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Natela Dzalamidze (rechts) mit Doppelpartnerin Kamilla Rachimowa im April 2022 in Istanbul.
Natela Dzalamidze (rechts) mit Doppelpartnerin Kamilla Rachimowa im April 2022 in Istanbul. Bild: IMAGO / tennisphoto.de

Russische Tennisspielerin ist jetzt Georgierin – und darf deshalb in Wimbledon starten

21.06.2022, 09:1221.06.2022, 09:17

Der Fall der Doppelspezialistin Natela Dzalamidze (Weltnummer 43 im Doppelranking) sorgt für Aufsehen. Die 29-Jährige trat bis vor kurzem noch für Russland an, respektive aufgrund der Einschränkungen der Tennisverbände wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine unter neutraler Flagge an. So wäre ihr die Teilnahme in Wimbledon eigentlich nicht erlaubt gewesen.

Doch Dzalamidze fand eine Lösung für ihr Problem. Da sie neben dem russischen auch den georgischen Pass besitzt, konnte sie bei der WTA einen Nationenwechsel anfordern. Dieser wurde unlängst vollzogen. So kann sie in Wimbledon nun doch an der Seite ihrer Doppelpartnerin, der Serbin Aleksandra Krunic, antreten.

Natela Dzalamidze spielte bis vor kurzem für Russland, tritt jetzt aber für Georgien an.

Wimbledon sagt auf Anfrage der «Times», man habe in diesem Fall keinen Einfluss gehabt: «Spielernationalitäten werden von WTA und ATP sowie dem Internationalen Tennisverband (ITF) geregelt. Die Prozesse sind klar definiert und akzeptiert.» Seitens der WTA heisst es, Dzalamidze habe die nötigen Dokumente eingereicht, weshalb ihre Nation im WTA-System offiziell angepasst worden sei. Der Prozess sei abgeschlossen gewesen, bevor die Einschreibelisten von Wimbledon erschienen seien, deshalb sei die Neo-Georgierin nun auch in London startberechtigt. Am French Open scheiterte Dzamalidze mit ihrer damaligen russischen Partnerin Kamilla Rachimowa in der 1. Runde.

Russen und Belarussen nicht in Wimbledon

Der «All England Tennis Club» hat vor einigen Wochen beschlossen, dass Spielerinnen und Spieler aus Russland und Belarus dieses Jahr nicht beim Traditionsturnier von Wimbledon antreten dürfen. Als Grund wurde der russische Angriffskrieg in der Ukraine genannt. Die Wimbledon-Organisatoren wichen damit von der Norm ab, wie ATP- und WTA-Tour in dieser Frage agierten. Denn bei den restlichen Turnieren durften Spielerinnen und Spieler aus den zwei Ländern antreten, wenn auch nur unter neutraler Flagge.

Der Wimbledon-Entscheid sorgte in allen Lagern für starke Reaktionen. Während Daniil Medwedew, die russische Weltnummer 1 der Männer, die von diesem Entscheid ebenfalls betroffen ist, mit Verständnis reagierte, sah die Reaktion von ATP und WTA anders aus.

Die zwei Weltverbände reagierten auf den Ausschluss mit der Ankündigung, dass es in Wimbledon dieses Jahr keine Punkte für die jeweiligen Weltranglisten zu gewinnen gibt. Auch das löste Kritik aus, weil gewisse Spielerinnen und Spieler – darunter auch Novak Djokovic – befürchteten, Wimbledon verkomme so zu einem bedeutungslosen Showturnier. (abu)

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13 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Eleparoli
21.06.2022 11:12registriert Mai 2022
Sie besitzt halt zwei Pässe, am Namen erkennt man, dass sie georgische Wurzeln hat. Wo liegt das Problem?
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FreddyKruger
21.06.2022 11:05registriert Juli 2021
Sie hat persönlich kaum irgendwas mit dem Krieg zu tun. Und als Doppelbürgerin kann sie nun mal die Nationalität wechseln. Wer würde das an ihrer Stelle nicht tun?
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Hamudi Dudi
21.06.2022 11:14registriert September 2019
Win-Win-Situation: Sie kann spielen und Georgien ist im Gegensatz zu Russland an Wimbledon vertreten.
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