass ich mich und meine Energie lieber dem Positiven als dem Negativen zuwende. Das hat nichts mit Naivität zu tun oder damit, dass ich den Kopf in den Sand stecke, im Gegenteil. Mir ist einfach bewusst, dass ich mehr bewirken kann, wenn ich mich darauf konzentriere, wo ich etwas induzieren und verändern kann, als wenn ich versuche, Menschen von etwas zu überzeugen, von dem sie nicht überzeugt werden möchten. Es wäre schliesslich auch vertane Liebesmüh, wenn man mich mit dem Gedankengut der 50 % ausländerfeindlichen Oberwil-Lielianer überzeugen wollte. Wer so denkt, ist der Angst vor allem Fremden auf den Leim gekrochen und ich, die inmitten vieler Eingewanderter lebe, weiss, dass diese diffuse Angst unbegründet ist.

Wenn Sie wegziehen, überlassen Sie das Feld den einen 50 %, anstatt die anderen 50 % zu stärken. Das kann für viele ein Grund sein zu bleiben, und das ist auch gut so. Mir persönlich ist das Wohnen und das Leben an einem Ort sehr wichtig, schliesslich ist mein Zuhause meine Komfortzone. Ob ich dieses wohlige Gefühl auch hätte, wenn ich ahnen müsste, dass meine direkten Nachbarn das 9-jährige Mädchen, das vor ein paar Wochen von Syrien in die Schweiz gekommen ist und nun nebenan in die Schule geht, aus dem Ort haben wollen, bezweifle ich ehrlich. Ich würde mein hart verdientes Steuergeld niemanden im die Hand drücken wollen, der meine Werte mit Füssen tritt.

Ob Ihnen meine Gedankengänge in dieser Entscheidung etwas helfen, kann ich nicht sagen. Es ist eine sehr anspruchsvolle Situation, in der sie sich da befinden. Fast schon eine Frage der Würde.

Mit herzlichem Gruss. Ihre Kafi.

Kafi Freitag - Das Buch

Die 222 besten Fragen und Antworten in einem schön gestalteten und aufwendig hergestellten Geschenkband.

www.fragfraufreitag.ch
www.salisverlag.com

Fragen an Frau Freitag? ​

Hier stellen!

Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

Haben Sie Artikel von FRAG FRAU FREITAG verpasst?
Sälber tschuld! Hier nachlesen!

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Das könnte dich auch interessieren:

Glück vor Geld – Island treibt Wirtschaft der Zukunft voran

102
Link zum Artikel

Shaqiri erhält nach Traum-Comeback ein Sonderlob von Klopp – und eine Entschuldigung

22
Link zum Artikel

Ho ho ho! Der Bundesrat schnürt das Budgetpäckli: Dafür gibt er am meisten Geld aus

58
Link zum Artikel

Das beste Kamera-Handy gibt's jetzt in der Schweiz – wir haben es getestet

31
Link zum Artikel

Diese Schweizer Organisationen erhalten am meisten Spendengelder

13
Link zum Artikel

TikTok zensiert Videos von Menschen mit Behinderung – um sie vor Mobbing zu schützen 🤔

6
Link zum Artikel

Wegen «Wildwest-Modell» von Uber & Co. – warum bald Millionen in den AHV-Kassen fehlen

31
Link zum Artikel

Alphabet Inc. – das macht der Mega-Konzern hinter Google wirklich

0
Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

36
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • jhuesser 16.06.2016 17:12
    Highlight Highlight Komm auf Berikon. Wir sind eh cooler :P
  • whatthepuck 07.05.2016 16:10
    Highlight Highlight In Oberwil-Lieli ist es schön zum Leben, und ich bin sicher, die meisten Dorfbewohner sind super liebe Menschen. Dorfleben halt.

    Wer diese versagende Flüchtlingspolitik der europäischen Union einen Keil zwischen sich und seine Mitmenschen treiben lässt, ist 1. selber Schuld und 2. ein etwas gar oberflächlicher Mensch, der m.M.n. nicht ganz richtig einschätzt, wo die Prioritäten im zwischenmenschlichen Leben liegen. Die Diskussion ist so irrational geworden, dass man sich wegen Menschen, die hunderte Km weit weg sind, von seinem Alltag und sozialen Netz abwendet. Kommt mal wieder zur Vernunft.
    • Mehmed 08.05.2016 13:42
      Highlight Highlight whatthepuck, es ist nicht die eu-flüchtlingspolitik, sondern die europäische. da gehört die schweiz mitdazu.
      ausser du behauptest, oberwil-lieli grenze nicht an afrika, deshalb seien die flüchtlinge nicht das problem der oberwil-lielener. mit diesem argument gewinnst du jede diskussion (in oberwil-lieli).
    • Alex_Steiner 10.05.2016 17:33
      Highlight Highlight @whatthepuck: Das wäre eben nicht oberflächlich. Wie ein Mensch mit anderen Menschen umgeht sollte eine Relativ hohe Prio haben...

      Wenn du einen Menschen danach beurteilst wie er mit hilfsbedürftigen Menschen umgeht, ist das nicht oberflächlich.
  • reaper54 07.05.2016 15:45
    Highlight Highlight Was an Heimatstolz verwerflich ist, sehe ich einfach nicht ein. Wir haben Gesetze, eine funktionierende Gesellschaft und unser Land ist eigenständig und soll selber bestimmen. Da kann es einmal sein, dass man mit einem Volksentscheid nicht zufrieden ist, na und?! Wenn nach jeder Volksabstimmung alle "Verlierer" auswandern würden, wäre schon lange niemand mehr hier. Jede Person, welche so denkt, hat einProblem mit der Demokratie und wer ein Problem mit der Demokratie hat, dem wünsche ich viel Spass in Syrien, China oder Nordkorea.
  • Bloody Mary 07.05.2016 14:12
    Highlight Highlight Wieso nimmst Du nicht eine Flüchtlingsfamilie bei Dir zuhause auf? Damit würdest Du mal sicher 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen: 1. Hilfst Du einer Familie. 2. Zeigst Du den Lielianer mal, das es auch anderst geht.. und du könntest ein Zeichen setzen und müsstest nicht wegziehen.
    Damit wärst Du mutiger als ich: Ich bin in einem Zürcher Kaff aufgewachsen wo 5 von 7 Gemeinderäten in der SVP waren. Bin dann weggezogen, für mich hats so gestimmt und tut es noch.
  • Turi 07.05.2016 09:19
    Highlight Highlight Oberwil Lieli ist kein Einzelfall. Die meisten ländlichen Dörfer ticken so.
    • bastardo 07.05.2016 13:12
      Highlight Highlight warst du in all diesen "ländlichen dörfern" und hast vor ort einen augenschein genommen? oder hast du das ga und beim vorbeifahren dann mithilfe von fernglas und notizblock eine ferndiagnose gestellt?
  • subli 07.05.2016 08:51
    Highlight Highlight Frau Freitag hat sich im Artikel verrechnet. Die im Artikel erwähnte Aktion 83 in Konstanz hat nicht zum Ziel 83 Flüchtlinge auf 1000 Einwohner aufzunehmen (wie es im Text steh), sondern 83 Flüchtlinge auf 83'000 Konstanzer. Ist für mich schon ein Unterschied.
    • kafi 07.05.2016 09:01
      Highlight Highlight Stimmt! Hab es falsch geschrieben. 83 auf 83000, 1 auf 1000. Wird geändert. Danke für den Hinweis.
  • pamayer 07.05.2016 01:40
    Highlight Highlight Ein satz von frau freitag klingt bei mir sehr an. Wo Ich zuhause bin, sollte für mich eine komfortzone sein.
    Stimmt für mich sehr. Habe auch in Situationen gelebt, wo das keine komfortzone war. Bin früher oder später gegangen. So weh es tat, wegen a oder b oder c wegzuziehen, es war nachher eine grosse Erleichterung.
    Allerdings ist jede Situation anders und muss genau angeschaut werden.
    Tönt doch recht klugscheisserisch... eine befriedigende Lösung zu finden ist leider sehr schwer.
    Viel Glück!
  • Spooky 06.05.2016 20:28
    Highlight Highlight Die Antwort von Kafi Freitag auf die Frage von Kathrin ist purer, arroganter, abgehobener Sozialkitsch. Ich rate Kathrin, noch eine Zeitlang abzuwarten. In ein paar Wochen wird kein müder Knochen mehr von Oberwil-Lieli und seinen 10 Flüchtlingen reden. Und wenn Kathrin jetzt auswandert und vielleicht Pech hat und es später bereut, wird kein einziger Flüchtling ihr danke sagen. Sie wird auf sich allein gestellt sein mit ihrem Entscheid, den sie vielleicht bereuen wird. Und auch Kafi Freitag wird sich nicht mehr um Kathrin kümmern. Sie wird bereits wieder andere Leute beraten.
    • July 07.05.2016 15:57
      Highlight Highlight "Sozialkitsch" 🙄 Auch wenn nachher niemand mehr darüber redet, Kathrin muss immer noch in diesem Dorf wohnen, und die Atmosphäre wird sicher nicht besser. Nur weil die Medien nicht mehr berichten, haben solche Taten lang anhaltende Auswirkungen, speziell Meinungsverschiedenheiten mit Nachbarn haben bekanntlich kein Ablaufdatum.

      Arroganz finde ich übrigens auch nicht im Text.
    • Spooky 07.05.2016 18:36
      Highlight Highlight @Juliy
      Okay, die "Arroganz" nehme ich zurück ;-). Aber den Rest nicht. Es ging mir unter anderem darum, der Frau Kathrin klarzumachen, dass es absurd ist, in einem demokratischen Staat wie der Schweiz wegen einer verlorenen Abstimmung auszuwandern. Ausserdem, soviel ich weiss, war der Ausgang der Abstimmung fast 50:50. Frau Kathrin ist also wegen dieser Abstimmung nicht randständig geworden. Sie wird nicht gemieden.
  • Bowell 06.05.2016 19:46
    Highlight Highlight Das gute, alte Oberlieli. Scheiss egal wie das Dorf richtig heisst, wohnen eh nur Rassisten und Fremdenfeinde dort. Meine Güte, das ganze Gepläre vonwegen wegziehen und auswandern nach jeder Volksabstimmung geht mir sowas von auf den Wecker. Warum einigen wir uns nicht einfach darauf, dass wir uns alle schämen Schweizer zu sein und gut ist...
    • nothing. 09.05.2016 15:02
      Highlight Highlight Nur weil Sie so denken, heisst das nicht, dass dies alle tun.
      Es gibt durchaus stolze Schweizer, die nicht automatisch der SVP angehören.
      Das, was in Oberwil-Lieli geschieht, ist m.E. nicht korrekt. Das Dorf und alle Bewohner direkt zu beleidigen, erachte ich allerdings ebenfalls als schwer inkorrekt.
  • 8004 Zürich 06.05.2016 19:08
    Highlight Highlight Ich habe die Antwort dieses Mal (noch) nicht gelesen, die Frage hat mich etwas aus der Bahn geworfen..
    Ich verstehe ja die getrübte Befindlichkeit der Betroffenen, aber kann eine solche Frage Irgendjemandes Ernst sein? Ich meine, gibt es Menschen, die zu einer solchen Situation wirklich denken: "Hilfe, ich weiss nicht was ich denken und machen soll. Kann mir bitte jemand Gescheites sagen, was zu tun ist!"? Oder geht es evtl. um persönliche Aufmerksamkeit und verletzten Heimätli-Stolz ("Nicht alles hier ist schlecht - seht mich an!"). Anbiedernd... Stattdessen: Mund abputzen, Stellung beziehen!
  • DerTaran 06.05.2016 16:53
    Highlight Highlight Ich habe nach der angenommenen MEI auch überlegt aus der Schweiz auszuwandern, aber dann überlasse ich mein Land ja nur noch mehr den Angstmachern von der SVP. Ich glaube, es ist Zeit für ernsthaften politischen Widerstand, wenn wir den Blochers nicht die Schweiz überlassen wollen. Die DSI hat gezeigt wie es geht, man muss sich den Populisten entgegenstellen und darf sich nicht zu Fein sein auch mit harten Bandagen zu politisieren. Ich bin übrigens kein Linker.
    • atomschlaf 06.05.2016 18:02
      Highlight Highlight @DerTaran: Nun, wenn Du ein Problem damit hast, dass ein Land eigenständig die Zuwanderung reguliert (und nichts anderes will die MEI), dann wird's schwierig mit auswandern.
      Das tun nämlich so ziemlich alle Länder ausserhalb der EU - und auch diese für alle, die nicht Bürger eines EU- oder EWR-Staates sind.
    • DerTaran 06.05.2016 19:33
      Highlight Highlight Es ist tatsächlich schwierig, weil es auch im benachbarten Ausland vor paranoiden Ausländerfeinden nur so wimmelt. Wo bleibt das Vertrauen in den eigenen Fleiss, die Treue, die Gottgläubigkeit, die Genügsamkeit und die Arbeitskraft die uns gross gemacht hat (Zitat: Jeanette_Müller, Völkischer-Leserbrief hier auf Watson). Arme Schweiz, wenn man von ein paar eingewanderten Deutschen, Italienern und Franzosen plötzlich Zittern muss.
      BTW: Ich habe 20 Minuten wegen den SVP-Trollen verlassen, es sieht so aus als wäre Watson im Mainstream angekommen und damit auch auf dem Radar der Blocherfreunde.
    • philosophund 06.05.2016 22:34
      Highlight Highlight @taran: die Trolle wuchern derweil auch hier schon. K.A. wieviel die Red. filtert... aber es müssten deutlich viele sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zynikus 06.05.2016 14:16
    Highlight Highlight Keine Ahnung ob die Gemeinde etwas dagegen halten kann wenn sie persönlich Flüchtlinge bei sich aufnehmen. Der Kanton würde es sicher begrüssen. Der Hass der Ausländer feindlichen Bürger, ist ihnen damit sicher. Ob es dann für sie besser ist......
  • Bruno Wüthrich 06.05.2016 13:36
    Highlight Highlight Auch ich denke, dass nicht 50 % der Stimmbürger von Oberwil-Lieli fremdenfeindlich sind. Viele sahen wohl eher ihre Lebensqualität gefährdet.

    Doch man kann es drehen und wenden wie man will. Das Ergebnis dieser Abstimmung ist ebenso eine Schande für die Schweiz wie auch die Art und Weise, wie dieses zustande gekommen ist.

    Schade ist es übrigens noch aus einem andern Grund, dass dieses Ergebnis zustande gekommen ist. Glarner ist in der SVP Schweiz für das Asylwesen zuständig. Welche Freude wäre aufgekommen, wenn er als Gemeindepräsi in seinem Ort diese Abstimmung nicht durchgebracht hätte...
  • marcbaechinger 06.05.2016 12:32
    Highlight Highlight Ein interessanter Ansatz waere in Lieli natuerlich eine Oppositionspolitik ala SVP. Also totale Verweigerung gegenueber allem was der Gemeinderat macht und die Ausschoepfung aller politischen Mittel zur Blockierung der Politik. Referendum gegen alles und Einsprachen fuer _alles_.

    Wenn ich aus der Ferne mitbekomme wie selbstgefaellig und auch formal unbeholfen Glarner fuhrwerkt, kann ich mir gut vorstellen, dass man da in der Verwaltung nur schon wegen Verfahrensfehler einiges blockiert werden koennte. Ein harter Weg zugegeben, aber die SVP ist sich halt auch nicht zu schade dafuer...

FRAGFRAUFREITAG

Hallo :) Facebook macht mich manchmal unglücklich. Ich vergleiche mein Leben mit den Leben meiner 624 «Freunde», und stelle fest, dass sie Partys feiern, reisen, immer Spass haben etc. 

Wenn ich etwas poste, das in der nächsten halben Stunde keine Likes hat, lösche ich es wieder. Und wenn ich einen Freund weniger habe, muss ich herausfinden, wer mich gelöscht hat... Jetzt habe ich mein Facebook-Konto deaktiviert. Aber irgendwie fehlt mir etwas, ich habe das Gefühl, etwas zu verpassen. Soll ich meinen Facebook-Account wieder aktivieren? Lisa, 23

Liebe Lisa  Ich bin der Meinung, dass eine Party, Reise, etc. so spannend nicht sein kann, wenn man dazu kommt, alle fünf Minuten darüber zu posten. Manche Menschen machen mir sogar den Eindruck, dass sie nur deswegen unterwegs sind, dass sie es mit ihren FB-«Freunden» teilen können. Was nicht geteilt wird, findet ergo nicht statt. Dabei ist eigentlich genau das Gegenteil der Fall. Oder sehen Sie sich doch mal selber um: Ist es eigentlich nicht traurig, dass es viele Leute gar nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel