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A new Tesla Model X owner celebrates after getting his keys from Elon Musk, at left, CEO of Tesla Motors Inc., during the vehicle's unveiling at the company's headquarters Tuesday, Sept. 29, 2015, in Fremont, Calif. (AP Photo/Marcio Jose Sanchez)

Dieser Kunde darf sich über Tesla freuen. Er hat sich wohl auch nicht mit Elon Musk (l.) angelegt.
Bild: Marcio Jose Sanchez/AP/KEYSTONE

Du willst einen Tesla? Dann beschwer dich nicht öffentlich über miesen Kunden-Service

Weil sich Tesla-Chef Elon Musk persönlich angegriffen fühlt, verweigert er einem Kunden die Auslieferung des bestellten Elektroautos.



Leg dich nicht mit Elon Musk an!

Diese Lehre ziehen wir aus einem Streit, der in den USA für ziemliches Aufsehen gesorgt hat. Der Tesla-Chef persönlich hat den Verkauf eines Fahrzeugs storniert, weil ein Kunde «super unhöflich» zu ihm war.

Er habe sich riesig auf seinen Tesla gefreut, schreibt der US-Amerikaner Stewart Alsop in einem Beitrag bei medium.com. Sein anklagender Text trägt den Titel «Banned By Tesla!».

Er habe erfahren, dass seine Bestellung von Musk gestrichen worden sei. Dies sei eine bittere Enttäuschung für ihn, weil er nun nicht an der Automobil-Revolution teilhaben könne.

Die Vorgeschichte: Im vergangenen September hatte sich Alsop in einem offenen Brief an den Tesla-Chef über einen Kunden-Event beklagt, an dem die neuste Elektroauto-Generation, der Tesla Model X, vorgestellt wurde. Offenbar verlief die Veranstaltung nicht erwartungsgemäss, was den erbosten Tesla-Kunden zu einer Brandrede veranlasste. Unter dem Titel «Dear @ElonMusk: You should be ashamed of yourself» (Lieber Elon Musk, Sie sollten sich schämen) ging er bei medium.com zum Angriff über und erhielt auf seinen Post viele Reaktionen.

Seine Kritik zielte auf die schlechte Organisation des Events und er nahm dafür den Chef in die Verantwortung: Nachdem er wie viele andere Kunden 5000 Dollar auf das Auto angezahlt hatte, hätte er eine Testfahrt erwartet, schrieb Alsop. Doch stattdessen habe es nur eine Präsentation zur Sicherheit gegeben. Zudem habe die Show mit eineinhalb Stunden Verspätung angefangen.

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Stewart Alsop der Zweite ist in den USA ein einflussreicher Technologie-Investor und ehemaliger Chefredaktor. Im Wikipedia-Beitrag zu seiner Person wird erwähnt, dass er der Gross-Grossneffe des US-Präsidenten Theodore Roosevelt sei.

In seinem aktuellen Beitrag kritisiert Alsop, dass die Tesla Motor Company zu seiner Überraschung keine Marketing-Abteilung besitze. Er habe zwar nicht die Gelegenheit gehabt, während seines Telefonats mit Musk darüber zu sprechen. Es sei aber an der Zeit, dass das Unternehmen eine solche «Funktion» einführe. 

Musk hat am Mittwoch via Twitter auf den neuen Angriff reagiert. Er könne die Aufregung nicht verstehen, liess er seine fast 3,4 Millionen Follower wissen. Es sei wohl ein News-armer Tag gewesen, dass seine Aktion so viel Aufmerksamkeit erhielt.

In Online-Kommentaren wird derweil auch die Meinung geäussert, dass die Strafaktion auch einen präventiven Charakter habe. Nun werde sich wohl kaum mehr jemand, der an einen Tesla-Event eingeladen werde oder ein Elektroauto kaufen wolle, öffentlich beschweren...

Umfrage

Hat Elon Musk angemessen reagiert?

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  • Weiss nicht12%

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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • elivi 04.02.2016 20:01
    Highlight Highlight oooh der is gross gross nefe bla bla von nem blabla jetzt der muss total cool sein? oder so?
    das einzig wissenswerte ... tesla braucht keine marketing abteilung wenn sogar unzufriedene kunden werbung macht. und wenn du unzufrieden bist kriegst du ein call mit dem chef? also ich find das cool.
  • Amanaparts 04.02.2016 19:50
    Highlight Highlight Wer sich wie ein Arschloch benimmt, sollte auch als solches behandelt werden.
    • Sir Eau Tonin 05.02.2016 08:04
      Highlight Highlight Und als zahlender Kunde soll man sich alles gefallen lassen? 1,5 h Verspätung bei einer Präsentation finde ich ziemlich heftig und dass man sich heutzutage mit all den Social Medias schnell mal auskotzt, ist nicht neu. Musk scheint etwas putinistisch.
  • Thomas Binder 04.02.2016 18:54
    Highlight Highlight Ganz egal ob sie Musk, Jobs, Rumsfeld oder Clinton heissen, wir sollten alle Psychopathen boykottieren und dorthin schicken, wo sie hingehören, in die Macht- und Bedeutungslosigkeit.
  • --Sevi-- 04.02.2016 17:42
    Highlight Highlight Keine Ahnung was das soll. Musk sollte doch selbst entscheiden dürfen, an wenn er seine Autos verkauft und wenn er jemanden keins verkaufen will sollte er dies auch nicht tun müssen. Ausserdem mal schön dass es einen Unternehmer gibt bei dem nicht Geld das höchste Prinzip ist. :)
  • rabatt13 04.02.2016 15:28
    Highlight Highlight Wieso wird aus dem Blogeintrag eines Einzelnen so eine grosse Story gemacht? Stimmt seine Aussage zu 100% nur weil er ein Gross-Grossneffe von Roosevelt ist? Es gab irgendwie noch ein Telefonat u.s.w. Wenn man schon Tesla kritisieren will, dann lieber mit einem seriösen Bericht über die Stärken und Schwächen des Autos anstatt mit Boulevardjournalismus
  • Adrian Schwarz (1) 04.02.2016 14:34
    Highlight Highlight Wenn Herr Alsop unbedingt eine innige Umarmung haben möchte, sollte er vielleicht lieber zu VW gehen. Die würden momentan alles tun, um ihre Autos los zu werden.
    • Boston5 04.02.2016 14:48
      Highlight Highlight Also meiner Meinung nach wird VW trotzdem noch genug Autos verkaufen, ich sage 90% der Menschen ist es egal, wie viel Abgas sie in die Luft schleudern, solange das Auto läuft, und VWs laufen eben gut.
    • Hugeyun 04.02.2016 15:12
      Highlight Highlight Ganz egal ist es glaube ich nicht, wie viel Abgas die Autos ausstossen, aber das ganze System der EU um Abgasregulierung und Co. ist nicht durchgreifend genug und hat - wie immer - zu viele Ausnahmen zu bieten. VW ist nur der erste Hersteller bei dem die Schummelei aufflog.
      Blöde EU :-(
  • Scaros_2 04.02.2016 14:18
    Highlight Highlight Für mich ist Musk jemand, der keine Kritik zulässt. Wenn sie erfunden oder gelogen ist, kann ich ja verstehen und darum hat Musk damals den einen Journalisten ziemlich bloss gestellt, weil Tesla die Testfahren aufgezeichnet hat und dann eine Gegendarstellung gepostet hat. Alles legitim. Aber so wie einem hier die Geschichte erzählt wird, hat Musk schlicht keine Ahnung von Marketing und scheint dort noch sehr sehr auf wackeligen Beinen zu stehen, was intern zwingend verbessert werden müsste und so nun ans Licht gekommen ist. Hier hätte Musk ganz anders reagieren müssten, tat er nicht, der Schaden ist da.
  • Boston5 04.02.2016 14:07
    Highlight Highlight Wenn ich Musk hier kritisiere, kriege ich vielleicht auch keinen Tesla, also: "Musk isch en geile Siech und Tesla die bescht Marke uf de Welt!" (Vielleicht krieg ich jetzt einen geschenkt ;))
    • --Sevi-- 04.02.2016 17:44
      Highlight Highlight Da schliesse ich mich an :) Tesla ist cool und Musk ein toller Unternehmer:) (hoffe ich bekomme auch einen ;) )^^
  • iNDone 04.02.2016 13:48
    Highlight Highlight Hochmut kommt vor dem Fall.
  • Schmiedrich 04.02.2016 13:40
    Highlight Highlight Naja, hier sieht man das Problem an Musks unkonventioneller Art.Er ist zwar ein genialer Ingenieur und brillanter Stratege, allerdings hat er nicht wirklich viel Ahnung von Marketing. Ist ja schön wenn ein Unternehmen mit schmalem Budget lieber in Innovation, als in Verpackung investiert, allerdings schaden solche Vorfälle dem Image und zeigen halt auf , dass Musk marketingtechnisch über wenig Fingerspitzengefühl verfügt... Alles in allem Unnötig, aber nicht sehr schlimm...Das auto sollte der Kunde doch bekommen, hier muss man sich halt den kleinen Fehler eingestehen und schlichtend reagieren.
  • Rabautax 04.02.2016 13:39
    Highlight Highlight Hab mich auch beschwert und negativ über das Auto berichtet auf youtube und auf blogs. Krieg auch keinen mehr zum Testen..... kann aber damit leben
    • Teslanaut 04.02.2016 15:46
      Highlight Highlight Interessant, beschwert und negativ berichtet, obwohl noch nie gefahren. Da sieht sich wohl ein Plauderi als besonders wichtige Person, auf dessen Urteil die ganze Welt wartet.
    • Rabautax 04.02.2016 20:37
      Highlight Highlight Und wie gefahren 2 monate sogar....
    • Teslanaut 04.02.2016 23:32
      Highlight Highlight hahaha! wer's glaubt! Wo, bei wem? Tesla ist zwar grosszügig bei Kaufinteressenten, ein Wochenende liegt schon mal drin, aber nicht 2 Monate!
  • Typu 04.02.2016 13:08
    Highlight Highlight Wir wissen wahrscheinlich nur ein teil der story. Gute werbung ist es trotzdem nicht. Stattdessen hätte man den kritiker mit der qualität des teslas entwaffnen und auf die eigene seite bringen können. So wird er wohl ewigs einen groll haben.
  • BeWi 04.02.2016 12:59
    Highlight Highlight ja, das wird er sich in Zukunft nicht mehr leisten können - wird wohl in Kürze nicht mehr das alleinige E-Auto sein. Mir persönlich gefällt die Technik, aber das Design vom Tesla X gefällt mir gar nicht. Und die Flügeltüren sind Spielerei, wenn schon, dann vorne auch, nicht nur hinten. Aber was soll's, ist eh zu teuer..
  • herschweizer 04.02.2016 12:18
    Highlight Highlight seine Raketen werden von der Konkurrenz übertrumpft... er diskreditiert AppleIngs als Abstellgleis für in seinem Unternehmen gescheiterte Ings... gut vielleicht gute gratis PR ... muss sich im Gespräch halten
    • capture 04.02.2016 12:40
      Highlight Highlight Elon Musk gibt einfach gar nichts auf die Meinung anderer. Er führt ein Unternehmen, welches seit Jahren rote Zahlen schreibt. Aber er hat seine Vision und wird sie Umsetzen, egal was "wichtige Personen" dazu sagen, da interessiert ihn weder ihre noch meine Meinung und das ist gut so.
  • glüngi 04.02.2016 12:17
    Highlight Highlight Ich bin ein grosser Teslafan aber was Musk hier getan hat ist schlichtweg Zensur. Es sendet das Zeichen das man keinen Tesla kaufen kann wenn man etwas gegen den Konzern sagt. Stellt euch vor Samsung oder Apple würden eure Smartphones sperren wenn sie herausfinden das ihr auf Facebook mal etwas gegen den Betrieb oder das Model geschrieben habt. Das wäre Wahnsinn doch eigentlich genau was Musk hier tut.
    • Señor Ding Dong 04.02.2016 12:43
      Highlight Highlight Ich denke, der Ton macht die Musik. Er hätte seiner Enttäuschung sicher auch anders Ausdruck geben können, anstatt Elon Musk persönlich anzugreifen. Hat der Grossgrossneffe wohl seine Position überspielt. Die Signalwirkung für mich ist eher,dass man auch als Kunde nicht alles bieten kann. Und das finde ich richtig.
    • pd90 04.02.2016 13:04
      Highlight Highlight Tesla kann wohl selber entscheiden, an wenn sie verkaufen oder nicht. Und wenn der Herr wirklich einen Tesla will, soll er diesen doch einfach über einen Zwischenhändler beziehen und nicht noch rumweinen...
    • Fumo 04.02.2016 13:06
      Highlight Highlight Versuche mal als geladener Gast eines Samsungs oder Apple event was daran zu kritisieren, da wird ganz ähnlich reagiert. Ist auch schon geschehen.
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Das grösste Verdienst von Tesla sind nicht die eigenen Autos

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