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pfanne verbrennt kochen essen abwaschen putzen

Wer fürs Putzen bezahlt, sollte besser nichts anbrennen lassen Bild: shutterstock

Money Matter

«Was passiert, wenn ich eine Putzkraft schwarz beschäftige?»

Bianca (34): «Ich suche eine Putzkraft. Eine Freundin hat mir ihre Putzhife empfohlen. Aber diese will nur schwarz arbeiten. Habe ich dadurch einen Nachteil?»

Elisabeth Rizzi / comparis



Liebe Bianca

Gute Putzkräfte sind rar. Eine Putzhilfe schwarz zu beschäftigen, ist aber keine gute Idee. Die Illegalität des Arbeitsverhältnisses kann dich teuer zu stehen kommen. Zum Verhängnis werden können dir fehlende Sozialversicherungsbeiträge, ein Unfall oder eine Krankheit der Putzkraft. Sozialversicherungen sind nicht ohne Grund obligatorisch.

Fehlende Prämien müssen nachgezahlt werden

Zwar übernimmt die Ersatzkasse UVG die effektiven Heilungskosten. Du als Arbeitgeber kannst von der Ersatzkasse im Fall einer fehlenden Unfallversicherung aber für die Dauer der Anstellung zur Nachzahlung der Prämien gezwungen werden – inklusive Verzugszins.

Bei Nichtnachkommen dieser Forderung musst du mitunter sogar das Drei- bis Zehnfache des Prämienbetrags zahlen. Zudem sind weitere Bussen bei einem Strafverfahren möglich. Die Unfallversicherungsprämien betragen nur gut 100 Franken pro Jahr.

Im schlimmsten Fall Normalarbeitsvertrag statt Obligationenrecht

Doch damit nicht genug. In einem solchen Fall fliegt die gesamte Illegalität deines Anstellungsverhältnisses auf. Ohne Anmeldung der Putzhilfe bei der SVA musst du bei einer Verurteilung die fehlenden Sozialversicherungsbeiträge mit einem 50-prozentigen Zuschlag nachzahlen. Im schlimmsten Fall kann es sogar geschehen, dass du als Arbeitgeber wegen einer vorsätzlichen Beschäftigung von Ausländern, die nicht in der Schweiz arbeiten dürfen, bestraft wirst.

Contentpartnerschaft mit Comparis.ch

Dieser Blog ist eine Contentpartnerschaft mit Comparis.ch. Die Fragen in dieser Rubrik wurden dem Kundencenter von Comparis gestellt und von Experten beantwortet. Die Antworten werden als Ratgeber in dieser Rubrik veröffentlicht. Es handelt sich nicht um bezahlten Inhalt. (red)

Ist kein Arbeitsvertrag vorhanden, kommt je nach Kanton zudem nicht einfach das Obligationenrecht (OR) zur Anwendung, sondern ein kantonaler Normalarbeitsvertrag mit deutlich strengeren Auflagen. So zwingen manche Kantone die Arbeitgeber zum Abschluss einer Krankentaggeldversicherung bzw. zur Zahlung der entsprechenden Lohnausfallskosten.

Schliesslich kannst du als Arbeitgeber nach einem Unfall oder bei einer schweren Krankheit der Putzkraft auch von dieser verklagt werden. Unter Umständen musst du einen hohen Schadenersatz und eine Genugtuung zahlen.

Viele Grüsse von Comparis.ch

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Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

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    Alle Leser-Kommentare
  • Name ungültig 16.08.2019 23:17
    Highlight Highlight Ob erlaubt oder nicht. Es handelt sich um eine Anstellung bei einem Arbeitgeber. Jede Arbeitskraft hat das Anrecht auf eine AHV, Versicherungen usw. Ich nerv mich extrem über die, welche eine Reinigung für 20 Stutz die Stunde anstellen und noch nicht mal Beiträge leisten. Und gleichzeitig laut aufschreien bei Lohnschere und all den Problemen. Soll sich jeder selber überlegen ob er es ok findet wenn bei seinem Lohn gespart wird bis zum Gehtnichtmehr.
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  • Grossmaul 16.08.2019 18:55
    Highlight Highlight Also weiterhin selber putzen. Akkusauger, Dampfreiniger mit Multifunktion und möglichst wenig Dreck machen. Mein Job ist kompliziert genug 😔
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  • Madison Pierce 16.08.2019 15:57
    Highlight Highlight Es gibt Dienste wie quitt.ch, bei denen man die Putzfrau (oder sonstige privaten Arbeitnehmer) anmelden kann. Die sorgen dann für die Bezahlung der AHV, Versicherung etc. Erspart einem den Papierkram, dafür bezahlt man 5% Provision auf den Lohn.
    • Biindli 16.08.2019 17:38
      Highlight Highlight Quitt.ch ist wirklich super. Unsere Haushaltshilfe war 60-80% in verschiedenen Haushalten angestellt und bekam dank Quitt.ch Ende Jahr eine einfache Lohnabrechnung. Die Sozialleistungen wurden unter den verschiedenen Arbeitgebern aufgeteilt, so konnten auch Doppelversicherungen vermieden werden. Verdient hat sie 30.- netto/Stunde. Kosten für mich waren glaubs ca. 33.-.
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  • Sharkdiver 16.08.2019 14:20
    Highlight Highlight Seine Putzhilfe schwarz arbeiten zu lassen ist Sau doof. Vor allem in den Kantonen wo es AHV+ gibt. Für rückständige Kantone die das leider nicht kennen (Beispiel ZH) kann Mann die Putzhilfe bei Privatversicherungen für etwa 100.- im Jahr gegen Unfall versichern. AHV+ wenn möglich ist günstig und Mega gut
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  • Güzmo 16.08.2019 11:35
    Highlight Highlight Gut. Jetzt wissen wir was mit dem "Arbeitgeber" passiert.

    Die Dame wird aber (je nach Umständen) in Altersarmut enden ohne Altervorsorgebeiträge.

    Hätte beide Seiten spannend gefunden.
    • Burning Blaze 16.08.2019 17:15
      Highlight Highlight Antwort von einem Sozialversicherungsfachmann:

      Wenn der Arbeitnehmer z.B. nicht weiss, ob sein Chef die AHV für ihn abrechnet (Veruntreuung von Sozialbersicherungsbeiträgen) so raten wir den Versicherten einen IK-Kontoauszug (kostenlos online bestellbar bei jeder AHV-Ausglrichskasse) zu bestellen. Dort sieht man ein Jahr darauf (weil Löhne vom Jahr 2018 erst 2019 auf der Jahreslohndeklaration zu melden sind bis Ende Januar des Folgejahres). Die IK Einträge sollten spätestens im Oktober des Folgejahres verbucht werden. Behalten Sie die Lohnausweise auf und bis sie den IK-Auszug haben
      MFG BLAZE
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  • Balois 16.08.2019 11:18
    Highlight Highlight Einfach bei der AHV melden, diese bieten meisst die Versicherung mit an. Dies sind ja dann Lohnbestandteile.
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  • problemfall 16.08.2019 10:43
    Highlight Highlight Es gibt auch Organisationen, die Haushaltshilfen mit einem sauberen Arbeitsvertag und einem fairen Lohn vermittelt. In unserem Fall ist dies ProperJob. Wir sind mit unserem Baby froh über diese Dienstleistung. Disclaimer: ich bin dort nur Kunde
    • MetalUpYour 16.08.2019 13:24
      Highlight Highlight Legen die den an die Haushaltshilfe bezahlten Nettolohn dann auch offen?

      Ich wurde da nur enttäuscht. Beim letzten "fairen" Vermittler bezahlte ichh 33.- pro Stunde und die Haushaltshilfe erhielt davon gerade einmal 26.- ausbezahlt.

      Jetzt habe ich jemanden selbst angestellt und sie erhält (bei ähnlichem Bruttolohn) über 30.- netto.
    • problemfall 16.08.2019 18:00
      Highlight Highlight Ja, tun sie. Ist aufgeschlüsselt nach Lohn, Ferienzulagen usw & den administrativen Obulus. Steht in unserem Vertrag.
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  • Astrogator 16.08.2019 10:38
    Highlight Highlight Gibt es Ärger wenn du eine Putzfrau schwarz beschäftigst?
    Nun ja, in den Nationalrat kannst du dann nur noch auf der Liste der SVP...
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  • Pitefli 16.08.2019 10:19
    Highlight Highlight Damit es für alle simpel ist und bleibt, kann ich nur das einfache Abrechnungsverfahren empfehlen.
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  • Gulasch 16.08.2019 10:10
    Highlight Highlight Geht ganz einfach, bookatiger.com oder batmaid.ch!
    Die kümmern sich um alles, du zahlst, sie reinigt! Wenn du nicht zufrieden bist, ein Telefon und es kommt eine andere Fachkraft!
    • twendlan 16.08.2019 14:32
      Highlight Highlight Yep! Und du zahlst ca. 35 CHF pro Stunde während die Putzfrau 20 CHF bekommt. Dann doch lieber selbst anstellen.
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  • Mutbürgerin 16.08.2019 10:01
    Highlight Highlight Das Haushaltshilfengesetz ist ein absurdes disriminierendes Spezialgesetz, das nur für Ausländer geschaffen wurde. Eigentlich sind Putzhilfen Einzelunternehmer, da sie mehrere Kunden bedienen. Dass der Staat die administrativen Aufgaben auf den Kunden abwälzt, hängt nur damit zusammen, dass nie eine vorwiegend ausländische Putzhilfe darauf kommen würde, sich anzumelden. Ich muss auch nicht den Tennislehrer anstellen, nur weil ich einmal pro Woche Unterricht nehme. Dieses Gesetz gehört abgeschafft.
    • Yelina 16.08.2019 13:38
      Highlight Highlight Leider falsch, sozialversicherungsrechtlich sind Putzkräfte bei Privaten arbeitsorganisatorisch untergeordnet und verwenden normalerweise die vorhandenen Putzmittel, Staubsauger usw., und daher klar unselbstständig.
    • lilie 16.08.2019 16:07
      Highlight Highlight @Yelina: Aha, und wenn ein Klavierlehrer zu mir nach Hause kommt, um mein Kind zu unterrichten, ist er dann nur selbständig, wenn er sein eigenes Klavier mitbringt? Was ist mit der Spitex, die im Haushalt einer beeinträchtigten Person hilft, und wie die Putzkraft die vorhandenen Geräte benutzt - müsste sie angestellt werden? Was ist mit der Bereiterin, welche das Pferd eines Kunden ausreitet und dabei sämtliches Material im Stall vorfindet?

      Ich bin der Meinung von @Wutbürgerin, das ist alles eine Diskriminierung von Putzkräften.
    • Yelina 16.08.2019 16:36
      Highlight Highlight Das ganze ist reiner Arbeitnehmerschutz, denn Selbstständige (Einzelunternehmen) fallen aus vielen Sozialversicherungen raus, wie ALV, UVG, BVG etc. Arbeitnehmer sind dort obligatorisch versichert.
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Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Sugo di pomodoro ... mal ganz grundsätzlich.

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