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Die 15. Basler PSI-Tage begannen am Freitag, 28. November 1997, in der Mustermesse in Basel. 2000 Teilnehmer und Besucher werden erwartet. Unser Bild zeigt drei Heiler im Einsatz an der Begleit-Ausstellung.        (KEYSTONE/Michael Kupferschmidt)

        (KEYSTONE/Michael Kupferschmidt)

Geistheiler behandeln Besucher einer früheren PSI-Tagung in Basel. Bild: KEYSTONE

Wer als Krebspatient alternativen Heilern vertraut, geht ein hohes Risiko ein

Eine Studie zeigt, dass die Sterberate bei alternativen Methoden wesentlich höher ist als bei schulmedizinischen Therapien.

30.06.18, 07:59 30.06.18, 22:19


Die Diagnose Krebs triff jedes Jahr mehr als 30'000 Schweizerinnen und Schweizer wie einen Keulenschlag. Plötzlich hängt ihr Leben an einem seidenen Faden, der Tod wird ihr ständiger Begleiter.

In ihrer Verzweiflung suchen viele Patienten Hilfe bei alternativen Heilmethoden, Geistheilern, Handauflegern, Reiki-Meistern, Magnetopathen, Homöopathen, Naturheilärzten, Quantenheiler usw. Unter ihnen tummeln sich viele Scharlatane, die rasche Heilung versprechen und von Patienten oft happige Honorare verlangen.

So wie diese Exemplare hier:

Ein ARD-Beitrag über Scharlatane, die Krebspatienten schädigten.

Das rasante Wachstum des alternativen Gesundheitsmarktes wird auch durch die Esoterikwelle begünstigt, die die westliche Welt überschwemmt hat. Die Komplementärmedizin generiert in der Schweiz einen Umsatz von mehreren hundert Millionen Franken. Mehr als 10'000 Heiler kümmern sich um das körperliche und seelische Wohl der Leute, die an übersinnliche Phänomene glauben und der Schulmedizin misstrauen.

Die Hälfte sucht nach Alternativen

Die Heiler bieten rund 500 Heilmethoden an. Allein zur Behandlung von Krebs gibt es 100 alternative Methoden. Eine Umfrage im Kantonsspital St.Gallen unter 160 Krebspatienten hat ergeben, dass mehr als die Hälfte Hilfe bei Geistheilern und Heilpraktikern gesucht hat. Eine andere Untersuchung mit 1500 Patienten kam zu einem ähnlichen Resultat.

Wie lässt sich der beispiellose Siegeszug der antiquierten alternativen Heilmethoden in unserer technisch-wissenschaftlichen Welt erklären? Wieso boomen Hokuspokus-Disziplinen wie Alternativmedizin und Esoterik?

Aderlass

Es war ein weiter Weg vom Aderlass zur modernen Medizin. Bild: National Library of Medicine

Naturwissenschaften, Technik und Medizin fressen heute ihre Kinder auf. Sie haben die Hoffnung auf ein ewiges Leben in Wohlstand und Sicherheit geweckt, dabei aber übersehen, dass die komplexe Realität viele Menschen überfordert. Gleichzeitig kultivieren diese eine übersteigerte Erwartungs- und Anspruchshaltung.

Sanft, schmerzlos – und potentiell tödlich

Kann die konventionelle Medizin die Erwartungen nicht erfüllen, wenden sich viele Patienten Heilern zu, die Wunder versprechen. Also Wunderheilungen, die sogar sanft und schmerzlos sein sollen, in Wirklichkeit aber oft tödlich sind. Doch das erfahren manche Patienten erst, wenn es zu spät ist.

Fatal ist, dass Scharlatane an ihre vermeintlichen Fähigkeiten glauben, selbst schwere Krankheiten heilen zu können. Obwohl immer wieder Patienten unter ihren aufgelegten Händen sterben, lassen sie sich nicht verunsichern. In ihrer spirituellen Verblendung setzen sie auf alternative Heilmethoden, hängen doch ihr ganzes Weltbild und ihr Einkommen davon ab.

Verschlechtert sich der Gesundheitszustand eines Patienten oder stirbt er, greifen sie gern zu Ausreden: Der Patient sei nicht rechtzeitig zur Behandlung gekommen, spirituell blockiert gewesen, habe die Anweisungen nicht befolgt oder sich gleichzeitig schulmedizinisch behandeln lassen. Denn Chemotherapie und Bestrahlung sind für die meisten Heiler tödliche chemische Keulen. Deshalb sind für sie die Pharmaindustrie und Schulmedizin des Teufels.

Grosses Sterberisiko bei alternativen Heilmethoden

Eine amerikanische Studie belegt, dass das Sterberisiko von Krebskranken massiv steigt, wenn sich Patienten den Alternativmedizinern und Heilern anvertrauen, statt sich schulmedizinisch behandeln zu lassen, wie Forscher der Yale University im US-Bundesstaat Connecticut herausgefunden haben.

Bei ihrer Untersuchung stützten sie sich auf Daten der amerikanischen National Cancer Database. Sie untersuchten die Krankheitsgeschichten von 281 Patienten, die entweder an Brust-, Prostata-, Lungen- oder Darmkrebs erkrankt waren und ausschliesslich auf alternative Heilmethoden gesetzt hatten.

Aggressive Krebszellen haben wohl nur ein müdes Lächeln übrig, wenn Heiler Hände auflegen oder homöopathische Kügelchen verschreiben, die nachweislich keine Wirkstoffe enthalten.

Die Kontrollgruppe bestand aus 560 Krebspatienten in ähnlichem Alter und mit ähnlichen Diagnosen, die sich medizinisch behandeln lassen hatten. Die Untersuchung zeigte, dass Krebspatienten, die Heilern und alternativmedizinischen Methoden vertrauen, ein zweieinhalb Mal so grosses Risiko haben, innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose zu sterben. Patienten mit Brustkrebs hatten gar ein fast sechsmal höheres Sterberisiko als schulmedizinisch behandelte Krebskranke.

Meine Interpretation: Bei Krebs sind die alternativen Heilmethoden ziemlich nutzlos. Was auch leicht nachvollziehbar ist. Aggressive Krebszellen haben wohl nur ein müdes Lächeln übrig, wenn Heiler Hände auflegen oder homöopathische Kügelchen verschreiben, die nachweislich keine Wirkstoffe enthalten.

Dass die Sterberaten bei den beiden unterschiedlichen Heil- oder Therapiemethoden nicht stärker auseinander driften, liegt daran, dass auch die konventionellen Krebstherapien nicht bei allen Patienten die erwünschte Wirkung erzielen.

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Glaube, Gott oder Gesundbeter – nichts ist ihm heilig: Religions-Blogger und Sekten-Kenner Hugo Stamm befasst sich seit den Siebzigerjahren mit neureligiösen Bewegungen, Sekten, Esoterik, Okkultismus und Scharlatanerie. Er hält Vorträge, schreibt Bücher und berät Betroffene.
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155Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Michael Bamberger 02.07.2018 11:22
    Highlight Ökonometriker: "zu mühsam."

    Ah ja?

    "Es gibt nur wenige wissenschaftlicher Studien, die sich mit der Effizienz und den Wirkungen chinesischer Kräutertherapie, meist in Kombination mit Akupunktur beschäftigt haben. Die meisten Anwendungen chinesischer Kräutertherapie sind bisher nicht klinisch untersucht und wissenschaftlich belegt."

    Quelle:
    http://www.medizinfo.de/komplementaermedizin/tcm/kraeuterheilkunde/wissenschaftlichkeit.shtml
    8 2 Melden
  • hampe 02.07.2018 11:20
    Highlight Hier meine Fakten: Mein aggressiver Prostatakrebs wurde vor 10 Jahren radikal wegoperiert. Doch der PSA zeigte an, dass irgendwo noch eine kleine Metastase war. Also Bestrahlung die leider auch nicht erfolgreich war. Zufälligerweise sties ich auf Informationen zur kohlenhydratarmen Ernährung. Ich war beeindruckt von der Theorie dahinter und ernähre mich seit nun seit 6 Jahren so. Fazit: Der sich sonst innert Jahresfrist verdoppelte PSA konnte ich um gut 50% reduzieren. Eine weitere Behandlung (z.B. Hormonbehandlung) Ist in weite Ferne gerückt! Meine Blutwerte sind alle Top!
    21 6 Melden
  • Maya Eldorado 02.07.2018 01:34
    Highlight Alternativ bedeutet, dass man zwischen zwei bis mehreren Möglichkeiten wählen kann.
    Alternativlos bedeutet, dass keine andere Möglichkeiten zugelassen werden.
    Das zu der Wortbedeutung.

    Die heutige Medizin schaut den Menschen etwa so an, wie er eine Maschine anschaut.
    Gerade bei Krebspatienten wird mit aller Gewalt der Krebs bekämpft. Das geht leider nicht ohne Kollateralschäden ab und zwar massiven.

    Ich wünsche der Krebsforschung, dass sie früher oder später Möglichkeiten findet, diese Menschen zu heilen ohne Spuren der Verwüstung zu hinterlassen.
    21 11 Melden
  • Spooky 01.07.2018 16:19
    Highlight Hauptsache, wieder gesund!
    2 2 Melden
    • Pafeld 02.07.2018 09:13
      Highlight Wer heilt ohne zu wissen, was er tut, hat nicht automatisch recht. Sondern einfach nur Glück gehabt. Und das ein Glücksspieler anschliessend bei der Mehrheit seiner Patienten Glück hat, ist ziemlich unwahrscheinlich.
      11 1 Melden
  • Spooky 01.07.2018 16:12
    Highlight Ich wünsche allen Leuten gute Genesung!
    12 0 Melden
  • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 01.07.2018 12:48
    Highlight Das Schamanen und Wunderheiler keine Ärzte sind, sollte alle klar sein. Wenn uns jedoch durch deren Rituale das Leben einfacher erscheint und sie uns etwas der Last der Krankheit abnehem können, weshalb sollte man darauf verzichten? Die Schulmedizin kann dadurch natürlich nicht ersetzt werden, aber eine Tablette hält auch unsere Hand nicht fest wenn wir es brauchen.

    Vielleicht ist jener dem die Hand aufgelegt wurde ja schöner in der Tod gegangen, als jener der ans Krankenbett gefesselt war. Schulmedizin ist aus körperlicher Sicht allem anderen vorzuziehen, aber wir sind ja nicht nur Körper.
    18 11 Melden
    • Mutzli 01.07.2018 17:24
      Highlight Wenn alles wirklich so klar getrennt funktionieren würde, könnte das schon gehen. In Tat und Wahrheit kommt es aber haufenweise vor, dass "alternative Mediziner" wie auch immer sie sich nun genau nennen, eine reguläre erfolgsversprechende Therapie torpedieren. Man sehe nur z.B. die Heilsversprechen der Chiropraktikervereinigung der UK, von Diabetes über Autismus bis Krebs ist da alles drin. Sowohl während ich im Spital gearbeitet habe, wie auch in meinem persönlichen Umfeld bin ich leider nur zu oft solchen Fällen begegnet. Ist auch der Grund, weshalb mehrere Familienmitglieder tot sind.
      13 1 Melden
    • Pafeld 01.07.2018 17:46
      Highlight Wollen Sie gerne 1000 CHF? Ich geb Sie Ihnen Gern! Ihr reiner Geist verdient es!

      Selbstverständlich nicht.
      Bin ich nun ein liebenswerter Schamane, weil ich Ihnen eine kurze Freude bereitet habe oder einfach ein Idiot, weil ich Sie belogen hab?
      6 3 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 01.07.2018 23:00
      Highlight @Pafeld

      Für einen Arzt ist man nur einer von tausenden und genau so werden wir auch behandelt. Schnell und ohne Empathie. Ich sage nicht, dass die Resultate nicht für sich sprechen würden, aber genau diese Tatsache treibt die Menschen zu den Heilern. Unser Gesundheitssystem ist überallemassen verkorkst. Nicht die Medikament sind schlecht, sondern die Art wie man abgefertigt wird. Für jeden Behandlungsschritt ist eine Zeit vorgegeben. Wir Menschen jedoch sind nicht aus einem Katalog gesprungen, sondern sehr unterschiedlich.

      I am not a number. I am a free man.
      6 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Share 30.06.2018 21:59
    Highlight Woher kommt das tiefe Misstrauen der Medizin gegenüber? Ab wann lässt sich eine anthropologische Konstante beobachten? Ist es bereits eine Phobie, beschrieben im Kompendium?
    9 13 Melden
  • davej 30.06.2018 21:03
    Highlight Wieso darf nicht erwähnt werden, dass viele Schweizer sich die Krebsmedikamenten nicht leisten können? Und viele Krankenkassen bezahlen, Krebsmedikamenten nicht. Ist das ein Taboo Thema? Über Medizinisches Marijuana darf auch nicht geschrieben werden, obwohl der nurzen, Wissenschaft bewiesen ist. 90% der Einnahmen, der Pharmaindustrie, kommt von Krebstherapien. Übrigens haben Schweizer Journalisten, Wissenschaftler und ex. Pharmaarbeiter ein Buch veröffentlicht: "Die Krebs Mafia". Jetzt dürft ihr dreimal raten, weshalb ihr nie etwas über das Buch, in den Medien gelesen habt.
    30 55 Melden
    • R. Schmid 01.07.2018 15:28
      Highlight So ein Stuss
      22 4 Melden
    • cgk 01.07.2018 16:20
      Highlight @davej, genau so verbreiten sich Verschwörungstheorien.
      17 3 Melden
    • Pafeld 01.07.2018 17:49
      Highlight Weil das Buch Blödsinn ist für Leute, die die ganze Zeit Bestätigung brauchen, dass sie für ihr ganzes Unglück nicht selbst verantwortlich sind, sondern eine phöhöse Elite sich gegen einen verschworen hat?
      17 3 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 30.06.2018 17:58
    Highlight Oft finde ich die Kolumne von Herrn Stamm etwas gar bärbeissig.

    In diesem Bereich könnte man die Vorwürfe an diese Scharlatane aber deutlicher ausformulieren. Was diese Leute tun, kostet Menschenleben.

    Womöglich spricht da jetzt nur die Bitterkeit aus mir, weil ich eine mir wichtige Person an so einen "Heiler" verloren habe. Ob die Schulmedizin geholfen hätte, kann ich nicht sagen. Es wäre aber eine Chance gewesen. http://ü
    38 1 Melden
  • Staatsgebeutelter 30.06.2018 17:39
    Highlight Wieder einmal eine Lektion Stammologie!
    Was hier behautet wird mag vielleicht bei wenigen Ausnahmen stimmen aber wenn man die Gesamtzahl statistisch einbezieht, schneidet die Schulmedizin einiges schlechter ab als die Komplementärmedizin, eben weil sie immer schneidet anstatt gut abklärt. Hier eines der vielen Beispiele:
    https://www.benefit-online.de/gesundheit/prostasta-und-blase/die-meisten-prostata-operationen-sind-unnoetig.html
    Ohne diese schnelle Schneidefreudigkeit hätte zehntausende Menschen eine bessere Lebensqualiät, solche grossen gravierenden Medizinfehler fallen ins Gewicht.
    19 88 Melden
    • swisskiss 30.06.2018 19:31
      Highlight Staatsgebeutelter: Wow! Erstens ist der Fortschritt des Tumorwachstum, die Art des Tumors, sowie die Schwere der Erkrankung massgebend für eine invasive oder nichtinvasive Behandlung.

      Es ist schlicht gelogen, wenn Du behauptest, dass statistische Fallerhebung eine bessere Quote nicht schulmedizinische Behandelter zeige und das nichtinvasive Methoden bessere Erfolgsquoten zeigen, als Methoden, die invasive Eingriffe in die Therapie inkludieren.
      47 4 Melden
    • Regas 30.06.2018 21:06
      Highlight https://www.benefit-online.de/index.php?id=28
      Wer so mit dem Inseder Trick Argumentiert ist ganz einfach ein SCHARLATAN!!!
      24 1 Melden
  • AlteSchachtel 30.06.2018 16:37
    Highlight Da wird mal wieder das "Kind mit dem Bad ausgeschüttet" und Äpfel und Birnen vermischt. Die reinste Chügeliphobie.

    Ein Heiler, der behauptet, er allein könne heilen, und der ohne Schulmedizin arbeiten will, ist ein Scharlatan.

    Aber es arbeiten auch schulmedizinische Onkologen mit seriösen Komplementärmedizinern zusammen. Gerade die Misteltherapie (Extrakt nicht Globuli) kann je nach Fall (!) sehr unterstützend wirken.

    An erster Stelle muss das Wohlbefinden des Patienten stehen und nicht die Profilierungssucht einzelner Aerzte, Heiler oder Forscher.


    56 17 Melden
    • Michael Bamberger 01.07.2018 12:41
      Highlight Alte Schachtel: "Ein Heiler, der behauptet, er allein könne heilen, und der ohne Schulmedizin arbeiten will, ist ein Scharlatan."

      Demzufolge ist z.B. der biblische Jesus ein Scharlatan.
      13 6 Melden
    • Fly3930 02.07.2018 07:42
      Highlight Danke, Alte Schachtel, gut formuliert. Ich habe jahrelang Krebskranke gepflegt und kann dies bestätigen.

      Michael Bamberger, so wie ich das verstanden habe, war Jesus war wohl ein "Schulmediziner", da in dieser Zeit die Ursache und Behandlung einer Krankheit immer auf Gott und/oder Satan zurückgeführt wurde. Wieso der jetzt aber hier plötzlich Thema wird, ist mir allerdings nicht ganz klar.
      6 6 Melden
    • Pafeld 02.07.2018 09:17
      Highlight Jesus war sowas von kein Arzt, sondern allerhöchstens eine Form von Sektenheilguru. Wenn es ihn denn überhaupt gegeben hat.
      9 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glücksbringer 30.06.2018 15:14
    Highlight Ich war selbst in der alternativen Szene und war dafür. Dann habe ich gesehen, wie viele mit diesen Methoden (vor allem an Krebs) sterben. Hab mich dann wieder für die Schulmedizin entschieden. Seither gelte ich in Alternativen Kreisen als „geblendet“.
    37 3 Melden
  • Redly 30.06.2018 13:44
    Highlight Die Definition von ‚alternativer Medizin’ ist wohl, dass sie sich nicht wissenschaftlich überprüfen lassen will.
    Und kann nur sein, weil sie alle wirkungslos (oder gar schädlich) sind.
    30 11 Melden
  • Michael Bamberger 30.06.2018 13:43
    Highlight Es gibt weltweit keine einzige randomisierte kontrollierte Studie, welche die Wirksamkeit von alternativen Heilmethoden, jenseits des Placebo-Effekts,
    belegen würde.

    Gäbe es eine solche Studie, dann könnte sich der Urheber der Studie einerseits $ 1 Mio bei der James Randi Educational Foundation abholen, denn er hätte paranormale Phänomene belegt; und anderseits wäre dem Urheber der Studie der Nobelpreis garantiert.

    Also los, ihr Geisterheiler, auf was wartet ihr?
    58 7 Melden
    • Ökonometriker 30.06.2018 21:12
      Highlight @Bamberge: 'alternative Medizin' ist ein weites Feld. Es gibt sehr wohl Studien die beispielsweise die Wirksamkeit gewisser Kräutertinkturen der traditionellen chinesischen Medizin belegen. Die Forschung versucht auch, die verantwortlichen Wirkstoffe zu isolieren und synthetisieren. Leider gelingt das aus diversen Gründen oft noch nicht so gut. Daher kann eine alternative Behandlung schon sinnvoll sein.
      13 16 Melden
    • Michael Bamberger 01.07.2018 08:26
      Highlight Dann posten Sie bitte Links zu solchen randomisierten kontrollierten Studien.
      16 1 Melden
    • Ökonometriker 01.07.2018 12:35
      Highlight @Michael: Bin grad in China, hab' keinen Zugang zu Google Scholar. Aber kürzlich hab' ich eine Studie zum Einfluss von Ginseng auf das Immunsystem gelesen - sollte mit einer suche nach "Panax Ginseng" "Immune System" zu finden sein.
      5 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nikolai G. 30.06.2018 12:35
    Highlight Die Disteltherapie bei Krebspatienten kommt ursprünglich aus der Alternativen Medizin. Inzwischen wird sie sehr erfolgreich angewendet. Herr Stamm sieht alles nur Schwarz weiss. Aber in der Medizin muss eine gesunde Mischung aus Schul und Alternativmedizin angewand werden. Der Patient muss ganzheitlich betrachtet werden was in der Schulmedizin häufig auf der Strecke bleibt. Auch in der Schulmedizin gibt es gute und schlechte Ärzte. Sowie es in der Alternativ Medizin Scharlatane gibt
    39 46 Melden
    • Michael Bamberger 30.06.2018 14:36
      Highlight Disteln? Das wäre ja mal spannend!

      "Bislang sind für alle marktgängigen Mistelpräparate keine Nachweise für eine therapeutische Wirksamkeit erbracht worden." (Wikipedia)
      34 9 Melden
    • Tatwort 30.06.2018 15:26
      Highlight Achtung! Bei deinem Kommentar schlägt mein Scharlatan-o-Meter bis zum Anschlag aus.
      36 9 Melden
    • olive 30.06.2018 16:50
      Highlight Die Misteltherapie kommt aus der Anthroposophie
      und es gibt keine Studien, die einen Erfolg belegen.
      Sie wird zumeist zusammen mit anderen Therapien angewendet und es gibt Anzeichen, dass Patienten sich besser fühlen damit und besserenAppetit haben. Kann aber ein Placebo-Effekt sein.

      Wer die Begründung liest für den Einsatz von Mistel, "Mistel ist ein Parasit und darum wirksam gegen den parasitären Krebs" vereinfacht gesagt, der erkennt, was hier für eine Denkweise dahinter steht.
      32 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Papa Swappa 30.06.2018 12:15
    Highlight Neben viel Eso-Hokus-Pokus gibts auch noch die chinesische, thailändische & ayurvedische Medizin, der insgesamt wohl ähnlich viele Menschen vertrauen wie der westlichen Schulmedizin und die über die lange Sicht (also nicht die 5 Jahre nach der Behandlung) je nach Krebsart deutlich bessere Resultate erziehlt.
    Zudem sollte man sich fragen, warum z.B. in Japan Krebs viel seltener vorkommt und die Überlebensraten deutlich besser sind.
    21 45 Melden
    • Michael Bamberger 30.06.2018 14:42
      Highlight Quatsch!

      "Bei den Japanern gibt es eine höhere Anzahl an Krebs-und Herzkrankheiten als bei den Amerikanern. Seit 1981 ist in Japan der Krebs die häufigste Todesursache." (Quelle: zentrum-der-Gesundheit.de)
      31 6 Melden
    • Iltis 01.07.2018 12:55
      Highlight Ayurveda habe ich in Indien erfahren dürfen. 3 Wochen diarrhea.......nennt man heute detoxing
      15 2 Melden
    • batschki 01.07.2018 20:37
      Highlight Als Schweizer Ärztin durfte ich in Kerala einen Vaidya begleiten. Die müssen dort 5 Jahre studieren + 1 Jahr Praktikum, bevor sie auf die Menschen losgelassen werden. Ich war sehr beeindruckt über das riesige klinische Wissen, dass da vorhanden ist. Kaum ein Symptom wird übersehen, körperlich sehr präzise untersucht und alles im Zusammenhang gibt erstaunlich präzise Diagnosen, ohne Labor, Bildgebung etc.
      Die Behandlungen sind für uns Westler vedischer Unsinn, ausser deren Akupressur, welche zB Nasenbluten so schnell stoppt, wie unser Eis auf den Nacken. Erfolg bei Krebs? wohl nicht
      9 1 Melden
  • Papa Swappa 30.06.2018 12:09
    Highlight ... andererseits wurde meiner Grossmutter, der mit über 75 Gebärmutterkrebs diagnostiziert wurde, von der behandelnden Ärztin gesagt; Ihr Krebs ist nun über 20 Jahre in Ihnen gewachsen. Hätten sie sich damals untersuchen lassen und wir hätten ihn entdeckt, währen sie aufgrund unserer Behandlungsmethoden höchstwarscheinlich schon lange tot.
    Krebs gilt üblicherweise nach 5 Jahren als geheilt, würde man 10 Jahre nehmen, sähen die Statistiken der Schulmedizin sehr viel schlechter aus.
    Der schulmedizinische Ansatz bekämpf vorallem die Symptome, nicht die Ursache.
    27 58 Melden
    • Tatwort 30.06.2018 15:26
      Highlight Was ist denn die Ursache von Krebs?
      31 6 Melden
    • Klaus07 30.06.2018 17:48
      Highlight @Papa Swappa
      Es gibt 150 Krebsarten einige sind ungefährlich, einige wachsen über Jahrzehnte und können einfach nur störend sein und andere wiederum brauchen ein paar Wochen um einen ganzen Körper zu zerfressen und zu töten. Also was für ein Krebs wahr es und in wie fern hötte eine Behandlung ihrer Grossmutter zum tote geführt? In der Schulmedizin wird der Krebs bekämpft, er wird entfernt, bestrahlt oder Chemisch angegriffen. Es wird versucht die verbreitung des Krebses zu verhindern. Auch die Ursachen wo bekannt werden bekämpft (Hormoneller Krebs) Die Symptome kommen von alleine.
      13 4 Melden
    • Papa Swappa 30.06.2018 18:07
      Highlight z.b. radioaktivität und falsche ernährung, detailierter
      https://www.oncology-guide.com/ursachen/krebs-ursachen-risikofaktoren/
      4 24 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Helona 30.06.2018 12:08
    Highlight Oft kommt es mir vor, ebenso in diesem Artikel, dass das Sterben mehr als das grösstmögliche Versagen eines Individuums gesehen wird, denn als die natürliche Konsequenz des Lebens.
    35 3 Melden
  • blaubar 30.06.2018 11:21
    Highlight Man kann ja durchaus beides tun, konventionell UND alternativ. Ich kenne einen Fall, in dem antroposophische Medizin klar und in kürzester Zeit vollstöndige Hilfe brachte, nachdem die Schulmedizin ebenso klar gescheitert ist. Verallgemeinern möchte ich nichts.

    Und deshalb sollte man sich Stamm auch gar nicht provozieren lassen, es ist immer dasselbe. Provokationen sind zwar unterhaltsam, aber nicht heilsam.
    22 41 Melden
    • olive 30.06.2018 16:52
      Highlight Dieser Fall wäre noch genauer zu untersuchen.Wurde nur anthroposophische "Medizin" angewendet?
      Wenn konventionell u n d alternativ angewendet wird, haben Sie sowieso keinen Beweis für die Anthroposophie.
      20 5 Melden
    • blaubar 30.06.2018 18:07
      Highlight @olive: Zuerst über Wochen schulmedizinisch (400ml Blutungen bei einer Kollegin), die Medis halfen nichts, null! Es kam eine Operation infrage, die aber ev. die Fruchtbarkeit gefährdet hätte.
      Dann antrop. Medikament. Zwei Stunden (!!) später waren die Blutungen weg.
      Natürlich ist das ein extremes Beispiel. Und Kritiker werden auch hier nicht müde werden, die alternative Behandlung infragezustellen. Es könnte ja auch aus anderen Gründen geholfen haben... was dann aber doch ein wenig zu viel Zufall wäre.
      9 22 Melden
    • olive 01.07.2018 06:56
      Highlight Ja, das ist natürlich nicht hilfreich. Warum Blutung, was für Medikamente ? Oft ist es so, dass die medizinische Behandlung nach erforderlicher Zeit doch greift und man dann die Heilung den Kügelchen oder was auch immer zuschreibt.
      9 0 Melden
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  • Regentrockner 30.06.2018 11:02
    Highlight Es gibt einen Aspekt, der hier nicht erwähnt wurde. Jeder Mensch hat nicht nur sich selbst, sondern auch seinem Umfeld gegenüber eine Pflicht - insbesondere, wenn man Vater oder Mutter von nicht erwachsenen Kindern ist. Und diese Pflicht schliesst für mich ein, dass man diejenigen Methoden, die bewiesenermassen zur Heilung führen, anwendet.

    Ich kannte einen Mann, der seinen Krebs ausschliesslich anthroprosophisch behandeln liess und - oh Wunder - daran starb. Er hinterliess eine Familie mit kleinen Kindern.

    Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen wollte.
    41 9 Melden
  • häxxebäse 30.06.2018 10:33
    Highlight Schulmedzin für die hardware (körper) und naturheilmedizin für die software (seele)
    49 18 Melden
    • Klaus07 30.06.2018 17:57
      Highlight Was nützt eine Software, wenn die Hardware kaputt ist. Können Sie mir bitte erklären, was die Seele sein soll? Mein Bewustsein kommt von meinem Gehirn, auch hier kann die Schulmedizin helfen wenn neurologische Krankheiten auftreten, die Naturheilmedizin nicht.
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    • Pafeld 01.07.2018 18:13
      Highlight Die Seele besteht aus Feenstaub und wiegt genau 21Gramm!
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    • häxxebäse 01.07.2018 19:43
      Highlight @klaus... tut mir leid, wenn Dir das nix sagt.. mein beileid.
      Und mit meinem spruch hab ich das erklärt: mit einem gebrochenen bein oder krebs muss ich nicht zum naturheiler... aber wenn medizinisch nix vorliegt, dann muss jmd - naturheiler - helfen die ursache zu finden und nicht einfach medis abzugeben oder von hypochondrie zu sprechen... und es gibt bei beiden gute & schlechte! Die besten arbeiten hand in hand
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  • Follower 30.06.2018 10:31
    Highlight Natürlich haben Sie recht. Aber unsere Schulmedizin ist so „technisiert“ geworden, dass der Mensch auf der Strecke bleibt. Chemotherapie und Bestrahlung sind Behandlungsmethoden, die zwar erfolgreich, aber vom Eingriff auf den Patienten an Folter denken lassen. Der Arzt der diese Therapien verordnet, hat meist nicht die Zeit, dem Patienten zuzuhören, wenn dieser über seine Behandlung klagen möchte und oft genug ist er brillant in der Behandlung und schlecht im Gespräch. Erstaunt es, dass solche Menschen sich einen (unqualifizierten) Therapeuten holen, der nen ganzen Halbtag für sie reserviert?
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    • Klaus07 30.06.2018 18:08
      Highlight Schon einmal selber eine Chemo oder Bestrahlung erhalten? Folter? Ja es gibt massive Nebenwirkungen, die sind alle aber besser als der tot. Das die Ärzte keine Zeit haben ist auch selbstverständlich. Dafür bieten andere Organisationen Hilfe an, unter anderem die Krebsliga Schweiz. In jedem grossen Spital gibt es Anlaufstellen in dem ausgebildete Therapeuten genau sich die Zeit für Patienten nehmen die Sie absprechen. Der Gang zu Wunderheiler hat andere Gründe. Leichgläubigkeit, Falschinformationen aus dem I-Net oder falsche Freunde oder einfach nur Dummheit!
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    • Follower 30.06.2018 18:47
      Highlight Ja, Chemotherapie erhalten.
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    • Pafeld 01.07.2018 18:25
      Highlight Darum macht man Chemo und Bestrahlung auch nur in einem absoluten, medizinischen Notfall. Und nicht, weil man heute mal keine Lust auf einen Waldspaziergang hat. Und auch nicht, weil es gerade der letzte Schrei bei irgendwelchen Promis ist.
      9 0 Melden
  • nass 30.06.2018 10:04
    Highlight Es ist wohl nicht für alle nutzlos. Zumindest nicht für die, die daran verdienen. Das ist die Sauerei am ganzen.
    27 12 Melden
    • rodolofo 01.07.2018 06:10
      Highlight Na gut, ein Bodenleger arbeitet auch nicht gratis.
      Verdienen ist ja kein Verbrechen!
      Und wenn gewisse Kosten (z.B. Anwälte) sehr hoch sind, kann das die Streithähne auch dazu motivieren, einen Streit gar nicht erst weiter eskalieren zu lassen! (Ist allerdings schwierig, wie ich aus eigener Erfahrung weiss...)
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  • NaSkivaL 30.06.2018 09:49
    Highlight Das Problem ist nicht die Schulmedizin. Das Problem sind die Ärzte und die dahinter stehende Industrie. Wie überall geht es nur noch um Geld.
    Schulmediziner hab ich zu 98% aufgegeben, aber nicht die Schulmedizin. Seit ich mich selbst behandle, geht's endlich aufwärts. Glücklicherweise kann ich mich auch privat mit ein paar klügeren Versionen der ärztlichen Spezies austauschen. Natürlich bezahlt die KK nichts mehr seit ich mich erfolgreich selbst behandle. Aber vorher 20 Jahre für einen unfähigen Spezialisten nach dem anderen. Keiner von denen hat geholfen. Keiner!
    41 60 Melden
    • The Count 30.06.2018 12:29
      Highlight Die Blitze widerspiegeln das Unwissend oder die erfolgreiche Manipulation der Masse.
      18 29 Melden
    • Klaus07 30.06.2018 18:16
      Highlight @NaSkivaL, an was für einem Leiden sind Sie erkrankt? Was ist ihre Therapie? Ohne Hintergrundinformationen ist ihr Kommentar absolut Wertlos! Es könnte auch ein eingewachsener Zehennagel sein! Zudem sind die Untersuchungsmethoden und die Therapieformen nicht stehen geblieben. (20 Jahre?) Im schlechtesten Fall wäre ihre Genesung mit neuen Therapien viel weiter als ihre Selbstmedikation.
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    • NaSkivaL 30.06.2018 20:09
      Highlight Der Hausarzt schickt mich wegen einem eingewachsenen Zehennagel 20 Jahre von Spezialist zu Spezialist. Genau *lol* Meine Diagnose tut hier nichts zur Sache.
      Wie ich schon sagte, hab ich vor 1,5 J. nicht die Schulmedizin aufgegeben, sondern nur die meisten ihrer Vertreter. Dass es noch gute Ärzte gibt, weiss ich, da ich mit einigen befreundet bin. Mit diesen spreche ich meine Behandlungen jeweils ab. Sie profitieren von meinen Recherchen und können damit sogar anderen Patienten helfen. Heutzutage kann man als Allgemeinpraktiker nicht mehr in jeder Richtung auf dem Laufenden sein. Unmöglich.
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  • Silent_Revolution 30.06.2018 09:44
    Highlight Warum legen wohl einige in so einer Situation ihr Leben in die Hände eines Scharlatans, der dreist vorgibt sich um die Menschen zu kümmern?!

    In der Schulmedizin werden Ärzte durch die Pharmaindustrie mit Annehmlichkeiten geködert, Medikamente verschrieben die keiner braucht, unnötige Untersuchungen und Operationen veranlasst, Ärzte können nicht zur Rechenschaft gezogen werden und aus Profitgründen nimmt sie sich nur sehr begrenzte Zeit für ihre Patienten.

    Keine Bindung zu den Ärzten = kein Vertrauen.

    Ein profitorientiertes Gesundheitssystem will Menschen nicht heilen, sondern behandeln.
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    • Torkar 30.06.2018 16:59
      Highlight Mir geht es teilweise ähnlich. Die Pharmaindustrie und ihre Koppelung mit der Ärztegemeinschaft ist schon sehr profitorientiert.
      Aber eine Arbeitskollegin hat sich mit der Diagnose Brustrebs alternativ behandeln lassen. Das Ergebnis: sie starb unter fürchterlichen Qualen und hinterließ eine 4jährige Halbwaise.
      Ich wurde als Kind wegen häufiger Ohrenentzündungen zur anthroposophischen Kinderärztin gebracht und litt, oft wochenlang unter fürchterlichen Schmerzen. Als die Ärztin einmal nicht verfügbar war, kam ich zu einem normalen Arzt. Nach einer halben Stunde hatte ich kaum mehr Schmerzen...
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    • Klaus07 30.06.2018 18:28
      Highlight Wenn Sie die Diagnose Krebs erhalten, ist es ihnen völlig egal was die Therapie kostet oder welches Pharmaunternehmen die Medikamente herstellt. Sie wollen nur eines. Gesund werden und nicht am Krebs verrecken. Ärzte betreuen 20-30 Patienten am Tag, da sind lange Gespräche nicht möglich. Dafür bietet die Krebsliga viele Möglichkeiten an. Krebs ist nicht wirklich heilbar (sehr hohe Rückfallquote) aber behandelbar. Jeder der Krebs hat, ist um jeden Tag, um jede Woche, Monat oder Jahr dankbar den er nich erleben darf. Also schreiben Sie nicht so viel Mist.
      20 3 Melden
    • rodolofo 01.07.2018 06:06
      Highlight @ Klaus07
      Du verstehst "Silent Revolution" schlecht, wenn Du auf einer anderen Ebene mit ihm sprichst!
      Aus der "Frosch-Perspektive" betrachtet kämpft natürlich jedes Individuum mit allen Mitteln ums Überleben, was ja auch verständlich und legitim ist!
      Aus der "Vogel-Perspektive" betrachtet wollen dann halt die lieben Pharma-Konzerne ihre Gewinne maximieren, oder vergiftet und verstrahlt der "Militärisch-Industrielle Komplex" unsere Umwelt, oder kaufen unkritische KonsumentInnen den Massenschrott, den eine zu ständigem Wachstum gezwungene Raubbau-Billigwaren-Industrie produziert...

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  • lagaffe 30.06.2018 09:41
    Highlight
    4 16 Melden
  • rodolofo 30.06.2018 09:38
    Highlight ...
    Folgende Täter stehen im Radar der Gesundheit-Detektive:
    - Radioaktive Verstrahlung:
    Immer wieder wird ein statistischer Zusammenhang zwischen dramatischem Anstieg von Krebs-Erkrankungen und Radioaktiver Strahlung nachgewiesen.
    - Pestizid-Rückstände und chemische Konservierungsmittel in Lebensmitteln:
    Auch hier zeigt sich, dass "billige" Lebensmittel die Gesellschaft teuer zu stehen kommen.
    - Umweltverschmutzung:
    Pneu-Abrieb in der Luft, Weichmacher im Plastik, Mikroplastik, Feinstaub, und und und!
    Lösungen:
    - Umstellung auf Erneuerbare Energien
    - Bio-Lebensmittel
    - Abfall-Reduktion
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    • Patho 30.06.2018 11:21
      Highlight Was hat das Label "Bio" mit Krebs zu tun? Ein Bio-Salat, der neben einer Autobahn wächst ist sicher nicht gesünder, als ein regionaler nicht-Bio-Salat vom Land. Und ein Bio-Apfel aus Neuseeland ist radioaktiv wohl verseuchter, als ein Apfel von einem Baum in Leibstadt... Statt Bio-Produkten soll man regionale Produkte kaufen und mit Krebs hat dies so ziemlich nichts zu tun...
      28 5 Melden
    • Nominator 30.06.2018 11:54
      Highlight Ich habe keine Angst vor Tätern, will stark sein sodass sie mir nichts anhaben können und lasse mich nicht in die Opferrolle drängen. Wenn meine biologische Uhr abgelaufen ist marschiere ich erhobenen Hauptes in den Himmel oder halt einen Stock tiefer. Jeder lebt zu seiner Zeit solange wie es die Umstände erlauben. Und die ändern sich halt immer wieder.
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    • rodolofo 30.06.2018 15:22
      Highlight @ Patho
      "Bio" hat auch nicht den Anspruch, völlig frei von jeglichen Rückständen zu sein!
      Es geht aber darum, die Vergiftung und Vermüllung der Natur und damit auch unserer Lebensmittel nicht weiter zu vergrössern!
      Es ist der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen-, bzw. das Ökosystem zum Kippen bringt.
      Bei knappen Abstimmungen merken wir erst, wie wichtig jede einzelne Stimme sein kann!
      Oder an der Fussball-WM beobachten wir, wie ein einziges Tor die Stimmung umkehren kann von Staats-Trauer zu Himmelhoch Jauchzen, aber auch umgekehrt...
      5 14 Melden
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  • rodolofo 30.06.2018 09:31
    Highlight Wer an (bösartigem) Krebs leidet, ist am Ende so, oder so "am Arsch" und muss sich vom Allerliebsten lösen, nämlich vom eigenen Leben.
    Ich kannte einmal eine Frau, die sich ganz bewusst gegen weitere Bestrahlungen und Chemo-Therapitn entschieden hat, weil diese für sie ein unerträgliche Tortur waren.
    Aber ich kenne auch einen guten Freund, der seinen (gutartigen) Prostata-Krebs mithilfe der Schulmedizin los wurde und der jetzt wieder vor Lebenslust und -Energie strotzt!
    Wichtig finde ich, das Augenmerk auf Prävention zu legen! Wo sind die Ursachen für das Entstehen von Krebs?
    ...
    43 17 Melden
    • Regentrockner 30.06.2018 10:15
      Highlight "Wer an (bösartigem) Krebs leidet, ist am Ende so, oder so "am Arsch" und muss sich vom Allerliebsten lösen, nämlich vom eigenen Leben."

      So ein ausgemachter Quatsch. Ich hatte 1995 einen bösartigen Krebs im Stadium 3 von 4. Und ich habe mich vom Leben nicht lösen müssen - dank Schulmedizin.
      69 3 Melden
    • The Count 30.06.2018 12:27
      Highlight Übermässiger Fleischkonsum gehört sicher zu den Hauptursachen, psychischer Stress ist ein weiterer Faktor. Absolut richtig und wichtig die Krebsforschung in dieser Richtung weiter voranzutreiben.

      Ich finde den Artikel von Herrn Stamm etwas gar zu einseitig; es gibt einige erfolgreiche Alternativen zur Schulmedizin welche wirksam in der Krebsheilung sind, natürlich aber auch viel sinnfreies.
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    • rodolofo 30.06.2018 15:32
      Highlight @ Regentrockner
      Okay, dann hattest einen etwas weniger bösartiger Krebs.
      Das freut mich für Dich!
      Ich kannte einmal einen äusserst lebenslustigen und humorvollen Menschen, der hatte Hodenkrebs. Bei ihm war aber definitiv nichts mehr zu machen.
      Aber wie der mit seinem Schicksal umging und bis zum Schluss seine Spässe machte, beeindruckte mich tief!
      Einmal sagte er zu den Krankenschwestern:
      "Dann seid Ihr also die letzten Eindrücke, die ich vom Leben haben werde..."
      Jetzt ist er nicht mehr da, und ich erinnere mich noch an seinen umwerfenden Humor.
      Der Krebs konnte ihm nichts anhaben.

      6 14 Melden
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  • Nominator 30.06.2018 09:27
    Highlight Krebs ist ein Zeichen ungebremsten Wachstums. Der Ort wo er auftritt gibt einen Hinweis auf die geistige Ebene die belastet ist. Ohne den Einbezug der Psyche des Patienten spielt es keine Rolle, ob man nun schulmedizinisch oder mit Hokuspokus dagegen vorgeht. Da sollte man dem Patienten die Entscheidung überlassen, da seine Identifikation mit einer Methode seine Selbstheilungskräfte am besten aktiviert. Die finanzielle Verwertung der Angst der Menschen vor dem Tod wächst ungebremst von beiden Seiten und ist ihrerseits wie ein Krebs. Heilung bedeutet Erlösung und nicht Krieg.
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    • rodolofo 30.06.2018 09:47
      Highlight Das ist eine typisch neo-liberale Methode auch der Schulmedizin, immer dann die Psyche als Ursache heran zu ziehen, wenn sie mit ihren Diagnosen am Ende ist...
      "Selber schuld!" lautet dann die selbstgerechte Ausrede, die alle "Heiler" ebenso entlastet, wie der Stempel "Ist halt krank".
      Wenn ich Dir jetzt aber sage, dass ich einmal Psychisch dermassen "am Boden" war, dass ich den Tod als verlockende Perspektive sah, dies meinen Körper aber nicht im Geringsten beeindruckte?
      Dieser Körper bestand alle Tests mit dem Prädikat "Kerngesund!"
      Ein dreifach Hurra auf die Körperlichen Grundlagen!
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    • Victarion 30.06.2018 10:03
      Highlight @nominator was ist mit säuglingen die im alter von 6 monaten an leukämie erkranken? Auch irgendwas mit geistiger Ebene hokuspokus?
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    • Menel 30.06.2018 10:26
      Highlight Sie wissen aber schon, wie Zellen funktionieren? Pro Tag entwickeln sich ca. 10'000 potentielle Krebszellen in einem Körper, dh. Zellen die fehlerhaft sind. Meistens erkennt dies die Zelle selbst und leitet den Zelltod ein oder das Immunsystem erkennt die entartete Zelle und "vernichtet" sie (einfach ausgedrückt). UV Licht zerstört übrigens ein Gen, das für das Einleiten des Zelltods unteranderem gebraucht wird. Da hat die Psyche wenig mitzureden.
      Übrigens, alles was Zellen hat kann Krebs bekommen, auch Pflanzen, was für ein "Problem" haben die denn?
      74 3 Melden
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  • alingher 30.06.2018 09:21
    Highlight Naja, der Kampf gegen Sekten und Scharlatane ist natürlich lobenswert. Nur Stamm legt dabei mittlerweile eine eindimensionale Sicht an den Tag, die sich nicht gross von der seiner Gegner unterscheidet.

    Natürlich gibt es auch Studien, die natürlichen Heilmethoden sehr gute Wirkung bei der Krebsbehandlung attestieren. (www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/184966/index.html)

    Damit kann die Pharmaindustrie natürlich keinen Gewinn generieren und deren Rolle bei der "Lenkung" von Studienresultaten ist lange bekannt. Stamms Interpretation ist jedenfalls nicht eben ausgewogen...
    35 77 Melden
    • Victarion 30.06.2018 09:59
      Highlight Ich würde gerne die Studien sehen von welchen Sie sprechen.
      38 3 Melden
    • Redly 30.06.2018 13:51
      Highlight @alingher: wenn wissenschaftlich gezeigt ist, dass es Nutzen bringt, ist es es nicht mehr ‚alternativ‘ - unabhängig vom Ansatz.
      14 2 Melden
  • Aglaya 30.06.2018 09:08
    Highlight Ich bin absolut überzeugt, dass bei lebensbedrohenden Krankheiten wie Krebs die Schulmedizin die einzige Möglichkeit ist, die Krankheit wirksam zu bekämpfen (ich glaube nicht an Alternativmedizin). Es darf aber nicht vergessen werden, dass gerade bei Krebs viele Patienten, die ihre Rettung bei der Alternativmedizin suchen, schulmedizinisch austherapiert sind, die Schuldmedizin also keine weiteren Behandlungsmöglichkeiten mehr anbieten kann. Sie wären daher ohnehin gestorben, mit oder ohne Alternativmedizin. Das mag die Statistiken zu einem gewissen Grad beeinflussen.
    42 10 Melden
    • elk 30.06.2018 11:05
      Highlight Ich arbeite auf einer grossen Notfallstation eines schweizer Unispitals. Wir sehen täglich Mensche mit Krebs, die eine Operation und ein bis zwei Zyklen einer Chemotherapie durchgemacht haben und dann dank Fehlinfo oder Aberglauben auf eine nebenwirkungsarme weil wirkungslose "Alternativtherapie" umsteigen. Wir dürfen dann schulmedizinisch retten, was noch zu retten ist. Meist leider nicht mehr viel. Als Zusatztherapie ist es vollkommen in Ordnung, was aber viele dieser Heiler aus ideologischen Gründen nicht wollen und die Konsequenzen trägt schliesslich immer der Patient und die Schulmedizin.
      22 1 Melden
  • Pamal 30.06.2018 08:23
    Highlight Es ist verständlich, dass jemand, der eine Krebsdiagnose bekommt, alles Erdenkliche tut, um geheilt zu werden. Ich finde alternative Medizin, wie zB Iscador um das Immunsystem zu stärken, sinnvoll, aber nur ZUSAMMEN mit der Schulmedizin. Wenn ein sogenannter Heiler von der Schulmedizin abrät, dann bitte Finger davon lassen. So jemand hat keine Ahnung und ist im wahrsten Sinne lebensgefährlich.
    220 33 Melden
    • Victarion 30.06.2018 09:57
      Highlight Nein auch die Misteltheraphie hat keine Wirkung. Sehen sie sich die studienlage an! Aber ja zusammen mit schulmedizin "wirkt" es natürlich, also eigentlich nicht aber es entsteht der Eindruck da die schulmedizin wirkt;)
      29 2 Melden
    • Regas 30.06.2018 11:03
      Highlight Nun ja Pamel neben der wirksamen Schulmedizin wollen halt auch die Iscador Anthroposophen vom Leiden eines Krebspatienten mit unwirksamen Präparaten profitieren.
      12 0 Melden
    • Tatwort 30.06.2018 15:24
      Highlight Mistletoe has been tested extensively as a treatment for cancer, but the most reliable randomised controlled trials fail to show benefit, and some reports show considerable potential for harm. The costs of regular mistletoe injections are high. I therefore recommend mistletoe as a Christmas decoration and for kissing under but not as an anticancer drug. At the risk of upsetting many proponents of alternative medicine, I also contend that intuition is no substitute for evidence.
      15 0 Melden
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  • Grundi 30.06.2018 08:20
    Highlight Man lese den letzten Satz!!!
    15 26 Melden
  • Meiers 30.06.2018 08:19
    Highlight Den Krebszellen ist es eigentlich scheissegal wer hier die Kohle macht! Entweder du hast Glück, oder das wärs dann!
    95 36 Melden

Gibt es ein Leben nach dem Tod? Die Wahrscheinlichkeit ist klein

Der Glaube an den Himmel oder die Wiedergeburt ist an so viele Annahmen gebunden, dass die Wahrscheinlichkeit dafür sehr klein ist.

Religionen sind eng mit Tod und Krankheiten verknüpft. Ohne das Leiden und die Erfahrung der Endlichkeit des Lebens wären unsere Vorfahren nicht auf den Glauben an Götter gekommen. Hätten sie glücklich und zufrieden gelebt, hätten sie keinen Grund gehabt, ein religiöses Heilskonzept zu entwickeln und an übersinnliche Superwesen zu glauben.

Unsere Ahnen haben also nicht aus der Position der Stärke heraus den Glauben an unfassbare Allmächtige entwickelt, sondern aus Angst vor der Zukunft.

Inzwischen …

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