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FragFrauFreitag

Hallo Kafi. Wir sind eine Frauenclique von 6 Frauen, die sich seit 20 Jahren einmal im Monat trifft. 

Wir hatten immer einen Stammtisch, wo gegessen und einiges getrunken wurde. Nun kommen immer weniger mit der Begründung, dass die den Alkohol nicht mehr gut vertragen. Das finde ich sehr schade. Wie bringe ich die Truppe wieder zusammen? Hast Du eine gute Idee? Traditionen soll man doch pflegen, oder? Danke Dir! Ursula, 62



Liebe Ursula

Oh wow. Das habe ich mir immer gewünscht! Bemerkenswert wie Sie es schaffen, eine so respektable Gruppe 20 Jahre lang zusammen zu halten! Dafür gebührt Ihnen allen schon mal ein ganz grosses Kompliment. Und ja, Traditionen gehören unbedingt gepflegt. Vor allem dann, wenn es so wertvolle sind! Meine Freundinnen und ich versuchen uns dreimal im Jahr zu treffen und schaffen es dann – wenn es hochkommt – öppe einmal. Schon allein deswegen bin ich ein grosser Fan von Ihrem Grüppli.

Nun zu Ihrer Frage. Ich kenne das Problem auch und dabei bin ich 20 Jahre jünger als Sie. Ich gehöre zu der Sorte der sehr trinkfesten Wikinger, habe ich schon immer. Nur mit dem Unterschied, dass ich früher nicht dafür büssen musste und je länger je mehr schon. Es ist nicht schön, wenn man dann einen Tag lang in den Seilen hängt, nur weil man es am Abend zuvor lustig hatte. Und ich verstehe auch, dass es nicht das Gleiche ist, bei einem Glas Wasser in einer feuchtfröhlichen Runde zu sitzen. Aber vielleicht wäre das der perfekte Zeitpunkt, um den Aufhänger des Treffens etwas anzupassen! Warum versuchen Sie nicht, einen neuen Inhalt zu finden für den Abend? Es muss ja nicht gleich ein gemeinsamer Kinobesuch sein, bei dem man schweigend nebeneinander sitzt. Aber vielleicht was kulturelles, was dennoch sinnlich ist.

Die Glücksforschung behauptet, dass kollektive Events viel länger in Erinnerung bleiben.

Mir fällt da spontan der Besuch der Pipilotti Rist Ausstellung im Kunsthaus ein. Natürlich kann man dann anschliessend noch was trinken gehen. Aber das Trinken steht dann nicht im gleichen Masse im Zentrum, wie bei einem gemeinsamen Essen. Bei unserem letzten Seminar in der Modissa hatten wir ein paar grössere Frauengruppen, die zu uns gekommen waren, anstatt sich zum Essen zu treffen und das Feedback war durchwegs positiv. Zusammen lachen, etwas lernen und etwas aus der Komfortzone kommen kann das Erlebnis von einem gemeinsamen Znacht mit Alkohol easy toppen. Die Glücksforschung behauptet sogar, dass solche kollektiven Events viel länger in Erinnerung bleiben und als Glücksressource dienen, als wenn man immer das Gleiche macht.

Sie müssen ja nicht grad Bungeejumpen gehen, liebe Ursula. Aber vielleicht starten Sie mit einem vergnüglichen Abend mit hochstehender und gleichzeitig amüsanter Unterhaltung, in gepflegtem Ambiente. Mir fiele da spontan eine Lesung am kommenden Dienstag im Kaufleuten ein. Eine halbwegs junge Nachwuchsautorin liest da aus ihrem ersten Buch und der super charmante Hannes Hug führt mit ihr ein Gespräch und durch den Abend. Es soll ein Buch mit vielen Fragen und Antworten sein, ich weiss gerade nicht, woran mich das Konzept erinnert, aber man sagt, es soll ein famoser Anlass werden.

Falls Ihnen die Idee gefällt, müssen Sie die Autorin ganz herzlich von mir grüssen! Ich bin sicher, sie wird sich schampar freuen. Und auch einen lieben Gruss von mir an Sie und Ihre Freundinnen!

Ihre Kafi.

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Kafi Freitag (40!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 11-jährigen Sohn in Zürich.

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FragFrauFreitag

Kafi, darf man fragen, wie viel Geld man zur Erstkommunion schenkt?

Hallo Frau Freitag.Vielen Dank für deine erfrischenden Antworten. Ich freue mich immer wieder diese zu lesen. Mein Götti-Kind feiert nächstes Jahr Erstkommunion. Nicht das ich ein Fan von «Geld schenken» bin, aber vermutlich wird es auf das hinauslaufen. Nun wollte ich die Eltern meines Götti-Kindes unverbindlich fragen, was den so betragsmässig für die Erstkommunion üblich ist, da ich ehrlich gesagt keine Ahnung habe. Meine Frau ist der Meinung, dass sei ein absolutes No-Go. Florian, 36

Lieber FlorianMit 5000 Franken liegen Sie nie falsch. Da ist ein Betrag, mit dem sich das Kind auch was Richtiges kaufen kann, nicht nur so billigen China Schrott, der dann nach ein paar Wochen kaputt im Garten liegt und verwittert. Zu unserer Zeit wäre das noch ein Vermögen gewesen, ich weiss. Aber heute kostet ja schon ein gutes Handy fast 1000 Stutz und eine Lederhülle braucht man ja dann auch dazu und ein Flatrate-Abo mit Highspeed und so. Läppert sich, das werden Sie auch einsehen.

Nein …

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