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epa05315465 An undated handout made available by Google on 18 May 2016 shows Google Home (C) a voice-activated home product that will allow users to get answers from Google, stream music, and manage everyday tasks. Google announced the product which will be available in 2016, during the Google I/O conference taking place in San Francisco, USA, on 18 May 2016.  EPA/GOOGLE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Google Home ist Googles neuer sprachgesteuerter Assistent fürs Wohnzimmer – quasi eine Siri in Blumenvasenform. Bild: EPA/GOOGLE

Burger King überlistet Google per TV-Spot – doch der Schuss geht nach hinten los

Burger King hat mit einem Trick Googles Sprachassistenten zum unfreiwilligen Werbeträger gemacht. Doch die Fast-Food-Kette hatte die Rechnung ohne die fleissigen Wikipedia-Schreiber gemacht.



In einem TV-Werbespot erklärte ein Mitarbeiter der Fast-Food-Kette, er könne in so kurzer Zeit nicht alle Zutaten des Burgers aufzählen, aber er habe eine Idee.

Dann sagte er auf Englisch «Ok, Google, was ist der Whopper-Burger?». Der Schlüsselbegriff «Ok, Google» aktivierte darauf die Google-Home-Lautsprecher in US-Wohnzimmern, die in der Nähe von Fernsehern standen. Die mit dem Internet vernetzten Google-Home-Lautsprecher lasen daraufhin den verblüfften TV-Zuschauern den Anfang des Wikipedia-Artikels über den Whopper von Burger King vor.

So trickste Burger King den vernetzten Google-Home Lautsprecher aus

Der smarte Lautsprecher Google Home wird mit dem Sprachbefehl «Ok, Google» aktiviert und antwortet wie Apples Siri, Amazons Alexa oder Microsofts Cortana auf Fragen der Nutzer.

Theoretisch könnten auch Smartphones mit dem Google-Assistenten auf den Sprachbefehl «Ok, Google» aus dem TV-Spot reagieren und die gestellte Frage nach dem Whopper-Burger beantworten.

Google reagierte und sorgte binnen weniger Stunden dafür, dass die Lautsprecher nicht mehr auf den Werbespot ansprangen, während man die Frage als Besitzer weiterhin stellen kann. Der erste Satz des Eintrags in der Online-Enzyklopädie war zuvor auch noch erstmals seit Jahren geändert worden und klang nun mehr nach einem Werbespruch.

Bild

Der Wikipedia-Eintrag zum Whopper von Burger King.

Der Name des Wikipedia-Nutzers, der die Änderung vornahm, ähnelt dem Profilnamen des Burger-King-Marketingchefs Fernando Machado bei Online-Netzwerken.

Die Aktion geht nach hinten los

Da jeder die Einträge in Wikipedia ändern kann, machten sich einige Nutzer einen Spass daraus, zur Beschreibung des Burgers Bestandteile wie «Rattenfleisch» und «abgeschnittene Fingernägel» hinzuzufügen. Die Bearbeitungs-Funktion wurde daraufhin gesperrt.

Schon vor einem Monat hatten Google-Lautsprecher bei einigen Besitzern für Überraschung gesorgt. Das Gerät wies unaufgefordert auf den Kinostart der Neuauflage des Disney-Klassikers «Die Schöne und das Biest» hin.

Google erklärte, die Einspielung sei nicht als Werbung gedacht gewesen. Man experimentiere damit, über den sprechenden Assistenten passende Inhalte für Nutzer hervorzuheben, «und wir hätten es in diesem Fall besser machen können», hiess es in einer Stellungnahme unter anderem beim Tech-Bog «The Verge» in der Nacht zum Freitag.

Was kann Google Home?

Im Google-Home-Lautsprecher steckt der Google Assistant, eine Software mit künstlicher Intelligenz, die Nutzer durch den Tag begleiten und ihnen helfen soll.

Google Home kann auf Sprachanweisungen reagieren und so Fragen beantworten, Musik von YouTube bzw. Spotify abspielen, das Licht in der Wohnung regulieren, ein Uber-Fahrzeug bestellen oder die gewünschte Netflix-Serie auf dem TV-Gerät starten, um nur einige der fast endlosen Möglichkeiten zu nennen.

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Google Home im Video erklärt. Video: YouTube/Google

Google kündigte erst vor kurzem an, den Assistant in Millionen Smartphones mit den beiden neuesten Versionen seines Mobil-Betriebssystems Android zu bringen. Ähnliche Assistenz-Software haben auch Amazon mit Alexa im Lautsprecher Echo, Apple mit Siri im iPhone und Microsoft mit Cortana in Smartphones sowie Windows-Computern.

Auch mit Amazons Echo-Lautsprechern gab es schon einen durch das Fernsehen ausgelösten Zwischenfall. Ein Moderator erzählte darüber, wie sich ein Mädchen bei der Sprachassistentin Alexa ein Puppenhaus wünschte. Als er den Satz «Alexa, bestelle mir ein Puppenhaus» aussprach, fragten viele der Geräte ihre Besitzer, ob sie mit der Bestellung fortfahren wollen. (oli/sda/dpa)

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